Forum: Wirtschaft
Ende der Förderung: Tausende Windräder stehen vor dem Aus
DPA/ REpower

Vielen Windrädern droht ab 2021 der Abriss - die staatliche Förderung läuft aus. Wie lässt sich ein Rückschlag für die Energiewende verhindern? In der kleinen Gemeinde Ellhöft haben sie einen Plan.

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Ökofred 10.12.2018, 18:13
150. wie kommen Sie darauf?

Zitat von jjcamera
Das heißt doch im Klartext, dass sich Windanlagen ohne Subventionen gar nicht wirtschaftlich betreiben lassen. Naja, ohne eine Rückkehr zur Atomkraft werden sich die Klimaziele ohnehin nicht erreichen lassen.
Wo finden Sie diesen "Klartext"? Im Artikel steht nix dergleichen. Es wird nur die Umstellung in das System ohne sicheren ertrag bedauert, aber auch akzeptiert.
Atomkraft ist leide rviel zu teuer, gegen diese Kosten reden wir bei der Windkraft über peanuts. Daher werden auch nur in China nennenswert AKW gebaut, in allen anderen Länder wurde inzwischen nachgerechnet.

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soulbrother 10.12.2018, 18:14
151.

Zitat von Lollen
Wundmühlen sind die teuerste Art der Energieerzeugung. 52 Cent statt 5 Cent per kw/h. Und der Stromkunde bezahlt. Der bezahlt nicht die Verbräuche an Strom, sondern mit den verschleierten Abgaben auf seiner Rechnung auch noch die Apothekerpreise für Strom des betrügenden Staates. Der Franzose bezahlt ca. die Hälfte an Strompreisen und dort wird die Stromrechnung nicht in betrügerischer Absicht wie in D. manipuliert! Das kommt nun heraus. Die "grünen" Medien haben das jahrzehntelang dem Volk verschwiegen.
War das jetzt ein Versuch eine maximale Anzahl an Fehlern in einem Minmum von Text unterzubringen?

- Windräder sind eine der günstigsten Arten der Stromerzeugung

- kw/h ist falsch, aber ich will Sie mit physikalischen Grundlagen nicht belästigen

- in Frankreich ist der berechnete Strompreis nicht kostendeckend - laut franz. Rechnungshof; die wahre Rechnung kommt also durch die Hintertür, sprich wird per Steuern finanziert.

etc.

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teacher20 10.12.2018, 18:14
152.

Zitat von abulafia56
ohne jetzt jeden Kommentar gelesen zu haben, was mir eventuell die Fragen beantworten könnte.... kann ich nicht nachvollziehen warum die Räder wegen Wegfall der Subventionen nun abgerissen werden sollen, wenn sie es doch noch tun? Ich bin ja in keinem Bereich für Verstaatlichung, hier ergibt es aber Sinn für mich. Oder eben Verkauf an einen Energiekonzern, aber abreißen???
Wieso sollte ausgerechnet die Verstaatlichung der Windräder einen Sinn ergeben?
Praktisch alle Bereiche, in den denen sich der Staat (bisher, als da wären Bahn, Post, deren "Privatisierung" recht eigentlich auch heute noch ein Etikettenschwindel ist) als "Unternehmer" versuchte, entpuppten sich (nicht erst im Nachhinein, sondern bereits beim laufenden Alltagsbetrieb) als (Steuer-)Milliardengräber, nicht zuletzt im Bereich des Bergbaus zur Kohleverstromung. Dass Ende 2018 das letzte deutsche Bergwerk nach langem Siechtum geschlossen wird, ist nicht nur dem wachsenden Umweltbewusstsein zu verdanken (immerhin waren die deutschen Kohlkraftwerke die saubersten der Welt), sondern auch der Erkenntnis, dass die Subventionierung des teuren deutschen Steinkohlebergbaus nicht mehr vertretbar ist.
Und nun soll man mit einer nur vermeintlich "zukunftsträchtigen" Energieform ein neues Milliardengrab geschaufelt werden?

