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Einst reichster Mann Russlands: Was aus Chodorkowskis Milliardenvermögen wurde
REUTERS

Michail Chodorkowski war einst der reichste Mann Russlands. Sein Vermögen wurde auf acht Milliarden Dollar geschätzt. Nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis ist unklar, wie viel davon geblieben ist.

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H3nry 21.12.2013, 18:51
90. Mach mal halblang

Zitat von robert.c.jesse
Ergaunertes Vermögen aus den Wirren des Zusammenbruchs der einstigen Sowjetunion unter der Führung eines Alkoholikers, wird mit Sondervisum und Hohen Empfang geehrt. Tja ihr lieben "Kleine Leute", Moral & Anstand ist was für Euch und wird NICHT belohnt. Wir schaffen die Realität an die ihr glauben müsst. Basta!
Abgerechnet wird zum Schluss. Und da werden noch "einige" Kopfschmerzen bekommen.

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Frizzer 21.12.2013, 18:52
91. Hoffnung

Na, diese "vergleichsweisen geringen Mittel"(Sohn Pawel) möchte ich auch haben!

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karl-felix 21.12.2013, 19:11
92. Ohne

Zitat von UnitedEurope
Natürlich hat Chodorkowski getrickst um an sein Vermögen zu kommen. Aber genau so wie jeder andere auch, einschließlich Putin. Dass Putin ihn hängt, alle anderen, ihm wohlgesonnen Oligarchen, aber laufen lässt beweist nur, wie korrupt Putin und wie politisch die Justiz ist.
auf Ihre Charakterisierung Putins einzugehen, Ich glaube nicht dass Chodorkoswski getrickst hat. Dazu ist die Spur zu blutig, der Aufstieg zu schnell. Vom Kreml protegiert, mit 26 Jahren Bankbesitzer, mit 27 Jahren Ministrabel und 2 Jahre später unter den reichsten Menschen dieses Planeten.

Ich denke, das ist ein Bandit , gegen den Al Capone ein Jugendseelsorger und Don Corleone ein Waisenknabe war.
Der Unterschied zu den anderen Oligarechen scheint mir zu sein, dass die wussten: Interessiert sich der Staat erst einmal dafür, wo seine Reichtümer geblieben sind, heisst es die Beine in die Hand nehmen und laufen. Das hat er nicht begriffen, sondern seiner eigenen Propaganda geglaubt. Er hat schlicht vergessen, dass er ein Betrüger und Bandit war.
Ganz nebenbei vergessen wir das in unserem Rechtsstatt auch. Nun ja, er hat seine Strafe abgesessen, diesen Protege des Kremls aber jetzt hochzujubeln zum Kremlkritiker, Widerstandskämpfer und wie ich heute in der Presse las zum " Menschenrechtler " tut den vielen zu Unrecht in Gefängnissen sitzenden ehrlichen Menschen bitter Unrecht.

Nehmen Sie mal diesen armen Spinner, der jetzt einsitzt, weil er sich über die Umweltverschmutzung durch die olympischen Spiele aufgeregt hat.

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bertholdalfredrosswag 21.12.2013, 19:24
93. optional

Ein wenig habe ich nun die Antwort auf die Frage, wie er so jung zu solchem Reichtum kommen konnte. Die andere Frage ist nicht beantwortet ob er bei diesenm Immensen Einkommen tatsächlich auch noch Steuerhinterziehung begangen hat. Das wäre das Dreiseste was ein Multimiliardär dem einfachen Bürger und Arbeiter gegenüber sich leistet. Wäre das der Fall, wäre er keinen Tag zu lange gesessen und sollte solange stzen bis er zum Normabürger abgespeckt ist. Ich will aber der Antwort auf meine Frage nicht vorgreifen und warte ob sich die Journalisten zur Sache machen was bei dieser Beschuldigung erfunden ist. Sollte sich eventuell klären lassen, ob Putin ihn aus purem Neid Festgesetzt hat. Wäre dann das für Putins Ansehen sehr schlecht Dass Ein Superreicher wenn er soweit das Geldmachen ausgeschöpft hat, dann an die Macht möchte wie Berlusconi ist verständlich aber dennoch auch irgendwie widerlich. Erst absahnen dann regieren. Herr Genscher müßte es bezeugen können, dass er nichts für den Eingesperrten getan hätte, wenn er nicht nachweislich von dessen Unschuld überzeugt gewesen Wäre.

