Forum: Wirtschaft
Einigung bei Kassenfinanzierung: Der Überraschungserfolg
DPA

Es ist ein Durchbruch bei den Koalitionsverhandlungen: SPD und Union schaffen den pauschalen Zusatzbeitrag der Krankenkassen ab. Ein sinnvolles Ergebnis, das vor allem dem Zusammenspiel von Jens Spahn und Karl Lauterbach zu verdanken ist.

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james-100 22.11.2013, 15:33
80.

Zitat von regreub
Warum wollten und wollen denn dann die Arbeitgeber so gerne weg von der hälftigen Bezahlung der Kassenbeiträge? Ganz einfach: Weil sie das, was sie an AG-Anteilen sparen, eben auf den AN-Lohn drauflegen, sondern als Personalkostenersparnis für sich selbst vereinnahmen wollen.
So sieht es aus. Scheinen aber die wenigsten zu begreifen.

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muunoy 22.11.2013, 15:35
81. Finde ich das verwerflich?

Zitat von hornisse.04
Können Sie mir bitte erklären, was Sie daran so überaus verwerflich finden? Soll sich der Arbeitnehmer das Geld aus den Rippen schwitzen, wenn der AN nichts erwirtschaftet? Wäre es nicht sogar hilfreich für alle Beteiligten, wenn er ein weniges MEHR erwirtschaftete als er selber kostet? Seien Sie so gut und erleuchten Sie mich.
Habe ich geschrieben, dass ich das verwerflich finde? Ich habe lediglich mal versucht, aufzuzeigen wie Wirtschaft funktioniert, weil der größte Teil der Foristen hier anscheinend immer noch nicht begriffen hat, dass man in der freien Wirtschaft nur dann beschäftigt wird, wenn man zumindest ein kleines Bisschen weniger kostet als man einbringt.

Und dies habe ich nur geschrieben, weil viele immer noch nicht begriffen haben, dass diese paritätische Finanzierung der Sozialversicherungen eine Illusion ist.
Ach ja, ich bin selbständig. Mir ist daher durchaus bekannt, dass ich mehr rein holen muss als raus geht. Und aufgrund der häufig rein kommenden Überraschungen meines Finanzamtes, muss man sogar deutlich mehr rein holen als raus geht.

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Neuer Debattierer 22.11.2013, 15:35
82.

Zitat von muunoy
Vollkommen richtig. Die PKV unterliegt in Deutschland auch nicht den üblichen Marktbedingungen. Mit öffentlichen Sektor meinte ich eigentlich alle, die vom Gesundheitswesen profitieren. Krankenhäuser, Ärzte, Apotheker, Versicherungen. Alle unterliegen nicht den üblichen Wettbewerbsbedingungen. Interessant ist, dass dies nicht für die Pharmahersteller gilt. Dort herrscht eigentlich sogar.....
Ja, daher hatte ich gehofft, dass sich Union und SPD wenigsten ein paar Veränderungen in der PKV vornehmen. Aber daraus wird wieder nichts.

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Paul-Merlin 22.11.2013, 15:35
83. Schon richtig was sie schreiben

Zitat von yipman
Glauben Sie wirklich, dass Ihr Arbeitgeber die Hälfte Ihrer Versicherung bezahlt? Glauben Sie mir, dem ist es wirklich egal, ob er den Lohn teilweise an die Krankenkasse überweist oder komplett an Sie. Für den Arbeitgeber zählt nur was Sie ihn insgesamt Kosten. Die paritätische Finazierung ist nur eine Illusion! Ich wäre dasfür diese ganz abzuschaffen, denn dann wüssten die Bürger mal, wieviel sie tatsächlich für Ihren Versicherungsschutz zahlen. Die meisten Menschen glauben nämlich wirklich, dass sie nur die Hälfte des eigenltichen Betrags zahlen.
Natürlich stellen auch die vom Arbeitgeber aufgebrachten Sozialversicherungsanteile in Wirklichkeit nur einen Teil der Gesamtlohnkosten dar und fließen so in die Kalkulation ein. In Wirklichkeit tragen die Arbeitnehmer immer alle Kosten. Gleichwohl mit dem Wegfall der annähernd paritätischen Beitragszahlungen sind die bei Beitragserhöhungen quasi automatisch - indirekt - erfolgten Lohnerhöhungen weggefallen. Ein Ausgleich durch direkte Lohnerhöhungen ist nicht erfolgt, so dass es für die Arbeitnehmer schlechter geworden ist. Nicht zu vergessen ist auch der psychologische Aspekt. Es ist für die Kassen leichter die Beitragszahler abzuzocken, als wenn noch jemand mit am Verhandlungstisch sitzt.

