Forum: Wirtschaft
Ein Jahr nach dem Franken-Schock: Plötzlich war alles 30 Prozent teurer
REUTERS

Mit Schrecken erinnern sich Schweizer Unternehmer an den 15. Januar 2015. Völlig unerwartet gab die Notenbank den Franken frei - der Kurs der Währung schoss in die Höhe. Wie geht es den Firmen heute?

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Haywood Ublomey 15.01.2016, 20:01
1. „Mindestkurs von 1,20 Euro pro Franken “

Das würde die Schweizer Wirtschaft erwürgen! Nein, es waren 1,20 Franken pro Euro.

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thibo 15.01.2016, 20:25
2. Nicht jammern.

Es gibt in der Geschichte kein Land, das durch eine harte Währung pleite gegangen ist. Das Umgekehrte gab es schon öfter. Wenn die Abwertung einer Währung die Wirtschaft stärken würde, wäre Zimbabwe jetzt ein reiches Land. Insofern sind wir mit dem Euro nicht zu beneiden.

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dwg 15.01.2016, 20:34
3.

Ja, der Sprung runter von 1,20 war sicher heftig, aber nun sind wir ja fast wieder bei 1,10. Das wäre doch auch eine Erwähnung wert gewesen, odr?

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elvezia 15.01.2016, 20:35
4. Das Beste was passieren konnte!

Industrieller Rückschnitt (merke: nicht Rückschritt!) wie in der Botanik. Auslichten, Platz für neue Triebe schaffen. Effizienz statt Saturiertheit. Innovation, Rationalisierung wo immer es geht und darüber hinaus. Der Tourismus hat zu einem Drittel ausgedient. Jetzt müssen wir noch unseren bürokratischen Wildwuchs zurückschneiden, das Bevölkerungswachstum in den Griff kriegen und schon geht es uns besser als je zuvor.- sofern wir weiter einen grossen Bogen um das schwarze loch Brüssel machen.

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Le petit Suisse 15.01.2016, 20:46
5. Hatte aber auch Vorteile

Wieso kostete es die Schweizer Nationalbank Milliarden ? In der Zwischenzeit hat die Schweiz damit über 550 Milliarden an Devisenreserven aufgebaut. Ein Nationalfonds für spätere Generationen könnte somit problemlos mit rund 200 Milliarden gespeist werden! Den 4500 Arbeitsplatzverlusten stehen 60000 EU-Zuzüger entgegen, die Gott sei Dank alle einen Job gefunden haben. Bedauerlich ist, dass die deutschen Gäste ausblieben. Sie wurden aber durch russische und asiatische Touristen weitgehend kompensiert. Und dann vergisst die Autorin, dass im gleichen Zeitabschnitt der Dollar gegenüber dem Franken von 0.80 auf Parität aufgewertet hatte, was die CH-Exporte in den Dollarraum verbilligte.

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fanasy 15.01.2016, 20:47
6. und die Zöllner

in Konstanz usw. stempeln Ausfuhrkassenzettel für 0,89 ? (Zahnpasta) ab. Her mit der Bagatellgrenze!

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gandhiforever 15.01.2016, 20:47
7. Alles?

Alles war ploetzlich 30% teurer.

So einen Unsinn duerfte eigentlich niemand schreiben duerfen, denn selbst der Wechselkurs war nicht ploetzlich um 30% verschoben.

Und wenn die Exporte um 30% teurer geworden sind (als Rechenbeispiel), dann sind die Importe entsprechend billiger geworden.

Und in Waren aus der Schweiz steckt eben auch viel Import.


Doch auf einen anderen Aspekt sollte hingewiesen werden. Bekanntlich wohnen in der Schweiz viele Auslaender, Arbeitgeber u7nd Arbeitnehmer. Und das Schweizervolk hat beschlossen, dass es mit der Zuwanderung so nichyt mehr weiter gehen kann.

Wenn nun also Produktion ins Ausland verlagert wird, dann entspricht das diesem Verlangen, der Bedarf an Auslaendern sinkt.

Der Grossteil der schweizer Industrie hat die Wertsteigerung des Franken gut weggesteckt. Dass es einzelne Unternehmen gibt, die damit nicht fertig werden, war zu erwarten.

Es gibt ein paar, die ihre Grenzgaenger nun in Euro bezahlen, das Waehrungsrisiko also auf ihre Angestellten abwaelzen. Diese Betriebe sollten geschlossen werden.

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capote 15.01.2016, 20:50
8.

Ich bin Deutscher und lebe seit mehr als 20 Jahren in der Schweiz. Das Problem für die Schweizer Wirtschaft ist nicht der Frankenkurs, sondern dass Schweizer Unternehmer glaubten Effizientz durch Unternehmensführung nach "Gutsherrenart" nach deutschem Vorbild ersetzen zu können. Man schmeisst die alten Hasen raus, verjüngt das Team durch junge Deutsche und wundert sich dann, dass bei der Kommandowirtschaft nach deutschem Vorbild mit jeder Menge JAWOLLJA-Sager der geschäftliche Erfolg ausbleibt.

Keine Angst, die Schweizer werden mit Ihrer KMU-Wirtschaft schneller als alle Anderen lernen, dass es so nicht geht. Das kommt für die Rausgeschmissenen zu spät, aber die Schweizer werden die Kurve kriegen und Ihre HSG-Absolventen in die Wüste schicken.

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horstschmitzberger 15.01.2016, 21:24
9. Da träumen die Geldfetischisten.....

Vom Geld der Schweizer. Sie weigern sich einfach konsequent zu verstehen wie Volkswirtschaften die auf industrielller Produktion basieren funktionieren.
Nicht das Schwarzgeld, das Diktatorenvermögen das Fluchtgeld Russischer Oligarchen oder vergessene Erbeschaften von Nazi Opfern machen das Land so wohlhabend. Diese Scheingröße hängt vom Wohlwollen der USA und der EU ab. Die eigendliche Kraft die Produktivität der Chemischen Industrie, der Maschinenbauer und die Touristik machen den Volkswohlstand. Auf den haben die Geldschongleure eine schweren Angriff durch die Aufwertung getartet. Zu ihrem wohl und zum Leid der Produzenten, der Weltmarktanteil sank signifikant, Uhren Medizin und Chemie verkauft sich weniger, Touristen bleiben aus und die Schweizer kaufen im Ausland ein. Das geht auf die Substanz, länger arbeiten ist nichts als Lohnsenkung,die Defizite steigen und nur aus den Rücklagen sollte man auf Dauer nicht wirtschaften, aber das ist all den Zins Geld Spekulanten ja egal für sie liefs super.

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