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Energieversorgung: Kraftwerke müssen wegen Hitze ihre Leistung drosseln
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Die hohen Temperaturen haben Folgen für die Stromproduktion in Deutschland. Viele Kraftwerke können wegen der Hitze nicht mit Volllast betrieben werden.

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tatsache2011 26.07.2018, 19:29
1. Viele Sonnenstunden, viel PV-Strom

Gut, dass die PV-Kraftwerke während des Tages beim höchsten Stromverbrauch mit Volllast einspeisen.

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msdelphin 26.07.2018, 19:35
2. Sicher Stromversorgung?

Wo sind den all die Kommentatoren, die ständig von einer unzureichenden Stromversorgung im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien schreiben. Dieses lustige Wort "Dunkelflaute", bei denen angeblich regenerative Energien nicht mehr den Strombedarf decken können und es zu Stromausfällen kommt, wird immer wieder dazu verwendet, um die sichere Stromversorgung durch konventionelle Kraftwerke zu begründen. Jetzt sieht man, wenn die regenrativen Anlagen auf vollen Touren laufen, streiken die konventionellen Kraftwerke. Also auch die konventionellen Kraftwerke können keine sichere und ausreichende Stromversorgung gewährleisten. Wenn die wärme Phase noch lange anhält, wird ein konventionelles Kraftwerk nach dem anderen in Europa ausfallen oder die Umwelt massiv schädigen. Dann sind immer mehr Bürger von den regenrativen Energien abhängig, die in den heissen sonnigen Monaten den Strom sicher liefern.

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quark2@mailinator.com 26.07.2018, 20:14
3.

Zitat von tatsache2011
Gut, dass die PV-Kraftwerke während des Tages beim höchsten Stromverbrauch mit Volllast einspeisen.
Das mag positiv erscheinen, bringt aber wieder eigene Probleme mit sich, u.a. wenn am Abend der Verbrauch hochschnellt, aber die Sonne weg geht. Dann braucht man plötzlich konventionellen Strom und man kann die Kohle nicht mal so eben hoch- und runterfahren (auch wenn es da Verbesserungen gibt), jedenfalls ist das nicht effizient und während die PV Geld verdient, leiden die Kohlekraftwerke ökonomisch unter so einem Betrieb. Das mag ja witzig für alle sein, die Kohle eh nicht mögen, aber gesund ist anders.

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quark2@mailinator.com 26.07.2018, 20:17
4.

Zitat von msdelphin
Wo sind den all die Kommentatoren, die ständig von einer unzureichenden Stromversorgung im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien schreiben. Dieses lustige Wort "Dunkelflaute", bei denen angeblich regenerative Energien nicht mehr den Strombedarf decken können und es zu Stromausfällen kommt, wird immer wieder dazu verwendet, um die sichere Stromversorgung durch konventionelle Kraftwerke zu begründen. Jetzt sieht man, wenn die regenrativen Anlagen auf vollen Touren laufen, streiken die konventionellen Kraftwerke. Also auch die konventionellen Kraftwerke können keine sichere und ausreichende Stromversorgung gewährleisten. Wenn die wärme Phase noch lange anhält, wird ein konventionelles Kraftwerk nach dem anderen in Europa ausfallen oder die Umwelt massiv schädigen. Dann sind immer mehr Bürger von den regenrativen Energien abhängig, die in den heissen sonnigen Monaten den Strom sicher liefern.
Naja, aber vor 20 Jahren haben wir es auch überstanden, oder ? Und auch wenn es gerade heiß ist - es gab auch früher heiße trockene Phasen. Man muß nun nicht gleich überall immer nur den Beweis für die eigene Weltsicht suchen. Oder mal anders gesagt, wenn es alles so problemlos ginge, wäre es längst gemacht worden.

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Andi P 26.07.2018, 20:22
5.

So bald es dunkel wird, kommt da aber nix mehr aus der PV-Anlage.
Jetzt im Sommer bei viel Sonne hui, im Winter wirds dann dunkel.
https://www.agora-energiewende.de/service/aktuelle-stromdatenagorameter/chart/power_generation/23.07.2018/26.07.2018/
https://www.energy-charts.de/power_de.htm

Ohne konventionelle Kraftwerke wirds sehr dunkel.

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lemmi111 26.07.2018, 20:29
6. Partielle Dunkelflaute!?

@Nr.2
Vielleicht sollten Sie sich mal fragen, warum aktuell die konventionellen Kraftwerke in Volllast betrieben werden, wenn doch die Regenerativen "auf vollen Touren" laufen. Richtig! Wo ist der Wind... Wenn Sie mir jetzt noch erklären, wie PV die Versorgung in der Nacht sicherstellt, dann werden sie merken, dass die "Dunkelflaute" so abwegig nicht ist. Die letzten Tage betrachtend sind wir aktuell also gar nicht so weit davon entfernt....

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brutus972 26.07.2018, 20:33
7. Deutschland hilft Frankreich

Das gilt natürlich auch für Frankreich. Jetzt müssen Spanien und Deutschland die Stromversorgung der Franzosen, mit ihren vielen Atomkraftwerken, aufrecht erhalten. Etliche Atomkraftwerke sind unter Revision, viele liefern nur reduzierten Strom, da gibt es Probleme mit der Stromversorgung. Natürlich bekommen die unseren überschüssigen, dreckigen Kohlestrom. Anschließend zeigen die mit den Finger auf uns, wegen dem CO-Anstieg.

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mg939 26.07.2018, 20:33
8. Kraftwerke werden Gebrauch

kucken wir uns mal einen Tag wie heute an, viel Sonne aber fast kein Wind. tagsüber besuchen wie fast keinen konventionellen Strom, aber jetzt wo es Dunkel wird und die Photovoltaikanlagen gen 0MW gehen Brauchen wir die Kohle und Gaskraftwerke. Mit Wind ist heute nicht so doll. Ich arbeite selbst in einen Kraftwerk mit Erneuerbaren + konventionellen Erzeugern und kann über die einsatzseiten der Blöcke nur Kopfschütteln. der Block mit EEG Vergütung fährt immer volllast, egal ob Strom und Wärme gebraucht wird. das würd die ganze Wärme weggekühlt , eeg macht es möglich. die restlichen Blöcke fahren nach dem Strompreis, müssen aber immer Standby sein. auch nicht sehr ökologisch....

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egoneiermann 26.07.2018, 21:03
9.

Zitat von lemmi111
@Nr.2 Vielleicht sollten Sie sich mal fragen, warum aktuell die konventionellen Kraftwerke in Volllast betrieben werden, wenn doch die Regenerativen "auf vollen Touren" laufen. Richtig! Wo ist der Wind... Wenn Sie mir jetzt noch erklären, wie PV die Versorgung in der Nacht sicherstellt, dann werden sie merken, dass die "Dunkelflaute" so abwegig nicht ist. Die letzten Tage betrachtend sind wir aktuell also gar nicht so weit davon entfernt....
Das erwähnte Großkraftwerk Mannheim ist mit seinen vier Kohleblöcken nur noch an nebligen Wintertagen im Volllastbetrieb, zur Zeit wird ein Block als Reserve befeuert. Die Ausnahmegenehmigung ist wohl dafür, dass wenn in der Schweiz und in Frankreich wegen den Wasserständen die Anlagen gedrosselt werden, Strom exportiert werden muss.

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