Forum: Wirtschaft
Eigenanteil fürs Pflegeheim: Nur Gutverdiener sollen für Eltern noch zahlen müssen
DPA

Wenn alte Menschen ins Pflegeheim müssen, aber den Eigenanteil nicht aufbringen können, müssen je nach Einkommen die Kinder bezahlen. Jetzt will die Koalition die Grenzen dafür deutlich anheben. Die Kommunen wehren sich.

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Schartin Mulz 14.08.2019, 21:57
250. Was schreiben Sie da?

Zitat von Menschundrecht
Das liest sich aber eher, wie ein Hass auf Mutter und Landratsamt gleichermaßen, die auf denkbar unheilvolle Art und Weise miteinander verbunden sind. Jedenfalls sind die 'alleinerziehenden' Mütter und die 'Einelternfamilie' für die anderen ein relativ teures Modell des Zusammenlebens, wahrscheinlich das teuerste, das aber folgerichtig aus der politischen Agenda der sPD seit 1998 hervorgeht und immer populärer wird. Eine vaterlose Generation wächst heran, die das volle politische Programm erlebt hat. Weil die Menschen zunehmend bemerken, wie katastrophal die Folgen sind und weil sie also Abstand nehmen von der sPD, deswegen macht die jetzt plötzlich ganz groß auf 'Zusammenhalt'. Das ist - das Kind längst in den Brunnen gefallen - schon so zynisch und dreist, dass man sich nur wünschen kann, diese 'Volkspartei' möge endlich ein für alle Mal in der Versenkung verschwinden, in der Sickergrube der Geschichte. Und dann zuschei**en und überbetonieren.
Die SPD will Menschen entlasten, die bisher für die Pflege ihrer Eltern aufkommen müssen.
Was bitte ist daran zynisch?
Können Sie diesen Sermon irgendwie durch Argumente untermauern, dass man versteht, worüber Sie sich eigentlich aufregen?

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Justitia 14.08.2019, 22:30
251.

Zitat von morphyencore
Es stand doch in dem Bericht, dass bis zum Jahresbruttoeinkommen von 100000 Euro keinerlei Verpflichtungen für Kinder bestehen. Finde das ist ein sehr hoher Betrag. Der aktuelle Freibetrag liegt wohl bein 1800 Euro für einen Single. Der ist natürlich schon sehr knapp bemessen. Wenn die Kindergeneration wirklich keinerlei Verantwortung mehr für ihre Elterngeneration übernehmen wollen, so sollte man im Gegenzug auch eine höhere Erbschaftssteuer einführen.
Sie verbinden nun schon wieder zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun haben. Wenn das gesamte Vermögen eines Pflegebedürftigen aufgebracht wird, bis der Staat für die Pflegekosten einstehen muss, dann gibt es nichts zu vererben und dann bringt die Erhöhung der Erbschaftssteuer rein gar nichts. Ist das Vermögen hingegen noch nicht verbraucht und das Kind hat dann auch noch nicht für die Eltern aufkommen müssen, dann träfe eine Erbschaftssteuererhöhung genau die Falschen, nämlich diejenigen, an deren Stelle der Staat ja gar nicht zahlen musste. Die Erbschaftsteuer ist deshalb genau die falsche Schraube, um diejenigen zu treffen, die von einer Entlastung bei den Pflegekosten einen Vorteil hätten.

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Justitia 14.08.2019, 22:36
252.

Zitat von morphyencore
Es stand doch in dem Bericht, dass bis zum Jahresbruttoeinkommen von 100000 Euro keinerlei Verpflichtungen für Kinder bestehen. Finde das ist ein sehr hoher Betrag. Der aktuelle Freibetrag liegt wohl bein 1800 Euro für einen Single. Der ist natürlich schon sehr knapp bemessen. Wenn die Kindergeneration wirklich keinerlei Verantwortung mehr für ihre Elterngeneration übernehmen wollen, so sollte man im Gegenzug auch eine höhere Erbschaftssteuer einführen.
Sie verbinden nun schon wieder zwei Dinge, die nichts miteinander zu tun haben. Wenn das gesamte Vermögen eines Pflegebedürftigen aufgebracht wird, bis der Staat für die Pflegekosten einstehen muss, dann gibt es nichts zu vererben und dann bringt die Erhöhung der Erbschaftssteuer rein gar nichts. Ist das Vermögen hingegen noch nicht verbraucht und das Kind hat dann auch noch nicht für die Eltern aufkommen müssen, dann träfe eine Erbschaftssteuererhöhung genau die Falschen, nämlich diejenigen, an deren Stelle der Staat ja gar nicht zahlen musste. Die Erbschaftsteuer ist deshalb genau die falsche Schraube, um diejenigen zu treffen, die von einer Entlastung bei den Pflegekosten einen Vorteil hätten.

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Heitgitsche 14.08.2019, 22:57
253. Pflege zuhause

Warum nicht vorrangig die eigenen Eltern zuhause pflegen. Ich habe meine an Alzheimer erkrankte Mutter 10 Jahre gepflegt. Sie war mir eine gute Mutter. Allerdings verständlich, wenn Eltern mit kleineren Kindern dies nicht leisten können. Die solllten auch finanziell entlastet werden. Kinderlose eher nicht.

