Forum: Wirtschaft
Einflussnahme in der EU: Big Pharma zahlt 40 Millionen jährlich für Lobbyarbeit
REUTERS

Pharmakonzerne verstärken ihre Lobbyanstrengungen in der EU: Sie investieren so viel wie nie und sichern sich ihren Zugang zu Entscheidern in der EU-Kommission. Derzeit im Fokus: das Freihandelsabkommen TTIP.

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mischamai 02.09.2015, 11:11
40. Lobby des Todes

Keine andere Ursache der Fremdeinwirkung ist für so viele Todesfälle verantwortlich die Medikamentennutzung.Hier wird staatlich hinter verschlossenen Türen geregelt mit welch kriminellen Machenschaften das Geschäft bereichert wird,die Gesundheit ist da mehr als zweitrangig.In einer funktionierenden Demokratie sollte der Bürger bestimmen und nicht das Geld und deren Korruption.

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horstenporst 02.09.2015, 11:12
41. Zeichen setzen!

https://www.campact.de/ttip-ebi/ebi-appell/teilnehmen/

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diskantus 02.09.2015, 11:16
42. Deshalb ist Aufdecken der Machenschaften dieser Branche so wichtig!

Denn den Pharmakonzernen geht es nicht um den Menschen, nicht um die Gesundheit, nicht um Heilung.
Sie verunglimpfen alle Heilmethoden, an denen sie nicht mitverdienen können, oder die der Vermarktung eigener Produkte im Weg stehen.
Sie machen Geschäfte mit unheilbaren Krankheiten.
Sie geben "Studien" in Auftrag, deren Ziel sie vorher festgelegt haben.
Sie vermarkten Medikamente, deren Wirkung zweifelhaft ist.
Sie arbeiten mit Wirkstoffen, die in China für Cents produziert werden, aber hier Tausende Euro kosten.
Sie wollen die "Durchimpfung", um jeden Preis.
Sie wollen immer mehr Menschen zu "chronisch Kranken" machen, auch wenn sie kerngesund sind.

Eine korrupte geldgierige Branche, die mit Krankheit ein Geschäft macht: das ist die Pharmaindustrie.

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mullerich 02.09.2015, 11:17
43.

Zitat von dialogischen
Selbstverständlich versuchen Unternehmen/Verbände aller Branchen legitimen (und vermutlich gelegentlich auch nicht legitimen) Einfluss auf sie betreffende Gesetze und politische Initiativen zu nehmen. Das schützt davor, dass die Welt von größenwahnsinnigen Lehrern in unseren Parlamenten nicht völlig ruiniert wird. Die im Artikel gemachten Angaben zu Lobbyismus-Aufwendungen und deren Relevanz sind so unplausibel, dass sie als peinlich einzustufen sind. Richtig wäre, den Korporatismus von Staats- und Konzernbürokratien gegen das Gemeinwohl zu unterbinden, wie ihn Galbraith so treffend beschrieben hat. Aber das liegt im Niveau ein paar Etagen höher als diese Kläffvorlage für Pharma-Basher
Aber genau das wäre das Ende des Kapitalismus und der "freien" Märkte, diese Ideologien werden aber von der Mehrheit der Foristen trotz Korruption gefordert.

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HLoeng 02.09.2015, 11:20
44. Weg mit den Artikeln 38 ff.

Es ist höchste Zeit, auch das GG englich der Wirklichkeit anzupassen, zumal lediglich ein Artikel erforderlich wäre. Etwa: "Die Legislative folgt den Anregungen und Vorgaben der von Banken, Konzernen und Verbänden entsandten Lobbyisten."

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deglaboy 02.09.2015, 11:20
45. Nur so wenig?

Das überrascht mich. Die sind ja richtig geizig.
Aber man sieht auch: Demokratie? Nein Lobbykratie oder besser Plutokratie haben wir.
Wer zahlt bestimmt. Der Wähler, das Volk darf nur noch seine Stimme in der Urne wegwerfen und brav Steuern zahlen für Dinge, die es nicht will. Und natürlich die Lügen in Presse, Funk und Fernsehen anhören.
Wehe das Volk wacht auf und erkennt den miesen Schwindel!

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mullerich 02.09.2015, 11:23
46.

Zitat von mmpuck
"Geschmiert" wird überall. Und überall gibt es Entscheider, die sich gerne mal mit hohen mal mit kleinen "Zuwendungen" beeinflussen lassen. Darauf haben auch wir Wähler mit unseren Wahlentscheidungen keinerlei Einfluss. Der Mensch ist nämlich so - immer auf seinen Vorteil bedacht und immer ohne Rücksicht auf die Interessen der Mitmenschen oder von Flora und Fauna. Daran werden wir mit solchen Diskussionen auch nichts ändern. Interessant simd solche Meldungen dennoch. Also weiter so in der Redaktion.
Es mag sein das Sie so sind, ob der Mensch so ist ist zu bezweifeln, führt solches Verhalten in Konsequenz zur Auslöschung des Menschen.

