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Einkommensteuer: Jeder elfte zahlt den Spitzensteuersatz
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Fast zehn Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland zahlen den Spitzensteuersatz von 42 Prozent. Damit sind laut einer Studie 4,2 Millionen Arbeitnehmer für fast die Hälfte des Einkommensteueraufkommens verantwortlich.

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blitzunddonner 18.04.2017, 09:20
50. wenn das so wahr ist, dann fehlt eindeutig ein spitzenspitzen-steuersatz für die oberen 100.000.

wenn das so wahr ist, dann fehlt eindeutig ein spitzenspitzen-steuersatz für die oberen 100.000. und zwar ohne die möglichkeit der steuervermeidung durch landflucht.

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observatorius 18.04.2017, 09:22
51. SPON Propaganda für die Upper-Class

SPON versucht mit seiner Darstellung, dass die 4,2 mio Spitzensteuersatzzahler für die Hälfte des Einkommensteueraufkommens beitrügen einer plumpen Steuersenkungsrhetorik den Weg zu bereiten. Dabei ist der Skandal nicht, dass auf Einkommen ab einer bestimmten Höhe der volle Steuersatz zu entrichten ist (und für alle Einkommen darunter - im übrigen auch für Spitzensteuersatzbezahler - entsprechend niedrigere Sätze eingehoben werden), sondern der Skandal ist, dass die Einkommen derart ungleich verteilt sind, dass sich eine solche Konzentration von Einkommen und Steuerlast ergibt. SPON übergeht auch, dass hohe Einkommen prozentual niedrigere Sozialabgaben leisten, eine geringere Konsumquote haben - und damit niedrigere MwSt-Quoten zahlen und Spitzenverdiener häufig auch noch über Kapitaleinkünfte verfügen, die überhaupt nur mit einem reduzierten Satz versteuert werden. Redaktionen in diesem Land sind mit Leuten durchsetzt, die das Gift des Neoliberalismus in ihren Adern hat, deren geistiger Atem den Geruch von Brüderle und FDP verbreitet und die mitverantwortlich sind, dass sich mehr und mehr Leute vom demokratischen Parteienstaat verraten fühlen.

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mr.andersson 18.04.2017, 09:22
52.

Zitat von blurps11
[...] Unaufmerksame Leser könnten hier leicht wieder den weitverbreiteten "alternative fact" bestätigt sehen, dass 10% der Bevölkerung die Hälfte besagten Gesamtsteueraufkommens zahlen würden.
andere hingegen könnten so tun, als ob die oberen Einkommen nicht überprortional die anderen Steuern zahlen. Der Hebel ist nicht so eklatant wie bei der Einkommenssteuer, aber trotzdem deutlich:
http://www.spiegel.de/fotostrecke/die-wichtigsten-fakten-wer-die-meisten-steuern-zahlt-fotostrecke-58351-15.html

die oberen 10% zahlen fast 20% der indirekten Steuern und rund 50 Prozent der EK-Steuern.
die untern 50 Prozent zahlen knapp 30 Prozent der indirekten Steuern und rund 7,5 Prozent der EK-Steuern.
Egal wie man es dreht und wendet: Der Staat lebt von den obersten 10 Prozent!

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gokahe 18.04.2017, 09:24
53.

Zitat von peterpullin
das ist richtig. für den einzelnen jedoch zählt anderes: diese grenze wurde nie justiert, d.h. unsere eltern zahlten (theoretisch) ab der gleichen grenze höchststeuern. was sich geändert hat ist die kaufkraft. damals waren angestellte mit solchem einkommen wirklich wohlhabend. somit zahlen die arbeitnehmer heute nahezu. die doppelten einkommensteuern und als kleines extra noch die doppelte mwst, die doppelten rentenbeiträge und die doppelte krankenkasse wie vor 40 jahren. und weil sie so fleissig waren bekommen sie dann die halbe rente wie unsere eltern. fein, nicht! was das fürs netto, den lebensstandard und die altersvorsorge bedeutet ist klar. auch hier wird nur auf folgende generationen geschoben.
ich rede vom steueraufkommen 2015, welche Grenze, ich rede von keiner Grenze, sehr unverständlich.
Zur Aussage "unsere eltern zahlten .........." vielleicht richtig aber richtig ist auch unter Kohl waren das 53% u. heute sind das 42%, hat wenig von doppelten Einkommenssteuern, wie gesagt sehr verwirrend.