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cobaea 21.12.2013, 19:28
94. optional

Zitat von Freies_Denken59
Es werden schon noch ein paar Milliönchen vorhanden sein! Und die FDP braucht ja bei ihrem Absturz noch so paar Parteispenden, gell.
Da dürfte noch was übrig sein. Das Schweizer Fernsehen hat am Samstagabend gemeldet, dass kurz nach Chodorkowskis Verhaftung rund 6 Milliarden Franken auf verschiedenen Konten blockiert, später aber wieder freigegeben wurden. Wieviel davon heute noch in der schweiz ist, ist unbekannt. Die Familie dürfte also allein aus den Zinsen genügend Geld zum Leben gehabt haben und auch Chodorkowski selbst wird nicht darben müssen.
Das ändert nichts daran, dass es gut ist, dass die Haft zu Ende ist. Natürlich war Ch. zuvor nicht gerade das was man einen ehrenwerten hanseatischen Kaufmann nennen würde. Allerdings waren und sind das die übrigen Oligarchen auch nicht. Alle haben sich damals - mit Unterstützung der Politführung - bereichert. Ch. war das Bauernopfer, das Putin sich ausgesucht hat, um allen zusammen klar zu machen, dass sie zwar Gauner sein dürfen, aber sich gefälligst aus der Politik rauszuhalten haben.
Abramowitsch musste dann noch ein paar Jahre Provinzgouverneur sein. Das kostet Geld, sichert andererseits dem "Würdenträger" juristische Immunität. Inzwischen geschäftet er beispielsweise auch auf den Baustellen in Sotschi und verdient auch dort wieder gut. Putin stört sich nicht an der Art der Bereicherung - das wäre ihm auch bei CH. egal gewesen. Allerdings hat er etwas dagegen, wenn jemand mit genügend Geld um die Politik selbst manipulieren zu können, versucht in die Suppe zu spucken.

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schwaebischehausfrau 21.12.2013, 19:35
95. ..der Ärmste

...aber sicher gibt es auf diesem Planeten eine Menge Menschen, mit denen man sogar noch mehr Mitleid haben sollte. Wie gewonnen (nämlich sicher auch mit bestenfalls halblegalem Unternehmertum auf Kosten der Allgemeinheit)..so zeronnen..

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UweZ+ 21.12.2013, 20:15
96. ...

Zitat von Frizzer
Na, diese "vergleichsweisen geringen Mittel"(Sohn Pawel) möchte ich auch haben!
Hand auf's Herz - was würden Sie denn mit so unermesslich viel Kohle anfangen...???

Es ist zwar richtig, dass das von SPON explizit zu Rate gezogene Forbes-Magazin das Vermögen des in unserer schnuckligen Reallohnverzichts-Republik so herzallerliebst beliebten Herrn Chodorkowski im Jahre 2003 noch auf läppische 8 Milliarden US-$ schätze.

Allerdings verschweigt uns SPON, warum auch immer, dass selbiges Forbes-Magazin den Inhalt des Geldspeichers selbigen Herrn Michail Borissowitsch Ch. ein Jahr nach dessen Inhaftierung im Jahre 2004 bereits mit 15,2 Mrd. US-Dollar bezifferte.

Der globalisierte Kapitalrendite-Teufel sch**sst also offensichtlich so oder so immer auf die grössten Haufen, selbst wenn ein erzkapitalistischer Vorsch**ser im Einzelfall nach Sibirien verbannt wurde...

Desweiteren vermag ich mir nicht zu erklären, warum in den deutschen Massenmedien die "Befreiung der russischen Menschen vom Kommunismus mittels Kapitalismus" derart frenetisch bejubelt wurde/wird, obwohl selbige die Lebenserwartung der "befreiten" Russen recht exakt wieder auf jenes betrübliche Mass reduziert hatte, das seinerzeit unter dem Menschenschlächter Stalin zu bedauern war.

"Zwischen 1991 und 2003 sank die Lebenserwartung bei Männern in Russland um 4,9 und bei Frauen um 2,4 Jahre..."
Quelle: Prof. Dr. Rainer Lindner - BDI - Geschäftsführer des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft

Dass Herr Chodorkowski in den knapp anderthalb erzkapitalistischen Jahrzehnten vor seiner Inhaftierung im Jahre 2003 kaum 8 Milliarden US-$ erwirtschaftet haben konnte, ohne dass andere zum Zwecke seiner Bereicherung elendig verreckt wären, leuchtet bei dessem seinerzeitig durchschnittlichen Tagesverdienst von grob 1,5 Millionen US-Dollar ja wohl jedem unmittelbar ein.

