Forum: Wirtschaft
Einigung zum Einwanderungsgesetz: Eine Spur von Spurwechsel
DPA

Wie mit Asylbewerbern umgehen, deren Antrag abgelehnt wurde - die aber gut integriert sind und Arbeit haben? Das war ein Streitpunkt der GroKo - jetzt hat man sich geeinigt. Worauf genau?

Seite 1 von 5
Harald Schmitt 02.10.2018, 15:02
1. Niedroglohndrückerei

Als wenn die Menschen übers Mittelmeer flüchten um dann im Minijobsektor für 450€ zu Arbeiten als "Fachkräfte", wo deutsche und sogar osteuropäer Arbeiter keinen Sinn mehr sehen bei der Lohndrückerei mitzumachen.
Von besseren Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen sieht man kaum was trotz anscheinend um sich greifendem Fachkräftemangel!
im Osten sind die Löhne noch nicht auf Westniveau und auch im Westen ist nichts von steigenden Löhnen zu sehen. In der Kantine hier sind auch ständig wechselne Minnijobber als Köche mit der entsprechenden niedirgen Qualität.
Ryanair geht sogar aus Deutschland weg, wenn mal jemand bessere Arbeitsbedingungen fordert, so sieht also Fachkräftemangel aus!
Da sollen jetzt noch Bäcker und Köche mit den Einwanderen aus nicht EU Staaten konkurieren um die niedrigsten Löhne? Gibt aj nicht mal flächendeckende Tariflöhne! So verhindert man keine Altersarmut und die mieten in München kann auch ein Einwanderer mit Niedriglohn nicht bezahlen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
konrad3416 02.10.2018, 15:07
2. Bankrotterklärung des Rechtssaates...

Nun erhält also die illegale Einreise durch unsere Regierung Absolution. Zukünftig gilt also nur noch das Recht des Stärkeren und wer es bis nach Deutschland geschafft hat darf defakto bleiben. Durch diese Regelung hängt nicht nur der Lebensunterhalt an der Arbeitstelle sondern auch noch der Aufenhaltstatus. Das ist das Tor zum modernen Sklaventum.
Die Mafia reibt sich die Hände und plant schon einmal die Scheinarbeitsplätze, die jungen Männer werden ihre Einnahmen aus anderer Quelle gerne für diesen Aufenthaltstatus ausgeben. Mit dieser Regierung können die extremen Kräfte nur gewinnen, sie müssen noch nicht einmal etwas dafür tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Rheinanwohner 02.10.2018, 15:11
3.

Dann geht die Lohndrückerei also in eine neue Runde. Sehr schön. Immer weiter auf dem Holzweg. Da ist man zwar ausreisepflichtig, kann sich aber durch einen Job als Werbeheftchenausträger für den Supermarkt um die Ecke retten. Nicht zu glauben! Spricht sich bestimmt auch nicht herum. Auf die nächsten Prognosen für die SPD bei der Sonntagsfrage freue ich mich schon jetzt. Bye Bye Genossen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
larsmach 02.10.2018, 15:15
4. Antrag auf Migration hat nichts mit Aufenthalt zu tun!

Wer einen ordentlichen Antrag auf Migration stellt, kann dies von jedem Ort der Welt tun: Wir haben Botschaften, die manchmal viel zu selten aufgesucht werden (mit der Folge meist lebensgefährlicher illegaler Migration ohne sichere Aussicht auf Bleiberecht und berufliche Perspektive). Ich sehe keinen Grund, die Möglichkeit solcher Anträge von irgendetwas abhängig zu machen; natürlich kann jemand ungeplant seine Heimat verlassen (z.B. wg. Krieg; zeitlich beschränkter Schutz gem. Genfer Konvention) und sich dann im Nachhinein entscheiden, einen Antrag auf Migration in ein Land zu stellen. Wohlmöglich sollte man wenig Aufheben darum machen: Wer einen Asylantrag stellt, mag kurz danach auch einen Antrag auf Migration einreichen - der dann völlig unabhängig zu prüfen ist! Zwischenzeitlich kann dann wegen des abgelehnten Asylantrags sogar eine Ausreise nötig sein, bevor wohlmöglich später der Migrationsantrag genehmigt wird. Wozu dieses Gerede von "Spurwechsel"!?? Warum muss hierzulande immer alles kompliziert sein!? Solange eine Migration bürokratisch nicht abgeschlossen ist, ergibt sich allein aus deren Antrag kein Aufenthaltsrecht. Wir haben das Visa-Verfahren usw. für ordentliche Aufenthaltsgenehmigungen u.v.m. - das ist alles schon vorhanden und eingespielt!
Zwei meiner Bekannten aus Ghana haben ordentliche Anträge auf Einreisen gestellt - in die angebliche "Festung Europa". Sie haben ihre Papiere nebst Unterlagen zu ihren Ausbildungen (Ärztin, Ingenieur) eingereicht, um in Großbritannien ein Aufbaustudium zu absolvieren bzw. in Deutschland Fachingenieur (Bauleiter) für Windkraftanlagen-Fundamente zu werden. Das Ende 2017 in Ghana eröffnete Beratungszentrum für Migration war dabei ein wichtiger Schritt, um Menschen mit ungünstigen Voraussetzungen auch Alternativen zu (illegaler) Migration aufzuzeigen (z.B. Weiterbildung vor Ort - dadurch höherer Lebensstandard im Heimatland!) - hier wäre Augenmerk auf solche Projekte gefragt als Debatten über "Spurwechsel" zu führen. Europa ist offen, und es profitiert seit Jahrhunderten von Migration - vor allem umso besser, je geregelter diese abläuft!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Brain 02.10.2018, 15:15
5. Gewollter Umbruch..

