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Energie - braucht es eine Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke?

Die Atomenergie steht derzeit in der Diskussion wie seit langem nicht mehr. Regierung und Betreiber lassen die Muskeln spielen, es geht um Kosten, Nutzen, Risiken. Braucht es eine Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke?

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kdshp 28.08.2010, 10:37
1.

Zitat von sysop
Die Atomenergie steht derzeit in der Diskussion wie seit langem nicht mehr. Regierung und Betreiber lassen die Muskeln spielen, es geht um Kosten, Nutzen, Risiken. Braucht es eine Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke?
Hallo,

ich denke nicht und bezogen auf die gefahr wäre mit eine abschaltung so schnell wie möglich am liebesten.

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rkinfo 28.08.2010, 11:04
2.

Zitat von sysop
Die Atomenergie steht derzeit in der Diskussion wie seit langem nicht mehr. Regierung und Betreiber lassen die Muskeln spielen, es geht um Kosten, Nutzen, Risiken. Braucht es eine Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke?
http://de.wikipedia.org/wiki/Energiemix

Die großen Problembrocken liegen 2020-2040 bei der Kohle und dem Erdöl.
Das Umweltministerium will bis 2040 rund -70% bei CO2 und damit Kohle und Erdöl. Greenpeace will bis 2040 die Kohle (Strom, Stahl) komplett auf Null setzen.
Alles edle und machbare Ziele wenn wer uns anstrengen. Aber wir nicht gleichzeitig auch nur rabiat den CO2-freien Atomstrom kappen.

Dazu kommt dass die Grenzkosten der AKWs bei Weiterbetrieb einfach extrem gering sind und wir per Stillegung an anderer Stelle Kosten verurachen bzw. mehr Kohle verbrennen müssen.

Die ganze Ausstiegsdebatte ist eine rücksichtslose Politikshow ohne Betrachtung der Folgen für den Klimaschutz.

Die Stromversorgung ist aber primär eine technisches bis sicherheitstechnisches Aufgabengebiet. Wenn die Bürger nicht ihre Glühbirnen abgeben wollen kann man sie für Kraftwerksplnung nicht mehr für zurechnungsfähig betrachten.

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robr 28.08.2010, 11:10
3. Braucht kein Mensch!

Zitat von sysop
Die Atomenergie steht derzeit in der Diskussion wie seit langem nicht mehr. Regierung und Betreiber lassen die Muskeln spielen, es geht um Kosten, Nutzen, Risiken. Braucht es eine Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke?
Eine laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke ist unsinnig. es ist ja beileibe nicht so, dass unter Rot-Grün die sofortige Abschaltung aller AKW stattfinden würde. Sonde zuerst nur die Uraltmeiler wie Biblis-A oder Krümmel. Die neueren AKW dann erst im laufe mehrerer Jahre.
Nur die Stromkonzerne meinen ,sie haben die Erlaubnis zum Gelddrucken, denn für die Folgekosten und 100000 Jahre Lagerung müssen sie ja nicht aufkommen.
Pacta sunt servanda, und das sollte auch für die Stromkonzerne gelten!

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miken123 28.08.2010, 11:22
4. Ich will auch

Zitat von rkinfo
Das Umweltministerium will bis 2040 rund -70% bei CO2
Ich will bis morgen früh +100.000.000€ auf meinem Konto. Beides wird wohl ehr nix, außer die Bundesregierung verlängert die Laufzeiten der AKW und gibt mir einen Teil des Gwinns

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merapi22 28.08.2010, 11:49
5. Atomkraft? Nein Danke!

Zitat von sysop
Braucht es eine Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke?
Klares NEIN!

Die AKWs gehören so bald wie möglich vom Netz, dank EE Förderung, kann man den Energiebedarf durch regenerative Energieerzeugung sichern.
Eine Laufzeitverlängerung würde nur Geld in den Taschen der Atomlobbyisten spülen, der Strompreis für den Normalbürger würde steigen!
Zudem sind die veralteten AKWs die reinsten Zeitbomben, die Gefahr eines GAU wird von der Atomwirtschaft und Politik heruntergespielt, im dicht-besiedelten Mitteleuropa wären Millionen davon betroffen!

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Satiro 28.08.2010, 12:17
6. neugierige Frage

Zitat von miken123
Ich will bis morgen früh +100.000.000€ auf meinem Konto. Beides wird wohl eher nix, außer die Bundesregierung verlängert die Laufzeiten der AKW und gibt mir einen Teil des Gewinns
Und was planen Sie, wenn wie zu erwarten, Ihr Wunsch nicht in Erfüllung geht? ;- )

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rkinfo 28.08.2010, 12:34
7. min. 2 Mrd. € /a Zusatzkosten bei Abschaltung

Zitat von miken123
Ich will bis morgen früh +100.000.000€ auf meinem Konto. Beides wird wohl ehr nix, außer die Bundesregierung verlängert die Laufzeiten der AKW und gibt mir einen Teil des Gwinns
Die AKWs haben nun mal sehr niedrige Grenzkosten wenn sie jetzt nach ihrer Abschreibungsphase weiter laufen können.
Und es bringt uns statt 8.000 to dann 11-12.000 to hochradioaktive Abfälle zur Endlagerung - mehr nicht.