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karl-felix 10.12.2018, 18:15
153. Das

Zitat von nwz86
1)Die sog. Energiewende wurde nicht wegen "Klima" beschlossen sondern wegen Fukischima... bzw. 2) dem Umstand, dass die Sonnenkanzlerin daraus schnelles politisches Kapital schlagen und den Grünen ihr Lieblingsthema entreissen konnte. 3) Der CO2 Ausstoss stieg ja bekanntermassen an seit der "Energiewende".
1) ist richtig

2) Das ist nicht der Punkt . Der Punkt ist, dass damit der letzte Stein aus dem Weg geräumt wurde , der eine mögliche Koalition zwischen Grünen Und CDU/CSU verhinderte. Atomkraft war für die Grünen nicht verhandelbar. Das war schon clever von Frau Merkel.

3) Das ist falsch . Energiewirschaft bedingter C02 Ausstoss wurde deutlich reduziert . Autos und Gebäude sind die Treiber bei C02 eq.
Logisch, da immer weniger Kohle verstromt wird.

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tinnytim 10.12.2018, 18:26
154.

Zitat von lemmy01
In Ergänzung zu meinem vorigen Beitrag und nach Durchsicht etlicher Beiträge hier: Stimmt es wirklich, dass funktionierende Windkraftanlagen nach Ablauf der Subventionszeit verkauft werden, weil man zum einen noch viel Geld für den Verkauf der alten Anlagen ins Ausland bekommt und zum anderen mit der neuen Anlage an der selben Stelle wieder neue Subventionen bekommt? Dann wäre das Subventionsbetrug! Vielleicht nicht im rechtlichen, aber im moralischen Sinne. Das wäre auch nichts anderes als cum-ex-Geschäfte.
Dazu muss man sich zunächst einmal klar machen, dass die ersten Anlagen aufgrund der geringeren Größe und fehlenden Erfahrungen relativ teuer im Betrieb waren und sind. Deshalb kann es durchaus sein, dass bei niedrigen Börsenstrompreisen die laufenden Kosten bei einer bestehenden Altanlage ohne Förderung nicht gedeckt werden können.
Ferner sind Subventionen nicht gleich Subventionen. Neue Anlagen werden derzeit allesamt für unter 6,3Ct/KWh ausgeschrieben, was bei einem durchschnittlichen Börsenpreis von 4-5Ct/KWh nahezu keinerlei Subvention mehr entspricht und damit ungefähr auf dem Niveau der Ende Dezember auslaufenden Steinkohle-Subvention liegt. Das Problem ist nur, dass diese Grenzkosten-Reduktion mit zunehmender Anlagengröße korreliert und man deshalb aufgrund neuer X - H Regelungen (10 - H in Bayern), was den Abstand zu Siedlungen angeht, diese neuen Anlagen nicht mehr genehmigungsfähig sind.

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legeips62 10.12.2018, 18:33
155. Und wo

kommt dann mein bzw. unser Strom für die mehr als 40.000.000 Auto in Deutschland her? Für die DUH: Bitte ein Fahrverbot für die Zweit und Drittautos... hängen sonst alle am französischen Atomstrom, will ja auch keiner. Es ist ja die Frage, kommt der Mensch zur Arbeit oder die Arbeit zum Menschen... Mao hatten wohl mit seinen "Stahlhochhöfen" auch so etwas angedacht und umgesetzt... In der heutigen Zeit bzw. in naher Zukunft sind wird dann alle "vernetzt" oder "Facharbeiter". Diejenigen, die heute in einfachen aber wertigen Jobs arbeiten, für die gibt es dann den Mindestlohn und die Mindentrente und wählen was? Die LINKEN oder AfD...

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karl-felix 10.12.2018, 18:35
156. Nein

Zitat von conocedor
1)Für den privaten Stromkunden ist also im Endeffekt völlig irrelevant, ob die Erzeugungskosten für Windstrom und Solarenergie sinken und bei 3,8 ct/kWh liegen, wenn bei ihm in der Schlussrechnung des Versorgers die zu zahlende Endsumme für gleichen Stromverbrauch jedes Jahr höher wird. 2)Mit "privatem Stromkunden" meine ich nicht den, der als wohlhabender Immobilienbesitzer 3)Sondern den ganz normalen städtischen Mieter, der auf Energiebezug vom Versorger angewiesen und den Launen deutscher Politik und ihrer Energiewendevisionen hilflos ausgeliefert ist.
1) Die Stromgestehungskosten sind die Grundlage der vom Gesetzgeber beschlossenen Vergütung . Das ist der Festpreis, den der Netzbetreiber über 20 Jahre für eingespeisten Ökostrom zu zahlen hat . Diese lag vor 15 Jahren bei ca. 55 Cent/kWh . Dieser Betrag - vereinfacht - auf den Endkunden umgewälzt über die EEG-Umlage und somit verteuert sich dessen Strom .
Bei sinkender Vergütung sinkt auch die Umlage systembedingt bis null und dreht dann ins Negative.
Momentan sind es die Altanlagen ( Vergütung bis 55 Cent/kWh die die Umlage hoch halten . Neuanlagen beeinflussen die Umlage kaum noch. In den nächsten 5 Jahren fallen nun die teuersten Anlagen aus der Preisbindung und liefern dann den Strom zum Börsenpreis, momentan ca. 3,8-5,1 Cent/kWh
Immer wieder gerne behilflich .

