Forum: Wirtschaft
Einweg-Verbot: Das unternimmt die EU gegen Plastikmüll
Jorge Silva / REUTERS

Mit der neuen Richtlinie gegen Einwegplastik wollen Europas Politiker den Plastikmüll bekämpfen. Ihr Normenwerk kann die globale Abfallschwemme wohl kaum stoppen. Aber es ist ein Anfang.

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ziehenimbein 27.03.2019, 18:44
10. Auch in anderen z.B. in türkischen Geschäften

Zitat von perino
In fast jeder mittelgroßen Stadt gibt es mittlerweile wenigstens einen Unverpacktladen. Das Prinzip ist einfach und effektiv. Es gibt keine Ausrede mehr, nicht selber etwas zu tun, außer Faulheit und/oder falsche Prioritätensetzung im Zeitmanagement.
kann ich ein Füllhorn an Waren lose einkaufen. Da wird dann auch das Fleisch noch in Wachspapier, mit einem Gummi drumherum, eingeschlagen.

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Wolfilein 27.03.2019, 18:50
11. Schluss mit den Extrawürsten

Zitat von ruhepuls
Sicher werden die Europäer die Plastikflut nicht stoppen können. Aber es ist ein Anfang. Schon viele Jahre, bevor es bei uns Einweg-Flaschen-Rücknahme-Automaten gab, hatte ich in Schweden solche im Supermarkt gesehen. Heute haben sie fast alle. Es wird ein langer Weg, von der heutigen Wegwerfgesellschaft, die bequem für Hersteller und Konsumenten ist, hin zu einer "nachhaltigeren". Aber was wäre die Alternative?
Ich kenne das auch seit vielen Jahren aus dem Schwedenurlaub. Allerdings bekommt dort nicht jedes Lobbygrüppchen seine Extrawurst in Form von Ausnahmen gebraten. Pfandflasche ist Pfandflasche, ohne Rücksicht drauf ob da jetzt Wasser, Cola, Limonade oder Fruchtsaft drin ist. Und Kunststoffabfall ist Kunststoffabfall, egal ob das jetzt ein Putzeimer aus Plastik oder ein Eimer als Verpackung ist. SO geht das!

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P-Schrauber 27.03.2019, 18:52
12. Alles gut und was ist mit den Hauptemittenten?

Ja alles gut wir sparen zu Hause an Plastik und vermeiden Plastikverpackungen und Müll wo es nur geht. Unser Ziel ist max. ein gelber Sack alle 14 Tage … und wir sind zu 90% dran.
Aber wir sind nicht das Problem:
Gerade in D haben wir mit gelben Sack (grünen Punkt) und der Rücknahme von Kunststoffflaschen ein gutes System, die eigentlichen Umweltkotzbrocken sind andere:

Vermüllung der Weltmeere aufgrund von Mißmanagement des Plastikmülls:
60,0% Asien und Pazifik,
11,0% Südafrika,
08,9% Mittelafrika,
08,3% mittlerer Osten und Nord Afrika,
07,2% Süd- und Mittelamerika,
03,6% Europa und Mittelasien (Russland, ...)
00,9% USA und Canada

Vermüllung der Weltmeere aufgrund von Eintrag von Plastikmüll durch Flüsse:
86,00% Asien und Pazifik,
07,80% Afrika,
04,80% Südamerika
00,95% Mittel- und Nordamerika,
00,28% Europa und Mittelasien (Russland, ...)
00,02% Australien

Wir sind also bereits im Vergleich zu den anderen extrem gut,
wieso wurde das Problem nicht jetzt gerade vor kurzen in Paris angesprochen als Chinas Präsident dort war?

Was ist mit dem Mülltourismus, was wird getan dass der Müll hier aufbereitet wird und nicht ganz weit weg und unter nicht so gute Umweltstandards, das ist viel wichtiger.

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mrthink 27.03.2019, 19:02
13. Plastic2Gasoline per Pyrolyse

Zumindest dort wo es keine organisierte Müllentsorgung gibt. Hier kann Entwicklungshilfe ansetzen und Pyrolyse Anlagen finanzieren die Plastik in flüssige Kraftstoffe umwandeln. Bei 10 - 20 Cent pro Kilo Plastikmüll Ankaufspreis werden viele Menschen davon leben können die Umwelt sauber zu halten.

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Gleichstrom 27.03.2019, 19:04
14.

Es ist ein Anfang. Immerhin.

Alles hat mal mit einem Anfang begonnen - man darf sich gern auch in Erinnerung rufen, daß FCKW zum Beispiel mit ... mäßigem Erfolg verboten werden konnte, weil der Handlungsbedarf dringend und zwingend war, und dies offenbar den dies herausgefunden habenden Forschern zu vermitteln gelungen ist. Da ist wohl am Meisten zu machen - der Bequeme Endkonsument, der mit hunderten Fingern auf alle Anderen zeigt, hat auch eine Haustür, vor der gekehrt werden kann.

