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Ende der Friedenspflicht: IG Metall droht mit schneller Streik-Eskalation
DPA

In der Metall- und Elektroindustrie könnte es erstmals seit Jahren wieder zu einem heftigen Arbeitskampf kommen. Ende Dezember läuft die Friedenspflicht aus. Die IG Metall will sich mit Warnstreiks nicht lange aufhalten.

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cuisinier81 26.12.2017, 12:58
20. hmm...

Ganz einfach, als Arbeitgeber einfach ja sagen und danach dann aus betrieblichen Gründen kündigen... Aus die Maus und die Gewerkschaften fangen vielleicht mal an, nicht auf dem Rücken der kleinen zu verdienen!!!

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staffriend 26.12.2017, 12:59
21. @zahnrad27711

wurde und wird in mittelst. Unternehmen praktiziert.
Das Ergebnis dieser Praxis ist Stagnation, da seltsamerweise am Ende immer nur knapp die Inflationsrate ausgeglichen wird.

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ziehenimbein 26.12.2017, 13:01
22. Ist die IG-Metall nicht auch dafür verantwortlich,

dass Leiharbeiter, z.B. bei BMW, bis zu 4 Jahre hingehalten werden können? Schön für die festangestellten Mitglieder, eine Frechheit für den Rest der Beschäftigten.

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staffriend 26.12.2017, 13:12
23. @cuisinier81

Da haben sie sich wohl vertippt, seit Agenda 2010 verdienen sich hier die Unternehmensbosse auf Kosten des "kleinen Mannes" ihre dekadent goldene Nase. Einzig die Gewerkschaften sind in der Lage, daran etwas zu ändern. Leider meinen viele deutsche, sich nicht organisieren zu müssen.

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Anarias82 26.12.2017, 13:13
24.

Zitat von staffriend
Wieviel Sekretär(in) werden in einem Unternehmen wohl beschäftigt sein? Dagegen wieviel produktiv arbeitende Menschen? Gerade diese Mehrheit verdient um einiges weniger, als die "Kaffeekraft", also kann ihr Einwand auch nicht den Schnitt rechtfertigen.
Die Kollegen in der Produktion sind da auch drüber. Von der ungelernten Arbeitskraft mal abgesehen.
Darum gehts ja in dem Artikel auch nicht primär. Mit 6% in eine Tarifverhandlung zu gehen ist doch völlig okay. Wenn ich beispielsweise in eine Gehaltsverhandlung gehen müsste, würde ich auch zu meinem Wunschgehalt entsprechend x % aufschlagen und bei den Gesprächen entsprechend runtergehen. Ist doch ganz normale Verhandlungstaktik.
Kritischer sehe ich die 28h. Hier wäre doch wohl eher der Staat in der Pflicht unterstützend einzugreifen, wenn ich vllt. aufgrund pflegebedürftiger Eltern für eine bestimmte Zeit kürzer treten müsste und im Anschluss wieder Vollzeit arbeiten möchte.

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asdfjkkl 26.12.2017, 13:15
25.

Zitat von Nordstadtbewohner
"Die IG Metall fordert bundesweit sechs Prozent mehr Geld und das Recht auf eine vorübergehende Senkung der Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden." ...
Wann haben Sie Ihre letzte Gehaltserhöhung bekommen? Wieviel Stunden müssen sie arbeiten? Ist Ihre Firma tarifgebunden?

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curiosus_ 26.12.2017, 13:21
26. Natürlich haben Sie recht, das sieht schließlich auch...

Zitat von Nordstadtbewohner
...Wenn ich solche Forderungen lese, frage ich mich, in welcher Welt die IG Metall eigentlich lebt. Einerseits eine Lohnerhöhung von 6%, die durch nichts gerechtfertigt ist, andererseits eine Senkung der Wochenarbeitszeit, die völlig utopisch ist. In Zeiten voller Auftragsbücher ist es hanebüchen, die Wochenarbeitszeit senken zu wollen. Da ist eher das Gegenteil angebracht, um die vielen Aufträge abarbeiten zu können. Außerdem sind die 6% Lohnerhöhung eine Forderung jenseits von Gut und Böse. Durch was sieht die IG Metall diese Forderung gerechtfertigt? Eine gute Auftragslage für die Unternehmen bedeutet nicht, dass automatisch mehr Geld an die Beschäftigten gezahlt werden muss, denn das Mehr an Aufträgen kommt durch die Unternehmen zustande, nicht durch die Gewerkschaften. Dazu kommt die Wichtigkeit der internationalen Konkurrenzfähigkeit. In Zeiten der Globalisierung wird, wenn die Lohnkosten ins Exorbitante steigen, woanders produziert.
...Südwestmetallchef Stefan Wolf so:

