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"Eine einzige Katastrophenveranstaltung": Bahn-Aufsichtsrat prangert eigenes Unterneh
picture alliance/ DPA/ Britta Pedersen

Verspätungen, technische Probleme, kaum Geld: Der Zustand der Deutschen Bahn ist desolat, schimpft Bahn-Aufsichtsratsmitglied Klaus-Dieter Hommel. Die Linke fordert, die Bahn wieder zu verstaatlichen.

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lupenrein 23.12.2018, 17:19
40. Die

Deutsche Bahn AG kriegt offenbar gar nichts mehr
auf die Reihe. Woran liegt das ? Ein Grund:
Die Konkurrenten fahren der Deutschen Bahn davon. 33 Prozent der Leistung im Nahverkehr auf der Schiene werden in diesem Jahr durch Züge von Abellio, Keolis & Co. gefahren. Nach Schätzungen des Branchenverbandes Mofair jagen die Wettbewerbsbahnen der DB weitere Marktanteile ab. „2020 werden wir die 40-Prozent-Marke toppen“, versichert Mofair-Präsident Stefan Krenz. Seine Zuversicht zieht Krenz aus der Tatsache, dass schon seit Jahren mehr als die Hälfte aller neu ausgeschriebenen Nahverkehrsstrecken und Regionalnetze an private Bahnbetreiber gehen. Es gab Phasen, da gewann die DB gerade noch jede dritte Ausschreibung.

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Tagesbeobachter 23.12.2018, 17:21
41. Wenn schon, denn schon...

Wenn man staatliches Unternehmen privatisieren will, dann bitte richtig! Dann bitte aber keinen abgehalfterten Politikern Pöstchen oder Posten zuschanzen, damit die ruhig sind und ihr gutes Auskommen haben. Dann müssen Manager eingesetzt werden, die ihren Job auch machen können, ebenso Aufsichtsräte, die den Namen auch verdienen und die AR-Sitzungen nicht als nette Veranstaltung sehen, auf denen man mal alte Bekannte wiedertreffen kann! Ansonsten außer Spesen, nichts gewesen...

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zitzewitz 23.12.2018, 17:30
42. Mehdorn's Erbe

Mehdorn hat die Bahn kaputt gespart und die Folgen davon kommen jetzt erst richtig zum Tragen.
Das Schienenetz und die gesamte DB-Infrastruktur sollten wieder verstaatlicht werden.

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Schartin Mulz 23.12.2018, 17:31
43. Privatisierung funktioniert hier nicht

Zitat von kreisklasse
Die Bahn ist immer noch ein Staatsunternehmen. Keine Behörde mehr, aber immer noch ein öffentliches Unternehmen, das vom Bund zu 100% kontrolliert wird. Ein Unternehmen, das von einer unheiligen Allianz aus seltsam ausgesuchten Managern, unaufmerksamen Aufsichtsräten und egoistischen Gewerkschaften allmählich in den Ruin getrieben wird. Wer da Verstaatlichung fordert, der zeigt nur seine ideologiegetriebene Inkompetenz. Die Bahn ist immer noch verstaatlicht. vielleicht ist das das Problem. Wer fachfremde Pofallas, inkompetente Mehdorn in Verantwortung schickt, der muss sich über den Output nicht wundern. Gleiches gilt aber auch für teilweise kundenfeindliches Personal an der Basis. Die Bahn hat einige grundsätzlich tolle Verbindungen, die eigentlich Auto und Flugzeug massiv überlegen sind. Wären da nicht Preise, Verspätungen und andere Desorganisationen. Stimmende Wagenstandsanzeiger sind Zufall. Platzreservierungen können leider oft nicht angezeigt werden. Ausgefallene Klimaanlagen führen dazu, das man Züge sehr lange stehen lässt, bis die betroffenen Fahrgäste "freiwillig" den Zug geräumt haben. Usw.
Die Bahn kann nicht wie ein Privatunternehmen Rosinen picken, sondern muss die Grundversorgung sichern. Also auch Strecken fahren, die sich in keiner Weise rentieren.
Vergleiche mit Fluglinien verbieten sich da von selbst.

Die Bahn wir immer ein Verlustunternehmen sein. Wenn wir das begreifen und bereit sind, den Betrieb massiv zu subventionieren, funktioniert das trotzdem. Sinnvoll wäre es, es gibt kein umweltfreundlicheres Transportmittel. E-Mobilität ohne lästige Ladestationen, ohne das auf uns zukommende massive Akku-Entsorgungsproblem, das ist modernste, umweltfreundliche Technik.
Einen Teil des nötigen Geldes könnte man dadurch hereinholen, dass man endlich Flugbenzin angemessen besteuert.

