Forum: Wirtschaft
Energiewende: AKW-Abriss kostet mindestens 18 Milliarden Euro

Der Rückbau der deutschen Kernkraftwerke verschlingt Milliardensummen. Ob die Rücklagen der Betreiber dafür reichen werden, ist fraglich. Die Kosten könnten laut einer Studie deutlich höher ausfallen als gedacht.

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Pandora0611 28.09.2011, 19:18
1. Nur 18 Mrd Euro?

Zitat von sysop
Der Rückbau der deutschen Kernkraftwerke verschlingt Milliardensummen. Ob die Rücklagen der Betreiber dafür reichen werden, ist fraglich. Die Kosten könnten laut einer Studie deutlich höher ausfallen als gedacht.
Das sind doch peanuts!
Die kleinste Rechnungseinheit innerhalb der EU ist doch mittlerweile 1 Billion.
Was sind da schon 18 oder 25 Mrd€!

In cunctis domina pecunia est.

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tempus fugit 28.09.2011, 19:29
2. Wann kommt wo die erste "Abrissbirne" ???

Zitat von sysop
Der Rückbau der deutschen Kernkraftwerke verschlingt Milliardensummen. Ob die Rücklagen der Betreiber dafür reichen werden, ist fraglich. Die Kosten könnten laut einer Studie deutlich höher ausfallen als gedacht.

Wann wird angefangen?
Das ist die wichtigere Frage!
Die Antwort darauf gibt dann auch recht schnell Aufschluss
darüber, was so ein Abbruch kosten wird - oder lavieren die
EVU mal wieder bis zum St. Nimmerleinstag?

Eine erste Ahnung zu Kosten und Dauer und Problemen gibt's
schon seit geraumer Zeit:

http://www.berlinonline.de/berliner-...007/index.html

Da wird - seit 17 Jahren - heftig abgerissen und zurückgebaut - Ende 2009 wurden da 2,4 Mrd.€ verbraten -
und der Kern steht da immer noch - paar Jahrzehnte, bevor man auch daran gehen kann....

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tempus fugit 28.09.2011, 19:40
3. Wann kommen die ersten 'Abrissbirnen'??

Zitat von sysop
Der Rückbau der deutschen Kernkraftwerke verschlingt Milliardensummen. Ob die Rücklagen der Betreiber dafür reichen werden, ist fraglich. Die Kosten könnten laut einer Studie deutlich höher ausfallen als gedacht.

Denn je früher mit dem Abriss und Rückbau angefangen wird,
umso schneller gibt's Hinweise auf die tatsächlichen Kosten.

Abgesehen davon, dass Reaktoren selbst noch 50-70 Jahre
'gelagert' werden müssen, bis man sich auch dort reinarbeiten kann...
Also eine 2-3 Generationenaufgabe.

Und wie das aussehen kann - sowohl die Arbeiten und die Kosten - ist schon recht eindrücklich beschrieben worden:

http://www.berlinonline.de/berliner-...007/index.html

Bis ende 2009 waren schon mal mehr als 2,4 Mrd. Euro weg -
und die Story ist - siehe Raktorgehäuse - noch lange nicht
weg!...

Die 18 Mrd. € scheinen angesichts der Probleme und der
Zeiträume eher nur Bruchteil der Gesamtrechnung.

Insgesamt stehen in DE knapp 40 kommerzielle Atommeiler
vor dem Abriss/Rückbau/Endlagerung....

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einuntoter 28.09.2011, 19:42
4. Abklingphase

Dass die Abklingphase nur fünf Jahre dauern soll ist doch wohl sehr optimistisch. Wo sollen die Brennelemente denn hin? Behälter gibt es ja wohl nicht (genügend)

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geistigmoralischewende 28.09.2011, 19:45
5. Was ist neu an dieser Nachricht?

Zitat von sysop
Der Rückbau der deutschen Kernkraftwerke verschlingt Milliardensummen. Ob die Rücklagen der Betreiber dafür reichen werden, ist fraglich. Die Kosten könnten laut einer Studie deutlich höher ausfallen als gedacht.
Es stand doch von Anfang an fest, dass die Kosten des Abrisses genau so wie die Kosten des Baus der Steuerzahler trägt. Der billige Atomstrom kam doch nur durch das Herrausrechnen der Bau- Rückbau- und Endlagerkosten zustande, die der Steuerzahler trägt. Wer reibt sich denn jetzt ganz verdutzt die verschlafenen Äuglein? Der deutsche Michel?

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sappelkopp 28.09.2011, 19:59
6. Ja, und?

Natürlich kostet der Abriss Geld. Aber es gab ja auch jahrzehntelang satte Gewinne, da werden die AKW-Jungs wohl ein paar Euro - man nennt sie auch Peanuts - zurückgelegt haben.
Übrigens, auch wenn die Dinger in 15 Jahren abgerissen werden, kostet es Geld. Eher sogar noch mehr, wegen der Preissteigerung! ;-)
Also, jammert nicht, reißt den Müll ab!

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einuntoter 28.09.2011, 20:02
7. Was meinen Sie bitte mit "Reaktor?

Zitat von tempus fugit
Abgesehen davon, dass Reaktoren selbst noch 50-70 Jahre 'gelagert' werden müssen, bis man sich auch dort reinarbeiten kann...
Soweit ich weiß ist man in Stade schon dabei, den Reaktordruckbehälter zu zerlegen. Das wird sicherlich keine 50 Jahre mehr dauern.

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Hovac 28.09.2011, 20:13
8. Man

sollte erwähnen das die Betreiber dafür jahrzentelang steuerfreie Rücklagen gebildet haben, die sie aber anlegen durften. Da sollte nicht 1 Cent vom Steuerzahler zusätzlich reinfließen.

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einuntoter 28.09.2011, 20:14
9. Steht im Artikel nicht,

Zitat von geistigmoralischewende
Es stand doch von Anfang an fest, dass die Kosten des Abrisses genau so wie die Kosten des Baus der Steuerzahler trägt. Der billige Atomstrom kam doch nur durch das Herrausrechnen der Bau- Rückbau- und Endlagerkosten zustande, die der Steuerzahler trägt. Wer reibt sich denn jetzt ganz verdutzt die verschlafenen Äuglein? Der deutsche Michel?
dass die EVUs Rücklagen gebildet haben? Mit Steuergeld wird der Rückbau sicherlich nicht bezahlt, sondern eher mit höheren Gebühren für Strom. Aber das wollen die, die für die sofortige Abschaltung der KKW sind, ja gerne übernehmen...

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