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Eilverfahren abgelehnt: Hartz-IV-Rebellin muss Job in Sozialbehörde vorerst antreten
DPA

Inge Hannemann muss ihre Zwangsversetzung in die Sozialbehörde der Stadt Hamburg vorerst hinnehmen. Das hat das Landesarbeitsgericht entschieden. Über eine mögliche Rückkehr ins Jobcenter steht ein endgültiges Urteil jedoch noch aus.

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tombo 20.11.2014, 18:26
30. Politisch nicht opportune

Mitarbeiter werden eben kurzerhand versetzt (SPD-regiertes Hamburg) oder für dienstunfähig erklärt (mehrere Steuerfahnder des Finanzamts Frankfurt, CDU-regiertes Hessen). Man kann nur hoffen, dass im Hauptverfahren zugunsten von Frau Hannemann entschieden wird, ggf. vor dem Bundesarbeitsgericht.

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L!nk 20.11.2014, 18:29
31. Wie soll das funktionieren?

Wie soll das funktionieren? Wenn Frau Hannemann im Arbeitsamt nicht willkürlich auf Menschen herumtrampeln mag oder kann - im Sozialamt werden die Mitarbeiter noch mehr dazu aufgefordert, auf Wehrlosen herumzutrampeln. Oder sind dort alle freiwillig so übel drauf?

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xvxxx 20.11.2014, 18:30
32.

Das Problem in der Sache ist ja wohl auch, dass diejenigen, die diese Erlasse verabschieden, sich nie in der Situation befinden, diese auch zu vollstrecken ( und ich verwende hier mit Absicht dieses Waort) und sich somitfür diesen Personenkreis die Frage der Menschlichkeit und der Moral gar nicht stellt. Zumindest nicht in ihrer Unmittelbarkeit und Rohheit.

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geishapunk 20.11.2014, 18:31
33.

Zitat von klaus meucht
Die unbequemen Mitarbeiter sind meistens die besten.
Mitnichten! Die unbequemen Mitarbeiter denken das meistens von sich, täuschen sich da allerdings sehr oft sehr gewaltig! Es sind meistens genau die Menschen die sich selbst stark über- und andere Menschen unterschätzen.

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never-stop 20.11.2014, 18:31
34. Danke!

Liebe Frau Hanneman, vielen Dank! Wenn nur 51% der Menschen so viel Hirn und Herz wie Sie hätte, wäre das Land ein Paradies. Auch hinter der glänzenden Fassade sähe es gut aus.

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cirkular 20.11.2014, 18:32
35. Nur Abgeordnete sind ihrem Gewissen verantwortlich

und das steht in den meisten Fällen mit dem Umschlag in der Lobby. Im Jobcenter geht es nich um Gewissen oder Gesetze, sondern um die Exekution von Weisungen zum Zwecke der Zielerfüllung. Wenn die Kunden das nicht akzepieren können, dürfen sie gerne nach drüben gehen.

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Heimatlos 20.11.2014, 18:32
36. Gleichsetzbar mit Koenigsmord

Wie, eine Frau die nicht "nur" selbststaendig denkt, die es sogar wagt, Anordnungen von "oben" irgendwie zu unterlaufen?Nicht unterwuerfig, wie viele User verlangen?Das ist Koenigsmord! Das muss geahndet werden. Das ist ungeheuerlich. Wo kaeme man hin, wenn man auf dem amtlichen Arbeitsplatz auch noch nachdenken wuerde.Viel Kraft fuer die Dame!!

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Liton 20.11.2014, 18:33
37. Eine wahre Heldin! Wer kämpft sonst für Arbeitslose wenn nicht die Damen und Herren vom Amt?

Ich arbeite ebenfalls im öffentlichen Dienst und arbeite da hauptsächlich weil ich Menschen helfen möchte. Die Dame sah dies wohl ähnlich und sollte dafür respektiert werden. Ich denke ein großes Problem ist einfach die Vorstellung von der Agentur für Arbeit. Es ist keine Harz IV Stätte, sondern soll Menschen dabei helfen einen Job zu finden (ein Job soll Sie ja auch erfüllen, oder? [Aber vielleicht sind Sie ja unzufrieden in Ihren Job und deswegen stört es Sie wenn ein Arbeitsloser nicht jeden X-beliebigen Job annimmt]) und nicht nur die Statistik zu fälschen. Haben Sie sich schon mal darüber Gedanken gemacht wen solche Sanktionen noch treffen? Nicht nur Frau XY sonder auch ihre Tochter die plötzlich kein ohne nur wenig Essen auf dem Tisch hat. Die von Ihren Klassenkameraden gehänselt wird weil sie immer die gleichen Sachen an hat. Für die Sozialabgrenzung nicht nur ein Wort mit vielen Silben ist! Wir sind ein Sozialstaat, verdammt! Also sein Sie auch sozial und fallen Sie nicht übereinander her! Den das Bild vom faulen Hartz IV Empfänger ist nicht mehr up to date. Was ich mich frage ist, was haben die Damen und Herren bei der Agentur für Arbeit bei Ihren Vorstellungsgesprächen erzählt? Ich will Menschen mit Sanktionen in die Knie zwingen? Oder war es doch eher: Ich möchte Menschen helfen? Vielleicht ist dies die einzige Dame die bei Ihrem Vorstellungsgespräch die Wahrheit gesagt hat.

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MM42 20.11.2014, 18:36
38. Ich verstehe das wirklich nicht

Wenn ich das Geschäftsmodell des Unternehmens, in dem ich arbeite so ablehne wie sie es bei ihrem Jobcenter tut: Ich würde mir ein anderes Unternehmen suchen. Was will sie da ? Publicity vermutlich....

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MM42 20.11.2014, 18:41
39. Klar ist der Staat kein Privatunternehmen

Zitat von klaus meucht
Gegen welche Gesetze hat sie denn verstossen?Sie hat versucht den Spielraum den sie hat im Sinne der Betroffenen auszunutzen und sie hat öffentliche Kritik geübt bzw. Verbesserungsvorschläge (in ihrem Sinne) gemacht.Öffentliche Kritik an einem Arbeitgeber ist i.a. problematisch, aber der Staat ist ja kein Privatunternehmen. Öffentliche Kritik am Staat, solange sachlich, muss auch den Angestellten und Beamten erlaubt sein. Bei einem Privatunternehmen sehe ich das anders. Wenn ich meinen Arbeitgeber öffentlich kritisiere brauche ich mich über eine Kündigung nicht zu wundern. Wer beim Staat angestellt ist, hat wie jeder andere das Recht politisch aktiv zu sein. Zur Demokratie gehört auch Kritik an der Regierung ausüben zu können.Ich sehe damit Ähnlichkeiten mit Frau Heisig, über deren Engagement gestern ein Film lief. Der eigentliche Unterschied ist dass Frau Heisig mehr Härte und die Hartz IV Rebellin weniger Härte forderte. Bei Frau Heisig handelte es sich aber um jugendliche Kriminelle und nicht um Arbeitslose.Der Staat hat das Recht Mitarbeiter zu versetzen, es ist aber schade dass der Staat nicht den Mut hat den Dialog auszufechten. Die unbequemen Mitarbeiter sind meistens die besten.
... die von ihm beauftragten Unternehmen und Institutionen aber schon. Sollte zumindest so sein. Und natürlich kann jeder "Staatsbedienstete" politisch aktiv sein. In seinem Unternehmen hat er aber das zu tun, wofür er eingestellt wurde. Oder zu gehen.

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