Es braucht bewusste Sozialisation zum Soziopathen zu werden. Und diese ist in der konservativen Wirtschaftsliberalen Ideologie gegeben.

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amuseemanc 02.09.2015, 11:26
47.

Zitat von Fehlerfortpflanzung
In der Süddeutschen Zeitund wurde vor einigen Wochen eine Umfrage zitiert, in der 61% aller Befragten angaben dass es in Deutschland keine Demokratie mehr gäbe, da die Politik nur noch auf die Wirtschaft und auf Lobbyisten hört. So sägen die sog. Eliten den Ast ab, auf dem sie sitzen.
Das ist es ja. Dieser Lobbyismus ist Systembedingt.
Versetzen sie sich in die Lage eines Regionalpolitikers: Da kommt ein Konzern daher und will ein Werk bauen o.ä. Aber leider müßte dafür ein Stück kostbarer Natur geopfert werden. Aber es werden 1000 Arbeitsplätze und Steuern versprochen - alles gut und toll für die Region und das Wirtschaftswachstum!

Sie werden da kaum einen Politiker finden, der da nicht einknickt. Und das nur im kleinen Maßstab.

Global läuft es aber genauso. Wobei TTIP nachweislich nicht mal viel bringen wird. Es bedarf also noch nicht mal mehr großer Versprechungen um z.B. unsere Bundeskanzlerin zu überzeugen. Sie kann es sich freilich auch leisten.

Die Politik hat sich zu erpressbar gemacht und dass rächt sich bitter.

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hypnos 02.09.2015, 11:33
48. Repräsentative Demokratie

Zitat von Fehlerfortpflanzung
... So sägen die sog. Eliten den Ast ab, auf dem sie sitzen.
Aber selbst, wenn nur noch 30 Prozent wählen gehen, gilt "gewählt ist gewählt". Und in der Repräsentativen Demokratie ist das legitimert.

Repräsentative Demokratie versus Marktkonforme Demokratie.

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schumbitrus 02.09.2015, 11:36
49. Längere Schutzfristen sind Innovations-Sabotage!

Zitat:

Dort sehen die Konzerne unter anderem die Chance, längere Monopole für ihre Medikamente zu erreichen und höhere Preise zu erzielen.

Zitat Ende

Ich konnte den Originaltext noch nicht lesen, es würde mich aber interessieren, wie mit TTIP zu längeren Schutzfristen bei Innovationen kommen will.

IIRC sind innovative Medikamente an Patente, insbesondere an neue Wirkstoffe, gebunden und Patente besitzen eine Laufzeit von 20 bzw. 21 Jahren (inkl. Prioritätsjahr) und im Pharma-Umfeld lässt sich ein ein sog. SPC von ma. 5 jahren erwirken, wenn die Entwicklung eines Medikamentes bis zum marktreifen Produkt besonders lange gedauert hat.

D.h. das Monopol ist sinnvoller weise auf 21-26 Jahre begrenzt, in der ein Unternehmen die Anfangsinvestition plus einem Gewinn wieder einfahren kann. Das hat in der Vergangenheit recht gut geklappt und es gibt keinen Grund, warum man diesen Mechanismus nicht beibehalten sollte - im Gegenteil: Denn verlängert man diese Fristen, dann werden wohl kaum mehr innovative Produkte in den Markt kommen! Eher im Gegenteil: Wenn man die Monopole besetzt, dann wird man die bis zum allerletzten Tag abschöpfen - und zwischenzeitlich keinen Deut zusätzlich in Produktentwicklung stecken!

Und schaut man auf den kaputten IT Markt, mit seiner faktischen Entmündigung und Versklavung der Nutzer (freilich dürfen sie sich noch frei fühlen(!) ..), dann sieht man, wohin der Moral Hazard von absoluter Marktmacht führt: Microsoft konnte sein Windows- und Office-Monopol aufgrund von innovationsfeindlichen IPR über zwei Jahrzehnte aufrecht erhalten und hat uns wegen den mangelnden Wettbewerb eben nicht mit guter und sicherer Software versorgt - sondern mit einer Virenseuche und einem Sicherheitsloch nach dem anderen! Nur weil sie alle Wettbewerber töten konnten und man ihnen das Monopol zugestand (Motive?!) - und niemand die proprietäre, geschlossene Software auf Fehler und Sabotage prüfen konnte, konnte Microsoft die wahren Interessen der Kunden (Sicherheit & Verfügbarkeit) ignorieren und statt dessen die Öffentlichkeit mit ein paar optischen Spielereien blenden.

Welchen bzw. wessen "Nutzen" muss man also erwarten, wenn WIR den Unternehmen gestatten UNS länger mit Monopolpreisen abzuschöpfen?! Was erhalten wir mehr, wenn wir den Besitzern dieser Unternehmen mehr Geld schenken?!

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