Forum: Wirtschaft
"Ein großer Schritt": 3,4 Milliarden Beutel pro Jahr - Chile verbannt Plastiktüten au
AFP

Die Chilenen verbrauchen binnen zwei Jahren so viele Plastiktüten wie es Menschen auf der Welt gibt. Damit sei nun Schluss, verspricht Staatspräsident Piñera - und läutet einen drastischen Kulturwandel ein.

Seite 1 von 4
krautrockfreak 04.08.2018, 15:10
1. 30 Jahre zu spät!

Was wir momentan erkennen, hätte man schon vor 30 oder 40 Jahren sehen müssen. Auf der ganzen Welt werden hunderte Milliarden Plastiktüten ausgegeben (pro Jahr)! Dass da ein Teil in der Natur landet ist ja klar. Aber wie immer - der Mensch denkt nicht, sondern reagiert nur.
Ich war in vielen Ländern und war auch immer geschockt, wie man dort mit den Plastiktüten umgeht und wie sich die überall verteilen, meistens mit Müll vollgestopft und irgendwo entsorgt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
permissiveactionlink 04.08.2018, 15:32
2. Ein vernünftiger Schritt,

zugleich aber nur ein halbherziger, symbolischer Akt. Leider macht die Regierung Chiles großen, auch internationalen Konzernen zu große Zugeständnisse. So plant der chilenische Staat große Staudämme und Wasserkraftwerke auf dem Gebiet der Mapuche-Indianer, die man zunächst dazu überreden will, ihr Land für ein paar soziale Gegenleistungen herzugeben. Klappt das nicht, wird jeder Widerstand als Gewaltakte und Terrorismus eingestuft. Die Natur und die Lebensgrundlagen dieser Menschen spielen keine Rolle für den Staat Chile. Ein Feuchtgebiet und Ökosphärenreservat wurde durch eine Zellstofffabrik endgültig der Garaus gemacht. Dem Unternehmen wurde der Bau einer Kläranlage erlassen, dann sprudeln noch mehr Profite. Jetzt ist geplant, die Abwässer direkt ungeklärt ins Meer zu leiten, wo Menschen vom Fischfang und Meeresfrüchten leben. Und was für Menschen ? Mapuche Indianer (Araukarier), in Chile Mitmenschen 2. Klasse. Man sollte nicht der naiven Idee verfallen, in Chile hätten sich Politiker we

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karlholl 04.08.2018, 15:37
3. und der Rest der Welt pennt

warum nur pennen die Politiker auf der ganzen Welt. Das ist doch keine Einschränkung wenn man auf Plastiktaschen verzichtet. Es braucht nur ein paar Hirnzellen mehr und man hat die zusammenklappbare Einkaufskiste im Auto. Wenn man sieht wie die Weltmeere verschmutzt sind mit dem Zeugs kaum verrottbar und irgendwann in der Food Chain.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hörbört 04.08.2018, 15:56
4. Es muss viel mehr informiert werden

Ich sehe es beinahe jeden Tag bei meinem Discounter: Neben dem Rückgabeautomat für Pfandflaschen steht ein großer Karton, in den die Leute ihre Plastiktüten entsorgen, die sie zum Transport des Leerguts verwendet haben. Darunter sind immer etliche kostenpflichtige Tüten eben genau dieses Hauses.

Mit anderen Worten: An der Kasse werden sie gekauft und beim nächsten Besuch in der Leergutecke entsorgt. Dabei ist das ein armer Stadtteil, was man den Kunden auch ansieht. Die Verschwendung tritt hier also gleich doppelt auf: Einerseits belasten die Leute ihr Portemonnaie und andererseits kippen sie achtlos in den Müll, was sie Sekunden vorher (und später sicherlich erneut!) noch gut gebrauchen konnten.

Fazit: Man muss die Leute viel mehr darüber aufklären, welchen Irrsinn sie da vollziehen. Man darf es nur nicht auf die belehrende oder herablassende Art tun. Hatte jedenfalls schon mal überlegt, ein Schild über dem Karton anzubringen: "Hier liegen 2,40 Euro im Müll." (Das entspricht in etwa meiner Schätzung des Gegenwerts der Tüten, wenn man sie an der Kasse kauft...) Eine Bitte noch zum Schluss: Lachen Sie nicht über die Summe. Nicht nur am Monatsende sieht man viele Kunden ihre letzten Cent aus den Taschen kramen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Xoxo Yoyo 04.08.2018, 15:56
5.

Die deutsche Regierung sollte sich ein Beispiel nehmen und ähnliche Regulierungen treffen. Zur Auswahl stünden:
- Abschaffung von Mischverpackungen
- Verbot von Einweggeschirr, Plastikflaschen, Büchsen
- Einführung eines fleischfreien Wochentags
- Umweltsteuer auf Flug- und Fahrzeuge
- Strafgebühren, wenn energieintensive Unternehmen keinen Ökostrom verwenden
- Förderung reparierbarer Produkte
und so weiter und so fort. Die Liste ist lang. Wir müssen endlich akzeptieren, dass der Mensch abhängig von der Umwelt ist und ohne diese nicht leben kann. Wir müssen aufhören, aus Bequemlichkeit die Umwelt zu zerstören. Dafür braucht es aber Vorgaben aus der Politik! Die Regierung soll endlich den Eiertanz um die Flüchtlingspolitik beenden und sich um die Zukunft des Landes kümmern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aurichter 04.08.2018, 16:16
6. @ karlholl*heute, 15:37 Uhr

Stimmt, erstens die Klappbox, die es nun weltweit auch nicht erst seit ein paar Wochen gibt und zweitens der Jutebeutel, den ich/Familie seit über zwanzig Jahren zum Einkauf obligatorisch in gewisser Anzahl mitnehmen. Aber ist halt sehr schwierig, dies allen Verbrauchern zu vermitteln. Klappbox und Jutebeutel im Kofferraum bunkern kann nun wahrlich nicht so schwierig sein, aber man muss halt auch wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
From7000islands 04.08.2018, 16:29
7. Es lohnt sich nicht...

