Forum: Wirtschaft
"Emotional schwierig": Arbeitgeber-Chef kritisiert hohe Managergehälter

Wie viele Millionen sind angemessen für einen Dax-Vorstandschef? Die massiv gestiegenen Einkommen von Managern sorgen sogar im Lager der Arbeitgeber für Unmut. Mittelständler würden die Entwicklung genauso skeptisch sehen wie Arbeitnehmer, sagt Gesamtmetall-Chef Kannegiesser.

eigene_meinung 07.04.2012, 14:37
1. Ag

Wer hat sich eigentlich irgendwann einmal das Wort "Arbeitgeber" für diese Bande von selbstgefälligen, egoistischen, skrupellosen Arbeitsplatzvernichtern einfallen lassen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stupp 07.04.2012, 14:56
2. Leistungsberechnung

Der Gewinn eines Unternehmens darf niemals der Maßstab sein, um die Leistung eines Managers zu beurteilen. Denn was kann ein Manager z.B. für die Konjunktur??
Wenn ein Manager also sein Unternehmen mit Verlusten durch eine Krise führt, kann das eine größere Leistung sein, als ein Gewinn in konjunkturstarken Zeiten.

Was tun? Wenn man schon den Gewinn als Leistungsmaßstab nutzen möchte, dann muss selbstverständliche die Konjunktur anhand der Branchen-Performance berücksichtigt werden: Wenn das Ergebnis eines Unternehmens um 10% höher ist als das der konkurrierenden Unternehmen, dann könnte man das als Verdienst der Unternehmensführung anrechnen. (Die Nachhaltigkeit bleibt damit jedoch noch unberücksichtigt.)

So viel ich weiss, läuft die Automobil-Branche zur Zeit generell rund. Insofern ist Winterkorns Leistung offensichtlich überbewertet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sappelkopp 07.04.2012, 15:23
3. Diese Leute sind dermaßen...

Zitat von sysop
Wie viele Millionen sind angemessen für einen Dax-Vorstandschef? Die massiv gestiegenen Einkommen von Managern sorgen sogar im Lager der Arbeitgeber für Unmut. Mittelständler würden die Entwicklung genauso skeptisch sehen wie Arbeitnehmer, sagt Gesamtmetall-Chef Kannegiesser.
...abgehoben. Es gibt einfach niemanden, der 4540 Euro die Stunde Wert ist. Das hat Winterkorn bekommen, wenn ich denn 12 Stunden Arbeitszeit pro Tag, bei einer 6-Tage-Woche und keinen Urlaub zu seinen Gunsten annehmen. Allerdings bezweifel ich, dass der Mann auch nur annähernd 3.700 Stunden gearbeitet hat.

Viel wichtiger allerdings, ist es, dass die restlichen Arbeitnehmer in solchen Unternehmen fair bezahlt werden. Aber das geht ja nicht, weil die hohen Vorstandsgehälter natürlich nur gezahlt werden, wenn die Arbeitnehmen mächtig gedrückt werden. Ausnahmen mag es geben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kioto 07.04.2012, 16:01
4. Sind ja auch keine

Zitat von eigene_meinung
Wer hat sich eigentlich irgendwann einmal das Wort "Arbeitgeber" für diese Bande von selbstgefälligen, egoistischen, skrupellosen Arbeitsplatzvernichtern einfallen lassen?
Hallo,
Arbeitgeber ist der Kapitalgeber. Die meisten Manager sind im Prinzip, solange sie keine Miteigentümer sind oder große Teile der Aktien halten, Angestellte des Unternehmens wie jede Putzfrau. Sie können weder ihr Gehalt selber festlegen noch haften sie persönlich für Misserfolge wie z.B. jeder kleine Imbissbudenbetreiber. Sind die hohem Gehälter eventuell noch zu rechtfertigen durch große Erfolge des Unternehmens, sind die Boni und Abfindungen, die trotz Mißerfolg (z.B. bei Bankmanagern) oder Versagen gezahlt werden, schon pervers. Funktioniern tut das hauptsächlich durch das System " heute bist du mein Aufsichtsrat, morgen bin ich deiner...". Die Manager nehmen halt nur, was sie bekommen können, so wie das jeder andere auch täte.

mfg Kioto

Beitrag melden Antworten / Zitieren
böseronkel 07.04.2012, 16:53
5. Auch Kannegiesser & Co. erkennen langsam die Realität

Die überhöhten Managereinkommen sind sicher ein hochgradiges Ärgernis. Gesamtwirtschaftlich richtig schädlich sind aber die jede vernünftige Vorstellungskraft sprengenden Gewinnausschüttungen, die dann irgendwie an dem Fiskus vorbei in die Schweiz transferiert werden. Weder die Finanzartisten noch deren Manager genannten Kreaturen können sich in die Lage des Prekariates versetzen, das diese märchenhaften Einkommen erarbeitet. Diese Leute und ihre Zombies in der Politik nennen solche realistische Feststellungen bekanntlich „Neiddebatte“.

Beitrag melden Antworten / Zitieren