Südwestmetallchef Stefan Wolf sieht vor der nächsten Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie keinen Spielraum für große Sprünge. "Wir müssen die Lohnsteigerungen für ein paar Jahre anhalten", sagte Wolf. "Die Schere darf nicht mehr weiter auseinandergehen. Sonst bekommen wir gesellschaftspolitische Probleme." Außerhalb der Metall- und Elektroindustrie seien die hohen Löhne nicht mehr zu vermitteln. "Wir haben eine übergeordnete gesellschaftliche Aufgabe", sagte Wolf.

Der Mann nimmt seine gesellschaftliche Verantwortung ernst. Daran kann man sich ein Beispiel nehmen.

So, nun mal ernsthaft:

- "Lohnerhöhung von 6%, die durch nichts gerechtfertigt ist": Hier mal was dazu. Der Link passt auch dazu:

"Dazu kommt die Wichtigkeit der internationalen Konkurrenzfähigkeit. In Zeiten der Globalisierung wird, wenn die Lohnkosten ins Exorbitante steigen, woanders produziert." - Stichwort "Schweiz". Vergleichen Sie mal deren Lohnkosten mit unseren. Und deren um 50% höhere Exportleistung pro Kopf, sowie deren internationale Wettbewerbsfähigkeit.

- Nun was zur "internationalen Konkurrenzfähigkeit": Hier.

Mein Arbeitgeber (einer der 3 großen deutschen Automobilhersteller) verdient sich derzeit dumm und dämlich. Hier mal etwas zu "jenseits von Gut und Böse" in der Automobilindustrie.

Ich frage mich, in welcher Welt Sie eigentlich leben.

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meine Güte 26.12.2017, 13:29
27. Wer die Kommentare von...

... "Nordtsadtbewohner" regelmäßig liest, merkt schnell, "wes geistes Kind" er ist. Eine Antwort ist da nicht nötig, eine Diskussion mit ihm ebenfalls überflüssig. Die Forderungen der Gewerkschaften sind nach langen Jahren der Zurückhaltung absolut in Ordnung und zwar in Höhe von 6%.

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sobrinus 26.12.2017, 13:38
28. Nur geringfügig wachsende Arbeitsproduktivität . . .

Zitat von staffriend
. . . wurde und wird in mittelst. Unternehmen praktiziert. Das Ergebnis dieser Praxis ist Stagnation, da seltsamerweise am Ende immer nur knapp die Inflationsrate ausgeglichen wird.
ist neben der kalten Steuerprogression der wahrscheinlichere Grund für Stagnation. Wenn man mehr verteilen will als der Kuchen hergibt, wird man noch mehr Produktion ins Ausland verlagern. Übrigens sind die Lohnstückkosten in Deutschland derzeit über den EU- Durchschnitt hinaus gestiegen. Es scheint so, als sägen derzeit viele Beteiligte am Ast von Deutschlands wirtschaftlicher Zukunft: Das Dax-Management teilweise mit Betrug, die Politik mit zunehmenden Eingriffen in den Gewerbebetrieb, die Gewerkschaften mit realitätsfernen Forderungen. Mir ist es als Aktionär übrigens egal, wo meine Company das Geld verdient; die Gekniffenen sind die abhängig Beschäftigten.

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Freidenker10 26.12.2017, 13:49
29.

Eine Gewerkschaft mit Eiern in der Hose, hätte nicht gedacht das es sowas noch gibt! Ich selbst bin leider von Verdi abhängig, d.h geklüngel mit der Politik und am Ende wenn überhaupt der Inflationsausgleich...

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