Forum: Wirtschaft
Einkommensgewinne seit 1991: Gutverdiener hängen den Rest Deutschlands ab
imago images / Stefan Zeitz

Vom Aufschwung der vergangenen Jahre haben vor allem diejenigen profitiert, die ohnehin schon ein hohes Einkommen beziehen. Das zeigt eine neue Untersuchung. Und: Die Ungleichheit wächst auch zwischen den Generationen.

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neptun680 07.05.2019, 11:39
30. So weit sind wir noch nicht!

Ich denke, man kann diese Missstände durchaus benennen. Doch glaube ich nicht, das es dazu alsbald eine Einsicht geben wird. Es ist ja auch so, dass viele von den sogenannten Gutverdienern, wenn sie denn nicht schon vermögend geboren wurden, so zu mindest meist ultimativ im Leistungsprinzip erzogen wurden. Die meisten sind darauf hin konditioniert, ihr Dasein auf Erden damit zu rechtfertigen. Ein Bewusstsein dafür, dass man auch seiner selbst willen hier sein darf, muss sich erst noch entwickeln. Es geht ja auch nicht darum wer man ist, sondern was man tut. Im weiteren Verlauf, der wahrscheinlich noch Generationen umspannen wird, wird sich allmählich eine neue Wahrnehmung auf die Mitmenschen und die Umwelt einstellen. Doch wie gesagt, ich halte das für Zukunftsmusik.

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spon-facebook-10000394802 07.05.2019, 11:40
31. Was "dancar" unter Nr. 2 sagt.

predige ich seit Jahrzehnten. Wer zu Beginn des Wirtschaftswunders nach dem Krieg viel und ein anderer wenig verdiente und dann jährlich über 60 oder 70 Jahre nur prozentual erhöht wird, dann muß die Schere zwangsläufig immer weiter auseinander gehen. Das ist einfachste Mathematik. Gewerkschafter, Arbeitgeber und Politiker können aber nicht soweit denken.

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Emderfriese 07.05.2019, 11:41
32. Ironie-Kennzeichnungspflicht

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Anstatt auf die Leistungsträger zu hauen, sollte man dankbar sein, dass eine kleine Gruppe Menschen weiterhin 60h Arbeitswochen hat und damit sehr viel für diese Republik tut. Jedem steht es frei, zu studieren, hart zu arbeiten und sich in den Raubtierkäfig des höheren Managements zu begeben. Wollen Sie nicht? Warum wohl nicht? Weil die wenigsten den Stress aushalten. Wo wären wir heute, ohne gute Manager wie Winterkorn, der VW quasi gerettet hat, wo ohne die tausenden von Bänker, die wichtige Analysen erstellen, um anderen Produkte anzudrehen, die wertlos sind, wie sollte unser Hauskauf ohne einen Notar ablaufen, der für ein paar Standardformular nur 2% des Kaufpreises bekommt, usw. Wir müssen unsere Gutverdiener hegen und pflegen, sonst wandern sie in einer globalisierten Welt ab.
Bitte schreiben Sie für die "Leistungsträger" noch dazu, dass Ihr Beitrag ironisch gemeint ist. Die verstehen das sonst nicht.

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Supertramp 07.05.2019, 11:41
33. es müssen hohe Steuern auf Vermögende Rentner eingeführt werden

es gibt viele Rentner die nie die Lebenshaltungskosten für Kinder aufbringen mussten. auch unnötig großes Immobilien sollte Besteuert werden. Für uns Familien gibt es keinen Wohnraum da viele Häuser von alten Rentnern besetzt werden

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curiosus_ 07.05.2019, 11:41
34. Mathe ist nicht gerade..

Zitat von dancar
wenn man Löhne und Gehälter prozentual (= exponentiell) erhöht, sollte man sich nicht wundern, dass die Schere immer weiter auseinander geht; dies ist simple Zinzeszinsrechnung. Es will nur niemand in den Gewerkschaften und Parteien verstehen, dass nur eine identische absolute Erhöhung quasi für alle ERA-Stufen, z. B. EUR 100,- im Monat zusätzlich für ALLE, die Schere nicht mehr weiter auseinander gehen lassen würde. Diese Maßnahme wäre auch nicht ungerecht, da die unterschiedlichen Leistungen und somit Vergütungen bereits in den ERA Stufen hinterlegt sind. Aktuell wachsen die hohen Gehälter immer schneller an - wegen Erhöhung mit Prozentsätzen.
..Ihre Stärke? Wenn Löhne und Gehälter einheitlich prozentual erhöht werden geht eben genau die Schere nicht auseinander. Dann sind z.B. 50% mehr Lohn oder Gehalt vor 20 Jahren auch heute immer noch 50% mehr, egal wie hoch die zwischenzeitlich angefallenen Erhöhungen waren.

Und eine Einheitserhöhung mit einem Festbetrag für alle führt zwangsweise in der Zukunft zu einem faktischen Einheitslohn. Das ist ebenso einfache Mathematik.

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CouscousGauthier 07.05.2019, 11:41
35. @dancar #2

Zitat von dancar
"wenn man Löhne und Gehälter prozentual (= exponentiell) erhöht, sollte man sich nicht wundern, dass die Schere immer weiter auseinander geht"
Was Sie schreiben ist nicht zutreffend. Würde man alle Gehälter proportional ("prozentual") erhöhen, würde sich die Gehaltsschere nicht öffnen, sondern alle würden gleichermassen (im Sinne dieser Erhebung) von der Erhöhung profitieren. Das gilt auch bei mehreren sukzessiven proportionalen Erhöhungen ("exponentiell").

