Forum: Wirtschaft
Einkommensgewinne seit 1991: Gutverdiener hängen den Rest Deutschlands ab
imago images / Stefan Zeitz

Vom Aufschwung der vergangenen Jahre haben vor allem diejenigen profitiert, die ohnehin schon ein hohes Einkommen beziehen. Das zeigt eine neue Untersuchung. Und: Die Ungleichheit wächst auch zwischen den Generationen.

Seite 11 von 40
keine-#-ahnung 07.05.2019, 12:24
100. "Sowas kann nur jemand schreiben ...

Zitat von Brinke
Laut den Kommentaren hier ist jeder der nicht wohlhabend oder reich ist denkfaul und Leistungsverweigerer. Sowas kann nur jemand schreiben der mit einem goldenen Löffel im Maul geboren ist. Verdiene selber gut, komme aber aus einem armen Haushalt und nein meine Eltern waren weder Denk-faul noch Leistungsverweigerer sondern haben ihr leben lang für wenig Geld geschuftet. Wann kapieren die Menschen endlich, dass nicht jeder Manager oder Chirurg sein kann, die Welt braucht auch Busfahrer und KFZ Mechaniker und es gibt auch viele viele Schicksale im Leben, die es Menschen extrem erschweren Karriere zu machen. Super auch der Kommentar: wer nicht Manager ist hat es sich so ausgesucht oder ich gehöre zu den Topverdienern aber ich, armes ich, habe trotzdem kein Wohneigentum...kriegt man wirklich Mitleid..nur nicht wegen des fehlenden Wohneigentums sondern dem Mangel an viel essentielleren Dingen wie Empathie z.b.
... der mit einem goldenen Löffel im Maul geboren ist."

Sorry, aber da packt mich ein Würgereiz, wenn ich sowas lese ... Ich habe die Wende mitten im Studium erlebt, meine Eltern hatten vermutlich noch weniger "Rücklagen" als die Ihren, und die sind durch passagere Arbeitslosigkeitsphasen rasch aufgebraucht gewesen.

Ich bin dann mit einem Bafög-bedingtem Negativvermögen als Arzt im Praktikum ins Berufsleben gestartet, Nettoverdienst damals um die 1.000 DM. Als Assistent dann ein recht ordentliches Gehalt, als Oberarzt schon ein ganz ordentliches und in der Niederlassung verdiene ich noch deutlich besser. Nach 6 Jahren Studium, 6 Jahren Facharztausbildung und 2 Jahren für die Subspezialisierung.

Vorteile: grosses Haus mitten in der City am Stadtpark, dicker Kombi mit Stern auf Haube, keine finanziellen Sorgen.

Nachteile: eine 60-Stunden-Woche ist für mich fast eine Entspannungsphase, mehr als drei Wochen Urlaub p.a. gab und gibt es nicht, meine Sozialbeiträge muss ich komplett selber tragen, das Finanzamt will auch immer mehr Kohle sehen. Ich verantworte den Lebensunterhalt meiner Mitarbeiterinnen. Und btw: mittlerweile bin ich Mitte 50 und habe in meinem Leben nicht einmal 10 Länder aus privater Intention besucht.

Ich brauche nicht alle zwei Jahre eine neues smartphone, nutze prepaid für 7,99 Euro im Monat, zahle nicht für irgendwelches netflixx & Co. - Gedöhns, meine Fernseher hängen im Schnitt 8 Jahre an der Wand etc.pp.

Und mir geht dann tatsächlich die "Empathie" ab, es bedauerlich zu finden, dass eine Friseuse nach zwei Jahren Ausbildung und einer geregelten Arbeits- und Urlaubszeit mit deutlich weniger Berufsverantwortung auch deutlich weniger Geld verdient. Eventuell fehlt mir auch einfach nur die Zeit für's "Empathische" ...??

