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Einkommensstudie: So unterschiedlich profitieren Europäer vom Binnenmarkt
dpa

Die EU ist stolz auf ihren gemeinsamen Binnenmarkt, den größten Wirtschaftsraum der Welt. Doch was bringt der einzelnen Regionen? Eine neue Studie zeigt große Unterschiede - und einen Gewinner, der nicht mal EU-Mitglied ist.

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temp1 08.05.2019, 09:58
20. Ergebnis: "Alle gewinnen zwischen plus 2% und plus 4%"

Das Ergebnis: "Alle gewinnen zwischen plus 2% und plus 4%" ist doch sehr positiv. Und wenn die Schwankungsbreite nur zwischen 2-4% liegt, ist das viel weniger, als die Einkommensunterschiede sind, also wird auch viel Ungleichheit offenbar kompensiert .........--------------..............
Dass die populistische Argumentation in einigen Regionen besser verfängt, als in anderen hat sicher nicht viel mit dem Grad des Profitierens von der EU zu tun, denn in diesen populistischen Wahlkämpfen sind Fake-News die stärksten Argumente, siehe z.B. Großbritannien mit der Ankündigung nach dem Autritt die 350Mio dadurch entstehenden Gewinns täglich statt in die EU ins eigene Gesundheitssystem zu investieren. Weder existierten je die 350Mio €, die Großbritannien drauf täglich in der EU draufgezahlt haben sollte noch war der Plan das Gesundheitssystem überhaupt stark finanziell aufzurüsten. Die Politiker, die die EU negativ darstellen, tun das allein ihrer eigenen Karriere wegen und sie sind sich nicht zu schade, da nach Herzenslust zu lügen, denn der Zweck heiligt ihnen die Mittel.

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rainer-rau 08.05.2019, 10:07
21. Man muss sich also

Zitat von Henry Jones Jr.
brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Wegen des hohen Angebotsdrucks auf auf dem Arbeitsmarkt aus dem EU Raum sinken die Reallöhne in der Schweiz seit Jahre . Die EU macht also auch die Schweizer pro Kopf insgesamt ärmer. Ist also alles wie es sein soll.
keine Sorgen machen, solange es anderen nicht besser geht.
"Ach, die Welt ist ungerecht, dir geht's gut und mir gehts schlecht.
Wär die Welt etwas gerechter, gings mir besser und dir schlechter".
Zum Fremdschämen! Leider keine Satire, sondern das Ergebnis davon, dass sich der Egoismus von allen menschlichen Eigenschaften am stärksten entwickelt hat. Und irgendjemand sagte mal, die Natur macht keine Fehler.

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mk1964 08.05.2019, 10:14
22.

Zitat von Sucher der Wahrheit
die absoluten Werte täuschen doch nur einen Gewinn vor. Prozentuale Angaben könnte man viel besser mit der jeweiligen Inflation vergleichen. Wahrscheinlich wäre dann zu viel rote Farbe im Bild.
Vielleicht, weil Sie mit der bisherigen Grafik bereits überfordert sind? Dort sind %-Angaben zu finden - und natürlich nicht in rot, weil ein Land wie Tschechien zwar in EURO etwas weniger als der Durchschnitt profitiert, in Prozent aber natürlich ein sattes Plus aufweist. (Deutschland übrigens auch.) Stand übrigens zusätzlich auch im Text, aber natürlich nicht in den ersten 100 Buchstaben.

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mk1964 08.05.2019, 10:23
23.

Zitat von eunegin
die Schweiz. ... die Schweizer sind halt schlau und sichern sich die Vorteile ohne die Nachteile...
Sie scheinen nicht zu wissen, dass sich die Schweizer durch die "Bilateralen" an EU-Recht gebunden haben und damit die von Ihnen befürchteten Nachteile übernehmen (müssen). Dasselbe macht Norwegen, das für den Zugang zum Binnenmarkt bezahlt.

Beide tun das mit wenig bis gar keinen Mitspracherechten bei EU-Entscheidungen, die sie übernehmen müssen, um am Binnenmarkt teilnehmen zu können. Soviel zu den "Vorteilen ohne Nachteile".

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decathlone 08.05.2019, 10:37
24. Das stimmt so wohl nicht...

Zitat von eunegin
die Schweiz. Deutschland hat zwar auch große Vorteile durch den Binnenmarkt, aber die Schweizer sind halt schlau und sichern sich die Vorteile ohne die Nachteile...
Die Schweizer sind ja nicht nur im Binnenmarkt, sondern mussten dafür ja auch unter anderem der Personenfreizügigkeit zustimmen und sie zahlen auch in den EU-Haushalt. Es ist also nicht so, dass die Schweizer hier Rosinen picken. Der Deal scheint sich für die Schweiz aber zu lohnen. Das Ergebnis verwundert aber nicht, weil die Studien auf die Effekte von Grenzen auf den Handel abhebt und die Schweiz liegt nun einmal mitten in Europa und ist ein bedeutendes Industrieland.

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decathlone 08.05.2019, 10:43
25. Ach soo...

