Forum: Wirtschaft
Ein Jahr Griechenland-Rettung: Autoritär sind immer die anderen
AFP

Was macht eigentlich der Grieche? Vor einem Jahr drängte Deutschlands Finanzminister die Regierung in Athen dazu, einem Rettungspaket zuzustimmen, das ihr Volk gerade abgelehnt hatte. Gebracht hast das: nichts.

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Roedi 19.08.2016, 13:46
40. Demokratieverständnis = 0

Um es mal höflich auszudrücken ... der Autor hat keine Ahnung von Demokratie.

Die Griechen haben gegen das Rettungspaket gestimmt. Das ist sicher richtig.
Diese Abstimmung hätte allerdings nur dann Gültigkeit, wenn man die Bevölkerung der gesamten EU befragt hätte.
In der Vorstellung des Autors könnte ja sonst die Zusammensetzung des Bundestages aufgrund des Wahlergebnisses der Bevölkerung der Insel Helgoland erfolgen.

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Frau, Mitte 30 19.08.2016, 13:49
41. Demokratie in Deutschland ausgesetzt, nicht in Griechenland!

Herr Schäuble hat sich nicht dem Willen der griechischen Wähler zu beugen. Für Demokratie in Griechenland ist die griechische Regierung verantwortlich, die ihre Wahlversprechen an das verhandelbar halbwegs Realistische hätte ausrichten müssen. Jedoch hat Herr Schäuble sehr wohl die Demokratie in Deutschland ausgesetzt, indem er gegen der Mehrheit der Deutschen ein weiteres milliardenschweres Sparpaket auf Kosten der Steuerzahler durchgesetzt hat.

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liberalerfr 19.08.2016, 13:53
42. Nichts gebracht? - fragen Sie mal die Rentner

Bevor die griechische Regierung am Ende die Bedingungen akzeptierte, musste diese erst lernen, dass außer den Deutschen (und dem Rest der Euroländer), keiner mehr diesem Land einen Cent geben will. Die Rentner hatten keine Rente mehr, Banken und Krankenhäuser mussten schließen, Gehälter und Sozialleistungen wurden nicht mehr gezahlt... kurz Chaos total. Der Author hätte besser mal mit dem Volk gesprochen, bevor er schreibt, dass sich nichts verändert habe.

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SPONtisprüche 19.08.2016, 13:53
43. Falsche Vokabel

"drängen", "nahelegen" - "NÖTIGEN" wäre die richtige Vokabel gewesen. Ansonsten wieder mal ein guter Beitrag, Herr Fricke.

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muunoy 19.08.2016, 13:53
44. Der Meinungs- und Erziehungsjournalismus wird immer kurioser

Eigentlich haben andere Foristen hier schon aufgezeigt, wie dumm der Kommentar von Herrn Fricke ist. Finanzminister Schäuble hat in Griechenland keineswegs die Demokratie außer Kraft gesetzt oder Griechenland gar erpresst. Er hat lediglich die Konsequenzen für die verschiedenen Entscheidungsalternativen der griechischen Regierung aufgezeigt. Schlussendlich hat die griechische Regierung dann die Demokratie außer Kraft gesetzt. Auch in einer Demokratie muss man nun einmal die Konsequenzen von Entscheidungen tragen. Undemokratisch ist es dagegen in Deutschland zugegangen. Die deutschen Steuerzahler durften nämlich nicht darüber abstimmen, ob ihr Geld für eine weitere riskante Rettungsaktion Griechenlands eingesetzt wird. Dies ist in der Tat sehr undemokratisch. Ich wäre nämlich dagegen gewesen und bin auch heute der Meinung, dass es für alle Beteiligten besser gewesen wäre, wenn GR aus der Währungsunion ausgetreten wäre. Auffällig ist auch, dass diejenigen, die in GB für einen Ausstieg aus der EU votiert haben, in linken Medien als dumm, rassistisch, rechts oder sonst wie diffamiert wurden, während die Abstimmung der Griechen gegen die Rettung ihres Land hoch gelobt wurde. Die meisten meiner Kollegen im IT-Bereich aus GR zahlen übrigens weiterhin keine oder kaum Steuern. Warum extrem hohe Steuern für Deutsche gut sind, für Griechen aber schlecht, konnte auch kein linker Meinungsjournalist bisher klar darlegen. Liegt es an der gängigen Deutschen-Feindlichkeit? Wohlgemerkt ginge es Griechenland ganz phantastisch, würden alle ausstehenden Steuerschulden eingetrieben.

