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Ein Cent: Aldi verlangt künftig auch für dünne Plastiktüten Geld
DPA

Die großen, klassischen Plastiktüten sind inzwischen deutlich weniger geworden - dafür steigt der Verbrauch der dünnen Beutel stark an. Die will Aldi laut Zeitungsbericht nun nicht mehr kostenlos anbieten.

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blueshift774 11.06.2019, 10:47
100. Mikroraster kleinkarierter Quatsch!

Wir haben momentan eine Diskussion wegen Plastiktüten und "Cup n Go"-Becher. Die ist berechtigt, aber die Lösungen sind untauglich, weil sie das Sachproblem nicht greifen. Der Gesetzgeber ist gefragt.

Plastik ist ein grundsätzlich absolut wertvolles Verpackungsmaterial, weil es vollständig energiearm recyclebar ist. Plastiktüten, -becher und "Plastikkartons" haben ein geringes Gewicht, verbrauchen daher wenig Energie beim Transport, sind leicht reinigbar, nachhaltig wiederverwendbar und am Ende energiearm einschmelzbar bei weniger als 300 Grad C. Dagegen sind Papier und Pappe zu wertvoll. Glas besitzt hohe Verletzungsgefahr, ist extrem schwer und energieverschwendend in der Logistik und kann nur unter hohem Energieeinsatz (1400 Grad C) recycled werden. Außerdem ist Glas zu wertvoll, weil es aus "Sand" hergestellt wird und Sand wird knapp auf der Erde.

Es gibt Kunststoffe, die absolut unschädlich für die Lebensmittelverpackung sind, aber nur wenige Cent mehr kosten in der Herstellung. Weil Änderungen auf freiwilliger Basis ein Selbstbetrug sind, muss der Staat - am besten auch gleich auf EU-Ebene - hier gesetzlich regulieren:

Alle Verpackungen und Wegwerfartikel müssen auf eine einzige Kunststoffart gesetzlich normiert werden. Das reduziert den Trennaufwand und macht Recycling billiger. Grundsätzlich darf kein Kunstoff mehr in Müllverbrennungsanlagen verbrannt werden (CO2-Emission). Für alle Produkte muss es einen Recycling-Prozess geben. Das erzingt bereits am Anfang der Kette ein energie-effizientes "energiearmes", nachhaltig verwendbares und einfach recyclebares Produktdesign!

Plastik muss daher entsprechend seines Wertes teuer und damit wertvoll werden. Tüten, Becher aus Plastik usw müssen vom Hersteller mit einem Pfand von z.B. 2 Euro pro Teil an den Franchiser, wie McDonalds, Burger King, KFC, Starbucks, Disconter usw. verkauft werden. Diese nehmen das Pfand vom Kunden. Der Kunde bekommt sein Pfand bei der Rückgabe. Die "Rückgabestelle" bekommt das Pfand wieder bei Rückführung der gebrauchten Plastikware vom Recycler zurück. Finanziert wird der Kreisprozess durch die Unternehmen in dieser Kette, denn die profitieren auch von der Kundenbindung durch diesen Prozess! Und über weggeworfene Becher freuen sich Bürger, die das Pfand als Add-on für ihre Renter brauchen, d.h. wer die Umwelt missachtet, finanziert die Sozialunterstützung und dennoch bleibt alles sauber...

Auch benötigen wir Gesetze, die das unternehmensbezogene Wegwerfen von Lebensmitteln und Warenrücksendungen grundsätzlich strafbar machen. Dazu schlage ich vor, dass ein Gesetz sicherstellt, dass alle Lebensmittel 5 Tage vor dem Verfallsdatum auf Kosten des Unternehmens kostenfrei an die Tafeln abgeführt werden müssen. Warenrücksendungen müssen ebenfalls auf Kosten des Distributors (z.B. Zalando, Amazon, OTTO usw) kostenfrei an Sozialkaufhäuser abgegeben werden. Göring-Eckard hat hier einen sehr guten Vorschlag eingebracht!! Dadurch sind Unternehmen gezwungen, genauer mit weniger Wegwerfprodukten zu produzieren ("waste-free production"), oder werden an den Sozialkosten beteiligt. So oder so ähnlich könnten Lösungen aussehen.

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Kamillo 11.06.2019, 10:51
101.

Zitat von tpro
"...Die Qualität der Backwaren hat sich übrigens durch die Umstellung auch NICHT verbessert, ..." Warum sollte sich die Qualität verbessern, nur weil eine Filiale neu ist. Hier bei Aldi-Süd drückt man übrigens eine Taste je Brötchen oder Teil. Man verpackt nur das, was man selbst anfordert. Da braucht man keine Einmalhandschuhe.
Diese "Backautomaten" sind die größte Verarsche und Energieverschwendung schlechthin. Glaubt irgenjemand dass die Sachen a drin auf Anforderung gebacken werden? Da sorgt nur eine Infrarotlampe für das "Frischgebacken-Gutes-Gefühl beim in den Einkaufswagen rein legen. Bis das an der Kasse ist, ist es schon wieder kalt.

