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Eigenanteil fürs Pflegeheim: Nur Gutverdiener sollen für Eltern noch zahlen müssen
DPA

Wenn alte Menschen ins Pflegeheim müssen, aber den Eigenanteil nicht aufbringen können, müssen je nach Einkommen die Kinder bezahlen. Jetzt will die Koalition die Grenzen dafür deutlich anheben. Die Kommunen wehren sich.

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loepi 14.08.2019, 17:53
230. @morphyencore Verbreiten Sie nicht einen Unsinn....

Zitat von morphyencore
Im Schlechtfall (die Eltern haben kein Vermögen) werden die Kosten einfach komplett auf die Allgemeinheit abgewälzt. Selbst bei einem Einkommen von 100000 Euro müsste sich ein Kind mit keinen einzigen Cent beteiligen. Natürlich sollten die Kosten die Kinder nicht ruinieren, das ist doch wohl klar. Es geht lediglich um eine angemessene Beteiligung (da kann auch ein kleinerer Betrag sein).
Woher haben Sie dass den? Es bleibt ein Vermögen von ca 100.000 € unberührt, das stimmt. Aber vom Einkommen müssen sie 50% abdrücken, wenn es den Selbstbehalt überschreitet. Der liegt derzeit bei Singles bei 1800€ und bei Verheirateten bei 3240€. Klar kann man noch versuchen mit einem guten Rechtsanswalt die Summe zu erhöhen, aber alles was darüber geht, gehört zu 50% dem Landratsam.

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so-long 14.08.2019, 18:13
231. Wenn

Zitat von willib1955
Die Konten muss man leerräumen bevor man zum Pflegefall wird.
das Geld bat abgehoben ist, ist es WEG.

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so-long 14.08.2019, 18:20
232. Keine Schenkung

Zitat von ignazpietsch
So ein Blödsinn, solche Geldbewegungen kann man nachvollziehen, und schon heute ist es so, dass Schenkungen 10 Jahre zurückgefordert werden können. Kann mich nur wiederholen: Den Reichen in diesem Lande geht es viel zu gut, woher kommt der niederträchtige Neid, wenn, selten genug, mal etwas für die unteren Schichten getan werden soll wie Grundrente oder jetzt Entlastungen?
sondern eine Barabhebung. Damit ist das Geld physisch weg.
Das hat mit NEID Null zu tun. Die 100Tsd-Schwelle ist nicht "niedrig", diese Leute kann&muss(!) man an anderen (Steuer)Stellen entlasten! Warum sollen nur Pflegeangehörige profitieren?
Und bei der Grundrente wird der elementare Zusammenhang von Ein- zu Auszahlung in die Tonne getreten.
Das sind Auswüchse politischer Asystematik und Willkür.

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Menschundrecht 14.08.2019, 18:31
233. Verstehen Sie, dass man da einen Hass ... bekommt?

Zitat von loepi
Wow... das sind mal gute Gründe... Ne im Ernst. Das Problem ist doch, dass man als Mensch gar nicht die Möglichkeit hat sich zu wehren. Ich wurde nicht gefragt, ob ich gezeugt werden möchte, muss aber auf ewig für meine Eltern aufkommen. Während meine Eltern sich nach spätestens 27 Jahren aus der Verantwortung stehlen können. Herrlich! Verstehen Sie mich nich falsch, ich sehe es auch als selbstverständlich an, dass man sich um seine eltern kümmert. Aber haben Sie auch mal überlegt, dass es Familien gibt, die zerstritten sind? Ich sollte für meine Mutter zahlen, die ich bereits als 16-jähriger von meinen 500 DM Ausbildungsgehalt größtenteils untestützt habe. Eine Mutter, die ganze 7 Jahre ihrer bisherigen 79 Jahren Lebenszeit gearbeitet hat. Die mich geschlagen hat und (nicht nur) mir ständig gesagt hat, sie hätte mich nach der Geburt eigentlich wie eine Katze ertränken sollen. Die mich mit 35 Jahren noch verprügeln wollte. Eine Frau, die nach der Scheidung von meinen Vater, nie richtig für mich sorgen konnte, soll ich nun unterstützen... Verstehen Sie, dass man da einen Hass auf das Landratsamt bekommt?
Das liest sich aber eher, wie ein Hass auf Mutter und Landratsamt gleichermaßen, die auf denkbar unheilvolle Art und Weise miteinander verbunden sind.