Dass die Lebenserwartung der russischen Otto-Normal-Menschen just während der Inhaftierung Chodorowskis nachweislich wieder um die zuvor verlorenen Jahre ansteigen konnte, scheint die ideologisch strammen Deutschen ja nun masslos gegen seinen Widersacher Herrn Putin aufzubringen.
Ich kann mich dehalb des unguten Gefühls nicht erwehren, dass meine herzallerliebst deutschtümlichen Mitbürger den guten Herrn Michail Borissowitsch Chodorowski als späte "Rache für Stalingrad" in den Himmel loben könnten...

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kettbach 21.12.2013, 20:30
97.

Zwei Punkte: Jedes wirtschaftliche Handeln war in der wilden Jelzin-Zeit immer irgendwie illegal, weil es in vielen Bereichen der Steuergesetzgebung überhaupt noch keine Klaren Regelungen gab. Jeder, der es zu Vermögen gebracht hatte, lief dann in der Putin-Zeit mit dem Strick um den Hals herum.
Diesen Strick hat Putin dann genutzt als Chodorkowski vom nützlichen Verbündeten zum Gegner der zunehmend autokratisch agierenden Präsidenten auftrat. 10 Jahre hat er nun in Lagern gesessen, obwohl er sich auch rechtzeitig nach London hätte absetzen können. Ich wundere mich sehr über die vielen hämischen und böswilligen Kommentare, die die brutalen Willkürakte der russischen Regierung gegen Demokraten gutheißen.

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Freewolfgang 21.12.2013, 21:46
98. Die "wilden 90er"

Zitat von sysop
Michail Chodorkowski war einst der reichste Mann Russlands. Sein Vermögen wurde auf acht Milliarden Dollar geschätzt. Nach seiner Freilassung aus dem Gefängnis ist unklar, wie viel davon geblieben ist.
Wer den Zusammenbruch des Kommunismus erlebt hat weiß, dass Zu Beginn der 90er Jahre rund 2500 Banken in Russland existierten, die weitgehend ihr Geld mit der reinen Verwaltung der Gelder von anderen verdienten - bei einer sehr niedrigen Eigenkapitalquote. Meist genügte eine Bürgschaft in Höhe von 25.000 Dollar - wer dann auch noch die richtige Kontakte hatte, kam an Informationen, die dabei halfen, aus einer - finanziellen - Maus einen Elefanten zu machen. Allerdings war dieses Geschäft auch riskant. Die "russische Mafia" legte oft ihr Geld bei dubiosen Bankern an. Diese wurden gelegentlich zu gierig. Die Folge: Banker wurden - unter anderem - auf offener Straße erschossen. Der "Wilde Osten" und seine Geschichte - man könnte Bücher schreiben...

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UweZ+ 22.12.2013, 00:08
99. Tztztz...!

Zitat von kettbach
...Ich wundere mich sehr über die vielen hämischen und böswilligen Kommentare, die die brutalen Willkürakte der russischen Regierung gegen Demokraten gutheißen.
Meine Wenigkeit wundert sich hingegen darüber, dass der ja durchaus kritisierbare Regierungsstil des Herrn Putin nun seltsamerweise nichts anderes als ein Willkürakt gegen Demokraten gewesen soll, obwohl selbiger Regierungsstil (nach der nachweislich menschenverachtenden "Befreiung der russischen Menschen vom Kommunismus mittels Kapitalismus" unter "Freiheitsheld" Boris Jelzin) den nicht-reichen russischen Menschen glücklicherweise wieder eine um 4,5 Jahre angestiegene Lebenserwartung bescherte (s. statistische Daten der Weltbank).

Ich dachte immer, Demokratie setze voraus, dass ALLE Bürger hinreichend lange überleben, weil vorzeitig Verreckte logischerweise gar keine demokratische Wahl mehr haben können...

Na, Schwamm drüber - da Herr Putin seine russischen Widersacher-Demokraten ja nun begnadigt nach Deutschland ausreisen lässt, freue ich mich natürlich auf die künstlerisch affengeile Performance, die uns die "aufrührerisch weiblich-primären Geschlechtsmerkmale" in Form der "Pussy Riots" in Kürze vor den Beichtstühlen im Kölner Dom darbieten werden...

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