Jeder der eine mathematisch saubern Blick auf die Kraftwerkslandschaft und den ganzen Energiemix im Land macht erkennt dass gewaltige Baustellen bei Kohle und Öl haben.

Nur Ideologen ohne Verantwortungsgefühl und im Wahn der vom Himmel fallenden EEs önnen heute noch raschen AKW-Ausstieg fordern. Und es auch offensichtlich dass uns der frühe Ausstieg mehr Geld kostet. Da wird wg. Stuttgart21 und ggf. 1-2 Mrd. € Mehrkosten ein halber Generalstreik gemacht.
Mehrkosten von 2 Cent/kWh bedeuten 20.000 € je GWh oder 2,5 Mrd. €/a verkürzter AKW-Laufzeit bei 15 GW mittlerer Leistung.
Dazu natürlich noch anteilig mehr CO2 und Primärenergieverbrauch fossil ohne die AKWs.

Ich und viele Andere haben keine Lust mehr beim Strom zu zahlen nur weil ewiggestrige Ideologen es so wollen.
Wir haben mit Priorität die CO2-Freisetung im Land zu mindern und nicht Abschaltorgien zu veranstalten.
Und es wird anspruchsvoll genug werden 2030-2040 hier deutlichste Erfolge bei CO2 zu erreichen.

Dazu noch der aspekt E-Autos welche bei CO2-freien Atomstrom überhaupt erst im Land massentauglich würden.
Denn um den Ankau der anderen CO2-freien Kraftwerkskapazitäten drängen sich bereits (zu) viele als Kunden. Und alle läßt sich nicht per Zertifikatehandel (wei mit China) lösen.

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stele 28.08.2010, 13:20
8. Im Prinzip ja wäre da nicht der Abfall

Eigentlich wäre der Atomstrom ja eine gute Sache, wäre nicht das Problem mit dem radioaktiven Abfall.
Leider sucht die Menschheit bereits seit 40 Jharen nach einer Lösung für dieses Problem - erfolglos. Und klar ist auch, dass wir in absehbarer Zeit keine Lösung finden werden.
Solange wird der Müll in der Gegend herumtransportiert, gelagert und teilw. nach Russland verkauft...

Jeder sollte sich einmal diese Reportage anschauen und sich seine Meinung bilden.

Hier die Reportage:
http://bit.ly/dnTUJK

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iorso 28.08.2010, 14:51
9. Brauchen nicht unbedingt, aber ???

Zitat von sysop
Die Atomenergie steht derzeit in der Diskussion wie seit langem nicht mehr. Regierung und Betreiber lassen die Muskeln spielen, es geht um Kosten, Nutzen, Risiken. Braucht es eine Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke?
Nein, braucht es nicht ...

ABER ...

Kernkraft kann zum jetzigen Zeitpunkt nur durch Kohle- oder Öl/Gas Kraftwerke ersetzt werden.

Nun ist die Frage, was ist besser ?

Neue Kraftwerke, die dann wieder 40 – 50 Jahre laufen müssen bis sie sich für die EVU amortisiert haben und in dieser Zeit sehr viele Schadstoffe ausstoßen.

Oder AKW die von ihrer Technik her gut noch 10-20 Jahre laufen können. Hierbei preiswert Strom produzieren und dies Schadstoffarm.

Gegen die AKW spricht nur die ungelöste Endlagerung, welches sich aber auch durch eine sofortige Abschaltung auch nicht lösen würde. Würden die AKW im Schnitt 15 Jahre länger laufen, so würde sich die zu lagernde Masse ca um 20% erhöhen.

Schwachsinn ist, darauf zu hoffen dass EE in den nächsten Jahren grundlastfähigen Strom erzeugen können. Zur Zeit kostet die EE den Bürger wesentlich mehr Geld als die AKW.

Und sollte sich ein plötzlicher Durchbruch bei einer Speichertechnologie ergeben, und die notwendigen Überlandleitungen schon in 10 Jahren vorhanden sein, so könnten die AKW sehr schnell abgeschaltet werden.

Neu ans Netz gegangene Kohlekraftwerke werden die EVU nicht so einfach abschalten, auf jeden Fall nicht ohne horrende Schadensersatzforderungen.

Wenn man also nicht nur in Horrorvisionen denkt, so sollte klar sein, Volkswirtschaftlich wäre eine Laufzeitverlängerung nur von Vorteil.

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