Forum: Wirtschaft
Einkommensgewinne seit 1991: Gutverdiener hängen den Rest Deutschlands ab
imago images / Stefan Zeitz

Vom Aufschwung der vergangenen Jahre haben vor allem diejenigen profitiert, die ohnehin schon ein hohes Einkommen beziehen. Das zeigt eine neue Untersuchung. Und: Die Ungleichheit wächst auch zwischen den Generationen.

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unllenker 07.05.2019, 11:02
1. Oder

Einfach mal die Löhne erhöhen?

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dancar 07.05.2019, 11:06
2. teilweise sind die Ursachen hausgemacht

wenn man Löhne und Gehälter prozentual (= exponentiell) erhöht, sollte man sich nicht wundern, dass die Schere immer weiter auseinander geht; dies ist simple Zinzeszinsrechnung.
Es will nur niemand in den Gewerkschaften und Parteien verstehen, dass nur eine identische absolute Erhöhung quasi für alle ERA-Stufen, z. B. EUR 100,- im Monat zusätzlich für ALLE, die Schere nicht mehr weiter auseinander gehen lassen würde. Diese Maßnahme wäre auch nicht ungerecht, da die unterschiedlichen Leistungen und somit Vergütungen bereits in den ERA Stufen hinterlegt sind.
Aktuell wachsen die hohen Gehälter immer schneller an - wegen Erhöhung mit Prozentsätzen.

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ollimorp 07.05.2019, 11:07
3. So so, die "Gut"-Verdiener..

.. hängen den Rest von Deutschland ab. Werden "wir" "Gutverdiener", die wie ich z.B. trotzdem kein Wohneigentum besitzen, jetzt also auch schon von der Mittelschicht herausgenommen und in einen Topf mit (Spitzen-) Managern geworfen?

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Cannonier 07.05.2019, 11:08
4. Schönes Symbolbild

Es gibt kein exklusives Recht auf einen Ferrari. Also entweder enteignen oder sharen. Ihr Reichen habt die Wahl :)
So stellt sich die SPON Redaktion das doch sicher vor, angesichts der reisserischen Ueberschrift.
Auf in den Klassenkampf! Die denkfaulen Leistungsverweigerer können es nicht ertragen wenn jemand Geld tatsächlich für seine Arbeitsleistung verdient. Weshalb sollte ein Sozialpädagogik-Studienabbrecher und Klangschalentherapeut weniger verdienen als ein Zahnarzt oder Kryptologe? Das ist ungerecht.

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Cannonier 07.05.2019, 11:10
5. Schönes Symbolbild

Es gibt kein exklusives Recht auf einen Ferrari. Also entweder enteignen oder sharen. Ihr Reichen habt die Wahl :)
So stellt sich die SPON Redaktion das doch sicher vor, angesichts der reisserischen Ueberschrift.
Auf in den Klassenkampf! Die denkfaulen Leistungsverweigerer können es nicht ertragen wenn jemand Geld tatsächlich für seine Arbeitsleistung verdient. Weshalb sollte ein Sozialpädagogik-Studienabbrecher und Klangschalentherapeut weniger verdienen als ein Zahnarzt oder Kryptologe? Das ist ungerecht.

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Ein_denkender_Querulant 07.05.2019, 11:12
6. Wir haben es uns auch verdient!

Anstatt auf die Leistungsträger zu hauen, sollte man dankbar sein, dass eine kleine Gruppe Menschen weiterhin 60h Arbeitswochen hat und damit sehr viel für diese Republik tut. Jedem steht es frei, zu studieren, hart zu arbeiten und sich in den Raubtierkäfig des höheren Managements zu begeben.

Wollen Sie nicht? Warum wohl nicht? Weil die wenigsten den Stress aushalten.

Wo wären wir heute, ohne gute Manager wie Winterkorn, der VW quasi gerettet hat, wo ohne die tausenden von Bänker, die wichtige Analysen erstellen, um anderen Produkte anzudrehen, die wertlos sind, wie sollte unser Hauskauf ohne einen Notar ablaufen, der für ein paar Standardformular nur 2% des Kaufpreises bekommt, usw.

Wir müssen unsere Gutverdiener hegen und pflegen, sonst wandern sie in einer globalisierten Welt ab.

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jupp78 07.05.2019, 11:13
7.

Dass hohe Einkommen die stärksten Zuwächse haben und niedrige Einkommen eher wenig, liegt allerdings schlicht und einfach auch an der Systematik mit der hier ermittelt wird. Denn wer große Zuwächse in der Vergangenheit beim Einkommen hatte, wird heute eher einkommensstark sein, wer verloren hat, der wird eher einkommensschwach sein.

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Haarfoen 07.05.2019, 11:15
8. Ja ... "die Politk müsste etwas dagegen tun" ...

Tut sie aber nicht, Armut gehört zum neoliberalen Kalkül. Je mehr "Wettbewerb" in den den unteren Schichten, umso mehr prekäre Verträge und das Potential zur optimierten Ausbeutung. Schon die Einführung eines Mindestlohnes wurde mit seitens der Industrie und der Konservativen mit Untergangshysterie garniert. "Arbeit schützt vor Armut nicht" - schön, dass das auch ganz klar formuliert wurde. Während eine privilegierte Schicht von Mieten, Dividenden, Erbschaften und Rendite in einer (meist unverdienten) Komfortzone lebt, schuften andere ohne Hoffnung auf einen kleinen Wohlstand. Wenn wir den sozialen Frieden sichern wollen, müssen wir ab jetzt bei den Reichen absaugen und umverteilen. Die Reichen werden panisch aufschreien und den Untergang beschwören, sie werden es aber überleben.

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bernhard.geisser 07.05.2019, 11:17
9.

Problem ist nicht unbedingt das durchschnittliche Haushaltseinkommen, das Haushaltsbudget erlaubt weit mehr Konsum als das CO2-Budget zulassen würde. Problem ist das fehlende Geld für nachhaltige Infrastruktur. Die Wirtschafts-Profiteure müssten massiv mehr dem Staat abliefern für eine Infrastruktur die allen zugute kommt. Und - jetzt kommt das wesentliche - die Reichen können sich durch Wohnsitzverlegung leicht dem Steueramt entziehen, weshalb man umgehend alle Deutschen Staatsbürger unabhängig vom Wohnsitz (analog zu den USA) für steuerpflichtig in Deutschland erklären müsste.

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