Beitrag melden
godfader 07.05.2019, 12:24
101. Die Einkommen sind exakt so verteilt

wie auch der IQ in der Bevölkerung verteilt ist. Und Einkommen korreliert sehr stark mit der Intelligenz der Bürger. Daran kann Vater Staat auch durch noch so viele neue Steuergesetz- und Umverteilungswahn nicht viel ändern.

Beitrag melden
josho 07.05.2019, 12:24
102. Das wäre alles nicht der Rede wert.....

.....wenn in den letzten 20 Jahren nicht eine Partei mitregiert hätte, die sich SPD nennt und sich eigentlich die genau gegenteilige Entwicklung auf die Fahnen schreibt und durch Herrn Kühnerts Thesen jetzt aus dem Tiefschlaf geweckt wurde. Aber die Parteispitze verbittet sich ja eine solche Diskussion. Und beim Wähler hat die Partei ohnehin jede Glaubwürdigkeit verspielt. Da wählen die Betroffenen jetzt eher AfD - traurig, aber wahr.

Beitrag melden
nyiragongo 07.05.2019, 12:25
103. schizophren

Es ist leider gerade zu schizophren, wie wir alle denken und agieren. Auf der einen Seite das Thema Artensterben und Konsumverzicht und auf der anderen Seite die Forderung nach noch mehr Geld und noch mehr Möglichkeit der Teilhabe für alle. Damit wirklich auch noch der allerletzte Hab- und Kannichts auf der Aida debile Selfies machen und zuhause noch mehr Plastik- und Elektroschrott ansammeln kann. Sind eigentlich die Züge, die S-Bahnen, die Städte, die Flughäfen noch nicht genug verstopft? Und muss es wirklich ein großes Stück Fleisch für jeden an jedem einzelnen Tag sein? Und nun erzählt mir nicht, dass Einkommensgewinn in den unteren Gesellschaftsschichten hauptsächlich für kreatives Basteln und Volkshochschulkurse verwendet wird.

Beitrag melden
ItchyDE 07.05.2019, 12:25
104.

Zitat von Elrond
Könnte dieses geld nicht besser in techologische Forschung bei BMW gesteckt werden oder alen Mitarbeter*innen zugzte kommen. Man kann doch nicht ernsthaft glauben, dass sie auf das geld angewiesen sind. Dies ist ein Beispiel von vielen. Was will man mit all dem Geld?
BMW investiert jedes Jahr ca. 7 Mrd. Euro in Forschung & Entwicklung und schüttet ca. 1 Mrd. Euro an die Mitarbeiter als Erfolgsbeteiligung aus. Dazu kommen noch die Dividenden für Mitarbeitervorzugsaktien, für diese habe ich gerade keine Zahlen parat. Weiterhin gibt es bei BMW eine Betriebsrente und weitere Angebote zur Altersvorsorge.

Da hast Du Dir leider das falsche Unternehmen als Beispiel ausgesucht. Gibt aber natürlich sehr viele Firmen, die sich seit Jahren erfolgreich gegen Tarifverträge und betriebliche Mitbestimmung wehren. Die großen Automobilhersteller gehören aber allesamt nicht dazu.

Beitrag melden
Kucker 07.05.2019, 12:25
105. Es gibt scheinbar viele gute Mathematiker

hier im Forum. aber offensichtlich nur wenige, die schon mal eine Schere in Händen hielten. Wenn der Abstand zwischen zwei festen Punkten auf je einer Schneide - etwa hier: ich und drüben: mein Chef - sich vergrößert, dann öffnet sich die Schere. Und dieser Abstand wird absolut (in diesem Fall: in Euro) gemessen und nicht in Prozent. Die Abkehr von durchgängig prozentualer Erhöhung bei Lohn und Rente dürfte also tatsächlich das Öffnen einer sozialen Schere verlangsamen. Es ist dies zwar nicht die Hauptursache, wäre aber immerhin ein erster Schritt.

Beitrag melden
joke61 07.05.2019, 12:25
106.

