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Einkommensgewinne seit 1991: Gutverdiener hängen den Rest Deutschlands ab
imago images / Stefan Zeitz

Vom Aufschwung der vergangenen Jahre haben vor allem diejenigen profitiert, die ohnehin schon ein hohes Einkommen beziehen. Das zeigt eine neue Untersuchung. Und: Die Ungleichheit wächst auch zwischen den Generationen.

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haresu 07.05.2019, 12:27
110. Also wenn AKK sagt, ...

... dass wir in einer sozialen Marktwirtschaft leben, dann ist das auch so und im übrigen ist ja jeder selber schuld wenn er mit 8 noch nicht chinesisch kann und mit 23 immer noch studiert. Stimmts?

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so-long 07.05.2019, 12:27
111. Motivation

Für vor allem die jüngeren, sich zu bilden, um auch die Chance auf ein höheres Einkommen zu haben. Als Pizzafahrer wir das nix.
Nachteil: als Gutverdiener zahlt man auch ordentlich ein, davon profitieren auch andere: Gesundheitsversorgung auf Top-Niveau, Infrastruktur, funktionierender Staatsapparat, usw..
Nachtei: auch große Vermögen haben nur in wenigen Fällen Jahrhunderte überstanden.

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shrufu 07.05.2019, 12:27
112.

Das ganze wäre natürlich immer noch nicht ein vollständiges Bild.. denn man müsste mE wohl berechnen wie sich die Produktivität und der Stress verändert hat, die Jobsicherheit und sozialen Netze etc.

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Seifert 07.05.2019, 12:29
113.

Zitat von Cannonier
Die denkfaulen Leistungsverweigerer können es nicht ertragen wenn jemand Geld tatsächlich für seine Arbeitsleistung verdient. Weshalb sollte ein Sozialpädagogik-Studienabbrecher und Klangschalentherapeut weniger verdienen als ein Zahnarzt oder Kryptologe? Das ist ungerecht.
Warum werden Kranken-oder Altenpfleger so erbärmlich bezahlt und warum sch….t man etlichen Bankster mit Geld zu?? Das hat weder etwas mit Intelligenz oder Faulheit zu tun,hier schafft sich allein der "gierige"Kapitalismus eigenen Nachwuchs.

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mensch0817 07.05.2019, 12:31
114. Ergänzung

Aus meiner Sicht fehlt noch eine Ergänzung, die sich auch mit vielen Studien belegen lässt (sehr deutlich z.B. in den Oxfam-Berichten). Sieht man nämlich noch genauer hin und betrachtet die genannten reichsten 10 % einmal detaillierter, stellt man dort genau dasselbe fest: Das Vermögen des reichsten Prozents wächst deutlich schneller als die Vermögen der anderen. Das heißt, es geht da gar nicht mehr um Leute, die einer Tätigkeit nachgehen (einige Vorstände vielleicht einmal ausgenommen), sondern um Leute, die nur noch von ihrem Vermögen leben und dadurch ein leistungsloses Einkommen beziehen (weil das Geld ja "arbeitet"). Da wäre also anzusetzen, und zwar weltweit, weil dieses Phänomen überall gleichermaßen zu beobachten ist. Noch weiter verschärft wird diese Statistik durch die simple Tatsache, dass die wirklich "Superreichen" von derartigen Befragungen überhaupt nicht erfasst werden, die Schere also noch größer ist als beschrieben. Und da hilft eine dumpfe Angst vor sozialistischen oder gar kommunistischen Ideen nicht weiter - wenn wir das genannte Problem nicht effektiv angehen, werden es die unteren Prozente der Vermögenshierarchie irgendwann in die eigenen Hände nehmen. Da wäre es m.E. doch intelligenter, vorher mit brauchbaren Ideen zu einem Ausgleich (der nicht Gleichmacherei bedeuten muss!) zu kommen, oder?

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De facto 07.05.2019, 12:32
115. Globalisierung zweierlei

Ein Teil der Bevölkerung (5 bis 15 Prozent) sind die Gewinner der Globalisierung mit eine weltweite Arbeitsmarkt wo Talent gut bezahlt ist. Der Rest leidet unter ‚Chindia‘ dass die Löhne drücken.

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keine-#-ahnung 07.05.2019, 12:32
116. "Viele LKW-Fahrer arbeiten bis zu 80 Stunden in der Woche ...

