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Einigung mit Gläubigern: Ukraine erreicht Schuldenschnitt
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Die Ukraine steht am Rande einer Staatspleite und braucht dringend ein milliardenschweres Hilfspaket. Der IWF hat dafür Schuldenerleichterungen zur Bedingung gemacht. Dem stimmten die Gläubiger jetzt zu.

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-su- 27.08.2015, 17:41
30.

Zitat von Hamstedt
Der "Rechte Sektor" hat bei der letzten Parlamentswahl 1,8% der Stimmen erhalten. Ich würde einfach mal frei raus behaupten, dass das nicht reicht, um "das Sagen" zu haben. Nebenbei bemerkt existiert in der Ukraine ein kriegerischer Konflikt, der bisher über 6000 Menschen das Leben gekostet hat und den wichtigsten Wirtschaftsfaktor der Ukraine - die Stahlindustrie - zu einem erheblichen Teil lähmt. Ihr Kommentar ist dermaßen falsch auf so vielen Ebenen, dass der Platz hier vermutlich gar nicht ausreicht, um Ihnen sämtliche Unterschiede zwischen der finanziellen Situation Griechenlands und der Ukraine aufzuzählen. Eins steht jedoch fest: Es hat (fast) nichts damit zu tun, wer diese beiden Länder regiert.
Natürlich hat es damit zu tun wer da regiert. Tsipras hat man härter angefasst wie alle Vorgängerregierungen in Griechenland.

Porotschenko und sein Vorgänger Turtschinow, bekommen (ohne Kontrolle) Geld geschenkt. Lustigerweise ist gerade Porotschenko doch selbst ein Teil der Oligarchie in der Ukraine und der soll nun die Macht der Oligarchen einschränken. Der war in den letzten 10 Jahren doch selbst immer wieder in der Regierungsverantwortung. Da ist es doch lächerlich zu glauben, mit dem gibt es einen Neuanfang.

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nixkapital 27.08.2015, 17:42
31. ...

Zitat von Schönwetterfrosch
statt: ''Die Ukraine strebt ähnliche Konditionen für einen russischen Kredit über drei Milliarden Dollar an, der am 20. Dezember fällig wird.''
Hm, während man größtenteils Schaum vorm Mund hat, wenn Athen über die Nicht-Rückzahlung von Schulden räsoniert, ist hier natürlich alles anders.

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nixkapital 27.08.2015, 17:44
32. ...

Zitat von herzblutdemokrat
Ein richtiger Schritt, den ich komplett bejahe. Die Ukraine hat es nötiger als Griechenland. Ich traue den Ukrainern eher zu, dass sie etwas bewegen wollen, und nicht wie die Griechen weiter Party machen wollen.
Also - lieber Party, als Krieg. Wobei ich die Party in Griechenland auch noch nicht entdeckt habe. Aber vielleicht kann ich den Stammtisch einfach nicht richtig verstehen....

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lupenreinerdemokrat 27.08.2015, 17:45
33.

Zitat von Hamstedt
Der "Rechte Sektor" hat bei der letzten Parlamentswahl 1,8% der Stimmen erhalten. Ich würde einfach mal frei raus behaupten, dass das nicht reicht, um "das Sagen" zu haben. Nebenbei bemerkt existiert in der Ukraine ein kriegerischer Konflikt, der bisher über 6000 Menschen das Leben gekostet hat und den wichtigsten Wirtschaftsfaktor der Ukraine - die Stahlindustrie - zu einem erheblichen Teil lähmt. Ihr Kommentar ist dermaßen falsch auf so vielen Ebenen, dass der Platz hier vermutlich gar nicht ausreicht, um Ihnen sämtliche Unterschiede zwischen der finanziellen Situation Griechenlands und der Ukraine aufzuzählen. Eins steht jedoch fest: Es hat (fast) nichts damit zu tun, wer diese beiden Länder regiert.
Vielleicht wissen Sie es ja einfach nicht, weil sie zum Thema Ukraine null Ahnung haben, vielleicht haben Sie es auch einfach mal im Eifer des Gefechts vergessen:

die Ukraine hatte schon Jahre vor dem Ukrainekonflikt nicht einmal das Geld, marktübliche Preise für ihr von Russland geliefertes Gas zu zahlen und klaute einfach für andere Länder bestimmtes, welches durch das Transitland Ukraine geleitet wurde.

Vielleicht sollte der Schoko-Milliardär auch einfach mal den rechten Sektor zum Teufel schicken und nach einer Lösung auf friedlichem Weg mit den ostukrainischen Freiheitskämpfern suchen. Aber das Problem dürfte sein, dass die rechte Terrorbande mit den SS-Zeichen auf ihren Fahnen sich nicht mehr ohne Lebensgefahr für die Kiewer Dilettantentruppe zum Teufel schicken lässt!

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nixkapital 27.08.2015, 17:46
34.

