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Elon Musks Hyperloop-Projekt: MIT-Studenten dürfen Highspeed-Röhre bauen
MIT Hyperloop Team

Mit mehr als 1000 km/h soll der Hyperloop Menschen zwischen San Francisco und Los Angeles befördern. Ein Team der Elite-Uni MIT hat den Zuschlag bekommen, den Prototyp zu bauen.

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TS_Alien 31.01.2016, 13:52
1.

Die Kapsel dürfte noch das kleinste technische Problem bei diesem Projekt sein. Vermutlich wird irgendwann eine Demo-Kapsel für irgendwelche PR-Auftritte fertig sein. Um eine fahrbereite Kapsel wird es sich natürlich nicht handeln. Bis dahin werden bereits etliche Millionen für das Projekt in den Sand gesetzt worden sein. Ich wette, von den Verantwortlichen glaubt selbst keiner an eine Umsetzung des Projekts. Es ist ein reines PR-Projekt. Irgendwie muss man ja den Schein als Visionär aufrecht erhalten, damit die Investoren weiter in die vielen anderen Projekte "investieren".

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taglöhner 31.01.2016, 14:34
2. Politikwissenschaftler und teutonische Bedenkenträger

".."...dass für die Röhren kein Platz in den Städten sei und einen zu tiefen Eingriff in die Infrastruktur bedeuteten - ähnlich wie beim deutschen Transrapid."

Seltsamer Einwand für ein Verkehrsmittel, dass mit der Luftfahrt konkurriert.

Der link führt übrigens zu einer Seite wo genau ein Kritiker diese Ansicht äußert und ein Beführworter widerspricht.

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mhpr262 31.01.2016, 14:36
3.

Fakt ist jedenfalls, dass zur Zeit gerade auch eine Hochgeschwindigkeits-Zugstrecke von San Francisco nach Los Angeles geplant wird. Deren Kosten werden auf ca. das Zehnfache einer Hyperloop-Verbindung geschätzt, von den enormen sonstigen Problemen mal ganz abgesehen zB dem Platzverbrauch im extrem dich besiedelten Kalifornien, dem Erwerb der notwendigen Grundstücke, die Kreuzungen zu anderen Verkehrswegen, dem Lärm ... Die Fahrzeit würde dadurch im Vergleich zur Fahrt im Auto auch nicht so extrem reduziert werden. Insofern scheint die Hyperloop-Strecke gar nicht so abwegig.

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taglöhner 31.01.2016, 14:40
4. Armes Deutschland

"...dass für die Röhren kein Platz in den Städten sei und einen zu tiefen Eingriff in die Infrastruktur bedeuteten - ähnlich wie beim deutschen Transrapid."

Seltsamer Einwand für ein Verkehrsmittel, dass mit der Luftfahrt konkurriert bzw. diese an Geschwindigkeit erheblich übertrifft.

Der link führt übrigens zu einer (natürlich deutschen) Seite wo genau ein Kritiker diese Ansicht äußert und ein Beführworter widerspricht.

Der Vergleich mit dem Transrapid ist geradezu lächerlich.

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W. v. Ockham 31.01.2016, 14:51
5. Weshalb so überkritisch?

Zitat von TS_Alien
[...]Bis dahin werden bereits etliche Millionen für das Projekt in den Sand gesetzt worden sein.Ich wette, von den Verantwortlichen glaubt selbst keiner an eine Umsetzung des Projekts. Es ist ein reines PR-Projekt. Irgendwie muss man ja den Schein als Visionär aufrecht erhalten, damit die Investoren weiter in die vielen anderen Projekte "investieren".
Wieso muss er den "Schein als Visionär aufrecht erhalten"?

Ich finde, Elon Musk hat sich die Bezeichnung Visionär eher verdient als manch anderer.

Und was das "in-den-Sand-setzen" angeht: Musks Projekte sind privat finanziert, dienen der Allgemeinheit und (manche) leisten sogar einen positiven Beitrag zur Erhaltung unseres eigenen Lebensraumes.

Selbst falls die Idee des Hyperloop niemals vollständig umgesetzte werden sollte, werden technische Erkenntnisse (beispielsweise in der Materialforschung) gewonnen und Arbeitsplätze geschaffen.

Es gibt also wesentlich dümmere Ideen, um Geld zu verschwenden.

