Forum: Wirtschaft
Eigenanteil fürs Pflegeheim: Nur Gutverdiener sollen für Eltern noch zahlen müssen
DPA

Wenn alte Menschen ins Pflegeheim müssen, aber den Eigenanteil nicht aufbringen können, müssen je nach Einkommen die Kinder bezahlen. Jetzt will die Koalition die Grenzen dafür deutlich anheben. Die Kommunen wehren sich.

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Mister Stone 14.08.2019, 12:39
100.

Zitat von kingcole
Das Arbeitsministerium unter Nahles und Weil hat einige Sachen zumindest reingebracht, wenn auch nicht der große Wurf dabei war. Es handelt sich hier ja um das Kernministerium für die Partei SPD. Mich wundert immer, dass das nicht anerkannt wird, gerade, da die Regierung unter Merkel wirklich sehr wenig umsetzt.
Zumindest "reingebracht"? Ja. Aber dann mit Ausnahmen und Sonderregelungen zu Gunsten der Kapitaleigner entweder total vergessen oder bis zur Fäulnis aufgeweicht (Stichwort: Mietpreisbremsenumgehungsgesetz, Mindestlohnumgehunggesetz...).
Die SPD - und das erkennen Sie in ihrem letzten Satz völlig richtig - hat unter (!) Merkel wirklich sehr wenig, ich meine sogar gar nix, soziales durchgesetzt. Sie hat zwar immer mal wieder über manche sozialen Dinge palavert, aber immer wohlwissend, dass sie das in der Groko gar nicht umsetzten konnte/wollte/musste. In einer Bündnis mit der Linke hätte die SPD ihre Versprechen einlösen müssen. Und davor hatten Schulz, Nahles und Co immer die größte Angst. Das trieb sie in die Groko.

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Korken 14.08.2019, 12:39
101. Sie liegen komplett daneben

Zitat von Axt im Walde
Eltern zahlen weniger in die Pflegeversicherung ein, weil ja vermeintlich die Kinder fuer sie aufkommen. Und nun dieses? Dann bitte auch wieder den vollen Pflegeversicherungsbeitrag von Eltern verlangen!
Das meinen Sie doch wohl als Witz, diese 0,25 Prozent! Wurde sowieso erst gemacht, als das BVG das anprangerte und der unterschiedliche Prozentsatz hätte viel höher sein müssen.

Der Beitragszuschlag wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2005 durch das Kinder-Berücksichtigungsgesetz eingeführt und damit eine Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts(!!) umgesetzt, das die beitragsmäßige Besserstellung der Mitglieder mit Kindern gegenüber kinderlosen Beitragszahlern verlangt hatte. Durch den Beitragszuschlag für Kinderlose solle, so die Begründung des Gesetzgebers, die Kindererziehungsleistung der Eltern beitragsmäßig berücksichtigt werden. Eltern leisteten neben dem monetären Beitrag den zum Systemerhalt wichtigen generativen Beitrag, sorgten also für die nachwachsende Generation, auf die die im Umlageverfahren finanzierte soziale Pflegeversicherung für ihre künftige Finanzierung angewiesen sei.

Genau wegen solcher Egoisten wie Ihnen müssen Familien mit Kindern besser unterstützt werden. Wenn die Kinder Erwachsen sind, entfällt der Vorteil sowieso und Ihre Vorstellung, WARUM Elternsagenhafte 0,25% weniger zahlen entspricht auch nicht den Tatsachen!

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zausi 14.08.2019, 12:40
102. Kann sich ja..

nur einer gegen auflehnen, der das Geld zum Fressen hat...
Sollte Mal einer auflisten, wer am meisten anbgreift von den über 3000 Euro im Monat, für ein paar qm Meter Raum und unterbesetzes, ausgebeutetes Pflegepersonal, dass nur ein paar Minuten bewilligt bekommt für den zu betreuenden.

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wjb27 14.08.2019, 12:40
103. Sowares

Zitat von schorsch_69
Na lassen Sie mal die Kirche im Dorf und bleiben bei der Wahrheit! Es waren originär die Grünen, die angebliche Friedenspartei, die seinerzeit mit der SPD die Bundesregierung stellte, die massiv den Eintritt der Bundeswehr auf den Kriegsschauplätzen dieser Welt gefordert und durchgesetzt hat!
Die Grünen haben sogar geknobelt wer zustimmen durfte und wer nicht. Acht waren dagegen. Vier mussten zustimmen andernfalls wäre Schröder/Fischer weg vom Fenster gewesen. Die Grünen haben ihre angebliche Friedensgesinnung für den Machterhalt verkauft. Und die reden in Sachen Europa von Hinterzimmern.

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siryanow 14.08.2019, 12:42
104.