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mwroer 11.06.2019, 10:51
102.

Zitat von curt_luchtenberg
1 Cent reicht nicht. Wieso werden sie nicht einfach verboten? Es gibt Netzte, Körbe, Edeka bietet Nylonbeutel an und zur Not sind zumindestens was den Abfall anbetrifft Papiertuten besser. Zu Omas Zeiten funktionierte das total super und reibungslos. Woher die Plastikflut kommt, lässt sich bestenfalls mit Gedankenlosigkeit erklären, schlimmstenfalls mit Radikallobbyismus der Parteien, die ich leider auch mal gewählt habe.
Zu Omas Zeiten war die Verkaufsinfrastruktur auch eine andere.

Im übrigen unterliegen Sie einem fatalen Irrtum wenn Sie pauschal 'Papier umweltverträglicher als Plastik' annehmen. Papiertüten müssen Sie mindestens 3 mal wiederverwenden bis sie 'umweltfreundlicher' sind als eine Plastiktüte. Plastiktüten dagegen kann man sehr sehr oft wiederverwenden - und das wird auch gemacht wenn ich das beim einkaufen richtig sehe.

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lab61 11.06.2019, 10:57
103.

Auch diese dünnen Tüten finden sein Jahren bei uns immer noch eine Zweitverwendung; nämlich als Tüten für die benutzen Windeln unserer Kinder.

Ich halte die Obst- und Gemüsebeutel im ALDI oder Edeka für nicht so signifikant, obwohl es da auch sinnvoll wäre, auf umweltverträglichere Lösungen umzusteigen.

Wo der Gesetzgeber aber bisher völlig versagt hat, sind die netten orangen Plastiktüten, die in jedem türkischen und arabischen Supermarkt kistenweise hinter Kasse kostenlos ausliegen, und die so dermaßen exzessiv genutzt werden, dass einem schwindlig werden kann.

Frage: Wer hat schon einmal in einem türkischen oder arabischen Supermarkt einen entsprechenden Mitbürger mit Migrationshintergrund an der Kasse seinen Einkauf in mitgebrachte Beutel, z.B. aus Baumwolle einpacken sehen? Ich bisher noch nicht.

Auch bei Migranten aus dem asiatischen Raum ist das Verständnis für Fragen der Mülltrennung und -Vermeidung oftmals noch sehr unterentwickelt. Erst die junge Generation, die hierzulande aufgewachsen ist, hat ein entsprechenden Bewusstsein entwickelt.

Hier muss der Gesetzgeber dringen handeln und die kostenlose Abgabe dieser Tüten in diesen Supermärkten untersagen.

Ebenso ist es für mich unverständlich, wie der Staat, der ein Zwangspfandsystem wie das unsere geschaffen hat, es zulässt, dass in diesen Supermärkten Wasserflaschen verkauft werden, die scheinbar vom Pfand befreit sind, oder bei denen der Betreiber die Verpackungsverordnung schlichtweg nicht einhält, indem er keinen Pfand berechnet. Nicht nur, dass dies ein Wettbewerbsnachteil für die normalen Supermärkte ist. Es landen so auch unzählige der Flaschen weiterhin im Müll, auf den Straßen und in den städtischen Grünanlangen. Denn: Ein Dutzend volle Flaschen kann man locker zum wilden Grillen mit in den Park nehmen. Aber wenn die Flaschen dann leer sind, schafft es keiner mehr, die auch nur bis zum nächsten Mülleimer zu tragen. Da kriege ich immer SOOOOO einen Hals, wenn ich das sehe.

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7131972445694 11.06.2019, 10:57
104.

Was soll man für Obst sonst nehmen?
Hier steht vor allem das Gewicht der Plastetüten im Vordergrund. Tüten aus Baumwolle oder Papier sind schwerer und werden beim Wiegen an der Kasse mitbezahlt. Was an Papiertüten besser sein soll, muss mir eh noch klar gemacht werden. Richtig recycelt ist Plastik da weit überlegen. Dagegen brauch man für Papiertüten Holz.

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oranje-web 11.06.2019, 11:02
105. dafür gibt es bei

Zitat von thommy2130
Wie soll man loses Obst und Gemüse transportieren ? Für alles mögliche Transportboxen dabei zu haben ist für den Verbraucher nicht praktikabel. Ich benutze seit Jahren Klappboxen zum Einkaufen. Jedoch greife ich bei Gemüse auf die dünnen Plastkbeutel zurück. Es gibt bereits Plastik welches voll wiederverwertbar ist. Muß man mal nach Holland schauen. Da gibt es so etwas. Hierzulande scheitert der Einsatz dieser Plastiksorten an der deutschen Verpackungsordnung. Ich nenne das schützen von Besitzständen.
Alnatura z.b. kleine netze welche immer wieder verwendet werden können zum kl. preis. kann man sogar in der Hosentasche mit nehmen.