2) Wenn Sie mit dem falschen Knopf beginnen , bekommen Sie die Hose nie zu . Wer ist denn für Sie ein privater Stromkunde? Ein armer Immobilienbesitzer ? Wirr.

3) Dem Mieter ist damit geholfen , wenn er seinen eigenen Strom erzeugt . Strom sieht nicht anders aus , nur weil er von einem Mieter erzeugt wird. Nehmen Sie den Foristen , der Eigentümer von 1/8. Windrad ist , woher soll das Windrad wissen , ob der nun Mieter oder reicher oder armer Immobilienbesitzer ist ? Und selbst wenn , was soll denn das arme Windrad gegen dessen Miethöhe tun ? richtig , sich schneller drehen , mehr Strom erzeugen . Was sonst ?

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interessierter Laie 10.12.2018, 18:36
157. @ein-berliner

schauen Sie sich die aktuelle Preiszusammensetzung von Strom genau an: Über 50 Prozent Steuern und Umlagen. Verteilnetzbetreiber sind überwiegend kommunale Unternehmen und an den Versorgern ist der Staat ebenfalls stark beteiligt. Über allem schwebt die Bundesnetzagentur als Kontrollbehörde. Den Rest könnte der Staat locker haben. Er will aber nicht, weil er sonst den Murks ausbaden müsste, den er mit seinem Mikromanagement anrichtet und nicht der Stromkunde, dem man dann den bösen Energiekonzern als Schuldigen verkaufen kann.

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Helmut Erb. 10.12.2018, 18:39
158. Kein Mitleid.

Für die Stromversorgung des Landes werden Deutschlands 30000 Windräder nicht benötigt. Sie leisten keinen eigenständigen Beitrag. Ob überhaupt und wieviel Energie sie liefern, entscheidet allein das Wetter.

Das EEG garantiert für zwanzig Jahre einen (viel zu hohen) Festpreis für jede eingespeiste Kilowattstunde Windstrom. Zusätzlich ist die jederzeitige Abnahme des Stroms garantiert, unabhängig vom Bedarf. Können die Netze die elektrische Energie nicht aufnehmen, wird abgeregelt, und der Windmüller wird leistungslos entschädigt. So sind den Stromkunden 2017 allein in SH 351 Millionen EURO abgepreßt worden - für nichts.
Von solchen paradiesischen Zuständen träumen Bäcker, Ferkelzüchter und Zeitungsverlage.

Vor diesem Hintergrund habe ich kein Verständnis dafür, daß hier Mitleid geweckt werden soll. Wir brauchen weder Repowering noch kostenträchtige Entsorgungsmöglichkeiten für Zufallsstrom. Wir brauchen einen Baustopp. Dringend.

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karl-felix 10.12.2018, 18:43
159. Sorry

Zitat von x+n
Nicht falsch. Der Forist schrieb in der Masse. Und im Durchschnitt wird Windstrom mit 9 ct/kWh vergütet, was deutlich teurer ist als konventionell erzeugter Strom. Deswegen ja die Vergütung.
hatte ich überlesen .
Richtig , Windstrom kostete in der Vergangenheit was konventioneller Strom in der Zukunft kostet , und wird in Zukunft deutlich weniger kosten als die konventionellen in der Vergangenheit.
Energiewende halt .
Windstrom erhielt in Deutschland bei den Auktionen ab 3,8 Cent/kWh den Zuschlag ohne Inflationsausgleich - zum Vergleich : Atomstrom aus neuem Atomkraftwerk kostet die Engländer 12 Cent/kWh + 35 Jahre Inflationsausgleich .

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