Forum: Wirtschaft
Einzelhandel: Umweltministerin Schulze will Plastiktüten verbieten
Ralph Peters/ imago images

Seit einigen Jahren sinkt der Verbrauch von Plastiktüten deutlich. Umweltministerin Svenja Schulze will Tüten nun endgültig untersagen - obwohl sie weniger als ein Prozent der Plastikverpackungen ausmachen.

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zeroo_ 11.08.2019, 13:49
2. einscannbare Pfandbecher statt Einweg To Go Becher

Insgesamt muss weniger Müll entstehen, auch bei den To Go Bechern. Da muss man alle verpflichten wiederverwendbare Pfandbecher anzubieten. Das würde auch bei Kaffeeautomaten funktionieren, wenn die automatisch den Pfandbecher erkennen würden. Nur teurer machen, wie letztens politisch vorgeschlagen, reicht nicht. Es geht um einen Systemwechsel. Wenn nur noch wiederverwendbare Pfandbecher, die einscannbar sind, verwendet werden und die dann zurückgebracht werden enststeht der Müll erst garnicht. Auch kann man beim Eis besser ein Hörnchen als einen Becher nehmen, dann produziert man keinen Müll. Bei den überquillenden Mülleimer mit Plastikschalen aus den zahlreichen Imbissbuden muss man sich etwas überlegen. Mehrweggeschirr in der Gastronomie könnte die Umweltverschmutzung zukünftig eindämmen. Genauso wie der ganze Müll der beim Essen bei MC Donalds produziert wird, muss radikal eingedämmt werden. Hierzu muss der Gesetzgeber tätig werden.

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kumi-ori 11.08.2019, 13:51
3.

Da bin ich sehr dafür. Aber ich will auch eine hygienische Alternative.

Mein Vorschlag wäre, dass die Zahl der verwendeten Materialien bis auf ganz wenige wohlbgründete Ausnahmen (z. B. sterile Medizinprodukte) auf zwei oder drei begrenzt wird, Verbundmaterialen verboten werden und die Materialien gekennzeichnet und getrennt gesammelt werden. So erhält man sortenreine Recyclingmaterialien.

Für Fett- und Eiweiß-haltige Substanzen muss ein Material gefunden werden, dass hygienisch, sicher und gleichzeitig rückstandslos abbaubar ist. Hier müsste wohl von politischer Seite eine Initiative gestartet werden, denn Mangels Incentive wird es keine Anstrengungen der Industrie dazu geben.

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zeroo_ 11.08.2019, 13:51
4. Unternehmen zu weniger Müll u. Recycling verpflichten

Seit Jahrzehnten sammeln in Deutschland Bürger für den grünen Punkt, um so zum Recycling beizutragen und die Umwelt zu schonen. Doch die Politik setzt Gesetze garnicht richtig um. Denn ein grosser Teil des grünen Punktes wird einfach verbrannt. Dabei ist Recycling möglich. Nach den anfänglichen Investitionen wird das Recycling auch für die Unternehmen günstiger. Das Problem ist aber, dass die Politik Recycling nicht verpflichtend gemacht hat. Ganz Deutschland sammelt, Politiker reden in der Öffentlichkeit von Umweltschutz, doch die Realität was dann in den Unternehmen umgesetzt wird ist eine ganz andere. Ganz Deutschland sammelt ohne die erhoffte Wirkung zu erzielen. Die Unternehmen müssen verpflichtet werden recyclingfähiges Material einzusetzen und auch wiederzuverwenden. Insgesamt muss der Müll und Verpackungen reduziert werden. Nur über Strohhalme oder Tüten zu reden ist noch kein Konzept.

