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Einkaufsbummel mit der App: Scannen statt schleppen: Wie die Otto-Tochter Bonprix das
bon prix

Einkaufen im Laden nur per Smartphone: So will der Modehändler Bonprix Online- und Offline-Welt verbinden. Doch wollen die Kunden das auch? Einzelne Ideen sind bei anderen Unternehmen bereits gefloppt.

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varphi 12.02.2019, 14:21
10. Das klappt

Bei unserer rostigen Generation X minus nicht. Die haben zu viel Angst vor Datenklau, lieben Bargeld, und neue Dinge sind sowieso nicht ihr Ding. Diesel ist das schon besser. Den kennt man.

- ich finde es eine gute Idee!

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matthyk 12.02.2019, 14:22
11. Der einzige echte Vorteil, den ich hierbei erkennen kann...

...ist das Bezahlen ohne Warteschlange. Das ist tatsächlich nicht mehr zeitgemäß - obwohl derzeit im Einzelhandel noch weit verbreitet.
Alles andere hört sich eher nach zusätzlicher Verkomplizierung - bestenfalls netter Spielerei - an, die der Kunde aber letztendlich auf die ein oder andere Weise mitbezahlen werden muss. Außerdem gilt es dabei zu bedenken, dass die gefühlte Wahrnehmung manchmal ganz anders sein kann, als eine rein rechnerische: Wenn ein Kunde z.B. 2 Minuten auf das System oder einen Mitarbeiter warten muss, wird ihm das immer viel, viel länger vorkommen, als wenn er den gleichen Vorgang innerhalb von 3 Minuten selbst erledigen würde (z.B. Kleidungsstück in anderer Größe raussuchen).

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Leser161 12.02.2019, 14:32
12. Und wo ist mein Vorteil?

Das das für Bonprix besser ist. Schon klar. Aber wo ist der Vorteil für den Kunden? On- und Offlineeinkauf haben beide Vor-und Nachteile. Bonprix bringt mit dem neuen Modell beide Nachteile zusammen.

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kolybri 12.02.2019, 14:32
13. so ein Quatsch

Ganz ehrlich, was soll daran neu sein.. Dass die Verkäuferin jetzt im Hintergrund hin - und herhecheln muss, damit der Interessent seine Klamotten in die Umkleide bekommt? Dann doch lieber das persönliche Gespräch mit dem/der Angestellten im Vordergrund, die bringen manchmal gerne auch andere Stücke mit, ohne umständliches Scannen.
Und - auch ganz ehrlich - die Gratis-Plörre von Kaffee kann man sich in den allermeisten Fällen auch sparen. Da geh ich lieber ins Lavazza nebenan in der Zeit und genießte meine Kaffee und meinen - noch persönlich- getätigten Einkauf.

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seikor 12.02.2019, 14:52
14. '"In der Theorie klingt das gut."

Widerspruch: die Theorie klingt grauenvoll. Wahrscheinlich liefert die Bonprix-App dann noch zig Vorschläge, um andere Ladenhüter an die Person zu bringen. Ohne mich.

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lg73 12.02.2019, 15:38
15. Offline

Wenn ich in einen Laden gehe, will ich ja gerade das Gedaddel mit dem Smartphone und Internet nicht - sonst kann ich gleich Online bestellen. Und ich möchte auch nichts nach Hause geliefert bekommen und von irgendwelchen Quarkfilialen und Poststationen abholen. Schlechtes Beispiel ist z.B. Decathlon - alles vernetzt und wenn der Server offline ist geht auch in der Filiale kaum etwas.

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medhusahh 12.02.2019, 16:32
16.

Zitat von Msc
Wodurch profitiert der Onlinehandel gegenüber dem traditionellen Laden? Richtig, keine Läden. Keine Mieten, kein Verkaufspersonal, keine Wartung, kein Aufräumen und Saubermachen, keine Öffnungszeiten. Wieso man all diese Kosten jetzt wieder einführen will, um Profit zu steigern, erschließt sich mir nicht.
Keine Läden heisst nicht, keine Kosten.

Komplexe Warenlogistik, Kommissionierung auf Einzelauftragsebene, Retourenhandling, Zahlungsabwicklung und die Administration des Onlineshops. Die Kosten im Online-Handel sind nicht unbedingt geringer, nur komplexer.

Die Otto Gruppe muss mit dem BonBrix Multichannel-Piloten keinen Gewinn erwirtschaften. Das ist eine Studie, ein Experiment um Erfahrungen zu sammeln und zu sehen, welche Funktionalitäten Potential haben, eine weitere Entwicklung wert sind.

Der Vorteil ist, dass BonPrix nicht jedes Teil in den Laden hängen muss, sondern nur EIN Referenzstück. Wenn ein Kunde dies anprobieren will, fordert er es in seiner Grösse / Farbwunsch an. Dazu können per App passende Teile vorgeschlagen werden, die wenn gewünscht mit in die Kabine kommen. Und wie im Artikel erwähnt, falls etwas nicht passt, kann direkt eine andere Grösse in die Kabine bestellt werden - perfekt. Ich muss als Kundin nicht mehr zwischen den Kleiderständern rumschleichen und suchen. Und man nutzt das Potential der OnlineKunden, die in den Laden zur Abholung kommen um ihnen gleich noch andere Artikel anzubieten.

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streckengeher 12.02.2019, 16:36
17. Lose-Lose-Konzept

Es wird also einer der größten Nachteile des Onlineshoppings (fehlende menschliche Beratung) mit den Nachteilen des stationären Handels (kleine Auswahl, man muss hinlatschen und hat Öffnungszeiten) verbunden. Klingt wie ein erfolgversprechendes Konzept. Die beiden Typen, die sich das ausgedacht haben, würde ich sofort feuern.

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PRAN1974 12.02.2019, 17:51
18.

Schöne Sache, den Laden aufgeräumter zu gestalten, weil nicht alle Größen rumhängen und Platz verbrauchen, und den Service mit der Kabine anzubieten. Darüberhinaus sehe ich jedoch keinen großen Mehrwert im Vergleich mit konventionellen Läden. Die Auswahl eines Onlineshops kann man mit nur 350 Artikeln auch nicht bieten.

Für Technik wie die smarten Spiegel könnte ich mir durchaus eine Zukunft vorstellen, aber es muss natürlich einwandfrei designt sein und funktionieren. Wenn es nur als Showeffekt in einzelnen Läden eingesetzt wird und noch ein Mitarbeiter erklärend daneben stehen muss, bleibt es für die Kunden eine unnütze Spielerei.

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