Wer haett dat jedacht , et jibt ooch joote Nachrichten

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heinrich1205 14.08.2019, 12:44
105. überflüssig

eine Entlastung der Angehörigen in der häuslichen Pflege wäre sinnvoller.
bekanntlich wird der überwiegende Anteil Zuhause gepflegt.
Dort wird ein erhöhter Pflegeaufwand in den meisten Fällen nicht honoriert.
gutverdienenden Kindern ist ein gewisser Beitrag zur Heimpflege zuzumuten.

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schnubbeldu 14.08.2019, 12:45
106. Bin da "zweigespalten"

auf der einen Seite wäre es okay, aber dann drehen sich die Gedanken darüber:

a) wie "gut" ist denn diese Art der Pflege? Würde ich dies meinem 88jährigen Vater aufbürden wollen? Ich habe da so mein Interessenkonflikt. Wer "zahlt" bestimmt meistens auch wohin die Reise geht. Meine Eltern "konnten" für mich entscheiden was mir als Kind fehlt. Umgekehrt finde ich auch dass Kinder für ihre Eltern "entscheiden" dürfen.

b) was ist bei Familien, wie z.B. in meinem Fall, wo ein Elternhaus als Immobilie existiert? Wird der Wert der Immobilie noch bei der Kalkulation mit einbezogen? Was ist wenn die Immobilie schon weiter vererbt wurde und die Kinder dann "reicher" sind? Für mich persönlich ist aus meiner Sicht immer noch das "Elternhaus" die Rücklage wenn es später eng wird. Klar, es gibt auch Renter als Mieter, hier darf im Grunde kein Eigentum/Immobilie mit einfließen um Gleichheit zu älteren Mietern sein. Ist aber in der Vergangenheit sehr wohl gewesen. Ein Freund hatte wegen der Pflege der Eltern und Leben im Altersheim das "Elternhaus" vom Sozialamt entrissen bekommen. Damals, bevor überhaupt Elternunterhalt eingeführt wurde (Mitte/Ende 90er Jahren). Erst wenn alle "verwertbare" Vermögensbestände aufgebraucht ist, kommt der Staat mit auf.

c) am Besten man lebt dann sein Leben lang in "Sauss und Brauss" und private Vorsorge wie private Pflegeversicherungen etc. sind dann passé! Was soll dies? Wir haben seit 2011 oder 2012 die private Zusatzpflegeversicherung, die dann im Grunde den Personen "egal" sein kann. Da bekommt man mit Sicherheit für den monatl. Betrag ein noch schickeres Auto finanziert.

Aus meiner Sicht gibt es hier viel zu viele Fragen in diesem Zusammenhang,

Man sollte den Elternunterhalt "reformieren", ja, dies macht Sinn! Familien mit Kindern bis Ende deren Erst-Ausbildung sollten höhere Freibeträge bekommen. Singlepersonen im Einzelhaushalt auch. Und es sollte berücksichtigt werden, für wieviele "Elternteile" man aufkommt. Bei uns kann es, wenn es "doof" läuft für 3 pflegebedürftige Personen schnell der Fall sein, dass man zur Rechenschaft gezogen wird. Sind alle 3 noch zwischen knapp 80 bis 90 Jahre jung. Da kann es sehr schnell mal zu einer Verpflichtung kommen.

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schorsch_69 14.08.2019, 12:45
107. Och Joh!

