Forum: Wirtschaft
Elektroschrott: Zurück zum Händler statt in die Tonne
DPA

Alte Handys, kaputte Toaster oder defekte Staubsauger - haben Sie auch noch so einiges, was Sie zum Wertstoffhof bringen müssen? Das hat sich vielleicht bald erledigt: Die Regierung will Händler verpflichten, Elektromüll zurückzunehmen.

Seite 1 von 4
fpwinter 11.03.2015, 18:08
1. Der Staat sollte endlich mal

hart gegen "geplante Obsoleszenz" vorgehen. Wenn solche Geräte wenigstens zehn Jahre halten würden als nur bis zwei Tage nach Ablauf der Garantiefrist, wäre das Problem schon gewaltig entschärft. Aber solange beispielsweise billige Elektrokondensatoren (Elkos) in LCD-Fernseher eingebaut werden, die nahe am Netzteil sitzen und nur 85°C aushalten, damit das Gerät bald den Geist aufgibt, wird sich an dem Elektroschrottberg wenig ändern (Notabene: ein Satz Elkos für Fernseher, die 105°C aushalten, gibt es zum Nachrüsten im Internet für unter 20 Euro, und das Gerät hält deutlich länger!)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kilix.brandenburg 11.03.2015, 18:22
2.

Die Regierung sollte nicht nur die Händler verpflichten, sie sollte auch die Hersteller verpflichten, den Schrott wieder vom Händler zurückzunehmen.
Statt im Rahmen der Globalisierung ständig neue Wege für den internationalen Handel, über die Köpfe der Bürger zu suchen, sollten sich die Regierungen mal damit auseinandersetzen.
Das würde der Erde guttun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Kimmerier 11.03.2015, 18:26
3. Was für ein Schrott!

Da gibt es zentrale Wetstoffhöfe, bei denen ich Elektroschrott jeglicher Art gebührenfrei abgeben kann, und nun will man mir erklären, dass eine Abgabe bei (irgendeinem) Händler die bessere Lösung ist. Was kommt als nächstes? Verpackungen mit dem "Grünen Punkt" nicht mehr in die gelbe Tonne oder den gelben Sack, sondern beim Händler vorbei bringen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vitalik 11.03.2015, 18:50
4.

Und dann 10 Jahre den Zettel aufheben, damit ich auch nachweisen kann, dass ich den Fernseher dort gekauft habe. Was ist, wenn der Händler mittlerweile pleite ist? Doch wieder zurück zu dem Wertstoffhof. Warum dann nicht gleich dorthin. Kommentar 3 hat recht. Da gibt es zentrale Punkte und diese reichen auch aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Malina 11.03.2015, 18:53
5. Zurück zur Wiege

Ich finde das gut. Dieser Gesetzesentwurf schärft unser Verantwortungsbewusstsein - sowohl das der großen Wirtschaftsmänner als auch das des kleinen Mannes. Wir sind stark im Konsumieren, aber was danach mit den Dingen geschieht, lässt uns oft kalt. Da geht es den Dingen wie den Leuten: Wir leben über unsere Verhältnisse und blicken arrogant über den Tod hinweg. Dabei vergessen wir das Wichtigste: Wir sind nur ein Glied in der Perlenkette; unsere Kinder folgen uns nach - wenn wir den Boden bereiten und gesund erhalten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pekaef 11.03.2015, 18:54
6. Zurück zum Händler?

Quatsch. Man muss zuvor ein "vergleichbares Gerät" gekauft haben, allein diese Formulierung öffnet dem Betrug Tür und Tor. Ähnlich läuft es mit dem "Pfand" für Autobatterien. Es wird erhoben, aber im Zweifelsfall nicht mehr ausbezahlt, außer man lässt die Batterie in der Werkstatt austauschen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pauli96 11.03.2015, 18:55
7. Müllvermeidung

funktioniert mit Sanktionen, siehe Einwegpfand oder durch Vereinfachung, z.B. Sperrmüll einfach vor's Haus, wird dann abgeholt.
Bei diesem Gesetz kann ich beide Optionen nicht erkennen. Da es keinen Pfand auf alte Radios gibt, ist es immer noch einfach, das Ding schlicht in die Tonne zu werfen (bestenfalls) und einen Fernseher zu amazon zurück zu schicken, ist sicher alles andere als einfach.
Irgenwie hat man wieder mal das Gefühl, das die verantwortlichen Politiker weder selber Fernseher kaufen, noch den Müll wegbringen müssen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
OskarVernon 11.03.2015, 18:56
8.

Zitat von fpwinter
Wenn solche Geräte wenigstens zehn Jahre halten würden als nur bis zwei Tage nach Ablauf der Garantiefrist, wäre das Problem schon gewaltig entschärft.
Die wenigsten Geräte werden verschrottet, weil sie ohne Zutun des Nutzers irreparabel kaputt wären. Zudem gibt es die allermeisten Gerätschaften auch langlebig und ggf. reparierbar, vieles sogar aus heimischer Produktion mit entsprechend kurzen Transportwegen - teurer natürlich als Billigware aus Fernost und nicht an jeder Ecke zu finden ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
archback 11.03.2015, 19:18
9. Unsinn

Zurück zum Händler?
Welcher Elektromarkt sollte meine 25 Jahre alte Quelle-Waschmaschine oder meinen alten Quelle-Kühlschrank (150 kW), die übrigens immer noch laufen, zurücknehmen wollen? Wenn es soweit ist: Sperrmüll vor der Haustür. Kleinkram wie alte DVD-Player oder Toaster etc. kommen in die gelbe Tonne. Die ist nämlich umsonst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4