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Gegen Zensur bei Spon 11.06.2019, 11:02
106.

Zitat von tucson58
Wieso , sie müssen nur diese Plastiktüten nicht nehmen! Wenn sie einkaufen, könne sie auch Leinensäckchen mitnehmen und hier das Obst verpacken oder sie kaufen erst gar keine Wurst;-und Käsewaren die in Plastik verpackt im Kühlregal liegen und gehen zum Metzger und holen hier frische Wurst;- und Fleischwaren , ist halt teurer Im Grunde ist das doch mit allem so , da tut man so als wären es immer nur die anderen die für Müll sorgen ,aber selber macht man doch dieses Treiben mit , weil man ja glaubt alles konsumieren zu müssen was einem so angeboten wird und auch noch billig ist . Angebot und Nachfrage regelt alles und wenn die Nachfrage für etwas sinkt , gibt es das Produkt auch bald nicht mehr , dazu muss ich mich doch nicht finanziell erziehen lassen , ist traurig genug wenn das so sein muss
In der Theorie haben Sie sicherlich recht
Aber eben null Praxisahnung
Supermärkte und Co haben nicht umsonst den riesigen Marktanteil

Vielleicht wäre es auch einmal nachdenkenswert, ob denn die ganzen Kleinläden in der Gesamtökonomie nicht doch eine miesere Ökobilanz haben als die Megasupermärkte;

Immerhin wird bei den Kleinstläden (die ja so ökologisch sein sollen) pro Lebensmittel viel mehr Transportenergie verballert, dazu natürlich auch mehr Strom pro Gramm gelagerte Ware

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hinz.und.kunz 11.06.2019, 11:03
107.

Zitat von StefanXX
Und wie wiegen Sie Ihr Obst und Gemüse dann und wo bringen Sie das Etikett an? Dann legen Sie also da lose 10 Tomaten auf die Waage und das Etikett kleben sie auf irgendeine Tomate und an der Kasse kramen sie die 10 Tomaten dann wieder raus und hoffen, das die mit dem Etikett noch da ist und gefunden wird? Und hoffen, dass man Ihnen glaubt, dass sich das Etikett auf die 10 losen Tomaten bezieht? Und mit den Äpfeln, Zwiebeln usw. verfahren Sie genauso? Das ist doch überhaupt nicht praxistauglich. Ich würde auch gerne auf die kleinen Tüten verzichten, aber ein Stoffbeutel kann hier definitiv nicht die Lösung sein.
Es gibt Waagen, z.B. bei Edeka, da wird das Verpackungsgewicht abgezogen. Und das Etikett wird dann aufs Netz geklebt. Fäddisch.

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emil_erpel8 11.06.2019, 11:04
108.

Zitat von thommy2130
Wie soll man loses Obst und Gemüse transportieren ? Für alles mögliche Transportboxen dabei zu haben ist für den Verbraucher nicht praktikabel. Ich benutze seit Jahren Klappboxen zum Einkaufen. Jedoch greife ich bei Gemüse auf die dünnen Plastkbeutel zurück.
Für das allermeiste Obst und Gemüse und auch Backwaren brauchme man *überhaupt keine* Verpackung, Dose oder Tüte. Die Einkaufstasche reicht völlig.

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Schartin Mulz 11.06.2019, 11:05
109. Das ist doch wieder nur

Symbolpolitik.
Wieviel Prozent, oder soll ich lieber sagen, Promille des Plastikabfalls werden denn damit eingespart? Und was ist mit bereits abgepacktem Obst? Das ist in Ordnung, eine Plastikschale Weintrauben zu kaufen, aber ein Umweltfrevel, lose Weintrauben in eine Plastiktüte zu packen?
Übrigens: Anders als der Artikel vermuten lässt, haben Lebensmittelhändler für die großen Plastiktüten schon immer Geld genommen. Der Rückgang ist also darauf zurückzuführen, dass es in vielen Geschäften gar keine Palstiktüten mehr gibt. Was ich auch für wenig sinnvoll halte. Was mamcht man denn bei einem Spüonatneinkauf? Da kauft man isch dann eine Permanttüte, die man nachzur zu dne anderen in denr Scharnka legt. Oder bei anderen Händlern eine Papiertüte, die überhaupt nicht umweltfreudnlicher ist, da man sie meistens nur einmal benutzt. Einen Laden gibt es beui uns noch, der dasgute alte System der Pappkartons aufrcht erhalten hat. Da findet man im Ausgangsberiech eine größere Menge von Pappkartons, von Obst z.B. Damit kan man die Waren nach Hause transportiern und das Ding dann im Altpapier entsorgen. Aber das ist offenbar zu einfach.

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