Jedenfalls sind die 'alleinerziehenden' Mütter und die 'Einelternfamilie' für die anderen ein relativ teures Modell des Zusammenlebens, wahrscheinlich das teuerste, das aber folgerichtig aus der politischen Agenda der sPD seit 1998 hervorgeht und immer populärer wird.

Eine vaterlose Generation wächst heran, die das volle politische Programm erlebt hat.

Weil die Menschen zunehmend bemerken, wie katastrophal die Folgen sind und weil sie also Abstand nehmen von der sPD, deswegen macht die jetzt plötzlich ganz groß auf 'Zusammenhalt'.

Das ist - das Kind längst in den Brunnen gefallen - schon so zynisch und dreist, dass man sich nur wünschen kann, diese 'Volkspartei' möge endlich ein für alle Mal in der Versenkung verschwinden, in der Sickergrube der Geschichte. Und dann zuschei**en und überbetonieren.

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willib1955 14.08.2019, 18:34
234.

Zitat von so-long
das Geld bat abgehoben ist, ist es WEG.
Warum ist es weg? Es ist nur woanders.

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dw_63 14.08.2019, 18:37
235. Gesetz ändert für euch erstmal gar nichts

Zitat von ignazpietsch
Wieder kommt die Neiddebatte "von oben", wie schon bei der Grundrente. Liebe Leute, die ihr über der 100000-Grenze (Einzelperson!!!) liegt. Das neue Gesetz ändert für euch erstmal gar nichts. Nur die schlechter Verdienenden werden etwas entlastet, und selbst das könnt ihr nicht verknusen, schreit Zeter und Mordio, Sozialismus. Seid doch froh, dass es bei Mütterrente und Kindergeld keine Bedarfsprüfung gibt. Grad letzteres fände ich überfällig. In Italien bekommen nur Bedürftige Kindergeld, in D jeder Millionär. Heult nicht rum!
Sie wissen da anscheinend mehr, so direkt konnte ich es aus dem Artikel nicht herauslesen Bei der SPD steht: Bislang müssen Angehörige, meist Kinder pflegebedürftiger Eltern, die Hilfe zur Pflege erhalten, für den Unterhalt ihrer Eltern aufkommen. Künftig soll auf das Einkommen von Kindern pflegebedürftiger Eltern erst ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro zurückgegriffen werden.

Da fallen die heute bestehenden Leistungen an der Pflege der unter 100.000 Euro Verdiener weg, die Pflege aber der Elternteile dieser Personen bleibt bestehen, das Geld, was dann nicht mehr von den unter 100.000 Euro Verdienern vorhanden ist, wer übernimmt das?

1. Der Staat, also die Kommunen, und somit die Einwohner der Kommune über ihre zusätzlichen Steuern und Abgaben an die Kommune, oder

2. die, die über 100.000 Euro verdienen tragen die Kosten mit, die durch den Wegfall der unter 100.000 Euro Verdiener entstehen, womit sich eine höhere Belastung als vorher ergibt, oder

3. Eine Mischung aus 1 und 2, oder

4. Die Leistungserbringer der Pflege müssen das übernehmen, die Einnahmen der Pflegeheime wird geringer, womit dann auch wahrscheinlich die Löhne und Gehälter der Pflegekräfte darunter leiden werden.

