Forum: Wirtschaft
Einigung im Tarifstreit: Mehr Geld für öffentlichen Dienst
DPA

Drei Tage haben Arbeitgeber und Gewerkschaften miteinander gerungen - nun kamen sie zum Ergebnis. Mehr als zwei Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes winkt mehr Geld in drei Schritten.

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gunpot 17.04.2018, 20:27
1. Ich bin als Betroffener

obwohl Pensionär wirklich gespalten. Haben der Bund, die Länder und die Kommunen doch schön hingekriegt. Ja wir bekommen 6%, aber nur auf drei Jahre verteilt. Natürlich, nun ist Ruhe im Karton, aber ich würde gern wissen, ob sich die Arbeitgeber gegen makroökonomische Risiken abgesichert haben. Das Heulen wird bestimmt kommen, wenn wir wider Erwarten in den nächsten 2 Jahren ein 0-Wachstum des BSP vergegenwärtigen. Nun ja, wir sind noch nicht so weit. Auf der anderen Seite könnte die jetzige Einigung zum Nachteil der Beschäftigten im ÖTV kommen, wenn die Konjunktur überschäumt. Let us see. Ich rate trotz allem, nur noch Tarifverträge für eine Dauer von 2 Jahren zu verhandeln.

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spmc-12355639674612 17.04.2018, 20:33
2. Mäßiges Ergebnis!

Besonders wie sich Bsirske auf eine Einmalzahlung hat einlassen können, leuchtet mir nicht ein. Die etwas mehr als 3% werden in den nächsten Jahren wahrscheinlich nur knapp über der Inflation liegen und insbesondere von steigenden Mieten wieder aufgefressen.

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spiegelallerlei 17.04.2018, 20:34
3.

Na da können sich die Gewerkschaften ja wieder auf die Schulter klopfen. Bei uns ist demnächst Betriebsratssitzung und der halbe Fuhrpark liegt lahm, weil viele Fahrer im Betriebsrat sind. So kann man eine Fahrer auch zu Grunde richten.

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dieter.boecker 17.04.2018, 20:43
4. Grenzsteuersatz

Da vermutlich alle Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes einen Grenzsteuersatz zwischen 30 % und 40% haben, holt sich der Staat einiges von den Lohnerhöhungen direkt wieder zurück. Günstiger wäre es für Arbeitnehmer, wenn Lohnerhöhiungen als Kapitalerträge definiert würden. Das ist natürlich nicht möglich. Irgendwo muss der Staat ja seine Einnahmen generieren.

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ulmer_optimist 17.04.2018, 20:43
5. Schlecht verhandelt

Die IG Metall hat mal wieder über 4% herausgeholt und noch etliche andere Vergünstigungen. Während die Arbeitszeiten im öffentlichen Dienst nach wie vor bei zum Teil über 40 Stunden liegen, haben Metallangestellte längst die 4-Tage-Woche.
Es ist auch nicht zu verstehen, warum bei prall gefüllten öffentlichen Kassen der öffentliche Dienst immer noch zurückstehen soll, wie schon seit Jahren mit der Begründung, dass die Kassen ja so lehr sind. Insgesamt eine Farce...

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brotohnewurst 17.04.2018, 20:45
6. Stimmen die Zahlen

Bei Focus und anderen Medien sind die Zahlen 3.09 für 2019 und 1.06 für 2020. Die 3.9 für 2019 und 1.6 für 2020 wären ein Super Abschluss.
P.S.: Wo ist der Sockelbetrag für die Lohnerhöhung. Wollte da die Gewerkschaft etwa mit falschen Versprechungen das Fussvolk mobilisieren...

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iasi 17.04.2018, 20:45
7. die Einkommensschere öffnet sich immer weiter

Die prozentualen Einkommenssteigerungen bekommt den Geldbeuteln der hohen Tarifgruppen immer weit besser als denen der unteren Tarifgruppen. Weshalb nicht einfach mal eine allgemeine Erhöhung um einen für alle gleichen €-Betrag?
So freut sich der, welcher bisher 5000€ verdiente, nun über 159,50€ mehr, während der mit bisher 1000€ nur 31,90€ mehr verdienen wird - dann ist der Verdienstunterschied nicht mehr nur 4000€ sondern 4127,50€. Und ab 1.4.19 wird der Verdienstunterschied noch größer werden.
Aber nun rate mal, wer da verhandelt?

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G. Singer 17.04.2018, 20:49
8. Chance vertan!

Wenn in diesen konjunkturstarken Zeiten der öffentliche Dienst im Durchschnitt lediglich 2,9% Erhöhung des Entgeltes erhält, darf man sich nicht wundern, wenn dieses Ergebnis die Abwanderung von kompetenten Angestellten forciert.
Man erinnere sich an die ursprüngliche Forderung: 6% mehr Lohn, Laufzeit ein Jahr. Von 6% auf 2,9% runterhandeln lassen - ich muss sagen, damit hat Herr Bsirske seinen eigenen Abgang in die Wege geleitet. Ein Schlag ins Gesicht für jeden Angestellten im öD!

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84erstudent 17.04.2018, 20:55
9.

Und bei solchen Abschlüssen Wunder sich Verdi über ständig sinkende Mitgliederzahlen? Der Abschluss dürfte bei den meisten nichtmal den Verdi Jahresbeitrag abdecken...

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