Wir werden kaum drumherumkommen, daß das 21. Jahrhundert später mal in den Geschichtsbüchern ein Besonderes sein wird - es wird das Jahrhundert der Folgenbeseitigung werden - oder das Jahrhundert, indem sich die Menschheit, planlos und entsetzlich, gesundschrumpfte.......

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Sendungsverfolger 27.03.2019, 19:07
15. Whataboutism

Zitat von gluonball
Effektivität Alle Maßnahmen in Ehren. Wenn ich mir die auch bei Spon hochgeladenen Videos ansehe wo Flüsse voll von Plastik ins Meer fließen dann muss man doch erkennen, dass man hier ansetzen muss. Warum dort nicht Entwicklungshilfe leisten und die Flüsse säubern oder vorher (leider schwieriger) ein Recyclingsystem aufbauen? Aber selbst wenn man nur an den Flüssen alles rausfischen würde und dann verbrennte wäre das ein großer Beitrag der nicht mal viel kosten würde.
Habe ich mir gedacht, dass jetzt gefühle 90% aller Forenbeiträge aus Whataboutism (was ist mit .... warum nicht zuerst ... schlimmer ist doch ...) bestehen werden und Ihrer ist der erste.

Es ist doch selbstverständlich, dass ALLE möglichen Maßnahmen zur Plastikmüllvermeidung auf der ganzen Welt ergriffen werden müssen. Das ist selbstverständlich. Und dabei ist es unerheblich, welche Maßnahmen zuerst erfolgen oder in welchem Umfang oder was jetzt mehr oder schneller etwas nützt. Darüber braucht mal wohl gar nicht mehr reden.

Wer es trotzdem tut, will nur ablenken. Punkt.

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Sendungsverfolger 27.03.2019, 19:13
16. Ernsthaft:

Zitat von ziehenimbein
Wieso Wattestäbchen und nicht Plastikschalen für Obst oder Gemüse? Auf ein Wattestäbchen kommen bei mir zwei der genannten Plastikschalen, oft noch in Folie verpackt. Ich würde lieber sofort auf die unnötigen Plastikschalen verzichten. Sieht das jemand ernsthaft anders?
Wieso nicht auf Wattestäbchen UND Plastikschalen, also beides verzichten?

P.S. Wattestäbchen sind überflüssig, wenn Sie nicht im medizinischen oder pharmazeutischen Bereich arbeiten. Warum die eigentlich nicht zum "Ohrenpulen" geeignet sind, erklärt Ihnen der HNO Ihres Vertrauens.

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martin58. 27.03.2019, 19:14
17. Was soll diese hypermoralisierende Symbolpolitik?

Laut einer Untersuchung des Helmholtz Institutes für Umweltfragen werden über 90 % des Plastikmülls in den Meeren durch 10 Flüsse eingetragen. Davon liegt keiner in Europa. Auch der ständige Verweis auf die Plastikproduktion ist irreführend. Wer, bitteschön, wirft denn bei uns seinen Plastikmüll in den Fluss? Schauen sie sich einfach unsere Flüsse an. Wenn bei uns, in einem einzigen Binnengewässer, Plastikmüll entdeckt wird rücken sofort (ich war auch schon dabei) "Putzkolonnen" an. Selbst Taucher (!) werden eingesetzt, wenn untergegangenes Plastik vermutet wird. Also was soll das? Wenn überhaupt, sollten wir mit Geld und Know-How dort vorstellig werden, wo wirklich etwas bewirkt werden kann. Weniger Plastiktüten in deutschen Supermärkten mögen für so manchen "Grünorientierten" das Gewissen beruhigen, sie retten aber auch nicht einen einzigen Fisch, geschweige denn die Weltmeere.

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damei 27.03.2019, 19:23
18. Überbevölkerung

Ein guter Schritt voran, aber doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Und der Stein liegt im Feuer das immer stärker geschürt wird.
Solange sich die Bevölkerung in den Ländern aus denen der meiste Müll über die Flüsse ins Meer gelangt alle paar Jahre verdoppelt, wurd auch ein Gartenschlauch den heißen Stein nicht kühlen. Der Wasserstrahl muss ins Feuer

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Celegorm 27.03.2019, 19:32
19.

Solange grosse Teile des Plastikmülls exportiert wird, dürfte es eher kontraproduktiv sein, solchen zu trennen. Im Restmüll wird Plastik wenigstens verbrannt - nicht optimal, aber wenigstens ist das Problem damit erledigt. Während "Recycling" oft bedeutet, dass das Ganze irgendwo nach Asien verschifft und dort dann ins Meer gespült wird. Weshalb es eigentlich erstaunt, dass ein simples aber effektives Mittel zur Bekämpfung des weltweiten Müllproblems nie diskutiert wird: ein Exportverbot für Plastik und Elektroschrott.

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