Forum: Wirtschaft
Elektrobusse in China: Ohne Volldampf in die Verkehrsrevolution
AP/Zhao yadan - Imaginechina

Der Megastaat China elektrifiziert im Eiltempo seine nationale Busflotte. Die futuristischen Fahrzeuge verbessern die Luft in den Städten - und helfen, die globale Ölnachfrage zu dämpfen.

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trijamedes 25.06.2018, 16:16
110. Grundsätzlich gute Idee, aber

Für mich ist es nur eine Verlagerung der Probleme, woher beziehe ich den Strom?
In China ist es egal ob Kohle oder Atom,
dies ist auch mein gedankliches Problem mit E-Pkw. Ich lebe nur auf Miete und kann mir eine Solaranlage oder ähnliches leisten, vom Tanknetz ganz zu schweigen. Die Verkehrsbetriebe hätten es zwar einfacher, wer von Denen, praktikabel ist es auch nicht. Ich selber bin immernoch für Hybrid

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syracusa 25.06.2018, 16:16
111.

Zitat von treime
... und der Strom kommt aus der Steckdose. Da werden sie dann bei den Kohle- und Atomkraftwerken 10-20% mehr investieren müssen.
Sie haben da einen blinden Fleck im Auge. Darf ich Ihnen kurz helfen, ihn zu entfernen?

Am besten geht's damit: China investiert riesige Summen in den Ausbau der Stromerzeugung aus EE. Der jährliche Zubau davon erzeugt um Zehnerpotenzen mehr Strom, als der jährliche Zubau an E-Bussen verbraucht. China braucht keine neuen Kohle- und Atomkraftwerke, um seine Elektromobilität bedienen zu können.

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brohltaler 25.06.2018, 16:18
112. Stimmt, und ist doch falsch!

Zitat von murane
,dass Mercedes, Bosch & Co lieber die Abgase mit Betrug fördern, statt sich mit solchen Entwicklungen schnellstens zu befassen. Das Feld wird so anderen überlassen, wie bei anderen Technologien bereits geschehen. ( Ich tippe am China- PC, höre Music am Japan-Radio usw.)
Bei einer arbeitsteiligen, globalisierten Wirtschaft völlig normal. Hierzulande wird schon auch noch anderes als Autos hergestellt. Dutzende von "hidden champions" entwickeln und produzieren High Tech Produkte, die außer den damit weltweit befassten Fachleuten niemand kennt, ohne die allerdings vieles auf der ganzen Welt gar nicht hergestellt werden könnte. Die Stärke der deutschen Wirtschaft ist ja gerade die mittelständische Zulieferer- und Maschinenbau Industrie. Globale Belieferung mit Endprodukten von Weltmarken a la Apple, Samsung oder Sony ist unsere Stärke noch nie gewesen. Aber ohne die vielen unsichtbaren "inside" Teile "made in Germany", würde so einiges still stehen auf dem Globus. Mein Brötchengeber installiert gerade beim Hersteller der "braune Brause" in Atlanta nagelneue, genau auf sie angepasste und ohne jegliches Personal laufende, IT-gesteuerte "Abfüllstraßen", für die sie "schlechterdings" keine einzige konkurrenzfähige Alternative gefunden haben, schon gar nicht in "great again America", Mr. Trump! Davon erfährt kein Mensch etwas, dennoch entsteht auf genau diese Weise das für viele so "rätselhafte" deutsche Exportwunder! Deutschland ist auf vielen Gebieten mehr als wettbewerbsfähig. Das erlebe ich täglich, und da mache ich mir keinerlei Sorgen! Sorgen bereiten allerdings chinesische Aufkäufer, die so viel bieten, dass kaum ein Anteilseigner zu widerstehen vermag. Dadurch fließt so viel knowhow ab, dass wir es eines Tages schwer bereuen könnten, wenn unsere Regierung nicht regulatorisch, zumindest in den sensiblen Bereichen, endlich einen Riegel vorschiebt. Andere Länder tun das längst. Die allergrößte Gefahr allerdings lauert bei den "Abschottungspropheten", den Todfeinden der arbeitsteiligen Weltwirtschaft. Sollten sie je wirklich Oberwasser bekommen, dann wird´s das mit dem westlichen Wohlstand gewesen sein!

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HerrPeterlein 25.06.2018, 16:19
113. Immer diese Übertreibungen

E-Busse sind deutlich teurer bisher als herkömmliche Busse in der Anschaffung und dem Unterhalt, aber auf planbaren Kurzstrecken eine gute Alternative für die Luft in der Stadt. Ähnlich wie Züge die elektrisch betrieben werden.
Über die "Umweltgesamtbilanz" kann man aber noch durchaus anderer Meinung sein, weil solch ein Bus auch nicht aus dem Nichts entsteht, Ewig hält und nur mit Liebe fährt. Es werden nur Probleme verlagert.
Eine komplette Milchmädchenrechnung ist für mich der geringere Bedarf an Öl, weil da einfach viele Faktoren ignoriert werden. Bau der Busse, Wartung, Transport der Batterien, usw. Praktisch gesehen erwirkt nur ein massiver Einbruch der Wirtschaft einen Rückgang an Bedarf an Öl, sonst steigt dieser immer weiter an.

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obersterhofnarr 25.06.2018, 16:20
114. Oberleitungsbusse !