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dw_63 14.08.2019, 23:24
254. Auf den Punkt gebracht

Zitat von Schartin Mulz
auch ohne die Reform die Pflege ihrer Eltern zahlen müssen. Für Sie ändert sich doch überhaupt nichts, Worüber regen Sie sich auf? Dass Leute, die das finanziell gar nicht leisten können, demnächst nicht mehr zahlen müssen? Neid?
Die persönliche Situation ist also egal, der schon unter der Situation leidende, wird von Ihnen ignoriert, so nach dem Motto, was willst Du, Du verdienst viel Geld, also was beschwerst Du dich, diene prekäre Situation hast Du dir aufgrund deines Einkommens und eigener Schuld, selber zuzuschreiben.

Sorry, ihre Aussage ist so was von daneben, sozial ist was anderes, eher die eines Neiders gegenüber den Besserverdienenden, der mal eben Oberhand hat.

So eine Aussage hätte ich eher von einem satten reichen erwartet, gegen den prekär lebenden Menschen.

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Hauer Sebastian 15.08.2019, 00:55
255. SPD liefert

Die SPD fängt jetzt endlich an zu liefern. Meine Stimme hat sie wieder. Viele vergessen, dass die Kinder von Beamten nie Elternunterhalt zahlen mussten. Jetzt endlich Gerechtigkeit. Einige Kommentare zu Euren Beiträgen:
1. 100.000 Euro - es geht um das Gesamteinkommen im Sinne des § 16 des Vierten Buches. Also das zu versteuernde Einkommen. Zwei Wohnungen usw., alles was in der Steuer mindernd wirkt, wird berücksichtigt.
2. Besonders betroffen waren Kinder von Alleinerziehenden oder aus Familien, die einen Bildungsaufstieg geschafft haben und noch an Ihren Studienschulden knabbern. Diese wurden bisher finanziell und psychisch durch das Sozialamt drangsaliert. Keiner, der nicht betroffen ist, kann sich vorstellen, wie groß der Eingriff in private Entscheidungen von Menschen sein kann. Sobald sie Elterunterhalt zahlen, durften Sie bisher kein neues Auto kaufen, eine Haus oder Wohnung kaufen oder Stunden auf der Arbeit reduzieren, da dies ja Ihr Einkommen schmälern könnte. Ja, theoretisch könnte man schon, muss dann aber das gleiche wie vorher an das Sozialamt bezahlen, dann gibt es halt kein Brot mehr auf dem Teller. Ganz schlimme und absurde Züge hat der Elternunterhalt, weshalb man Menschen ab 100.000 Euro zu versteuerndes Einkommen mit Pauschalen auch hätte entlasten sollen.
3. Eltern mit Kindern, die wg. Behinderung Hilfe benötigen, werden ebenfalls entlastet. Wer kann da noch gegen dieses Gesetz sein?
4. Elternunterhalt ist und bleibt Sippenhaft und die Abschaffung für die meisten ist längst überfällig!
6. Kinder von Eltern mit hohem Erbe bekommen nie Ihr Nettogehalt gekürzt durch Elternunterhalt. Im Gegenteil, die bekommen monatlich noch was zugesteckt. Das Vermögen der Eltern wird immer zuerst herangezogen. Elterunterhalt zahlen bisher also Kinder aus armen Verhältnissen direkt aus Ihrem Nettogehalt, weil die Eltern nichts zu vererben haben, aus dem die Pflege zunächst hätte bezahlt werden können!
7. Die Grünen und die FDP wollten das Gesetz ursprünglich nicht, da sollen die Kinder aus Ihrem Nettoeinkommen noch etwas abgeben. Prima! Diese Parteien wollten die "Hilfe zur Pflege" erhöhen, hilft natürlich den besonders betroffenen gar nicht, weil die Lücke bei Eltern, die z.B. in Hartz4 lebten, immer zu groß ist, egal wie groß die Rente und die Hilfe zur Pflege ist. Und dann muss das Kind danach trotzdem für die Eltern bezahlen, das Sozialamt meldet sich schon. Gut, dass die SPD hier in die GroKo gegangen ist und die Kinder wirklich entlastet.
7. Die Kommunen kritisieren die Finanzierungslücke vergessen aber, dass fast jedes Betroffene Kind gerne vor Gericht geht, um den Elternunterhalt überprüfen zu lassen und die Ressourcen als auch die Beamte nun eingespart werden können. Das entlastet auch Gerichte (und Richter) spürbar.

Die SPD hat hier wirklich Menschen konkret geholfen und verbessert die Lebensituation vieler Familien nachhaltig mit diesem Gesetz. Chapeau! Sie können es doch, soziale Gerechtigkeit.

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spon_12 15.08.2019, 07:22
256.

Zitat von Menschundrecht
Und dann zuschei**en und überbetonieren.
Wo diese Methoden herkommen, weiß man ja....