Zitat von burlei
... hier outen sich aber eine ganze Menge Foristen als ausgemachte Egoisten. Ja, die Eltern haben sich krumm gelegt, haben gespart, haben malocht, damit es ihrem Sohn, ihrer Tochter "mal besser geht". Die haben dann studiert - bezahlt von den Eltern, haben ihr erstes Auto bekommen - bezahlt von den Eltern (Sohnemann kann doch nicht per Fahrrad vor der Uni vorfahren, wie sieht das denn aus!), haben ihre eigene Bude bekommen - bezahlt von den Eltern.... Jetzt haben Sohn und Tochter einen tollen Job, verdienen massig, die Eltern kamen ins Pflegeheim, weil sie sich selber nicht mehr versorgen konnten (die lieben Kinderchen schicken aber Weihnachten mal ne Postkarte, das reicht ja) und nun kommt die Pflegeversicherung nicht mehr für die Mehrkosten auf. Normalerweise müsste ja jetzt der Staat bis zu den Schultern in die Taschen der lieben Kleinen greifen. Das gibt aber nur Protestgeschrei der lieben Kleinen. Jetzt ist er so großzügig und erklärt die Pflege zu einem Einkommen von 100.000 Euro für die lieben Kleinen zur Staatsaufgabe. Wer schreit sofort los? Die lieben Kleinen. Der gehätschelte Sohn, die behütete Tochter, beide Gutverdiener mit über 100.000 Euro Einkommen. Das geht ja auch nicht. Selber bezahlen wollen sie nicht, was haben sie mit ihren Eltern zu tun. Soll doch die Pflegeversicherung dafür aufkommen und wenn sie nicht genug eingezahlt haben, selber schuld. Dass der Staat für Leute aufkommt, geht ja gar nicht. Der Staat kassiert schon genug Steuern (von den lieben Kleinen) und soll sich auf seine Aufgaben konzentrieren. Für die Pflege soll die Pflegeversicherung auf kommen. Kann sie die dafür erforderliche Summen nicht aufbringen, soll .... Ja wer soll denn dafür aufkommen? Die Kinder wie bisher? Neben den rumschreienden Gutverdienern (über 100.000 Euro Einkommen) gibt es Tausende Nicht-so-gut-Verdiener, die sogen. "Schweigende Mehrheit", die tatsächlich für die Pflegekosten ihrer Eltern mit bezahlen und hier entlastet werden. Die atmen auf, halten den Vorstoß der SPD für sehr gut und sind zufrieden. Also, alles richtig gemacht. Es gibt wohl zwei Gruppen, die einmal nicht so ganz zufrieden sind - die Gutverdiener - und die Gruppe derjenigen, denen dieser Vorstoß gar nicht passt, weil das mal wieder gegen das traditionelle Familienbild der Bio-Deutschen verstößt. Die Deutsche Familie besteht aus dem Vater, der zur Arbeit in einem Deutschen Betrieb geht, der Mutter, die zu Hause bei Kinder und Küche bleibt und ihrem Manne zu Diensten ist, den Kindern (mindestens 2) die brav sind, glatt gescheitelt und blondbezopft die Eltern ehren und den Großeltern, die im trauten deutschen Heim im Kreise der Deutschen Familie langsam wegdämmern. Da braucht man keine Pflegeversicherung, keinen Staat, der für die Eltern sorgt Achja, wenn alles nur so schon einfach wäre, so einfach und primitiv wie das Weltbild.
Also über ein primitives Weltbild sollte exakt Sie sich nicht beschweren. Sie bezeugen doch selbst ein eigenes ganz dumpfes!

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Korken 14.08.2019, 12:50
108. Hier Ihre Antwort

Zitat von morphyencore
Warum bezahlen Eltern eigentlich einen geringeren Beitrag zur Pflegeversicherung? Sollte jetzt aber auch angepasst werden.
Um Egoisten wie Ihnen in einer Solidargesellschaft einen Riegel vorzuschieben. Die lächerlichen 0,25% sind eh nicht der Rede Wert, es war aber vom BVG gefordert, da (und jetzt kommts, es hat überhaupt NICHTS mit ihrer Annahme zu tun): Der Beitragszuschlag wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2005 durch das Kinder-Berücksichtigungsgesetz eingeführt und damit eine Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts umgesetzt, das die beitragsmäßige Besserstellung der Mitglieder mit Kindern gegenüber kinderlosen Beitragszahlern verlangt hatte. Durch den Beitragszuschlag für Kinderlose solle, so die Begründung des Gesetzgebers, die Kindererziehungsleistung der Eltern beitragsmäßig berücksichtigt werden. Eltern leisteten neben dem monetären Beitrag den zum Systemerhalt wichtigen generativen Beitrag, sorgten also für die nachwachsende Generation, auf die die im Umlageverfahren finanzierte soziale Pflegeversicherung für ihre künftige Finanzierung angewiesen sei.

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Derwatt 14.08.2019, 12:50
109. Na und?

Zitat von Duffy73
ein Mensch arbeitet sein Leben lang und zahlt auch in die Sozialversicherungen ein. Er wird alt, benötigt Pflege. Die beiden Kinder verdienen unterschiedlich viel, ein Sohn über 100.000€, einer hat sich nie bemüht und verdient weniger. Der gutverdienende Sohn muss zahlen, weil er sich einen guten Job hart ersrbeitet hat, seine Familie muss mit den Einschränkungen leben. Der schlecht verdienende Sohn hat sich nie gekümmert und kommt „aus“. Das soll also gerecht sein.
Glauben Sie, beim Kindesunterhalt ist das anders? Nehmen Sie das Beispiel zweier Kinder, die eine Mutter, aber verschiedene Väter haben - einer geht einer einträglichen Arbeit nach, der eine ist ein Nichtsnutz, der SCB-II-Leistungen bezieht und auf der faulen Haut liegt. Raten Sie mal, welcher dieser beiden Väter Kindesunterhalt zählt und welcher nicht.

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