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mariagomez4 19.08.2016, 14:02
45.

Herr Fricke, es langweilt nur noch und weglassen von Zahlen und Daten ist zumindest eine Verzerrung der Faktenlage.
Gehen Sie doch mal auf die Zeit 2000 bis 2008 ein, warum ist in dieser Zeit das gr. BIP gestiegen. War Griechenland nicht schon vor der erschummelten Euroeinführung hoch verschuldet und nicht wettbewerbsfähig? Schweigen im Walde und ein jämmerliches "Deutschland ist schuld", mehr ist von Ihnen nicht zu erwarten.
Schreiben Sie nächstes Mal "Deutschland ist schuld" oder werden Sie nach Anzahl von Zeilen bezahlt.

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AxelSchudak 19.08.2016, 14:04
46. Billige Polemik

Sorry, aber der Kommentar ist in der Argumentation nur polemisch und irreführend.

Die Grundaussage, das "Sparen" zu mehr Problemen geführt hat, ist vielleicht noch richtig. Aber seine Wirtschaft mit Geld anzukurbeln, das andere bezahlen, kann auch keine Lösung sein - insbesondere da viele der anderen EU-Staaten ärmer sind, und ihren Bürgern schon lange deutlich mehr zumuten als Griechenland es bisher getan hat.

Fricke bleibt also bei der zustimmungsheischenden Kritik, ohne auch nur den Ansatz einer Lösung zu bieten. Man kann per "demokratischer Entscheidung" nicht das Geld anderer Menschen anfordern.

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Zimbabwe 1999 19.08.2016, 14:05
47. Die Alternative der Griechen wird verschwiegen

Das ist Tatsachenverdrehung. Die Alternative war der Austritt Griechenlands aus dem Euro. Griechenland hätte dann wieder die vollständige alleinige Handlungsfreiheit gehabt. Deutschland hätte den Großteil seiner Schulden abschreiben müssen. Wahrscheinlich hätten die Grafiken dann aber noch schlechter ausgesehen. Deshalb hat die Regierung das Referendum ignoriert und die Bedingungen akzeptiert. Der deutsche Finanzminister ist durch kein Referendum in Griechenland oder irgendwo gebunden. Hoch geblöfft und verloren . Die Probleme jetzt sind die Folge von einerseits einer nur bedingt haltbaren Konstruktion des Euros und der jahrelangen Politik in Athen.
Langes Kopfschütteln zu diesem Bericht

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Jasro 19.08.2016, 14:08
48. Wie soll es denn 'richtig' laufen?

Wie soll es denn, nach Ansicht von Herrn Fricke und der anderen Merkel-Schäuble-Kritiker, bezüglich Griechenland eigentlich "richtig" laufen, so, dass es aus deren Sicht nichts zu kritisieren gäbe?

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mariagomez4 19.08.2016, 14:08
49.

Zitat von muellerthomas
Die griechische Steuerquote ist ähnlich hoch/niedrig wie die deutsche: http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Monatsberichte/2015/06/Inhalte/Kapitel-3-Analysen/3-2-steuern-im-internationalen-vergleich.html Und die Chance, das Geld zurück zu erhalten wurde doch gerade nicht verbessert. Genau das ist der Punkt. Seit 2009/10 wurden in den Krisenstaaten die Staatsausgaben gesenkt und die Verbrauchssteuern erhöht. Das Ergebnis dieser Politik waren dann Dauerrezession, Rekordarbeitslosigkeit, sinkende Steuereinahmen und am Ende mehr statt weniger Schulden.
Genau, ihre Lösung wäre gewesen, den Griechen Geld per Helikopter runterzuwerfen, dann hätten sie einfach schön weiterleben können, weiterhin keine Steuern eingetrieben und alles wäre in bester Ordnung, stimmts?

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