Gesetze gegen Umweltverschmutzung zu machen, solange es gegen die Bequemlichkeit der Mehrheit der Menschen geht. Man muss das Plastik Chaos in Zusammenhang bringen mit Umweltverschmutzung durch gefährlich Energie Sparlampen und Luftverschmutzung durch den Wahnsinn des globalisierten Handels für jeden banalen Gebrauchsartikel.
Wenn einige wenige Industrienationen ihre ursprünglichen Bürger im Laufe von Jahrzehnten dazu erzogen haben , ihre Angewohnheiten zu ändern, dann bedeutet das nicht, dass in Simbabwe, in Bangladesch, Papua Neuguinea die Ureinwohner verstehen, dass Plastik , Quecksilber Sparlampen und Autoabgase nicht durch die guten Götter einfach aus der Welt gesogen werden !
Wenn Europa dann auch noch Hunderttausende Menschen aus unzivilisierten Gegenden aufnehmen muss, kann man nicht einmal die Welt der Industrienationen selber vor Verschmutzung schützen. Man gehe in einem x-beliebigen Land in Afrika oder Asien (die ich persönlich ganz gut kenne) an einen Strand, der nicht für Touristen präpariert ist, dann packt einen das Grauen. Über und unter der Erde Plastik, zwischen den Zehen klammert sich das Plastik ein...wenn Politiker davon einen Gewinn hätten, ihr Land sauber zu machen, dann wäre kein Umwelt Chaos. Es muss soweit kommen, bis die Menschen nichts mehr Sauberes zu essen bekommen und ihnen das Plastik im Halse stecken bleibt, die Kinder an Anämie und Krebs sterben und die Superreichen, die eigentlich für die Umweltkatastrophen verantwortlich sind, nicht mehr aus ihren Residenzen herauskommen, ohne sich zu ekeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
realist4 04.08.2018, 17:16
8. #6 Ist das Ihr Ernst?

Zitat von Xoxo Yoyo
Die deutsche Regierung sollte sich ein Beispiel nehmen und ähnliche Regulierungen treffen. Zur Auswahl stünden: - Abschaffung von Mischverpackungen - Verbot von Einweggeschirr, Plastikflaschen, Büchsen - Einführung eines fleischfreien Wochentags - Umweltsteuer auf Flug- und Fahrzeuge - Strafgebühren, wenn energieintensive Unternehmen keinen Ökostrom verwenden - Förderung reparierbarer Produkte und so weiter und so fort. Die Liste ist lang. Wir müssen endlich akzeptieren, dass der Mensch abhängig von der Umwelt ist und ohne diese nicht leben kann. Wir müssen aufhören, aus Bequemlichkeit die Umwelt zu zerstören. Dafür braucht es aber Vorgaben aus der Politik! Die Regierung soll endlich den Eiertanz um die Flüchtlingspolitik beenden und sich um die Zukunft des Landes kümmern.
Das hört sich sehr nach Öko-Faschismus an. Wenn Sie gerne wie im Mittelalter leben wollen so ist das ihnen freigestellt, der Rest der Bürger wird sich wohl kaum darauf einlassen dass ihnen der Lebensstil, Ernährung und Grad des Komforts vorgeschrieben wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
oalos 04.08.2018, 17:19
9. Der Irrsinn.

Zitat von Hörbört
Ich sehe es beinahe jeden Tag bei meinem Discounter: Neben dem Rückgabeautomat für Pfandflaschen steht ein großer Karton, in den die Leute ihre Plastiktüten entsorgen, die sie zum Transport des Leerguts verwendet haben. Darunter sind immer etliche kostenpflichtige Tüten eben genau dieses Hauses. Mit anderen Worten: An der Kasse werden sie gekauft und beim nächsten Besuch in der Leergutecke entsorgt. Dabei ist das ein armer Stadtteil, was man den Kunden auch ansieht. Die Verschwendung tritt hier also gleich doppelt auf: Einerseits belasten die Leute ihr Porte*mon*naie und andererseits kippen sie achtlos in den Müll, was sie Sekunden vorher (und später sicherlich erneut!) noch gut gebrauchen konnten. Fazit: Man muss die Leute viel mehr darüber aufklären, welchen Irrsinn sie da vollziehen. Man darf es nur nicht auf die belehrende oder herablassende Art tun. Hatte jedenfalls schon mal überlegt, ein Schild über dem Karton anzubringen: "Hier liegen 2,40 Euro im Müll." (Das entspricht in etwa meiner Schätzung des Gegenwerts der Tüten, wenn man sie an der Kasse kauft...) Eine Bitte noch zum Schluss: Lachen Sie nicht über die Summe. Nicht nur am Monatsende sieht man viele Kunden ihre letzten Cent aus den Taschen kramen.
Die Leute kaufen auch Abfalltüten jeder Grösse aus Plastik, um sie - mit ihrem Müll gefüllt - selbstverständlich gleich wieder wegzuschmeissen. Mit ein bißchen Distanz betrachtet: an Absurdität nicht zu überbieten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4