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Eigenanteil fürs Pflegeheim: Nur Gutverdiener sollen für Eltern noch zahlen müssen
DPA

Wenn alte Menschen ins Pflegeheim müssen, aber den Eigenanteil nicht aufbringen können, müssen je nach Einkommen die Kinder bezahlen. Jetzt will die Koalition die Grenzen dafür deutlich anheben. Die Kommunen wehren sich.

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Patenting 14.08.2019, 10:43
10. Gut- oder Besserverdiener ?

Ab 100.000 ist man also ein Gutverdiener. Klingt besser als ein Besserverdiener ....

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Das Pferd 14.08.2019, 10:44
11.

schön, würde ich sogar absehbar von profitieren.
Aber letztlich zahle ich es als Steuerzahler und Bürge für die Staatsschulden ja doch. liebe SPD, es ist schön, dass Ihr alle halbe Jahre ein großes Geschekpaket für irgend eine potentielle Wählergruppe schnürt.

Das Dumme ist nur, in der Summe aller Maßnahmen zahlen die Beschenkten die Geschenke selbst, oder tragen die dafür aufgenommenen Schulden.
Und ihr wundert euch ernsthaft, daß der Wählerkauf so uneffektiv ist?

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bombi_22 14.08.2019, 10:49
12. Das sehe ich sehr, sehr...

... zwiespältig. Für jede Familie, die unter dieser Belastung ächzt, findet sich sicher auch das Beispiel eines 80 k € Bruttoeinkommens, wo die frei werdenden Mittel dann direkt in den neuen Benz fliessen. (wohl auch so gewollt). Meine Eltern haben mich gefördert (u.a. USA high school year 1985 als das noch nicht selbstverständlich war) , Studium bezahlt, sich an der Hochzeit beteiligt etc. etc. Warum wird das Pflegeheim dann Staatsaufgabe? Für die gegenseitige Verantwortung in Familien hätte ich eine Staffelung (0-30 k brutto: 0, 30-60: max 200 pro Monat usw.) weit besser gefunden. Das mit dem ewigen Ruf nach dem Staat, wenn auch nur minimale Belastungen auf einen zukommen wird sich m. E. nochmal bitter rächen

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Duffy73 14.08.2019, 10:49
13.

ein Mensch arbeitet sein Leben lang und zahlt auch in die Sozialversicherungen ein. Er wird alt, benötigt Pflege. Die beiden Kinder verdienen unterschiedlich viel, ein Sohn über 100.000€, einer hat sich nie bemüht und verdient weniger.

Der gutverdienende Sohn muss zahlen, weil er sich einen guten Job hart ersrbeitet hat, seine Familie muss mit den Einschränkungen leben.
Der schlecht verdienende Sohn hat sich nie gekümmert und kommt „aus“. Das soll also gerecht sein.

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Stäffelesrutscher 14.08.2019, 10:50
14.

»Dies soll künftig aber erst ab einem Jahresbruttoeinkommen von 100.000 Euro möglich sein.« - Um Missverständnissen vorzubeugen: mit »Jahresbruttoeinkommen« (ein Begriff, den es im Steuerrecht nicht gibt, der aber im Entwurf für dieses Gesetz häufig verwendet wird) ist das »Gesamteinkommen im Sinne des § 16 des Vierten Buches« des SGB gemeint. Dort wiederum ist definiert: »Gesamteinkommen ist die Summe der Einkünfte im Sinne des Einkommensteuerrechts; es umfasst insbesondere das Arbeitsentgelt und das Arbeitseinkommen.«
Man frage mich nicht, warum der Gesetzgeber die Begriffe durcheinanderwirft.
Aber Journalisten könnten natürlich auch mal ihren Job machen und das erklären: »Leute, es geht nicht um Euren Bruttoumsatz als Einzelunternehmer oder das Bruttogehalt, sondern um die Einkünfte, also den Gewinn«.

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Michael3770 14.08.2019, 10:51
15. Ach!

Gutverdiener ist man also jetzt ab 100.000 Bruttojahreseinkommen? Beim Soli gilt das nicht, da sind es ca. 70.000 € und bei der Lohn/Einkommensteur beginnend die "Reichen" schon bei ca. 55.000 €. Na, was denn jetzt? Richtig wäre es, generell die Kosten für die Pflege im Alter aus Steuermitteln zu bezahlen, wenn die Pflegeversicherung nicht ausreicht. Viele, wenn nicht alle unserer Pflegebedürftigen haben Jahrzehnte in die Systeme eingezahlt. Die jüngeren müssen ja erst noch ihre Rücklagen fürs eigene Alter bilden und das trotz Nullzinsen.

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Streifenhörnchen15 14.08.2019, 10:51
16. Zu hohe Grenze

Nein, da werden auch viele entlastet, die zur Pflege der Eltern beitragen könnten, aber die Gutmütigkeit der älteren Generation ausnutzen. Da sind auch viele mit 60, 70, 80 Tausend Jahreseinkommen, die tahlen könnten, aber lieber das teurere Auro nehmen...
Umgekehrt müssen dann auch die Einkommensgrenzen bei BaFöG und Kundesunterhalt auf 100.000 hoch, na das gäbe ein Geschrei.

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espressotime 14.08.2019, 10:51
17.

Das ist echt krass, weil die Regierung über das Geld der Bürger verfügen will. Alle zahlen Steuern und die steuerlichen Abgaben, warum sollen Kinder nochmals zur Kasse gebeten werden. Wer welche Verpflichtungen sonst noch hat und wie belastbar das Konto heute ist und in der Zukunft, sind zwei verschiedene paar Schuhe. Es ist einfach eine sauerei.

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unixv 14.08.2019, 10:56
18. Das ist einfach!

Zitat von Markus.Wohlers
Haben die Eltern der reichen Kinder nicht ebenfalls in die Pflegekasse eingezahlt wie andere? Warum sollen ihre Kinder dafür aufkommen? Warum spart der Staat am Gesundheitswesen, Bildung, Kinderbetreuung etc, erhöht aber die Kosten für Krieg und Mord? Was soll das?
Weil in der Regierung, die Union und SPD sitzen, da ist Krieg und Waffen wichtiger als Bürger oder das Land!

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blackbirdone 14.08.2019, 10:56
19. wer genau soll sich das leisten können

Berlin Eigenanteil 850 Euro pro Person pro Monat.
Werde ich mir niemals leisten können.

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