Verheissungsvolle Überschrift und dann die Ernüchterung. Die Studie scheint nur die Wohlfahrtseffekte durch die offenen Grenzen zu bewerten. In ein komplettes Bild hätten aber noch die Auswirkungen von Umverteilung und Subventionen gehört. Was durch so eine Studie auch nur schwer fassbar ist, ist die Auswirkung auf die wirtschaftliche Produktion, wenn relevante Märkte größer werden (Skaleneffekte) und die gesetzlichen Rahmenbedingungen europaweit vereinheitlicht werden. Die Darstellung im europ. Vergleich hier in SPON wäre aussagekräftig, wenn man nicht auf absolute Zahlen, sondern auf Prozente vom Pro-Kopf-Einkommen abgehoben hätte. 1000 Euro in München sind nicht dasselbe wie 1000 Euro in Catania.... auch von der Kaufkraft her...

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derdingens 08.05.2019, 10:54
26. Hauptsache uns geht's gut ...

Zitat von thomasconrad
... Zusätzlich haben sich früher billige Auslandsferien mit dem Euro massiv verteuert ...
Mit anderen Worten: Da wir billige Auslandsferien machen wollen, muss der Wohlstand in anderen Ländern begrenzt werden.
Überleg mal, warum der Urlaub früher so billig war. Wechselkurse haben einen Grund, die fallen nicht einfach so vom Himmel.

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123rumpel123 08.05.2019, 11:16
27. xxx

Zitat von kirschlorber
Die Frage sollte eher lauten: Was bringt der Binnenmarkt einzelnen Bürgern. Außer „Ich muss an der Grenze kein Geld mehr umtauschen“. In D wurden blühende Landschaften versprochen. Bei Einführung des Binnenmarkts hieß es Der Binnenmarkt sei so groß, dass der internationale Wettbewerbsdruck praktisch entfällt. Nun ja. Was kümmert uns unser Geschwätz von gestern. Sozialdumping durch rot/grün wurde sodann als alternativlose Maßnahme gepriesen. Niedriglohn, Rentenkürzungen, Zweiklassenmedizin. Sehr zum Ärgernis unserer europäischen Nachbarn.
In der Tat. Und die wirtschaftlichen Aussichten werden leider auch nicht mehr besser, da wir durch den unvollendeten Binnenmarkt den Wettbewerbsdruck nun unter den Mitgliedsstaaten haben.

Blick auf die Lohnstückkosten hellt die Erkenntnis enorm auf.
Und erklärt auch die aktuellen Investitionspläne großer Unternehmen den östlichen EU-Mitgliedsstaaten.

Die Briten haben es erkannt, man kann diesem Wettbewerbsdruck nur durch den Brexit entgegen treten. Und ob im VK nun die Investitionen zurückgehen oder nicht ist egal, durch die verzerrte Wettbewerbssituation innerhalb der EU wäre dies bis zu einem bestimmten Grad (Selbstversorgung) früher oder später eh eingetreten.

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Galgenstein 08.05.2019, 11:18
28. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf

schwärmen mal wieder diejenigen aus, die sich Wohlstand nur in abgeriegelten Räumen vorstellen können und wollen. Da predigen sie landauf-, landab, dass die EU unser aller Unglück sei und dann solche Statistiken und Simulationen, die zeigen, dass es allen besser geht. Mehr Wohlstand, mehr Freiheit, mehr Sicherheit dank der EU... das darf einfach nicht sein, da es das Narrativ von der armen, geknechteten von Brüssel ausgebeuteten Nation zerstört.

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k70-ingo 08.05.2019, 11:35
29.

Zitat von marcaurel1957
Es sollte klar sein, dass ein Binnenmarkt, der keine Handelshemmnisse und keine Zölle kennt, den Wohlstand massiv fördert. Dass es auch Unterschiede gibt, die von der ökonomischen Stärke der Regionen abhängen, sollte niemanden überraschen. Wo keine Industrie ist, kann man auch wenig vom Handel profitieren Es ist aber ein Fehler, die Europäische Union oder den Binnemarkt für,alles möglich verantwortlich zu machen, die Lohnentwicklung, die medizinische Versorgung, die Renten, die Zinsen und das Wetter liegen nicht in der Verantwortund der Europäische Union. Gerade wer über die niedrigen Zinsen jammert, sollte sich in der Welt umschauen, es gibt kein relevantes Land, das eine andere Zinspolitik betreiben würde. Der unschätzbare Wert der Europäische Union liegt aber vor allem im politischen Bereich, ohne die Europäische Union wären die Europäische Länder nur noch der Spielball der Big boys....Leute wie Trump, Putin oder Xi würden uns nur noch die Unterwerfung unter deren Interessen lassen.....das sollte jedem klar sein!
Was in puncto Wirtschaft noch zu erwähnen wäre, sind die immensen Vorteile für Bürger und Unternehmen als kaufende, bzw. investierende Kunden.

Gerade auf der Ausgabenseite bietet der EU-Binnenmarkt unschätzbare Vorteile - jeder kann Produkte und Dienstleistungen beliebig und ohne behördliche Gängelei wie Zölle und Papierkram im EU-Ausland kaufen.
In meinem direkten persönlichen Umfeld summieren sich allein die Ersparnisse durch Autokäufe im EU-Ausland grob überschlagen auf eine beachtliche fünfstellige Summe.
Die Ersparnis beim Kauf anderer Konsumgüter, Nahrungsmittel und dem Diesel-Tanktourismus bis zur dortigen Steuererhöhung 2014 nach NL beträgt allein für meine Frau und mich weitere tausende Euro.

All dies ist überall anderswo auf der Welt völlig undenkbar! Das geht noch nicht einmal zwischen Kanada und den USA.

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