Forum: Wirtschaft
Elektrobusse in China: Ohne Volldampf in die Verkehrsrevolution
AP/Zhao yadan - Imaginechina

Der Megastaat China elektrifiziert im Eiltempo seine nationale Busflotte. Die futuristischen Fahrzeuge verbessern die Luft in den Städten - und helfen, die globale Ölnachfrage zu dämpfen.

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juergenhesse 25.06.2018, 16:43
140. Da haben Sie recht.

Zitat von carinanavis
Da China 62% des Stroms durch fossile Brennstoffe erzeugt (fast alles davon aus Kohlekraftwerken) dürfte die Luft nur lokal etwas besser werden, was natürlich für die Stadtbevölkerung eine gewisse Erleichterung ist. Global gesehen ändert sich am Schadstoffaustoss (NOx, SO3, CO2) rein gar nichts.
Das die Stromversorgung hauptsächlich auf Kohle gefeuerten Kraftwerken beruht, stört wohk hier niemand. Das sind wohl die gleichen Leute, die EURE Nuklear Kraftwerke mit, oh nein, Braunkohle gefeuerten Kraftwerken ersetzt wurden, die ja wohl die Höhe von Blödsinn sind. China macht Augenwischerei. Warum sind die Lebenserwartungen DORT herunter gegange. Mal hinfahren, um sich einen Begriff von der Verdreckung machen. Nein Danke, die können mich nicht mit ein paar e-Busse imponiren.

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freddygrant 25.06.2018, 16:45
141. Oha, es ist die schiere Not ...

... die die Chinesen zu E-Bussen in ihrer Verkehrsinfrastruktur
un im ÖPNV treibt. Und wie schaut es dann in den Städten
Hamburg, Stuttgart etc. aus, wo man schon Statistiken erstellt
um festzustellen zu wieviel Krebstote es dort und anderswo
durch den übermäßig hohen und gesetzeswidrigen Gehalt von
NOX kommt? Ich China die schiere Not und in Deutschland
der reale Tod?

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danubius 25.06.2018, 16:50
142. Elektromobilität ist überfällig

Auch in Ulm gab es in den Fünfzigern ebenfalls O-Busse und sogar (!) zwei Strassenbahnlinien. Es kam das Zeitalter der Verbrennerbusse und vor Allem der Buslobbyisten. Ergebnis: Alle O-Bus-Linien wurden zu Gunsten der Verbrennerbusse aufgegeben und die Oberleitungen demontiert. Gleiches passierte bei einer der Strassenbahnlinien. Heute, im Zeitalter des Umweltschutzes und der Umweltschutzlobbyisten, wird wieder eine zweite Strassenbahnlinie gebaut - in einem Strang sogar nahezu identisch mit der früheren Trassenführung. China hat natürlich ein Riesenproblem mit Smog in den immer mehr zunehmenden Ballungsräumen - daher auch der fieberhafte Ausbau und die Förderung der Elektromobilität, die sich nicht nur auf Busse beschränkt sondern auch elektrifizierte Autos, Roller und Räder einschliesst. Bei uns ist ein derartiges Vorgehen politisch mittelfristig leider undenkbar, da an der klassischen Automobilindustrie sehr viele Arbeitsplätze in Entwicklung, Produktion, Service / Werkstätten hängen. Wohin mit diesen davon betroffenen ca. 250 000 Arbeitnehmern? Ud darauf haben weder Umweltlobbyisten noch die Autoindustrie eine vernünftige Antwort ... leider.

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Newspeak 25.06.2018, 16:51
143. ...

""Wir haben aus strategischen Überlegungen nicht den frühen Markteintritt gewählt, weil wir überzeugt sind, dass erst eine ausreichende Leistungsfähigkeit und Reichweite erreicht sein musste", sagt Entwicklungschef Gustav Tuschen. Man wolle künftig mit technologischer Überlegenheit punkten."

Denken die Leute auch nach, bevor sie sowas sagen? Wie will man denn die technologische Ueberlegenheit erreichen, wenn man sich nicht mit der Technik beschaeftigt? Auch der Ottomotor war zu Beginn keineswegs "serienreif". Aber man hat die Herausforderungen angenommen und ihn ueber Jahrzehnte optimiert, zusammen mit dem Rest des Fahrzeugs. Wieso glaubt man eigentlich, man muesste das bei Elektromotoren nicht tun? Natuerlich sind Leistungsfaehigkeit und Reichweite noch nicht so gut. Dann muss man eben genau dort anfangen, zu forschen und zu entwickeln. Und der, der das heute tut, der hat in 20 Jahren auch die technologische Marktfuehrerschaft inne. Das werden dann aber keine deutschen Firmen mehr sein, die sind mit ihrer perfektionierten Motortechnik dann laengst ein Fall fuer das Technikmuseum.

