Forum: Wirtschaft
Einigung in Brüssel: So müssen die Bankkunden Zypern retten
DPA

Wer ein Konto in Nikosia hat, wird jetzt Zypern-Retter: Erstmals werden Bankkunden in großem Stil zur Rettung eines Euro-Krisenlandes gezwungen - bis zu zehn Prozent der Einlagen werden eingefroren. Das sieht die Einigung von Brüssel vor.

Seite 1 von 52
Markenfetischist 16.03.2013, 09:02
1.

Im Sozialismus enteignet das Volk das Großkapital. Im Kapitalismus enteignet das Großkapital das Volk.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hauptsachemalwassagen 16.03.2013, 09:05
2. Schwarzgeld

liegt nicht auf Konten, sondern bar im Schließfach.........

Beitrag melden Antworten / Zitieren
divStar 16.03.2013, 09:08
3. Tropfen auf den heißen Stein...

... wie halt bei jeder Bankenrettung. Wenn Europa von den (Wohlstands-)Standards nicht zusammenpasst, sollte man nicht die etwas bessergestellten für die etwas schlechter gestellten bluten lassen - zumal es ja nicht den dort Hungernden Zugute kommt, sondern evtl. den Banken, die dann erst einmal ihre Manager bezahlen. Abartig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
suzie_q 16.03.2013, 09:12
4. Jippieh

die Steuerzahler der Nicht-Steuerparadiese dürfen endlich ein echtes Steuer- und Schwarzgeldparadies retten! Im Ernst: es wird Zeit, Parteibücher zurück zu geben und hoffentlich gibt es bei Wahlen endlich Alternativen zu unseren Block-Euro-Rettern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MarkusW77 16.03.2013, 09:12
5.

Zitat von sysop
Wer ein Konto in Nikosia hat, wird jetzt Zypern-Retter: Erstmals werden Bankkunden in großem Stil zur Rettung eines Euro-Krisenlandes gezwungen - bis zu zehn Prozent der Einlagen werden eingefroren. Das sieht die Einigung von Brüssel vor.
Spätestens jetzt sollte klar sein, das höhere Steuern für " Reiche" Sinn machen.
Es ist doch besser, man verteilt das Vermögen vorher Planbar etwas gerechter, als es nacher, in einer eigentlich unnötigen Finanzkrise es per Beschluss weg zunehmen.

Die Ursache des ganzen Übels ist und bleibt die ungerechte Vermögensverteilung- Angelegtes Geld, egal in welchem Umfang, soll sich vermehren. Das geht nur, wenn andere dafür arbeiten, und denjenigen nicht soviel gegeben wird, wie sie eigentlich produktiv erwirtschaften. Irgendwann ist aber entweder die Leistungsgrenze erreicht, oder die Nachfrage bricht weg, weshalb die nötigen Renditen nicht mehr erwirtschaftet werden können.
Als Lösung müssen dann solche Gesetze erlassen werden, wie jetzt hier- unplanbare Zwangsabgaben. Ist bestimmt gut für die allgemeine Solidarität und den Frieden in Europa.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zereus 16.03.2013, 09:13
6. ...

Zitat von sysop
Wer ein Konto in Nikosia hat, wird jetzt Zypern-Retter: Erstmals werden Bankkunden in großem Stil zur Rettung eines Euro-Krisenlandes gezwungen - bis zu zehn Prozent der Einlagen werden eingefroren. Das sieht die Einigung von Brüssel vor.
Und dennoch kostet die Rettung dieser so dolle systemrelevanten Miniinsel den deutschen Steuerzahler schlappe 4 Milliarden. Wir habens doch!

Nur eine Frage der Zeit, bis unsere Lieblingsregierung zu ähnlichen Mitteln greifen muss, wie die Regierung Zyperns. Die Retterei von allem, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, wird uns definitiv in den Ruin führen.

Der Euro muss weg!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nethopper01 16.03.2013, 09:15
7. Wir brauchen eine Alternative...

Ich bin mal gespannt, wie die Umsetzung dieser Massnahmen funktionieren soll. Man spricht von 70 Mrd. € Einlangen. Sollen das Sichteinlagen sein, Wertpapierdepots, Schuldverschreibungen dieser Banken? Depots wären zudem ja auch in Zypern vermutlich Sondervermögen. Und diese Sondersteuer soll bis Dienstag umgesetzt werden? Wird dieses komplexe Vorhaben bis Dienstag in Zypern in Gesetzesform gegossen, oder soll das Einfrieren dieser Beträge ohne gültige gesetzliche Grundlage erfolgen, nur weil ein EU Funktionär meint, es sei "gerechtfertigt, .... Lasten zu teilen" ? Ist so eine willkürliche Enteignung in Zypern denn verfassungsfest oder ist Recht und Gesetz in der EU mittlerweile sowieso scheissegal? Und nach Verabschiedung dieser Gesetze werden dann am verlängerten Wochenende alle EDV Systeme aller Banken Zyperns angepasst? Für alle Spielarten der sogenannten Einlagen? Ach ja, Herr Assmussen sagte ja: Ich nehme an, (..) dass die Abgabe aufgelegt werden kann, bevor die Banken am Dienstag normal wieder öffnen." Ein echter Experte eben. Und was passiert mit Leuten, die am Dienstag einfach Ihr Geld abziehen. Oder nächste Woche oder nächsten Monat? Wenn dann Banken deshalb kollabieren? Wenn eine Kapitalflucht einsetzt, ein Bankenrun? Wie wirkt sich eine Vermögensverschiebung auf die Target Konten aus? Wer zahlt die Zeche am Ende? Man schädigt bzw. zerstört jetzt also gezielt das Business Modell dieser Banken, vermutlich von ganz Zypern. Wie wirkt sich das auf das BSP aus, auf die Schuldentragfähigkeit? Fragen über Fragen und keine Antworten.

Ich glaube, wir brauchen nicht nur dringend eine Alternative für Deutschland, sondern für ganz Europa.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
unaufgeregter 16.03.2013, 09:15
8. Geld von den Konten räumen

Zitat von hauptsachemalwassagen
liegt nicht auf Konten, sondern bar im Schließfach.........
Und es wird wieder mal die Durchschnittsbürger treffen, die in den letzten Jahren vielleicht für ihr Alter vorgesorgt haben....

Wenn der Vorschlag von Deutschland kam, würde es mich nicht wundern, wenn im Fall der Fälle hier ebenso verfahren wird.

Am Montag wird bei den hiesigen Banken sicher mehr los sein, als an "normalen" Montagen.

Bin mal gespannt, ob dieser Kommentar veröffentlicht wird. Vermutlich nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shechinah 16.03.2013, 09:15
9. Verschwörungstheorie

....und als ich vor Jahren gesagt hatte, daß es soweit kommen wird, hat man mich einen Spinner, Eurohasser und Verschwörungstheoretiker genannt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 52