Zitat von matijas
Dass viele der oberen 10% ihren Wunschberuf ausüben können UND dabei auch noch gut verdienen, sollte man ihnen wirklich nicht als besondere Hochleistung zuerkennen. Jede Hebamme und jeder Busfahrer haben mehr konkrete Verantwortung für Menschenleben als z.B. Manager. Und wie sieht es mit deren Einkommen aus? Kannste vergessen. Und wer das anspricht, muss sich noch den Vorwurf des Neids anhören. Viele LKW-Fahrer arbeiten bis zu 80 Stunden in der Woche, weil sie sonst ihren Job verlieren und/oder nicht über die Runden kommen. Typisch für "Leistungsverweigerer", nicht wahr?
... weil sie sonst ihren Job verlieren und/oder nicht über die Runden kommen. Typisch für "Leistungsverweigerer", nicht wahr?"

Beisst sich mit den Begriffen Lenkzeitbegrenzung und Fahrtenschreiben ... ergo: nix als heisse Luft :-)

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so-long 07.05.2019, 12:32
117. Really

Zitat von Antila
wenn es nur wenige gibt (reine Marktfunktion). Es besteht kein Grund für diesen dümmlichen Neidartikel gegen qualitfizierte Menschen. Der Herr Bitter zählt als abgebrochener Student nicht zu dieser Bevölkerungsgruppe. Er hat, als er das Studium abbrechen musste, über das Arbeitsamt eine 2-Jährige Journalistenausbildung bezahlt bekommen. Er ist mir schon wegen seiner üblen Hetzartikel aus Moskau aufgefallen, dann wurde er dort abgezogen und hetzte mit den glecihen Methoden wie ggen Putin dann gegen Trump. Jetzt hetzt er gegen alle, die mehr im Kopf haben als er. Und das sind viele.
Interesting topic.

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k70-ingo 07.05.2019, 12:35
118.

Zitat von Paddel2
Na dann mal her mit dem Sozialismus. Weniger Wohlstand und weniger Freiheit sind doch ein angemessener Preis für die Angleichung von Vermögen. Möchte man aber lieber ernsthaft über das Thema sprechen, bieten sich Korrekturen bei der sozialen Marktwirtschaft an. Ich denke an eine Reform der Erbschaftssteuer zur Vermeidung von Vermögenskonzentrationen und an ein Ende der Rentengeschenke. Eine Generation, die zu wenig in ihren Nachwuchs investiert hat, darf nicht mit stabilen und hohen Rentenzahlungen rechnen.
Welche Generation soll das sein, die zu wenig in ihren Nachwuchs investiert hat?
Ich kenne das so, daß die Nachkriegsgeneration unter Entbehrungen sich eine Existenz aufgebaut, Häuser gebaut und ihren Kindern gute Ausbildungen ermöglicht, gar finanziert hat. Deren Kinder wiederum konnten aufgrund ihrer Ausbildung und ihrer Leistungsbereitschaft ebenfalls gesicherte Existenzen aufbauen.
Dies hat sich bei der Enkelgeneration fortgesetzt - aber ist es dieser Enkelgeneration anzukreiden, daß sie zugleich auch die Erbengeneration ist?

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schwerpunkt 07.05.2019, 12:35
119.

Zitat von mckberlin
Die meisten der oberen 10% sind nicht reich weil sie arbeiten. Sondern weil sie mit dem goldenen Löffel im ... geboren worden. Geld lässt andere für einen arbeiten. Die meisten Manager oder bänken machen weniger als jede Putzfrau.
Leider wird in der Diskussion um "gut-verdienend", dieses gleich mit "reich" übersetzt. Hier werden mit "gut-verdienend" Haushaltseinkommen von z.B. 60.000 Euro verfügbares Einkommen als "gut-verdienend" bezeichnet (damit gehört man in D derzeit zu den oberen 20%). Haushalte mit solch einem Einkommen sind sicher nicht "reich", auch wenn dieser Haushalt lediglich 2 Personen umfasst. Solche Haushalte dürfen trotzdem rechnen und die Finanzen planen.
Menschen in dieser "Preisklasse" sind sicher nicht standardmäßig "mit dem goldenem Löffel im Mund" auf die Welt gekommen.

Wir haben in unserem Haushalt (2 Personen) mehr als diese 60.000 Euro netto zur Verfügung. Weder ich noch meine Frau noch ich wurden in irgend einer Hinsicht privilegiert geboren oder haben jemals etwas geschenkt bekommen, sondern uns das über die Jahre und Jahrzehnte (mit Rückschlägen) erarbeitet.
Ja, wir können uns damit jährliche Urlaube leisten und auch mal abends zum essen gehen. Nichts desto trotz fahren wir keine besonderen Autos (ja, wir haben 2) und planen Finanzen angesichts von 2 Haushalten (ich arbeite nicht dort wo ich wohne, bin Wochenend-Heimfahrer), damit am Ende des Geldes nicht noch viel Monat übrig ist (was auch vor kommt).

Also bitte, bevor man pauschal auf die gruppe der "Gut-Verdiener" drauf haut … zwischen "Gut-Verdiener" und "reich" sehe ich nochmal einen ganz gewaltigen Unterschied.

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