Zitat von jim_beam
Meines Wissens rollen in Moskau Elektrobusse schon seit den Dreissigern.
Es fahren in vielen russischen Städten O-Busse und zwar erfolgreich im Sommer und im Winter und über richtig große Strecken mit tw. mehr als 50km Länge.
Das Problem sind unsere Städte, die fast alle so pleite sind, daß sie sich den Bau und den Unterhalt eines Oberleitungsnetzes nicht leisten können. Statt unsere Steuermilliarden am Hindukusch zu verplempern für ein schlankes Nullergebnis; hätte man wenn ein Oberleitungsnetz in einer Stadt sagen wir 300 Millionen kostet, für die bisher in Afghanistan vergeudeten 15 Mrd. in 50 (!) Städten ein Oberleitungsnetz bauen können.
Und statt den USA nachzudackeln, könnte man ja auch mal ausnahmsweise osteuropäische Firmen mit der Planung und dem Bau beauftragen. Dann würde es sowohl ad hoc funktionieren als auch im Kosten- und Zeitrahmen bleiben. (günstig und schnell am Ende!)
Für den Mali-Einsatz kämen die Busse dazu, welche man der Einfachheit halber auch gleich in Osteuropa kaufen könnte
Aber nicht können heißt nicht wollen!!!

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pragmat 25.06.2018, 16:20
115. Batteriefabrik

Zitat von suomi1983
Das sieht man mittlerweile auch offiziell ein, bspw. bei Bosch. Noch 2017 zig Millionen in die Forschung von gescheiten Batterien gesteckt, jetzt komplett ausgestiegen: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/e-autos-bosch-gibt-forschung-zu-neuen-batteriezellen-auf-1.3886227
Die Investitionschwelle für eine moderne Batteriefabrik liegt zurzeit bei 2 - 3 Milliarden Euro für rund 120 Gigawatt. An die Aufgabe machen sich nur Abenteurer wie Tesla (Panansonic-Technik) oder Northvolt (Schweden) mit ABB im Rücken und noch ein paar anderen die das Geld aufbringen oder das Know-how haben.

Bosch konnte wohl beides nicht auftreiben. Und das ist keine Schande, wenn man schon bei der Forschung entdeckt, dass man abgehängt wurde.

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marinero7 25.06.2018, 16:20
116. Unfug

"Hinzu kämen hohe Kosten für die Instandhaltung, weil die Werkstätten auf Strom-Busse ausgerichtet werden müssen.
Ihre Reichweite hingegen ist noch deutlich geringer als bei Verbrennungsmotoren, ihre Störanfälligkeit dafür deutlich höher. "

Welcher Laie hat denn diese Argumente gebracht? Das Gegenteil ist richtig. Elektroantriebe sind wartungsärmer und wesentlich einfacher zu warten. Man kann ja mal bei der DB nachfragen, was einfacher zu warten ist E-Loks oder Dieselloks. Die Reichweite spielt in der Stadt keine Rolle, da entsprechende Ladestationen an den Endhaltestellen oder in Depots eingerichtet werden können. Linienbusse fahren nur bekannte Strecken im Gegensatz zu Reisebussen.

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pom_muc 25.06.2018, 16:20
117.

Zitat von blackmaniaag
Zitat: "Ein probates Mittel dafür ist die Elektrifizierung der öffentlichen Busse, die bisher bis zu 30 Mal mehr Sprit verbrauchen als ein durchschnittlicher Pkw." Und wieviele Menschen passen in so einen Bus, dessen Plätze laut Autor ja bis auf den letzten Platz besetzt sind? Sprich: was würden die Autos der Passagiere verbrauchen, wenn sie selbst führen? Ai ai ai, da tut einem ja der gesunde Menschenverstand weh, bei solchen Feststellungen.
Ja. Gesunder Menschenverstand ist tatsächlich manchmal nicht gefragt. In Shenzhen sehe ich keine Busse in denen nur 10% der Sitzplätze belegt sind.

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mr.nett 25.06.2018, 16:20
118.

Zitat von richard-x
In Athen fahren schon seit 40 Jahren Elektrobusse, sie werden dort "Trolleys" genannt. Aber nicht mit umweltschädlichen Batterien, sondern mit Oberleitungen wie die Strassenbahn.
Nicht nur in Athen. In vielen großen Städten des ehem. Ostblocks hat man den öffentlichen Nahverkehr elektrifiziert. Die Straßenbahnlinien wurden ausgebaut, Trassen für Oberleitungsbusse geschaffen. Funktioniert vielerorts bis heute.

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Tommi16 25.06.2018, 16:21
119.

Zitat von hoeffertobias
Der Bericht weckt den Eindruck, die chinesischen Verhältnisse wären wünschenswert. Leider hat China in 2016 jede Woche! eine neues Kohlekraftwerk in Betrieb genommen, weitere 800 sind in Planung oder Bau. Die Luft in den Städten wird halbwegs atembar (selbst stuttgarter Luft wäre für Chinesen der pure Luxus), dafür gelangen die Abgase der Kohlekraftwerke nahezu ungefiltert in die Atmosphäre. Elektromobilität macht nur dann Sinn, wenn die dafür notwendige Energie rein erneuerbar gewonnen wird. Alles andere ist eine reine Verschiebung der Belastungen und damit Augenwischerei...
Erkundigen Sie sich mal, wer diese Kraftwerke gebaut hat und baut und welche Standards an den Neubau von Kraftwerken in China gekoppelt sind. Dagegen sind die deutschen Vorschriften geradezu lasch.

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