Zitat von muellerthomas
Um zunächst einmal Ihre Frage nach dem "wieso auch nicht" zu beantworten: Weil es sich um ukrainisches Territorium handelt und Russland damit mehr oder wengier direkt die territoriale Integrität eines souveränen Staates in Frage stellt. Und Russland hat so viel Militär an der Grenze stehen? Wenn die NATO auch nur andenkt, Militärgerät in Grenznähe zu bringen, ist das doch gleich eine Provokation...
Wäre das nicht auch der Fall, wenn Russland Militär in Mexiko oder Kanada stationieren würde? Rein hypothetisch, aber trotzdem nachdenkenswert.

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felixfeldthoff 27.08.2015, 17:47
35. Satire

Zitat von herzblutdemokrat
Ein richtiger Schritt, den ich komplett bejahe. Die Ukraine hat es nötiger als Griechenland. Ich traue den Ukrainern eher zu, dass sie etwas bewegen wollen, und nicht wie die Griechen weiter Party machen wollen.
Satire bitte als solche kennzeichnen sonst könnte noch jemand auf die Idee kommen Sie meinten das ernst was Sie geschrieben haben.

Nur mal so nebenbei, auf dem Korruptionsindex 2014 steht die Ukraine auf Rang 142, Griechenland auf 69.
Von all seinen Versprechen haben Poroschenko und Jazenjuk bisher so gut wie kaum etwas umgesetzt.
In punkto lehrer Versprechen hinken sie sogar den Griechen hinterher.

Von den 40 Milliarden werden 10 für Waffen ausgegeben, 10 wandern in die Taschen von Poroschenko und seinen Kumpels und die anderen Milliarden versacken irgendwo im Land.

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Schönwetterfrosch 27.08.2015, 17:50
36. 1,8% sind lächerlich als grund

Zitat von ulrich-lr.
Mit 1,8% der Stimmen kann man nicht regieren in einer Demokratie. Doch hier geht's um die Ukraine. Man kann nämlich die Politik damit maßgeblich beeinflussen. Denn die Rechtsextremisten sind bewaffnet und marschieren (nicht nur) durch Kiew, setzen die Regierung und Parlament regelmäßig unter Druck. Im Osten lassen sie sich nicht unter Kontrolle halten und sorgen zuverlässig dafür, dass die Zahl der toten Zivilisten weiter wächst. Der Schuldenschnitt ist völlig belanglos. Mit den 20% ist es keineswegs getan. Das war nur der erste Schritt. Das Geld ist weg. Alles Kosmetik. Die berühmten 40 Mrd. werden ja auch nicht gewinnbringend investiert, sondern werden bloß die laufenden Kosten decken und in den Taschen der Oligarchen verschwinden. Will sagen, die 40 Mrd. sind ebenfalls so gut wie verloren.
der von der russischen Propaganda genannt wird, um die Krim zu annektieren und in der Ostukraine mit russischen Truppen einzumarschieren.

die zahl der 6000 toten und der Abschuss einer zivilen linienmaschine gehen direkt auf das Konto der russischen Armee. alles andere ist nur russische propagandakosmetik

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irobot 27.08.2015, 17:50
37. Hinweis

für die, die es noch nicht wissen. Griechenland hatte bereits einen Schuldenschnitt, 107 Mrd. Euro.

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Schönwetterfrosch 27.08.2015, 17:51
38. nicht nur an der grenze

Zitat von muellerthomas
Um zunächst einmal Ihre Frage nach dem "wieso auch nicht" zu beantworten: Weil es sich um ukrainisches Territorium handelt und Russland damit mehr oder wengier direkt die territoriale Integrität eines souveränen Staates in Frage stellt. Und Russland hat so viel Militär an der Grenze stehen? Wenn die NATO auch nur andenkt, Militärgerät in Grenznähe zu bringen, ist das doch gleich eine Provokation...
in der ostukraine kämpft die russische Armee, ohne Abzeichen wie bei der krim-anexxion

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lupenreinerdemokrat 27.08.2015, 17:53
39.

Zitat von herzblutdemokrat
Ein richtiger Schritt, den ich komplett bejahe. Die Ukraine hat es nötiger als Griechenland. Ich traue den Ukrainern eher zu, dass sie etwas bewegen wollen, und nicht wie die Griechen weiter Party machen wollen.
Ihre naive Meinung in Ehren, aber in der Wirklichkeit liegt diese leider komplett daneben.
Den ukrainischen Oligarchen das Geld hinterher zu werfen, ist das in politischer, wie auch ökonomischer Sicht dämlichste, das die EU tun könnte.
Stattdessen wäre es im Fall Griechenlands der einzig richtige Schritt gewesen.
Aber dass die Dummheit unendlich ist, wusste schon Einstein und die Politik der letzten 20 Jahre liefert fast täglich Belege, dass Einstein noch stark untertrieben hat.

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