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eckawol 25.06.2018, 16:51
144. Quatsch ?

syracusa # 127: Wieso Quatsch? Sie haben nicht 1/4 meiner Fragen beantwortet . Was soll das für eine Debatte sein ?

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deichgraffe 25.06.2018, 16:52
145. Wo sind die Aktionäre?

Ein wesentlicher Teil der Großaktionäre unserer Automobilindustrie sitzt in den ölfördernden Nationen, insbesondere im Arabischen Raum. Die stehen nicht so auf E-Fahrzeuge.

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Karl Auer 25.06.2018, 16:52
146.

Zitat von misterknowitall2
Was wollen sie sagen? Im Strommix Deutschland sind 0,489 g/kWh C02 (2017 bei gut 1/3 EE-Energie), Diesel hat etwa 0,3. Der Stromer verbraucht etwa die Hälfte vom Diesel. Der Stromer liegt also hier leicht vorne, aber längst nicht so weit, wie die Elektrojünger sich das wünschen.
Der Durchschnittsverbrauch aller PKW in D war 2016 7,3 l/100 km. Der Durchschnittsverbrauch der BEV liegt übers Jahr mit Ladeverlusten bei ca 20 kwh. Der Energiegehalt von Diesel/Benzin liegt im Mittel bei etwa 9,3 kwh/l.
~68 kwh / 20 kwh = Faktor 3,4.

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neutron76 25.06.2018, 16:55
147. Öl wird durch Kohle ersetzt

Kohle ist der Hauptenergieträger zur Stromerzeugung in China.

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godelboy 25.06.2018, 16:55
148. Herzlichen Glückwunsch …

Eine „Kapazität“ (falscher Begriff am Rande bemerkt) von 140 kWh braucht eine Ladeleistung von brutto gut 450 kW, das ist mal was ganz Neues, das müssen auch die Chinesen erst mal hinkriegen. Und selbst wenn das ginge – das bisschen Beitrag zu weniger Erdölnutzung ist obsolet, solange China den Strom per Kohle produziert. Wenn sie ihn komplett regenerativ erzeugen wollen, gratuliere ich auch schon mal herzlich, denn Lastspitzen wie oben genannt sind im großen Maßstab illusorisch, da würde die Infrastruktur platzen, um es milde auszudrücken. Die Aussage, dass europäische Hersteller völlig unambitioniert seien, ist kompletter Humbug. Im Gegenteil ist der Bus- und Kurzstreckenlieferverkehr längst als sinnvolles Szenario erkannt. Aber der Markt ist halt nicht so schnell wie die Partei. Es ist im regulatorischen Rahmen Chinas in der Tat einfacher, „agil“ zu sein, das gilt aber auch für andere Bereiche. Der Spiegel würde dort schlicht nicht existieren. Insgesamt bleibt die Frage: Was wollen Sie eigentlich sagen?

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swnf 25.06.2018, 16:56
149. Wo wohne ich eigentlich??

Zitat von kraftmeier2000
Europa und allen voran Deutschland wird man erst reagieren wenn es auch für die Hersteller zu spät ist, aber was soll man auch von dieser unserer Nichtregierung halten, die sind mehr mit sich selber beschäftigt als mit den Problemen wie z. B. Umweltschutz. Und wenn denn mal was kommt, sind es Fahrverbote für Diesel KFZ, die aber nichts bringen siehe Hamburg, es werden Umwege gefahren also mehr Stickoxyde ausgestoßen, nur in anderen Straßen. Die ersten E- Fahrzeuge die hier Massenhaft verkauft werden, werden dann wohl aus China kommen, denn VW/BMW/Daimler und Co. sind immer noch Blind was das angeht.
Mir ist zwar nicht ganz klar, was unsere Regierung mit dem öffentlichen Regionalverkehr zu tun haben sollte, aber wie mir Ihr Beitrag und ein Großteil der anderen Beiträge in diesem Forum zeigt...ich lebe anscheinend nicht in Deutschland! Gehört Hamburg, oder zumindest ein Teil davon, wieder zu Dänemark??
Hier fahre ich nämlich täglich in Diesel-Hybrid-, Wasserstoff- und Elektrobussen zur Arbeit. Die E-PKWs auf den Straßen stammen in erster Linie von BMW und Daimler und das sind inzwischen nicht mal wenige.
Ich bin verwirrt.

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