in unserer Gesellschaft. Handwerksbetriebe bis zu großen Unternehmen wollen für geleistete Arbeit immer weniger bezahlen. Daher versucht man nun im großen Stil ausländische Fachkräfte - ohne vergleichbare Ausbildung wie in Deutschland - anstatt den Deutschen "zu teuren" Mitarbeitern zu beschäftigen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wahrsager26 02.10.2018, 15:17
6. Na ja!

Mich hätte es auch nicht gewundert,würden alle da bleiben.Aber es drängt sich schon wieder eine Frage auf: Wenn sich die Person eigentlich nicht hier aufhalten darf,soll von mir aus eine Ausbildung erfolgen mit der Maßgabe , eines Tages zurück gehen zu müssen( auch zum Wohle des Heimatlandes) .Wir sollten mal über unsere Begehrlichkeiten nachdenken, denn langfristig nehmen wir anderen Ländern die 'Intelligenzia' weg! Außerdem kann es nicht schlecht sein Flagge zu zeigen-nicht jeder kann hier aufgenommen werden( sonst könnte man sich den ganzen Zinnober sparen!) Danke

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xenia1978 02.10.2018, 15:18
7. Spurwechsel

Gut , dass man sich noch vor der Wahl geeinigt hat.
Die Wähler werden es den Politikern sicherlich danken.
Es könnte sein, dass es danach viele traurige Gesichter geben wird, die erklären, man wüßte nicht, was man falsch gemacht hätte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dweik01 02.10.2018, 15:20
8. Ich verstehe die Debatte nicht!

Vor allem nicht in der CDU. Das ist fadenscheinig. Erst alle reinlassen, dann den Harten geben und den Spurwechsel ablehnen? Wie doof darf Politik sein? Gibt's da keinen Straftatbestand?
Trotz meiner offenen Sympathien für die AFD bin ich eindeutig für einen Spurwechsel! Wieso sollen ausgerechnet diejenigen abgeschoben werden, die sich tatsächlich frei integrieren und selbständig für sich sorgen? Diese abzuschieben träfe 1. die Falschen und 2. würden die anschließend ohnehin meistens nicht abgeschoben werden und uns dann 3. genauso wie die Übrigen nicht Integrationswilligen dauerhaft auf der Tasche liegen. Wie irrsinnig darf eine Regierungspartei sein? Erst wenn Abschiebungen konsequent und nachhaltig und vor allem in großer Zahl möglich wären, könnte es sinnvoll sein, den Spurwechsel abzulehnen. Keine Sekunde früher. Das ist mit der CDU unmöglich, mit Merkel sowieso und auf absehbare Zeit (Jahre). Da ist es mir lieber die integrierten Migranten als Vorbild für die anderen hier zu behalten und gleichzeitig ein Anreizsystem zu schaffen, daß sich die übrigen geduldeten ebenso integrieren. Davon haben alle was. Die Migranten sind nun mal hier (auch wenn ich das kritisch sehe und gerne anders hätte) und sie werden nicht automatisch und von alleine verschwinden, schon gar nicht diejenigen die als Wirtschaftsmigranten unser Rechtssystem unterwandern. Also macht doch bitte das Beste draus, statt die abzuschieben die hier etwas leisten und damit nur diejenigen hierzubehalten, die diesen Staat nur unterwandern und ausnehmen wollen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
daktaris 02.10.2018, 15:23
9. Windhundverfahren?

Dieser Spurwechsel ist eine einzige Farce. Wer zuerst kommt malt zuerst? Ich bin entschieden gegen die nachträgliche Rehabilitierung und das Umkehren von rechtsstaatlichen Prinzipien aus billigen Profit-Gründen zu Gunsten der Industrie. Wer entscheidet denn objektiv, wer sich gut integriert hat. Ist ein einfacher Arbeitsplatz Nachweis guter Integration? Wohl kaum oder. Viele Erdogan Wähler sind gutes Beispiel, dass ein Job noch keine Integration bedeutet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 5