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w50 23.12.2018, 17:35
44. Es ist makaber, wie hier berichtet wird

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die strategische Ausrichtung des Unternehmens indem er die Unternehmensführung beaufsichtigt und berät. Nichts davon haben die vom Gesellschafter (Bund) entsandten AR- Mitglieder ( Politiker) offensichtlich getan. Insofern klagt man sich hier selbst an und das Mindeste wäre jetzt der eigene Rücktritt. Der Spiegel könnte ja mal AR- Miglieder befragen welche der hier besprochenen Themen in den AR- Sitzungen behandelt wurden und welche Initiativen die AR-Mitglieder ergriffen haben, um die Unternehmensführung zum Handeln zu zwingen. Man klagt jetzt an, um sich selbst aus der Schußlinie zu bringen.

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matthias111 23.12.2018, 17:35
45.

Zitat von kreisklasse
Die Bahn ist immer noch ein Staatsunternehmen. Keine Behörde mehr, aber immer noch ein öffentliches Unternehmen, das vom Bund zu 100% kontrolliert wird. Ein Unternehmen, das von einer unheiligen Allianz aus seltsam ausgesuchten Managern, unaufmerksamen Aufsichtsräten und egoistischen Gewerkschaften allmählich in den Ruin getrieben wird. Wer da Verstaatlichung fordert, der zeigt nur seine ideologiegetriebene Inkompetenz. Die Bahn ist immer noch verstaatlicht. vielleicht ist das das Problem. Wer fachfremde Pofallas, inkompetente Mehdorn in Verantwortung schickt, der muss sich über den Output nicht wundern. Gleiches gilt aber auch für teilweise kundenfeindliches Personal an der Basis. Die Bahn hat einige grundsätzlich tolle Verbindungen, die eigentlich Auto und Flugzeug massiv überlegen sind. Wären da nicht Preise, Verspätungen und andere Desorganisationen. Stimmende Wagenstandsanzeiger sind Zufall. Platzreservierungen können leider oft nicht angezeigt werden. Ausgefallene Klimaanlagen führen dazu, das man Züge sehr lange stehen lässt, bis die betroffenen Fahrgäste "freiwillig" den Zug geräumt haben. Usw.
Mit dem Unterschied dass die Bahn in ihrer jetzigen Form Gewinn machen soll/muss.
Eine Behörde hingegen hätte dafür zu sorgen, dass Personen und Güter von A nach B kommen. Pünktlich und sicher.
Und da die alte Bundesbahn auch nicht mehr Staatszuschüsse brauchte wie die neue Bahn, dafür aber doppelt so viele Strecken und doppelt so viele Personal hatte, wäre es auch ein finanzieller Gewinn für den Staat.

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saaman 23.12.2018, 17:36
46. Und, was hat Herr Hommel bisher unternommen?

Man sollte nicht mit Steinen werfen, wenn man im Glashaus sitzt. Seit wann ist der EVG Gewerkschafter Hommel im Aufsichtsrat der Bahn? Was war bisher sein konstruktiver Beitrag? Was hat er unternommen um zu verhindern, dass ausgerechnet seine Gewerkschaft für einen Tag Chaos infolge des Streiks gesorgt hat, der uns Bahnkunden gewaltig geärgert hat und der rein willkürlich war? Und Herr Scheuer? Was war bisher sein Beitrag pro Bahn. Und die restlichen zuständigen Politiker? Wie haben sie sich engagiert, dass der Bahn die Mittel zu Verfügung stehen, wie das in anderen Ländern (A, CH, F...) der Fall ist? Wir haben in Deutschland ein Grundproblem: Mit dem Mund notwendigen Taten weit voraus zu sein? Auch der Bahnvorstand kann sich noch verbessern. Aber selbst wenn er alles bestens macht, steckt die Bahn immer noch tief im Dilemma. Weil der Staat seiner Verantwortung nicht in dem Maße nachkommt, wie es nötig wäre.

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vox veritas 23.12.2018, 17:42
47.

"Die Linke fordert, die Bahn wieder zu verstaatlichen."

Die Deutsche Bahn ist zu 100% staatlich.
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Bahn

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wernerz 23.12.2018, 17:45
48. Leicht dahergesagt!

Zitat von RalfHenrichs
Einstellung von Stuttgart 21 - und mit einem Schlag stünden Milliarden Euro zur Verfügung, die dann "nur" noch sinnvoll investiert werden müssen. Die Bahn hat also ausreichend Geld, sie gibt es aktuell nur völlig verkehrt aus.
Obwohl die inzwischen allseits bekannten Versäumnisse und Missstände der Bundesbahn zum Himmel schreien, bin ich, obwohl ausgesprochener Gegner von "Stuttgart 21", der Auffassung, dass eine flapsige Bemerkung, das Projekt einzustellen, nichts bringt.
Sie sollten sich vielleicht informieren, wie nahezu aussichtslos ein solches Unterfangen wäre.

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abcd63 23.12.2018, 17:49
49.

Es gab mal Zeien, da waren die Chefs der Bahn Eisenbahner und keine Excel-Typen

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