Forum: Wirtschaft
Einzelhandel: Junge Gründer legen sich mit Amazon an
Fabrice Pöhlmann

Regionale Händler kooperieren oft mit Amazon - aus Angst, sonst verdrängt zu werden. Junge Gründer in Wien und Wiesbaden finden andere Wege, dem Weltkonzern zu trotzen.

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slim_chance 05.11.2017, 14:29
100.

Stelle Menschlichkeit gegen Profit. Sollte für aufgeklärte Bürger kein Problem sein.

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von Hinnen 05.11.2017, 15:07
101. Junge Gründer

Man nennt es Selbstausbeutung.

In 3 Jahren sind sie pleite mit einer Menge Schulden, die sie zum Privatkonkurs zwingt.

Dann sind sie 40, bis sie wieder was machen können. Und ihr Leben ging vorbei in Sklavenarbeit für die Schulden. Alles andere als lustig.

Denn die einen sind im Dunkeln
nur Beschriebene im Licht.
Man sieht nur die im Lichte
die im Dunkeln sieht man nicht.

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A. Merkel 05.11.2017, 15:09
102. ökologisch nachhaltig und sozial verträglich ??

wenn es profitabel wäre, Bücher zu verkaufen und persönlich beim Käufer vorbeizubringen, dann hätten die Samwer-Brüder das Geschäftsmodell von Amazon schon längst kopiert. Die kids, die in diesem Artikel gelobt werden, sind entweder Traumtänzer oder gewiefte Abzocker, die öffentliche Fördergelder kassieren, so lange es geht und dann das nächste "Unternehmen" gründen.

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Newspeak 05.11.2017, 15:23
103. ...

Zitat von 112211
Jede Möglichkeit, statt bei dem schlecht entlohnenden Megakonzern Amazon lieber lokal zu bestellen, ist gut. Ok, fast jede. Was Amazon sich gegenüber Händlern und Herstellern leistet, ist eine Katastrophe für den Markt. Da werden Hersteller und Händler zu Kooperationen quasi gezwungen, Auswege gibt es nur wenige.
Was Amazon mit seinen Mitarbeitern macht, ist eine Sache. Aber dass Amazon Haendler und Hersteller unter Druck setzt, ist nur gut. Mal ehrlich. Amazon konnte/kann nur deshalb diesen Erfolg haben, weil es die Beduerfnisse der KUNDEN in den Vordergrund stellt. Andersherum gesagt, die KUNDEN gingen den Haendlern und Herstellern die Jahrzehnte davor ziemlich am ... vorbei. Man muss sich doch nur mal daran erinnern, wie umstaendlich es war, in einer Buchhandlung ein eher selteneres Buch zu ordern. Wochenlange Fristen. Und manchmal auch nervendes und unfreundliches Personal. Manchmal mehrfaches Nachfragen, weil das Buch zum genannten Termin immer noch nicht da war. Jedes Mal mit dem Auto rein in die Stadt und wieder raus. Umweltfreundlich war das auch nicht. Nein, wer die Staerke von Amazon kritisiert, muss auch mal die Schwaechen der Konkurrenz sehen. Ausnahmsweise ist das mal funktionierende Marktwirtschaft, die man hier beobachten kann.

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timi_moon 05.11.2017, 15:33
104.

Zitat von forky
Wie viele Sendungen kann der lokale Kurier in einer Stunde ausliefern? Zwanzig bestimmt. Wie hoch sind die Versandkosten bei Amazon? Da kann der Fahrradkurier sogar über Mindestlohn bezahlt werden.
" Zwanzig bestimmt. " Niemals. Eher halb so viel.

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Ge-spiegelt 05.11.2017, 15:44
105. lokale Post

Wie wäre es, wenn die Auslieferung durch die Post gemacht werden würde? Der Postbote holt die Waren direkt bei den Händlern ab, ohne Umwege über Logistik Zentren. Ist billiger, schneller, kostet weniger Ressourcen und man hat nicht noch einen Boten mehr, der klingelt. Oder gleich per Drohne oder Roboter, aber da führt Amazon ja auch. Natürlich macht das nur Sinn, wenn die Ware schon beim Händler ist.

