Forum: Wirtschaft
Einweggeschirr, Trinkhalme und Co.: EU-Parlament stimmt für Verbot von Plastik-Wegwer
imago/Jochen Tack

Die EU will langfristig Wattestäbchen, Einweggeschirr und andere Wegwerfprodukte aus Plastik verbieten. Das EU-Parlament hat diesem Plan nun zugestimmt - für manche Produkte gilt der Bann schon ab 2021.

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sh.stefan.heitmann 24.10.2018, 15:11
1. schon ab 2020....

....ist ja unglaublich. Überschrift muss heißen ERST ab 2020. Für Artikel bei denen es bereits Alternativen gibt, sollte ein sofortiges Verbot inkraft treten.

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graf koks 24.10.2018, 15:24
2. nett

Netter Anfang, endlich. Obwohl - der Plastiktütenwahn ist auch schon spürbar zurückgegangen. Aber: es werden weltweit Plastikverpackungen für 80 Milliarden Dollar produziert! Da sind Wattestäbchen und Strohhalme noch nicht eingerechnet. Aber die großen Brocken wird die EU ohnehin nicht alleine stemmen. Außerdem wäre es an der Zeit sich Gedanken zu machen, wie das Plastik aus den Ozeanen wieder rausgeholt werden kann. Das wäre doch mal ein fetter Fang für Fangflotten.

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pyrrhon-von-daheim 24.10.2018, 15:28
3. Leider wirkungslos für unsere Meere

Wir sollten unser Engagement und unsere Einsatzbereitschaft Staaten wie Indien, den Philippinen, Thailand und Indonesien widmen. Diese Menschen haben keinerlei Umweltbewußtsein. (Bei uns kam das auch nicht über Nacht) Einweg ist der dort der einzige Weg, weil es eben billig ist.
Wenn wir wirklich was bewegen wollen, dann müssen dort ansetzen. Die Zunahme der Single-Haushalte in Deutschland (20 Mio.) hat auch den Plastikverbrauch deutlich steigen lassen. Nehmen sie sich morgens Zeit und trinken sie weniger Kaffee-to-go, wenn Sie über die Probleme der Welt sinnieren. Denn 60% des Plastikmülls wird in Deutschland zur Energieverwertung verbrannt. 38% werden recycelt und nur 1% landet auf Deponien.
Wir haben aber das Know-how und das Geld, das die ärmeren Länder so dringend brauchen.

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syt 24.10.2018, 15:31
4. Müssen bis dahin ,alle vollen Lager

mit diesem Kunstschrott vermarktet werden ?

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ky3 24.10.2018, 15:32
5. falsche Prioritäten

Schaue ich mir deutsche Flußufer an, finden sich dort ganz andere Kunststoffe als Wegwerfgeschirr und Trinkhalme. Es sind vor allem Kunststoffe, welche bei Hochwasser aus Klärwerken entwichen sind: Klebestreifen von Damenbinden, Einweg-Mikrofaser-Toilettentücher, und Plastikhalterungen für Klo-Duftspendern.
Daneben eine Menge Styropor (Polystyrol).
Die EU-Vorgaben ergeben sich meines Wissens vor allem aus Analysen des Mülls europäischen Strände. Doch jener Müll kann von überall dorthin gekommen sein. Sinnvoller wäre doch den Müll europäischer Flüße zum Maßstab zu nehmen, also das was hier hauptsächlich in die Umwelt gelangt.

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Kanalysiert 24.10.2018, 15:35
6. Verpackungsmüll!

Hallo? Verpackungsmüll vergessen? Diese 2-3 Umhüllungen für jeden Mist braucht keiner - und das Luftvolumen, damit die Packung grölßer ausschaut gehört eh schon lange DRINGEND verboten. Wozu mehr Plastik, wenn man Mogelpackungsluft einpackt?

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MatthiasPetersbach 24.10.2018, 15:47
7. Einweggeschirr verbieten .....

.... hatten wir das nicht schonmal verboten? Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, in denen das z.B. bei Straßenfesten ein großes Thema war. Und man im Großmarkt tatsächlich nix mehr von Pappstar fand.

Aber wir hatten ja auch schonmal erkannt, daß das Ersetzen von Mechanik durch irgendwas, was Strom braucht, umweltfeindlich ist. Und heute feiern wir das Fernsteuern von Lichtschaltern. Und hängen das Fahrrad an die Steckdose.
Wir waren schonmal weiter - um Lichtjahre weiter. Als die Grünen noch grün waren :)

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DummerNutzer 24.10.2018, 15:51
8. Was passiert mit den gelben Säcken?

Frage in die Runde: Ist sichergestellt, dass unsere gelben Säcke nicht ins Ausland transportiert und dort in die Umwelt gelangen können? Kennt sich da jemand aus?

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quark2@mailinator.com 24.10.2018, 15:57
9.

Mit den meisten Einschränkungen hätte ich kein Problem, aber warum das Verbot von dünnen Plastiktüten ? Die verwende ich ständig, aber ich werfe sie nicht weg, sondern wasche sie ab und verwende sie neu. Irgendwie sehe ich nicht, was diese Tüten auch nur ansatzweise gleichwertig ersetzen könnte. Irgendwelche Gefäße passen sich nicht an den Inhalt an, so daß der Stauraum (z.B. im Kühlschrank) nicht optimal genutzt werden kann. Und Papiertüten kommen in feuchten Bereichen nicht infrage und man kann nicht sehen, was drin ist. Also auf die Dinger würde ich nur extrem ungern verzichten, zumal ich sie nicht in die Botanik werfe.

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