Forum: Wirtschaft
Ende der Subventionen: Was wurde aus dem Steinkohlebergbau?
Claus Hecking

2007 besiegelte die schwarz-rote Koalition das Ende des Steinkohlebergbaus in Deutschland. Mehr als ein Jahrzehnt später werden die zwei verbliebenen Zechen schließen. Manch Betroffener kann es immer noch nicht fassen.

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spmc-12355639674612 18.06.2017, 13:16
1. Es ist ein Fehler,

Die Gruben verfallen zu lassen. Falls man die Steinkohle irgendwann wieder benötigen sollte, wird sowohl das Knowhow fehlen als auch die Stollen nicht mehr zugänglich sein.

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eunegin 18.06.2017, 13:33
2. Braunkohle - geht's noch dreckiger??

Steinkohle ist das eine, aber was mich sehr erstaunt/schockiert ist -nach der Grafik- der extrem hohe Anteil an Braunkohle in unserem Energiemix.

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ich_sach_ja_nur 18.06.2017, 13:55
3. Aktueller Bezug

Sehr interessanter Artikel mit einigen Parallelen zum aktuellen Geschehen. So ehrenvoll die Erhaltung einer Industrie, einer ganzen Branche zugunsten einiger weniger (im Vergleich zur Gesamtbevölkerung) Arbeitnehmer ist, so sehr geht es doch zu Lasten der Allgemeinheit. Damals im Steinkohlebergbau, heute im der Automobilindustrie! Wurde damals der Bergbau gefördert auf Teufel komm raus, hat heutzutage die Autolobby die Zügel in der Hand, wirft immer noch dicke PS-Boliden auf den Markt und hat die Entwicklung energiesparender und E-Motoren verschleppt.
Wenn man sich dann noch vorstellt, dass Donald Trump (sofern er überhaupt Bücher liest) womöglich das Buch “Heaven & Hell“ von Dr. Ian Plimer gelesen hat, ist klar warum Trump vom Pariser Klimaabkommen ausgetreten ist und den Klimawandel negiert. (Ian Plimer ist übrigens Australier, und der dort so billige Kohlebergbau dürfte eine Grundlage dafür sein, dass Plimer Kohlestrom favorisiert und Erneuerbare Energien verteufelt ...)

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xgerry 18.06.2017, 14:00
4. Re: Es ist ein Fehler

Kohle aus 1200 m fördern zu können? Ich glaube das gehört eher zur Kategorie "Unnützes Wissen".

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rumpelstilzchen1980 18.06.2017, 14:05
5.

So spektakulär der Abbau auch ist, der laufende Betrieb ist wirklich eindrucksvoll, so richtig ist der Ausstieg angesichts der massiven Folgeschäden in der Region.

Wir werden nie so viel Kohle fördern, wie wir an Energie benötigen umd den Landstrich anschließend zu sichern. Das Ruhrgebiet wird irgendwann untergehen und sich in eine mehr oder weniger giftige Seenplatte verwandeln, wenn wir nicht ewig weiterpumpen.

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spmc-12355639674612 18.06.2017, 14:07
6. Statt der Braunkohle

Zitat von eunegin
Steinkohle ist das eine, aber was mich sehr erstaunt/schockiert ist -nach der Grafik- der extrem hohe Anteil an Braunkohle in unserem Energiemix.
bekommen wir ab ca. dem Jahr 2030 eine wunderbare Seenlandschaft im Süden von Leipzig, sobald der Rückbau beginnt. Zum Teil wurden alte Gruben jetzt schon renaturiert. Das wird ein einziger Freizeitpark werden!

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thrust26 18.06.2017, 14:10
7. Kohle

Zitat von eunegin
Steinkohle ist das eine, aber was mich sehr erstaunt/schockiert ist -nach der Grafik- der extrem hohe Anteil an Braunkohle in unserem Energiemix.
Der Grund ist wie immer die Kohle (allerdings nicht die schwarze oder braune). Steinkohlebergbau wurde ja nicht aus Umweltschutzgründen eingestellt, sondern weil er einfach zu teuer war.

Braunkohle wird in D im Tagebau abgebaut, das ist billiger. Vor allem auch, weil ein Großteil der Folgeschäden nicht vom Betreiber bezahlt werden muss.

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f.messerschmid 18.06.2017, 14:16
8. Was ist mit Braunkohle?

Beim Klimaschutz hat unsere Kanzlerin ein ziemlich großes Mundwerk gegenüber Trump.Aber bei uns steht der Braunkohlebergbau anscheinend unter Naturschutz.Er verschmutzt nicht nur die Umwelt übermäßig,er zerstört auch die Landschaft.Und hier wird über den Diesel diskutiert.Ich lach mich schlapp,heuchlerischer gehts nimmer.

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Attila2009 18.06.2017, 14:21
9.

Zitat von spmc-12355639674612
Die Gruben verfallen zu lassen. Falls man die Steinkohle irgendwann wieder benötigen sollte, wird sowohl das Knowhow fehlen als auch die Stollen nicht mehr zugänglich sein.
Das Erhalten der Gruben kosten auch Geld. Viel Geld.
Die Pumpen müssen laufen, die Strecken ,Installationen usw..müssen gewartet und ständig repariert werden.
Der Gebirgsdruck wird immer für Schäden sorgen, den hier ist kein Salzstock.
Es muss ständig bewettert werden damit sich kein Methangas sammelt...usw..
Es wird weiter eine Menge Kumpel geben die nur mit der Wartung und Reparatur der kilometerlangen Strecken beschäftigt ist.
Ein Bergwerk kostet, ohne dass ein Krümel Kohle abgebaut wird.
Nur für die extrem ungewisse Prognose sie könnten eines Tages wieder benötigt werden ? Wer zahlt das ohne Kohleverkauf ?

Sollte unwahrscheinlicherweise dazu kommen dass man wieder heimische Kohle ( für die chemische Industrie und nicht zum heizen ) benötigt weil das Ausland nicht mehr billiger liefern kann oder will , dann ist es billiger wieder neue Schächte an unverbrauchten Standorten abzuteufen.
Schächte abteufen hat man vor 500 Jahren schon gekonnt.

Ich kann das alles im Artikel nachvollziehen was das für die Kumpel bedeutet. Hier bei uns im ehemaligen Erzgebirgischen Steinkohlerevier Zwickau/Oelsnitz/Lugau mußte die Förderung in den 70 iger Jahren wegen Lagerstättenerschöpfung aufgegeben werden und es war ein ähnlicher Schock für alle, dass es plötzlich vorbei ist.
Wir grüßen aber heute noch mit "Glück auf" und pflegen Bergbaumuseen.

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