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peterpullin 05.11.2017, 15:59
106. nette idee - aber hoffnungslos dank unklarer gesetze

unsere akutelle regierung verschläft seit mehr als 10 jahren jeden trend im web. bzw. gängelt und quält die händler vor ort über unklare regelungen zu "verbraucherschutz", abmahnung und markenrecht. rücknahme, verordnungen, etc. die liste ist endlos. daher gehen nicht nur die geschäfte in den städten ein, nein auch die onlinehändler mit sitz in D haben kaum eine chance.
was bei uns verboten - bzw. abmahn- oder untersagnungsfähig - ist wird (selbst im europäischen) ausland geduldet oder gefördert. (z.B. nachgedruckte verpackungen für vintage heuer uhren. als anbieterin d wäre ich morgen tot - in england verdiene ich mir eine goldene nase - hier könnte wenigstens ein aufdruck "replik" den käufer und hersteler schützen) so entsteht ein immer größeres ungleichgewicht "zum schutz der verbraucher" - die dann eben von england, marokko oder china aus betrogen werden. und da haben sie keine chancen sich zu wehren. die lokalen online händler werden zur gleichen zeit zu tode gequält, mit kleinklein gegen abzockanwälte, ämter, ihk´s und berufsgenossenschaften. der verhinderte umsatz und die steuern finden im ausland statt. so vershiebt sich der pegel immer weiter - amazon und co nutzen die verschlafene politik gnadenlos aus.

der aktionismus, die schelte geht in die falsche richtung. der grund sitzt in berlin, und sitzt, und sitzt, und sitzt!

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murksdoc 05.11.2017, 16:21
107. Nicht ohne mein Amazon

Wenn Sie meinen, dass ich mich nach Feierabend um 18.00 Uhr in eine Innenstadt quäle, wo ich bis 19.00 Uhr im Stau stehe, keinen Platz im Parkhaus finde und wenn ich um 19.59 Uhr den Fuss in die sich schliessende Supermarkttür stelle, um wenigstens noch eine Tüte Milch zu bekommen, klebt mir hinter meinem Rücken eine Politesse einen 35-Euro-"Parkschein" an die Windschutzscheibe. Ab und zu habe ich ja auch mal frei. Aber da muss ich die Milch an der Tanke kaufen, weil die Geschäfte zu haben. Und das sind nur die Dinge des täglichen Bedarfes. Wir reden noch nicht über Computerzubehör, Bekleidung oder Haushaltselektronik. Ich kaufe weiter bei Amazon. Schon, um es zu unterstützen.

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specialsymbol 05.11.2017, 17:32
108. Und woher bekommen Buchhandlungen ihr Bücher?

Werden die vor Ort gedruckt? Warum muß ich, wenn ich beim Buchhändler ein Buch bestelle (also, alles was kein Bestseller ist), genauso lange darauf warten wie bei Amazon - mit dem Unterschied dass ich am nächsten Tag nochmal in die Stadt muß, während der Paketbote bei mir sowieso vorbeikommt?

Das Umweltargument sehe ich da leider eher pro Amazon.

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ansv 05.11.2017, 17:47
109. Am Ende entscheidet der Kunde..

... doch der hat leider nur seinen ganz kurzfristigen Vorteil im Blick.

Bei "meiner" Buchhandlung kann ich seit Jahren online oder per Telefon bestellen und das Buch spätestens am nächsten Tag abholen. 2x die Woche liefern sie auch Bücher im Viertel aus. Das beste aber ist: Ich bekomme vor Ort immer eine kompetente Beratung und lese so oft Bücher, auf die ich gar nicht gekommen wäre. Und bei sämtlichen Bekannten mit Kindern gelte ich als Hellseherin - und ich selbst habe definitiv keine Ahnung von Kinderüchern. Danke, liebe Buchhändlerin :-)

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