Zitat von derleibhaftige
Nur leider analysiert der Artikel nicht genauer, was man im Jahr 1995 von den durchschnittlichen 18.000 Euro kaufen konnte und was man im Jahr 2016 von den 20.000 Euro Median Haushaltseinkommen pro Jahr noch kaufen kann. Da ich beide Zeiten erlebt habe weis ich allerdings auch noch, wie man im Jahr 1995 mit 18.000 Euro in einem Haushalt noch gut und gerne leben konnte, während im Jahr 2016 mit 20.000 Euro davon keine Rede mehr sein kann. Denn die Preise für sämtliche Konsumgüter und Dienstleistungen, die man davon kaufen könnte, haben sich leider weit deutlicher erhöht in diesen 21 Jahren. Unter dem Strich hat dieser Median-Haushalt damit also leider preisbereinigt auch erheblich weniger Kaufkraft als im Jahr 1995.
Korrekt erkannt. Nur, leider wird hier nicht nur das in den Warenkorb gelegt, was man wirklich zum Leben braucht (Wohnraum, Strom, Heizung, Lebensmittel etc.), sondern eben auch recht viel Unsinn, der die Inflationsrate deutlich senkt! Das von den Betroffenen sich kaum noch einer solche Dinge leisten kann, fällt da glatt mal hinten runter!

Beitrag melden
mlarsen 07.05.2019, 12:26
107.

Zitat von antelatis
Genau! Krankenschwestern, Pfleger, Bäcker, Paketausfahrer, usw. sind halt alles faule Säcke, darum verdienen sich auch so viel weniger als Vorstandsmitglieder, Ärzte, Piloten, Spitzensportler, Ballerman-Sänger, TV-Moderatoren und Erben reicher Eltern. Wenn die sich mal ein bisschen anstrengen würden, bekämen die natürlich auch eine angemessene Bezahlung. Hier läuft alles ganz gerecht ab!
Die "Reichen" zu enteignen führt aber zu besseren Löhnen der Paketfahrer ? Diese Logik müssen Sie uns irgendwann mal erläutern. Ich bin sehr gespannt auf die Schlussfolgerungen. Ehrlich.

Sie sind übrigens gerade dabei einen Grippepatienten zu töten um sich voll und ganz einem Hirntoten widmen zu können. Ist Ihen das klar ? Ok, der Hirntote quängelt gerade nicht so laut und man muss sich keine Gedanken um eine entsprechende Therapie machen, aber das wird noch lange Zeit so bleiben und Besserung ist nicht in Sicht.

Beitrag melden
BurgRitter 07.05.2019, 12:26
108. Gucci,

Cartier, Yacht, geht es denn nicht etwas weniger peinlich? Ist das nicht auf dem Level Kühnert, Habeck, Kipping? Noch nichts für die Gesellschaft gestemmt, aber diese mit mit Neid beglücken. Die Zirkelschlüsse des DIW ( nicht nur ) nimmt man doch tunlichst nicht zu ernst.

Beitrag melden
Emderfriese 07.05.2019, 12:26
109. Hurtig

Zitat von Steve111
Auch ich bin einer derjenigen, der sein Vermögen in den letzten Jahren nicht unerheblich durch Kapitalerträge steigern konnte.Ich arbeite mit Anfang 50 trotzdem noch, obwohl ich es nicht mehr müsste.Es ist alles gut so , wie es ist! Falls es sich in Deutschland zu meinem Nachteil ändern sollte, sind mein Vermögen und ich weg.Ob Spanien oder England, weiß ich noch nicht genau. Dann kann in D gern eine neue DDR aufgebaut werden.
Oh, Sie machen mir richtig Angst mit Ihrem Verschwinde-Trick...! Aber Spanien und England stehen vor denselben Problemen, zum Teil sogar noch heftiger. Wie wärs dann mit Südamerika oder Afrika? Trumps Mauer wird wohl bald so hoch sein, dass keiner mehr reinkommt. Sie müssen sich - egal wohin - beeilen. Sie wissen doch: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!

Beitrag melden
Seite 11 von 40
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!