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Ein-Euro-Jobs: Regierung streicht Förderstellen für Langzeitarbeitslose
DPA

Ein-Euro-Jobs sollen verhindern, dass Langzeitarbeitslose abgehängt werden. Doch Bundesregierung und Jobcenter bauen Förderstellen ab - seit 2010 laut "FAZ" um mehr als die Hälfte. Die Arbeitsagentur verteidigt den Schritt.

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rauchmelder 06.08.2014, 10:21
1. die Abgehängten

Ja, so ist das halt. Der Staat muss auch marktwirtschaftlich handeln und wenn es nichts bringt, dann Pech gehabt. Lebensschicksale sind unerheblich für Statistik und Kostendecklung.

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zudummzumzum 06.08.2014, 10:22
2. Gut so!

Zitat von sysop
Ein-Euro-Jobs sollen verhindern, dass Langzeitarbeitslose abgehängt werden. Doch Bundesregierung und Jobcenter bauen Förderstellen ab - seit 2010 laut "FAZ" um mehr als die Hälfte. Die Arbeitsagentur verteidigt den Schritt.
Wegen erwiesener Wirkungslosigkeit: die in sie gesetzten Hoffnungen, wonach die Ein-Euro-Jobs einen Einstieg eröffnen können sollten, haben sich nicht erfüllt. Wer einmal dort gelandet ist, findet kaum noch heraus: noch nicht mal in die Leiharbeit, geschweige denn in einen befristeten Job bei einem richtigen Arbeitgeber oder sogar in einen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Stattdessen haben die Kommunen und sogenannte Sozialverbände die Möglichkeit genutzt, ihre Leistungen aufrecht zu erhalten, obwohl die "Zivis" ausgefallen sind und es auch Rückgänge im FSJ gibt.

Insofern waren die Ein-Euro-Jobs niemals "Förderstellen", sondern eher eine subtile Form der Zwangsarbeit für diejenigen, die aus dem ordentlichen Arbeitsmarkt rausgefallen sind.

Wir werden uns ernsthaft Gedanken darüber machen müssen, wie wir mit diesen Menschen umgehen, weil viele von ihnen nicht in der Lage sind, den gesetzlichen Mindestlohn ins Verdienen zu bringen. Wir haben einen nicht ganz kleinen Bodensatz an Menschen, weit unter dem Rentenalter, die sich aus den verschiedensten Gründen für den "ordentlichen Arbeitsmarkt" nicht eignen und auch auf mittlere Sicht nicht eignen werden. Hierzu werden neue Ideen gesucht, Ein-Euro-Jobs sind es jedenfalls nicht.

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Nizzre 06.08.2014, 10:24
3. Die gleichen, die jetzt den Abbau beklagen...

... sind doch genau die, die umgekehrt vehement gegen "Arbeitsgelegenheiten" wettern, denn diese würden Menschen entwürdigen und echte Arbeitsplätze verdrängen. Na was denn nun?

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eventhorizon 06.08.2014, 10:32
4. Unwürdig

Diese Ein-Euro-Jobs sind unwürdig. Da holte sich eine Zeit lang jeder Betrieb seinen "Hartz-Assi" zum Putzen und konnte eine externe Dienstleistung sparen.

Die Menschen sollten lieber in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse gebracht werden, meinetwegen auch über Beschäftigungsgesellschaften, aber eben tariflich entlohnt mit voller Sozialabgabe.

Ich weiß das aus dem Bekanntenkreis, dort wurde ein Freund als ein-Euro-Jobber in einer öffentlichen Bibliothek als Vollzeitkraft eingesetzt. Keine KV Abgaben, keine Rentenpunkte und ein Euro fünfundzwanzig die Stunde Plus Stütze. Der Arbeitgeber hat 200 gezahlt, das Amt all incl. 700, macht 900 statt ca. 2.500, die eine voll versicherte Stelle gekostet hätte.

Das ist moderne Sklaverei.

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archback 06.08.2014, 10:40
5. Honi soit....

Zitat von zudummzumzum
...... Stattdessen haben die Kommunen und sogenannte Sozialverbände die Möglichkeit genutzt, ihre Leistungen aufrecht zu erhalten, obwohl die "Zivis" ausgefallen sind und es auch Rückgänge im FSJ gibt. ........
30 Jahre lang haben wir im öffentl. Sozialdienst unseren Betrieb mit diesen ABM, 1€-Kräften und Bürgerarbeitern aufrechterhalten. Und mitverdient hat die örtliche Arbeitsförderungsagentur, deren Chef zufällig auch der SPD-Chef ist.

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hypnos 06.08.2014, 10:44
6. Kriminalisierung von Arbeitslosigkeit

Zitat von rauchmelder
Ja, so ist das halt. Der Staat muss auch marktwirtschaftlich handeln und wenn es nichts bringt, dann Pech gehabt. Lebensschicksale sind unerheblich für Statistik und Kostendecklung.
Deshalb hatten die Sozialdemokraten ja 2005 damit begonnen, mit den Hartz-Gesetzen Arbeitslosigkeit (und dann Armut) zu kriminalisieren. Clement war der erste Ankläger gegen die Sozialbetrüger und -schmarotzer. Jeder ist schuldig. "Und es soll nur essen, wer auch arbeitet" (Müntefering). Das Fördern war nur Kosmetik, Opium fürs blöde Volk der (potenziell) Betroffenen.

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Hellsehr 06.08.2014, 10:44
7. Gut so

Es wurden reguläre Arbeitsplätze verdrängt und keine Sozialabgaben bezahlt.

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Linda14 06.08.2014, 10:52
8. Nulleuro Job

Die Jobcenter wollen gar nicht mehr eine Mehraufwandsentschädigung zahlen. Der Trend geht zum Nulleurojob, zum Praktikum und es wird verstärkt auf Zeitarbeitsfirmen gesetzt. Abgesehen davon waren die Eineurojobs Jobkiller, denn wozu im Altenheim einen Ergotherapeuten einsetzen, wenn man Hartzer dafür einsetzen konnte.Und auch Kitas und Horteinrichtungen fuhren günstig mit ausgebildeten Hartzern.

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shine2 06.08.2014, 10:53
9. Schon ab hier....

Zitat von sysop
Ein-Euro-Jobs, Bürgerarbeit und ähnliche Stellen sollen Langzeitarbeitslose auf eine neue Beschäftigung vorbereiten.

...braucht man den Quatsch gar nicht weiterlesen. Oder wer glaubt das ( noch ) ?

MfG
Shine

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