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zeroo_ 11.08.2019, 13:53
5. Gesetze gegen Mikroplastik in Kosmetik und Putzmitteln

Sämtliche Verpackungen im Supermarkt müssen überarbeitet werden und nur noch wiederverwendbare und sortierbare Materialien eingesetzt werden. Styroporverpackungen von Geräten müssen umgestellt werden auf Verpackungen aus Karton Formschalen. Wichtig ist auch das grundsätzliche Reduzieren der Müllmengen. Jedes Produkt muss hinterfragt werden, wo Plastik wegfallen oder ersetzt werden kann, ob eingeschweißte Teebeutel oder Kekse, viel unnötiges Plastik muss weniger werden. Ein weiteres Problem ist auch immer noch Mikroplastik. Duschgel, Peeling, Lippenstift: In vielen Kosmetikprodukten und Putzmitteln steckt noch immer Mikroplastik. Die winzigen Plastikpartikel gelangen per Abwasser in die Umwelt und richten dort unabsehbare Schäden an. Hier müssen die Hersteller verpflichtet werden, kein Mikroplastik mehr einzusetzen. Eine Selbstverpflichtung reicht hier nicht.

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thompopp 11.08.2019, 13:53
6. Das ist doch mal ein Anfang

und wenn es so weiter geht, dann sind wir in ca. 100 Jahren C02-Neutral.
Oder wir nutzen unsere Ministerien mal dazu dass sie so richt ranklotzen und nicht Beamten-Mikado spielen.
Nächsten Monat will ich 10 neue Gesetzt EU-Weit sehen: Plastiktütenverbot, Einwegverbot, enorme Steuern auf Plastikverpackungen, Verbot von Massentierhaltung ...
Und im Monat drauf gehts dann weiter mit 10 weiteren Themen ...
Wäre doch gelacht wenn wir es nicht schaffen bis 2030, also in 11 Jahren, C02-Neutral und und sozial zu sein!

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isar56 11.08.2019, 13:56
7. Kein Tropfen

auf den heißen Stein und nicht genug. Wenn ich mich richtig informiert habe, wird uns unser Dreck in Luft, Gewässern und in den Böden früher oder etwas später um die Ohren fliegen. Was ist mit den Milliarden völlig überflüssigen coffee-to-go-Bechern, Einweggrills, Einweggeschirr? Warum ist es nicht möglich einfach im eigenen Geschirr ein Picknick zu machen und seinen Abfall wieder mitzunehmen? Einkaufstipp: es gibt ganz leichte, große, stabile Taschen, die platzsparend in jede Handtasche passen.

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Willi Wacker 11.08.2019, 13:56
8. Die Meisterin der lautstarken Nebensächlichkeit

Plastiktüten sind nur ein kleiner, kleiner Bestandteil des Plastikproblems.
Ohne jegliche Plastitüte würden immer noch die Verpackungen von Obst und Gemüse, Tiefkühlkost oder Kosmetika (Tuben bis Tübchen ohne Ende) aber auch Plastik-Getränkeflaschen über die Welt kommen.
Man schaue sich mal eine typische Supermarkt oder Drogerielieferung an: Container mit Unmengen Plastikumhüllung zusammengehalten. Einzig dem Zusammenhalt dienend, nach Auspacken nutzlos.
Wo vorne eine Gute-Schulz-Plastiktüte eingespart wird, werden hinter der Bühne das hundertfache an Plastikverpackungen in die Welt gebracht.

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Oberleerer 11.08.2019, 13:58
9.

Symbolpolitik. Immer nur Symbolpolitik.

Jede andere Verpackungsform ist vermutlich viel umweltschädlicher als eine wenige Gramm schwere Plastiktüte.

Die Politik redet nur wieder um ihr eigenes Versäumnis herum. Niemand in Deutschland hat seine Plastiktüten in den Ozean geworfen, fast alle landen ordnungsgemäß im Müll, wenn nicht sogar im Plastikmüll.
Und die halbstaatlichen Großsammler fanden es eine gute Idee, den Müll um die halbe Erdkugel zu schippern um es dort in die Flüsse zu kippen.

Aber gegen diese Kumpanei, wird nicht vorgegangen. Diese "Entsorger" haben mit ihrem Tun eben nicht für eine sichere Entsorgung gesorgt.

Nun gut, hoffen wir, daß die Beutel aus Hanf schnell billig werden und sich besser entsorgen lassen. Immerhin ist es gut, wenn weniger fossiles Erdöl kostet.

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