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Biggi61 15.08.2019, 09:39
257. Elternunterhalt

Das geplante Gesetz ist eine große Erleichterung für Betroffene. Ihnen wird wieder eine Zukunft geschenkt. Je nachdem, wie hoch die Deckungslücke der Pflegeheimkosten ist, steht auch das Vermögen des Kindes zur Disposition. Falls das Kind kein oder kaum Anrecht auf Schonvermögen hat und z.B. für zwei Elternteile aufkommen muss, wird das Ersparte herangezogen. Es ist mit den Eltern ein Sozialfall, die Sozialbehörde bestimmt und überwacht fortan die Höhe des verbleibenden eigenen Einkommens. Problem sind die exorbitant hohen Pflegeheimkosten (in Düsseldorf 4.000 € Eigenanteil pro Person) nicht die Unterhaltspflicht. Das Kind wird potentiell haftbar gemacht für die gesamten Kosten, die Sozialbehörde kann auch bei der Enkelgeneration prüfen. Die gesamte Familie wird dadurch existentiell massiv ausgebremst. Im Kindesunterhalt zahlt man 600 € und gut ist. Im Elternunterhalt können 6000€ pro Monat anfallen. Das überfordert Familien, die damit Sozialfälle werden. Übrigens stimmt die Rendite der Pflegeheimbetreiber immer. Das finanzieren die Kinder. Bei Kinderlosen zahlt die Kommune jetzt schon ohne zu klagen. Aufsteigerkinder sind als einziges betroffen. Bei einem Einlommen ab 100.000 € steht einem ein hohes Schonvermögen zu. Aktuell werden Hausfrauen mit ihrem Ersparten herangezogen, sie dürfen nichts besitzen. Selbstbewohntes Eigentum ist zwar frei, da liegen die Einkommensgrenzen jedoch nur bei 2440 € für ein Ehepaar, Single ca. 1300 €.Das ist nicht viel.

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misterknowitall2 15.08.2019, 13:03
258. Nee,...

Zitat von Schartin Mulz
dei Kinder zuständig sind, dann bekommen kinderlose Menschen im Alter gar kein Geld. Das wäre die Konsequenz Ihrer Argumente. Menschen, die keine Kinder haben, werden ganz selbstverständlcih von den Kindern anderer Leute über die Sozialabgaben unterstützt. Wenn Sie meinen, dass die Kinder zuständig sind, dann aber bitte nur für die eigenen Eltern. So wie das früher war und heute noch in Afrika weitgehend der Fall ist. Ist es das, was Sie meinen?
was ich meine ist die natürliche Dankbarkeit und Respekt vor den eigenen Eltern. Ich finde es befremdlich, wenn man wie selbstverständlich fordert, dass die Öffentlichkeit diese Leistung voll zu übernehmen hat (weil man sich selber sonst nichts mehr leisten kann???) und mir dann, der dafür ebenfalls aufkommt, vorwirft, dass ich als kinderloser (Gewollt oder vielleicht nicht gewollt?!?) nichts für die Sozialkassen leiste. Also da sagt mein Einkommensnachweis was anderes.
Der Staat bestimmt die Höhe der Pflegesätze, ich bezahle dafür und wenn es hinterher trotzdem nicht passt, komme ich mit meinem Privatvermögen auf, bis das weg ist und dann muss der Staat eben bluten, weil keine Nachkommen da sind. Ist nicht mein Vergehen, sondern die Beiträge sind nicht richtig berechnet worden.....aus welchen Gründen auch immer.

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misterknowitall2 15.08.2019, 13:12
259. ???

Zitat von ds10
Da Ihr Beitrag der meinen zitierte gelöscht wurde, wurde meine Antwort darauf auch nicht freigeschaltet. Daher hier nochmals eine kurze Zusammenfassung meiner Antwort. Ihr Beitrag war ein reiner ad hominem-Angriff, da Ihnen offensichtlich brauchbare Argumente fehlten, haben Sie stattdessen mich persönlich angegriffen, somit ist Ihre Argumentation an einem typischen Argumentationsfehler gescheitert. Inhaltlich zitiere ich hier gerne ein SPON-Interview, das genau meinen Punkt, dass Kinder ihren Eltern nichts schulden, bestätigt: https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/beziehungen-schulden-kindern-ihren-eltern-etwas-a-1195813.html
Und jetzt glauben Sie aufgrund des Interviews, dass ich eine andere Meinung entwickle? Sicher nicht. Ich finde es unglaublich respektlos den Eltern gegenüber, auch nur einen Moment darüber nachzudenken, die Kosten für die Pflege auf die Öffentlichkeit abzuwälzen. Klar, wo nichts ist, kann man nichts holen, aber wenn ein Einkommen oder Vermögen da ist, kann man so nicht argumentieren.

Ich habe Ihnen meine Meinung mitgeteilt, ein Angriff sieht anders aus. Ich denke, sie wollen mit dieser platten Darstellung sich selber in ein besseres Licht rücken. Das ist billige Rhetorik und sogar für einen Laien erkennbar.

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