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Eigene Kryptowährung: So könnte das neue Facebook-Geld funktionieren
imago images / ZUMA Press

Facebook will eine eigene Kryptowährung ausgeben. Für das soziale Netz könnte das ein neues Geschäftsmodell sein. Wird der Konzern zu einer Art Zentralbank?

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ich2010 18.06.2019, 08:06
10.

Zitat von ed.u.cator
wird es nicht erwarten können, auch noch das letzte Puzzlestück seines Käuferprofils an Zuckerberg auszuhändigen, um sich im Gegenzug vom Ohrensessel aus durch's Leben klicken zu können. Dann weiss Zuckerberg nicht nur, wie Du heisst, wo Du wohnst, welche Emailadressen und Telefonnummern Du hast, welche Hobbies Du hast, unter welchen Krankheiten Du leidest und welche Medikamente Du nimmst, wohin Du im Urlaub fährst, für welche Kaufartikel Du Dich interessierst, wer Deine Freunde sind (natürlich weiss er von denen auch alles, was er über Dich weisst), ...etc. Und nun wird Zuckerberg auch noch wissen, was Du von wem in welcher Menge zu welcher Uhrzeit zu welchem Preis gekauft hast. Und dann wird er Dich 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, mit gezielter Werbung vollballern. Zuckerbergs Klientel erinnert mich an Ferkel, die sich überglücklich vor der Schlachtbank aufreihen, weil über ihr ein saftiger Maiskolben baumelt.
Werbung ist wohl eher das kleinste Übel. Da könnten sich ganze Scheunentore für die Überwachung öffnen. Und das dürfte die größere Gefahr sein. Dazu kommt noch, dass FB das Potential hat auch die größten Verweigerer zur Nutzung zu "zwingen". Wenn bspw, bestimmte Dinge nur noch per Messenger und FB Kryptowährung angeboten werden.. gruselig.

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robinlott 18.06.2019, 08:36
11.

Könnte die kommende "Killerapplikation" werden. Ob Fluch oder Segen wird sich noch erweisen.

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wolfabc 18.06.2019, 08:53
12.

Nun will der größte und mächtigste der neuen (a)sozialen Medien auch noch eine Bank gründen und eine eigene Währung herausgeben! Facebook ist auf dem Weg zur Weltmacht und SPIEGELONLINE berichtet, aber kommentiert diese furchterregende Nachricht nicht! Wenn es je einen guten Grund gab, Facebook zu zerschlagen, dann ist es jetzt!

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chewbakka 18.06.2019, 10:18
13. China 2.0 lässt grüßen ...

Bleibt die Frage, ob wir wirklich chinesische Verhältnisse wollen - dort wird bereits heute ein Großteil der Zahlungen über Alipay geleistet - und der Mutterkonzern Alibaba kooperiert sehr stromlinienförmig mit der Staatsmacht, die alles über jeden weiß. Gleichzeitig wird in China die Beschaffung von Bargeld kontinuierlich erschwert - Knete nur gegen Vorlage von Pass und Überprüfung - selbst an den allermeisten Bankautomaten .....
Spooky........... Und bald werden wieder die Kommentare der 'ich habe nichts zu verbergen' Fraktion kommen. Aber mir macht dieses schleichende Ausweiten der Datensammelei mit den damit verbundenen Überwachungsmöglichkeiten Sorgen. Bisher war es noch IMMER so, daß vorhandene Möglichkeiten auch exzessiv genutzt und missbraucht wurden.

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zeichenkette 18.06.2019, 16:53
14.

Zitat von snafu-d
Diese Kryptowährungen sind üble Umweltverschmutzer! Für das "Mining" von Bitcoins auf den beteiligten Computerb alleine wird so viel Strom verbraucht, wie ganz Dänemark... https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bitcoin-schuerfer-verbrauchen-mehr-strom-als-ganz-daenemark-a-1236988.html Der CO²-Fußabdruck ist so groß wie der von Hamburg. https://w3.windmesse.de/windenergie/news/31831-tu-munchen-studie-bitcoin-co2-fussabdruck-verbrauch-virtuell-emission-kohlendioxid-erneuerbare-energie
Das ist kein generelles Problem von Cryptowährungen oder Blockchains sondern speziell von Bitcoin, bei der das aufwendige Schürfen sicherstellt, dass man nicht einfach beliebig Geld produzieren kann, sondern dem Wert der Währung tatsächlich eine konkrete Ausgabe für die Produktion gegenübersteht. Bei Cryptowährungen, die an tatsächliche Währungen gekoppelt und zentral (anstatt dezentralisiert wie Bitcoin) organisiert sind, ist das überhaupt kein Thema.

Bitte nicht einfach irgendwas in den Raum werfen, sondern sich vorher ein wenig informieren...

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zeichenkette 18.06.2019, 16:59
15.

Zitat von wolfabc
Nun will der größte und mächtigste der neuen (a)sozialen Medien auch noch eine Bank gründen und eine eigene Währung herausgeben! Facebook ist auf dem Weg zur Weltmacht und SPIEGELONLINE berichtet, aber kommentiert diese furchterregende Nachricht nicht! Wenn es je einen guten Grund gab, Facebook zu zerschlagen, dann ist es jetzt!
Naja, nachdem alle Regierungen in diesem Bereich ja alles verpennt haben, oder sich nur für ihre nationalen Belange interessieren, oder nur ihre bestehenden Institutionen schützen, kümmern sich nun halt andere um die Bedürfnisse der globalen Benutzer, und das sind Firmen wie Facebook, Google oder Apple. Das muss man nicht gut finden, aber es wäre seltsam, wenn es anders wäre. Die haben schon Milliarden von Benutzern und damit potentiellen Kunden dafür auf der ganzen Welt. Ich bin zwar auch kein Freund von Facebook, aber ja, irgendwer muss sowas tun, und wenn die, die es eigentlich tun sollten und müßten, es nicht tun...

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