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muunoy 22.11.2013, 15:39
84. Tja, ist leider so

Zitat von james-100
Sie können doch gerne in die PKV wechseln, aber später bitte nicht rumjammern, das Sie sich den Beitrag im hohen Alter nicht mehr leisten können und Sie dann doch liebend gerne wieder die Solidarität der Pflichtversicherten in Anspruch nehmen möchten. Dieser Weg zurück sollte für immer und ewig versperrt bleiben.
Als Selbständiger habe ich in der Tat keine andere Wahl. Auch die Möglichkeit, ganz auf eine Krankenversicherung zu verzichten, hat man genommen. Folglich bin ich auf Gedeih und Verderb diesem Monopolquatsch ausgeliefert.
Also, kommen Sie runter von dem Klassenkampfgequatsche. Wir werden hinsichtlich des Gesundheitssystems alle verarscht, damit die Einnahmen bei den Leistungserbringern weiter schön hoch sind und bloß kein Wettbewerb entsteht.

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james-100 22.11.2013, 15:47
85.

Zitat von muunoy
Als Selbständiger habe ich in der Tat keine andere Wahl. Auch die Möglichkeit, ganz auf eine Krankenversicherung zu verzichten, hat man genommen. Folglich bin ich auf Gedeih und Verderb diesem Monopolquatsch ausgeliefert. Also, kommen Sie runter von dem Klassenkampfgequatsche. Wir werden hinsichtlich des Gesundheitssystems alle verarscht, damit die Einnahmen bei den Leistungserbringern weiter schön hoch sind und bloß kein Wettbewerb entsteht.
Klassenkampfgequatsche? Fiel Ihnen nichts besseres ein? Keine Argumente?

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muunoy 22.11.2013, 15:52
86. Das sollte in Ihrem Arbeitsvertrag stehen

Zitat von james-100
Steht irgendwo geschrieben, das die Arbeitgeber bei einem Wegfall der Arbeitgeberbeiträgen, diese auf dem Bruttolohn des AN aufschlagen muss?
Genau darauf läuft es hinaus. Politik und Interessenverbände erfreuen sich weiterhin an der in Deutschland besonders ausgeprägten Krankheit der Staatsgläubigkeit. Es denken immer noch so viele Leute, dass alles für sie von anderen geregelt wird. Dem ist auch so, aber nicht zum Vorteil der Betroffenen.
Wenn der Arbeitgeber seinen Teil der Sozialversicherungsbeiträge nicht mehr zahlen müsste, so müsste der Arbeitnehmer eine entsprechende Lohnerhöhung fordern. Geht der Arbeitgeber nicht darauf ein, sucht man sich einen neuen Arbeitgeber und kündigt (bitte in dieser Reihenfolge). Und wenn der Gewinn des Arbeitgebers, den er aus der Beschäftigung des Arbeitnehmers erzielt, deutlich höher als 25% des vom Arbeitnehmer generierten Umsatzes ist, sollte sich der Arbeitnehmer vielleicht auch mal überlegen, ob er sich mit der Tätigkeit selbständig machen kann.
Leute, fragt Euch doch mal, was der Begriff "Arbeitsmarkt" eigentlich bedeutet.

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RobinSeyin 22.11.2013, 15:55
87.

Zitat von hornisse.04
die hätten es nötig gehabt zu argumentieren? Ihre Vergleiche sind ein wenig zu bemüht. Und schlecht.
Sie taten es, hatten es offenbar also nötig.

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idealist100 22.11.2013, 16:01
88. Vielen Dank

Zitat von sysop
Es ist ein Durchbruch bei den Koalitionsverhandlungen: SPD und Union schaffen den pauschalen Zusatzbeitrag der Krankenkassen ab. Ein sinnvolles Ergebnis, das vor allem dem Zusammenspiel von Jens Spahn und Karl Lauterbach zu verdanken ist.
Vielen Dank cdu-spd das wir demnächst alleine die KK PV RV zahlen dürfen zum Wohle der Aktionäre und Elitengehältern. Aber es gibt ja keine Abgaben Erhöhung lt. Mutti aber nur für die Kapitalseite.

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james-100 22.11.2013, 16:08
89.

Zitat von muunoy
Genau darauf läuft es hinaus. Politik und Interessenverbände erfreuen sich weiterhin an der in Deutschland besonders ausgeprägten Krankheit der Staatsgläubigkeit. Es denken immer noch so viele Leute, dass alles für sie von anderen geregelt wird. Dem ist auch so, aber nicht zum Vorteil der Betroffenen. Wenn der Arbeitgeber .....
Wie Sie selbst formulieren, müsste der AN diese Anteile als Lohnerhöhungen einfordern. Aber der AG muss diese nicht zahlen. Und seien Sie ehrlich: Sie würden das als AG auch nicht machen, sondern evtl Verhandlungen aufnehmen, um die Forderungen zu drücken oder komplett abzubiegen.

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