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merkur08 18.04.2017, 09:24
54. Im Kindergarten meiner Frau bringt ein Marrokaner jeden Morgen seine Kinder hin

Jeder dachte er arbeite Schicht bis er sagte er habe seine Arbeitseingliederung sausen lassen, da er nur unwesentlich mehr verdienen würde als mit Sozialhilfe. Also kümmere er sich mehr um seine Kinder, mache Gelegenheitsjobs und stehe am Ende besser da wie die meisten deutschen Arbeitnehmer. Ein schlechtes Gewissen hat er nicht, da er es von zu Hause es gewohnt ist sämtliche staatlichen Leistungen, die es dort kaum gibt abzugreifen. Und wenn der deutsche Staat so dumm ist, dass er förmlich zu Betrug einlädt ist die BRD selbst schuld. Aus seiner Sicht hat er recht, braucht sich aber nicht zu wundern, wenn bei den Einheimischen das Messer in der Tasche aufgeht. Aber es sind nicht nur Ausländer, es gibt auch genug heimische H4 Profis, die es sich in der sozialen Hängematte gut eingerichtet haben. Mit verheerenden Auswirkungen auf ihre Kinder, die dann natürlich keinen Bock auf Schule haben. Es heißt ja nicht umsonst H4 gebärt H4. Das hat nichts mit der Gesellschaft zu tun, sondern mit den Leuten selbst. Da muss man wirklich den Hut ziehen vor Leuten die mit Mindestlohn arbeiten und teils aufstocken, aber arbeiten gehen. Aber ganz aus der Verantwortung kann man sie nicht lassen. Fragt man sie nach ihrer Ausbildung haben sie Wasser im Mund. Deshalb. Jeder ist für sich selbst verantwortlich, nicht der Staat oder sie Gesellschaft.

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josipawa 18.04.2017, 09:25
55. Über Jahrzehnte...

hat sich die Progression des vormaligen Mittelstandbauchs in Richtung des Spitzensteuersatzes bewegt. Zahlen zehn Prozent aller Steuerzahler den Spitzensteuersatz, so heißt das, dass 20 Prozent rechts vom Medianwert der Steuerverteilung schon den Spitzensteuersatz zahlen. Es verbleiben 30 Prozent aller Steuerzahler, die zwischen dem Mittelwert und der Spitzensteuerlast einzuordnen sind.
Man sieht doch allzu deutlich, dass es hier durch mangelnde Korrekturen in den vergangenen Jahrzehnten eine Fehlverteilung gegeben hat. Nötig wären zweierlei Dinge: Den Spitzensteuersatz sollten die zahlen, die auch ein Spitzeneinkommen haben - und nur die.
Kräftige Einkommenssteigerungen, die sich an der Produktivität der Arbeit orientieren, sorgen für höhere Steuerleistungen und höheren Konsum. Der Konsum bleibt schließlich im Land , das Geld wird nicht auf irgendeinem Steuerparadies geparkt, um dann bei der nächsten Implosion einer Spekulationsblase für immer weg zu sein. Volkswirtschaftlich sehe ich da einen immensen Gewinn durch ein gesteigertes Einkommen der Beschäftigten.
Ich kann mich erinnern, dass es vor wenigen Jahrzehnten noch üblich und bezahlbar war, dass ein Verdiener in der Familie diese Familie ernährt und zu vorzeigbarem Wohlstand führt: Haus, Auto, Urlaub. Das ist heute weitgehend - in Ballungsräumen vollständig - utopisch.

