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Ehe unter Gleichen: Paarung von Reichen vergrößert Einkommensschere

"Arzt heiratet Ärztin" statt "Arzt heiratet Krankenschwester": Reiche suchen sich häufiger Partner unter ihresgleichen - dadurch hat sich nach Angaben der OECD die Einkommenkluft in den meisten Ländern erheblich vergrößert. Dahinter stecke ein gesellschaftlicher Trend.

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ALG III 08.05.2011, 12:39
1. Hartz IV

Zitat von sysop
"Arzt heiratet Ärztin" statt "Arzt heiratet Krankenschwester": Reiche suchen sich häufiger Partner unter ihresgleichen - dadurch hat sich nach Angaben der OECD die Einkommenkluft in den meisten Ländern erheblich vergrößert. Dahinter stecke ein gesellschaftlicher Trend.
Arbeitsloser heiratet Jobmanagerin. Auch das hilft nicht weiter. Jobmanagerinnen verdienen oft nicht viel mehr als ihre Klienten.

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Europa! 08.05.2011, 12:42
2. Und was noch schlimmer ist:

Der Genpool wird nicht mehr richtig durchgerührt - sofern die Leute überhaupt noch bereit sind, Kinder zu kriegen.
Was ja früher mal der Hauptgrund der "Paarung" gewesen sein soll.

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hoppla_h 08.05.2011, 12:53
3. Doppel-Verdiener

Ein Grund mehr, Steuerprivilegien für Vielverdiener, z. B. Ehegattensplitting, und auch Kindergeld zu streichen.

Wer hat, dem wird gegeben?

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ThorIsHere 08.05.2011, 12:56
4.

Tja, da sollte doch ganz schnell eine Quote eingeführt werden. Wer zu den oberen 10% gehört, darf nur noch einen Partner aus den unteren 10% heiraten.

Alles andere ist menschenverachtender Raubtierkapitalismus übelster neoliberaler Ausprägung!

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RaMaDa 08.05.2011, 13:23
5. Nur die Liebe zählt....

...gilt wohl nicht mehr.
Das neue Motto lautet: "Zeige mir was du hast und ich sage dir, wie lange unsere Ehe hält."
Nochwas, die Bezeichnung Paarung kennt man doch auch von Affen...

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viwaldi 08.05.2011, 13:23
6. Nachdenken hilft, sich die Welt zu erklären!

Zitat von sysop
"Arzt heiratet Ärztin" statt "Arzt heiratet Krankenschwester": Reiche suchen sich häufiger Partner unter ihresgleichen - dadurch hat sich nach Angaben der OECD die Einkommenkluft in den meisten Ländern erheblich vergrößert. Dahinter stecke ein gesellschaftlicher Trend.
Früher waren Krankenschwestern ja auch häufig "höhere Töchter" aus gutem Hause, der Beruf war teils Charity bis zur Heirat. Da waren attraktive Frauen dabei. Heute studieren die eben alle und werden selber Ärztinnen. Früher gab es hohe Anmeldequoten bei Krankenschwesterschulen, die suchten sich die Besten aus. Heute nehmen sie alle, auch wenn die nicht Deutsch sprechen. Der soziale und intelektuelle Background eines Berufsstandes hat sich also dramatisch verändert. Welcher Arzt will also noch eine Krankenschwester heiraten?
Will sagen: das Paarungsverhalten hat sich gar nicht verändert, nur das Ausbildungsverhalten qualifizierter Frauen ist anders - und das wollen wir doch alle!
Die "Studie" zeigt also nichts Neues, was man nicht durch 5 Minuten selber nachdenken auch so rausgekriegt hätte.

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Diskutant_EF 08.05.2011, 13:26
7. Kein Titel

Zitat von hoppla_h
Ein Grund mehr, Steuerprivilegien für Vielverdiener, z. B. Ehegattensplitting, und auch Kindergeld zu streichen. Wer hat, dem wird gegeben?
Nein, denn wenn beide Ehepartner beispielsweise Chefarzt und Chefärztin sind und jeweils 150.000 Euro p.a. verdienen, sparen sie durchs Ehegattensplitting keinen Cent.

Und Kindergeld bekommen sie dann auch nicht, sondern stattdessen den gesetzlichen Kinderfreibetrag.

Grundsetzlich gebe ich Ihnen aber recht, dass das Ehegattensplitting abgeschafft gehört.

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nethopper01 08.05.2011, 13:27
8. Vernunftheirat...

Wenn ein vermögender Gutverdiener eine mittellose Frau ohne Ausbildung heiratet, dann ist Erster nach einer Scheidung finanziell erledigt, sofern kein Ehevertrag ihn davor schützt. Dies vor allem, wenn Kinder da sind und die Frau nicht arbeitet. Das Risiko eines Ruins durch Scheidung lässt sich nur dadurch verhindern, dass man eine Frau heiratet, die selbst in der Lage ist, bei einer Trennung durch eigene Arbeit ihren Lebensstandard zu sichern. Hinter mancher Liebesheirat verbirgt sich also vielfach eine ganz rationale Entscheidung. Unsere Sozialgesetze sollten in Zukunft vielleicht einen Beipackzettel zu Risiken und Nebenwirkungen bekommen.

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Fuinlhach 08.05.2011, 13:28
9. Naja...

Denk mal, dass die Gründe sehr vielfältig sind. Zum Beispiel wird einer der oberen 10000 kaum Kontakte zum Pack haben und umgekehrt.
Mag man verteufeln aber wer mal in die Geschichtsbücher guckt wird feststellen, dass das faktisch schon immer so war. Seit es den gesellschaftlichen Status als solchen gibt.
Früher erdachte man sich da sogar feste Regelungen. Heute werden die Gesellschaftsschichten selber darauf achten. Sprich: Berufssohn/Tochter wird sich ganz schön was anhören müssen, wenn er/sie ein Arbeiterkind heiraten will. Mal vom Prinzessinnenmärchen von der Insel abgesehen. Gehe mal davon aus, dass der Druck unter den Eliten unter sich zu bleiben größer ist, als unter denjenigen, die sich einen gesellschaftlichen Aufstieg erhoffen.

Im Großen und Ganzen aber ist die Sache, wie bereits erwähnt, absolut nichts Neues.

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