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carlogix 31.01.2016, 15:36
6. Optimierung

Um die Lageregelung bei der Kapsel mit ihrer hochdynamischen Strömung zu vereinfachen, wäre eine dritte Führung im oberen Bereich der Kapsel zu überlegen. Die Probleme beim Platzbedarf der Röhre sehe ich nicht, weil die Röhre relativ klein ist und die erforderlichen Abstände zu bestehenden Bauten auch kleiner als zB. beim Schienenverkehr sein könnten. Lärm macht die geschlossene Röhre wohl eher nicht. Der Erkenntnisgewinn der Versuchsstrecke ist nicht zu verachten und an die max. Geschwindigkeit kann man sich in stufenweisen Entwicklungsschritten annähern. Gute Idee, weiter so.

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berndschlüter 31.01.2016, 16:12
7. Es ist Platz da

Die dünnen Röhren kann man bunt bemalen, sodass sie in den Städten nicht störend wirken. Beobachtet kann sich niemand aus den Röhren fühlen und ich vermute, es geht keinerlei Geräusch von diesen aus.
Für unsere begnadeten Grafitikünstler sollten sie jedoch unerreichbar bleiben.
Wem das nicht passt, der kann ja in die Nähe der Auto- oder S-Bahn ziehen. Ich tausche gern.

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TS_Alien 31.01.2016, 16:22
8.

Zitat von W. v. Ockham
Wieso muss er den "Schein als Visionär aufrecht erhalten"? Ich finde, Elon Musk hat sich die Bezeichnung Visionär eher verdient als manch anderer. Und was das "in-den-Sand-setzen" angeht: Musks Projekte sind privat finanziert, dienen der Allgemeinheit und (manche) leisten sogar einen positiven Beitrag zur Erhaltung unseres eigenen Lebensraumes. Selbst falls die Idee des Hyperloop niemals vollständig umgesetzte werden sollte, werden technische Erkenntnisse (beispielsweise in der Materialforschung) gewonnen und Arbeitsplätze geschaffen. Es gibt also wesentlich dümmere Ideen, um Geld zu verschwenden.
Eine private Finanzierung schützt nicht vor dummen und völlig unrealistischen Projekten. Die geplanten Versuchsstrecken sind ein Witz (sie sind viel zu kurz), damit kann man noch nicht einmal ansatzweise die geplante Geschwindigkeit testen.

Die im Raum stehenden 7,5 Milliarden sind viel zu niedrig geschätzt. Pro Kilometer Röhre wären das nur rund 10 Millionen. Und die Kapseln und die Haltestellen kommen noch dazu. Bei ca. 30 Passagieren pro Kapsel müssten die Kapseln zu bestimmten Zeiten im Minutentakt oder noch öfter fahren. An den Haltestellen müsste es Weichen und Nebenröhren geben, denn in so kurzer Zeit ist ein Einstieg oder Ausstieg der Passagiere nicht zu schaffen. Das Verstauen und Löschen von Fracht dauert noch länger.

Dann noch die Erdbebengefahr. Möchte wirklich jemand mit 1000 km/h knapp über dem Boden fahren, wenn die Erde wackelt?

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Hermes75 31.01.2016, 16:40
9.

Zitat von W. v. Ockham
Wieso muss er den "Schein als Visionär aufrecht erhalten"? Ich finde, Elon Musk hat sich die Bezeichnung Visionär eher verdient als manch anderer. Und was das "in-den-Sand-setzen" angeht: Musks Projekte sind privat finanziert, dienen der Allgemeinheit und (manche) leisten sogar einen positiven Beitrag zur Erhaltung unseres eigenen Lebensraumes. Selbst falls die Idee des Hyperloop niemals vollständig umgesetzte werden sollte, werden technische Erkenntnisse (beispielsweise in der Materialforschung) gewonnen und Arbeitsplätze geschaffen. Es gibt also wesentlich dümmere Ideen, um Geld zu verschwenden.
Visionen sind toll. Visionen allein sind aber kein tragfähiges Geschäftsmodell. Thomas Alva Edison hat es mal schön auf dem Punkt gebracht: "Genie besteht zu 1% aus Inspiration und zu 99% aus Transpiration."
Musk mag es nicht an Inspiration mangeln, aber es reicht eben nicht nur immer neue Projekte anzuschieben, neue Investoren-Gelder einzunehmen und anschließend zu verbrennen. Am Ende muss auch mal ein Produkt herauskommen das Geld verdient.
Ich habe starke Zweifel ob man mit dem Konzept Menschen per Rohrpost zu verschicken wirklich Geld verdienen kann.

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