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josipawa 18.04.2017, 09:26
56. Über Jahrzehnte...

hat sich die Progression des vormaligen Mittelstandbauchs in Richtung des Spitzensteuersatzes bewegt. Zahlen zehn Prozent aller Steuerzahler den Spitzensteuersatz, so heißt das, dass 20 Prozent rechts vom Medianwert der Steuerverteilung schon den Spitzensteuersatz zahlen. Es verbleiben 30 Prozent aller Steuerzahler, die zwischen dem Mittelwert und der Spitzensteuerlast einzuordnen sind.
Man sieht doch allzu deutlich, dass es hier durch mangelnde Korrekturen in den vergangenen Jahrzehnten eine Fehlverteilung gegeben hat. Nötig wären zweierlei Dinge: Den Spitzensteuersatz sollten die zahlen, die auch ein Spitzeneinkommen haben - und nur die.
Kräftige Einkommenssteigerungen, die sich an der Produktivität der Arbeit orientieren, sorgen für höhere Steuerleistungen und höheren Konsum. Der Konsum bleibt schließlich im Land , das Geld wird nicht auf irgendeinem Steuerparadies geparkt, um dann bei der nächsten Implosion einer Spekulationsblase für immer weg zu sein. Volkswirtschaftlich sehe ich da einen immensen Gewinn durch ein gesteigertes Einkommen der Beschäftigten.
Ich kann mich erinnern, dass es vor wenigen Jahrzehnten noch üblich und bezahlbar war, dass ein Verdiener in der Familie diese Familie ernährt und zu vorzeigbarem Wohlstand führt: Haus, Auto, Urlaub. Das ist heute weitgehend - in Ballungsräumen vollständig - utopisch.

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GrinderFX 18.04.2017, 09:27
57.

Zitat von Oskar ist der Beste
...es gehört dann auch dazu, daß die Einkommensteuer schon lange nicht mehr entscheidend ist für die Einnahmen der öffentlichen Körperschaften. Tatsächlich liegt der Betrag der Mehrwertsteuer, den allein die H4 Empfänger entrichten höher als die gesamte Einkommenssteuer und trotzdem hört man nie, daß die H4 Empfänger die hauptsächliche Steuerlast tragen.
Nur tun diese das mit dem Geld welches sie von anderen erhalten haben und zwar von diesen wenigen Steuerzahlern.
Auch geben diese H4 Empfänger meist mehr Geld aus als sie haben und auch das müssen die anderen irgendwie tragen. Die H4 Empfänger tragen somit also gar nichts, denn irgendwo muss das Geld dafür ja herkommen.

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phantasierender... 18.04.2017, 09:28
58. entscheidend ist doch welche Arbeit dahinter steckt

an jedem verdienten Euro. Wenn ich zum Bsp. Daran denke das ein Landwirt einen Spitzensteuersatz bezahlt, der das ganze Jahr über rackert wie blöde und dem Wetterrisiko ausgesetzt ist , steht dieses verdiente Geld in keinem Verhältnis wie eine Bank / Versichetung z.b. Ihr Geld verdient. Die Verkauft Lebensversicherungen/Bausparverträge und was macht sie dafür ....

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JohnLH 18.04.2017, 09:28
59. 45% nicht 42% zzgl. Soli macht 47,5%!

Die Ekst-Steuerkurve endet bei 45% (ab 250T€) nicht bei 42%! Macht mit Soli (nur ein ander Name für Ekst) satte 47,5%. Zum Thema Kapitalerträge, welches immer so gerne bemüht wird: Günstiger wurde es nur für normale Zinsen (von 42% auf 25%) - aber da liegen die Erträge seit langem sowieso bei plus minus Null. Für Aktien wurden die Steuern seit der Bankenkrise massivst erhöht, nämlich für Dividenden (davor mit Halbteilungsprinzip 21%, jetzt 25%, d.h. Steigerung um 19%) und Aktienveräusserungsgewinne (von 0% nach 1 Jahr Haltezeit auf ebenfalls satte 25%). Auch diese Steuererhöhungen treffen besonders die Mittelschicht, zumindest diejenigen, die fürs Alter vorbauen und nicht mehr aufs Sparbuch setzen wollen.

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