5. Die Pflegeversicherung wird für alle erhöht, um den Ausfall zu kompensieren

Da Geld nicht auf den Bäumen wächst, welche der Varianten dürfte aus ihrer Sicht die wahrscheinlichere sein? Nach der Reaktion der Kommunen sehe ich Variante 1 oder 3 als wahrscheinlich.

Bei Variante 2 ist es ein einfacher Businesscase, es gibt eine Menge polnischer Pflegekräfte für zu Hause, wie z.B. hier.

Ist es billiger die Eltern zuhause mit ausländischen Pflegekräften zu versorgen, dann werden die nicht im Heim versorgt, wer bleibt dann im Heim übrig? Wer trägt dann deren weggefallene Zuzahlung?

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ds10 14.08.2019, 18:39
236. @misterknowitall2

Da Ihr Beitrag der meinen zitierte gelöscht wurde, wurde meine Antwort darauf auch nicht freigeschaltet. Daher hier nochmals eine kurze Zusammenfassung meiner Antwort. Ihr Beitrag war ein reiner ad hominem-Angriff, da Ihnen offensichtlich brauchbare Argumente fehlten, haben Sie stattdessen mich persönlich angegriffen, somit ist Ihre Argumentation an einem typischen Argumentationsfehler gescheitert.

Inhaltlich zitiere ich hier gerne ein SPON-Interview, das genau meinen Punkt, dass Kinder ihren Eltern nichts schulden, bestätigt: https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/beziehungen-schulden-kindern-ihren-eltern-etwas-a-1195813.html

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morphyencore 14.08.2019, 18:44
237.

Zitat von loepi
Woher haben Sie dass den? Es bleibt ein Vermögen von ca 100.000 € unberührt, das stimmt. Aber vom Einkommen müssen sie 50% abdrücken, wenn es den Selbstbehalt überschreitet. Der liegt derzeit bei Singles bei 1800€ und bei Verheirateten bei 3240€. Klar kann man noch versuchen mit einem guten Rechtsanswalt die Summe zu erhöhen, aber alles was darüber geht, gehört zu 50% dem Landratsam.
Es stand doch in dem Bericht, dass bis zum Jahresbruttoeinkommen von 100000 Euro keinerlei Verpflichtungen für Kinder bestehen. Finde das ist ein sehr hoher Betrag.
Der aktuelle Freibetrag liegt wohl bein 1800 Euro für einen Single. Der ist natürlich schon sehr knapp bemessen.
Wenn die Kindergeneration wirklich keinerlei Verantwortung mehr für ihre Elterngeneration übernehmen wollen, so sollte man im Gegenzug auch eine höhere Erbschaftssteuer einführen.

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widderfru 14.08.2019, 18:50
238. Wer hat schon bis zu 100 TE Brutto

57 % verfügen über ein Brutto von bis zu 3 TE, Leben damit ohnehin von der Hand in den Mund, Rücklagenbildung
nicht möglich. Was kommt da auf "D" zu. SPD will punkten, nach ihrer brutalen Agenda und dem was daraus folgte.

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sogehtsind 14.08.2019, 20:12
239. Wer zahlt das denn alles?

Alle die sich hier aufregen wenn jemand 100.000 € brutto verdient, sollten sich mal anschauen wieviel der räuberische Staat davon übriglässt. Wer 100.000 brutto verdient, zahlt sicher um die 40-50.000 € Steuern
Er ist derjenige, der für alle die anderen die Pflege, die Straßen, die Kindergärten mitbezahlt. Und dann soll er zu den 40-50.000 aus dem verbleibenden Geld für die eigenen Eltern noch die Pflege bezahlen. Er, der schon für 3 andere bereits über seine Steuern die Pflege bezahlt.
Es gibt kaum was unfaireres als die deutschen Steuern mit ihrer exponentiellen Dynamik und Sozialabgaben.
Und wer sich darüber mokiert und selbst nicht im gleichen Maße zum Steueraufkommen beiträgt, soll sich mal fragen, wo seine Sozialleistungen herkommen!

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