Eine Gehaltserhöhung um einen Festbetrag bevorzugt Empfänger geringer Gehälter zusätzlich, was natürlich gewollt sein mag.

Die eigentliche Problematik kommt nicht durch unterschiedliche Gehaltserhöhungen zustande, sondern dadurch, dass die oberen 10% meistens überhaupt keine Gehaltseinkommen beziehen, sondern oft ohne eigene Arbeit Kapitaleinkünfte, z.B. aus Aktion, Fonds oder Immobilien erzielen. Die Renditen sind hier, auch dank der lockeren Geldpolitik der EZB, deutlich stärker gewachsen als bei Einkünften aus Lohnarbeit.

Zu allem Überfluss werden Kapitaleinkünfte auch noch deutlich geringer besteuert (25%) als Gehälter (derzeit bis zu 45%).

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markusma 07.05.2019, 11:41
36. Prozentuale Steigerung!

Was hier viele nicht sehen (wollne), es geht nicht darum, das ein Gutverdiener 500 Euro mehr verdient als früher und der Dchlechtverdiener nur 150 Euro mehr als früher.
Es geht darum, das der Gutverdiener sein Gehalt um (Bsp) 35% steigern konnte, der Schlechtverdiener nur um 15% !!

Der Gutverdiener verbockt Projekte, bekommt eine Abfindung und wechselt mit Top-Empfehlungsschreiben zum nächsten Top-Job.
Der Schlechtverdiener klaut ein Brötchen oder .....

Gerecht?

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maxuli 07.05.2019, 11:42
37. Gut erklärte Statistiken

Sehr gut erklärt! Man muss die Hintergründe der Zahlenwerke erklären, um auch Schlüsse daraus zu ziehen z.B. dass Armut in Deutschland oft mit Migration verbunden ist. Dies bedeutet ja auch dass die Armut-Reichtum-Schere in anderen Ländern, wo die Migranten herkommen, noch größer. Es ist ein globales Problem, verursacht durch die globale aggressive Finanzwirtschaft. Insofern sind die aktuellen Äußerungen von Herrn Kühnert bezüglich Kapitalismus noch zurückhaltend.

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Brinke 07.05.2019, 11:42
38. Eklig die Kommentare der Besserverdiener

Laut den Kommentaren hier ist jeder der nicht wohlhabend oder reich ist denkfaul und Leistungsverweigerer. Sowas kann nur jemand schreiben der mit einem goldenen Löffel im Maul geboren ist. Verdiene selber gut, komme aber aus einem armen Haushalt und nein meine Eltern waren weder Denk-faul noch Leistungsverweigerer sondern haben ihr leben lang für wenig Geld geschuftet. Wann kapieren die Menschen endlich, dass nicht jeder Manager oder Chirurg sein kann, die Welt braucht auch Busfahrer und KFZ Mechaniker und es gibt auch viele viele Schicksale im Leben, die es Menschen extrem erschweren Karriere zu machen. Super auch der Kommentar: wer nicht Manager ist hat es sich so ausgesucht oder ich gehöre zu den Topverdienern aber ich, armes ich, habe trotzdem kein Wohneigentum...kriegt man wirklich Mitleid..nur nicht wegen des fehlenden Wohneigentums sondern dem Mangel an viel essentielleren Dingen wie Empathie z.b.

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alexreil 07.05.2019, 11:42
39.

Zitat von Cannonier
Es gibt kein exklusives Recht auf einen Ferrari. Also entweder enteignen oder sharen. Ihr Reichen habt die Wahl :) So stellt sich die SPON Redaktion das doch sicher vor, angesichts der reisserischen Ueberschrift. Auf in den Klassenkampf! Die denkfaulen Leistungsverweigerer können es nicht ertragen wenn jemand Geld tatsächlich für seine Arbeitsleistung verdient. Weshalb sollte ein Sozialpädagogik-Studienabbrecher und Klangschalentherapeut weniger verdienen als ein Zahnarzt oder Kryptologe? Das ist ungerecht.
Richtiger wäre doch eher die Frage, warum jemand der nicht studiert hat am Hungertuch nagen soll, damit sich die Eliten den dritten, vierten oder fünften Ferrari leisten können. Genauso stellt sich die Frage, warum die Arbeit eines Bauarbeiters, Friseurs oder Müllwerkers so wenig wert ist, dass man sie mit Mindestlöhnen abspeichen muss. Letztlich resultieren Hungerlöhne, Zeitarbeit, Leiharbeit und auch die so gerne genutzten Praktika nur daraus, dass einige wenige denken sie müssten ihre Mitmenschen ausnutzen wo es nur geht. Einfach damit sie sich den dritten, vierten oder fünften Ferrari in die Remise des von den unterbezahlten und ausgenutzten Arbeitern erbauten Eigenheims stellen können.

Nur weil jemand nicht studiert hat, ist er nämlich noch ganz lange kein denkfauler Leistungsverweigerer. Ohne diese Menschen, könnten sie sich nicht mal einen Computer und einen Internetanschluss leisten, mit deren Hilfe sie Millionen von jahrzehntelang hart arbeitenden Menschen pauschal als denkfaule Leistungsverweigerer bezeichnen. Würden alle studieren, dann hätten sie übrigens möglicherweise kein so überragendes Einkommen, denn dann wäre die Konkurrenz so gross, dass man auch ihr Einkommen schon längst bis auf Mindestlohnniveau gedrückt hätte. Damit der dritte, vierte oder fünfte Ferrari ibn der Garage steht. Oder die nächste Immobilie im Portfolio landet und zu überhöhten Preisen vermietet werden kann.

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