Forum: Wirtschaft
Eklat bei G7-Gipfel: Wie US-Präsident Trump die internationale Handelsordnung zerstör
REUTERS

Der freie Welthandel gilt als Dogma. Mit seinem Eklat beim G7-Gipfel hat Donald Trump dessen Ende eingeläutet. Denn ohne die USA dürfte es für die Globalisierung schwer werden. Das wird auch Deutschland spüren.

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fottesfott 10.06.2018, 17:12
30. Nun müsste es der Letzte verstanden haben,

dass der Trump-Administration mit den Methoden der letzten Jahrzehnte nicht beizukommen ist. Die EU sollte begreifen, dass ein Handelskrieg unausweichlich ist, und nicht auf ein kurzfristiges Einlenken der USA hoffen, sondern aktiv Schritte einleiten, nicht nur reagieren. Diskrete finanzielle Unterstützung der Demokraten aus EU-Töpfen? Warum nicht. Ansonsten empfiehlt sich die klassische Gewerkschaftsstrategie der gezielten Nadelstiche; wie kann ich mit Warnstreiks an der richtigen Stelle möglichst viel Schaden beim Gegner anrichten. Ein EU-Fonds für europäische Firmen, die ihr US-Engagement beenden müssen? Warum nicht. Wenn BMW Spartanburg schliesst, wären auch etliche Trump-Fans "fired". Fracking ist böse für die Umwelt. Also Einfuhrverbot von Fracking-Öl und -Gas sowie allen Produkten, die mit Fracking hergestellt wurden.
Amazon schadet den europäischen Einzelhändlern, die muss man doch sinnvoll schützen dürfen. 2€ auf jede Amazon-Lieferung, 4€ auf jede Rücksendung. Rindfleisch, dass mit genmanipuliertem Soja erzeugt wurde? Geht gar nicht. Aufnahme von Verhandlungen zu einem Freihandelsabkommen zwischen EU und China? Warum denn nicht. Der Spuk muss einfach schnell beendet werden.

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wexelweler 10.06.2018, 17:13
31. Warnung an die USA

Fahrt doch einfach mal den Durchsatz Richtung USA auf 1% runter.
Mal schauen wie lange die noch eine grosse Klappe haben.

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thefoolonthehill 10.06.2018, 17:14
32. In die richtige Richtung

Hirnlose Liberalisierung hätte nie sinnvoll funktioniert, und es hat auch nie sinnvoll funktioniert. Der freie Handel als Dogma hat dazu geführt, dass die westlichen Nationen ihre Ideale verrieten und dass international eine ähnliche Situation herrscht wie zur Frühzeit der Industrialisierung, als die soziale Marktwirtschaft noch nicht erfunden war, national.

Das was Trump macht, ist nicht weniger hirnlos, aber es zwingt hoffentlich den Rest der Welt, das Gehirn zu benutzen.

In einem komplett liberalen Welthandel ist eine soziale Marktwirtschaft nicht wettbewerbsfähig. So gesehen hat Trump möglicherweise zur Rettung Eurpoas und der Idee der sozialen Marktwirtschaft beigetragen.

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Hajojunge 10.06.2018, 17:14
33. Die Monopolisten Amazon, Facebook, Microsoft & Co scheffeln Milliarden

Sie verkaufen ihre Produkte und Dienstleistungen über das Netz am Zoll vorbei. Immerhin schauen nun die Finanzbehörden (Finanzamt Berlin-Neukölln) bei Amazon und eBay genauer hin.
Hier sollten die Daumenschrauben kräftig angezogen werden. Über die verteuerte Harley lacht der Zahnarzt nur, echte Jeans kaufen die Leute eher selten. Und wer kauft schon Ami-Schlitten? Bei Rohstoffen spielt die Musik.

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Gmorker 10.06.2018, 17:15
34. Einigkeit

Wenn sich alle anderen ausser den USA einig wären, wäre es gar nicht mal so schwer. Als Start wäre es ein gutes Zeichen, den PetroDollar nicht mehr für Ölgeschäfte zu nehmen und auch anderswo Geschäfte nicht mehr vornehmlich in $ abzuwickeln, sondern in entsprechenden anderen stabilen Währungen (davon gibt es ausreichend andere). Das könnte ein entscheidendes Signal an die US-Wirtschaft sein, das Trump vielleicht gerne hätte, das er der Nabel der Welt ist, das deswegen aber noch lange nicht Wahrheit wird.

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EnricoPalazzo 10.06.2018, 17:15
35. Zölle auf deutsche Autos - je höher je besser

Importzölle, welche das Lügenkonglomerat von VW und Co treffen sind nur zu begrüßen. Ich weine diesen Betrügern keine Träne nach. Es steht aber zu befürchten, dass für Verdienstausfälle wieder der Steuerzahler bluten darf.

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amishunderground 10.06.2018, 17:17
36. Einen wichtigen Punkt...

... übersieht man in Europa. Die USA sind garnicht in der Lage hochqualifizierte Produkte zu produzieren. Sie haben weder das Know-how, noch qualifizierte Arbeitskräfte.
Spätestens jetzt rächt sich das marode amerikanische Bildungssystem.

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gerold59 10.06.2018, 17:17
37. Nachrechnen

Wenn 65Milliarden Handelsüberschuss mit den USA wegfallen, dann ist das schon heftig. Auf der anderen Seite sind 5% unserer Wirtschaftskraft.
Ich musste auch schon mal auf 5% meines Einkommens verzichten. Ging!
Wenn dann noch Amazon, Google usw ihre Steuern zahlen würden, dann wäre das doch alles halb so wild.

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quark2@mailinator.com 10.06.2018, 17:19
38.

Ich kann Trump verstehen, wenn er die Abwanderung der eigenen Produktion ins Ausland bedauert. Freier Handel macht nur Spaß, solange man selbst technologisch führend ist, also mehr davon hat, als man verliert. Wenn man selbst hohe Einnahmen hat, damit hohe Löhne zahlt, damit die besten Talente aus aller Welt anlockt ... win, win, win ... Nur dumm, wenn man mal 20 Jahre nicht aufpaßt und seine Technologie exportiert und dann auf einmal feststellt, daß man im Ausland billiger kaufen als zu hause produzieren kann. Dann will man gern zurück zum Protektionismus ... Es wird aus meiner Sicht aber nicht (mehr) helfen.

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p.raubinger 10.06.2018, 17:20
39. Kommt nun auch die Mauer nach Kanada?

Die Konsequenz wäre doch nun, dass US auch eine Mauer gegen Kanada baut? Zwischen Japan und Europa liegt ja jeweils ein Ozean.
US sind wirtschaftlich und auch sonst so stark, dass sie sich auch mal abschotten können, wenn sie mit uns Schmuddelkinder nicht mehr spielen wollen. In sechseinhalb Jahren sehen wir dann weiter.
Verschwörungstheoretiker denken schon, bis dahin könnten wir Europäer auch in die Hände von Putin getrieben sein?
Der Hegemon führt nicht mehr oder hat andere Ziele.
Das ganze ist das Ergebnis bayrischer Politik. Hätten die doch damals den UrUrgroßvater von Trump wieder einreisen lassen.
Peter Raubinger, Pfaffenhofen

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