Forum: Wirtschaft
Energiewende: AKW-Abriss kostet mindestens 18 Milliarden Euro

Der Rückbau der deutschen Kernkraftwerke verschlingt Milliardensummen. Ob die Rücklagen der Betreiber dafür reichen werden, ist fraglich. Die Kosten könnten laut einer Studie deutlich höher ausfallen als gedacht.

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carranza 03.10.2011, 13:39
150. Da sieht man mal wieder, wie man uns belogen hat

Zitat von sysop
Der Rückbau der deutschen Kernkraftwerke verschlingt Milliardensummen. Ob die Rücklagen der Betreiber dafür reichen werden, ist fraglich. Die Kosten könnten laut einer Studie deutlich höher ausfallen als gedacht.
Von wegen, Atomstrom sei der billigste. Dass die Dinger irgendwann mal abgerissen werden müssen, das stand doch wohl von Anfang an fest. Hat man das bei der Wirtschaftlichkeitsbereichnung etwa unterschlagen?

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makese 03.10.2011, 15:20
151. Geringe Akzeptanz?

Zitat von Berd
Das ist völlig egal, denn die Energiewende wird uns wirtschaftlich ruinieren und dabei ein funktionierendes Stromnetz zerstören. Wir können nur hoffen, daß wir auch weiterhin aus Frankreich und Tschechien Atom- und Kohlestrom geliefert bekommen. Sonst wird es im Winter dunkel und kalt in unseren Wohnungen. Die "Energiewende" ist blindwütiger Aktionismus ohne Hirn und Verstand gefordert von wenigen Menschen, die unter "German Angst" leiden und von Ökofaschisten. Wie gering die Akzeptanz der Energiewende ist, zeigt das hier: Gruß berd
Wenn nur die knapp 2450 dagegen sind, dann kann man wohl kaum von einer geringen Akzeptanz reden.Da sind ja bei mir im Wahlbezirk (LT-Wahl Ba-Wü) schon doppelt so viele dafür.

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Solarium 03.10.2011, 16:47
152. Danke

Zitat von hoffnungsvoll
Fassen Sie es doch mit einem Satz zusammen: EE und Kernkraftwerke harmonieren nicht zusammen. Die logische Konsequenz ist aber nicht die Abschaltung der EE, sondern der Kernkraftwerke. Unser Stromnetz hat auch vor der Kernkraft perfekt funktioniert. Es wird nach der Kernkraft ebenso perfekt funktonieren.
Hatte ich bereits versucht, war auch nicht angekommen bei ihm.

EE und Kernkraftwerke harmonieren nicht. Deshalb müssen die AKW vom Netz gehen.

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hoffnungsvoll 03.10.2011, 17:25
153. dumm gelaufen

Zitat von felisconcolor
bei ca. 4 bis 6 Stromausfällen pro Jahr, in den letzten 7 Jahren in meinem Ort (ca. 35km südlcih Hannover und 12km westlich von Hildesheim also keine "Walachei") zweifel ich an der Zuverlässigkeit unseres Stromnetztes. Und ich meine nicht mal kurze "Wischer". Minimum 20 Minuten, Maximum ca. 5 Stunden. Fragen sie die Bewohner Hannovers nach dem letzten Stromausfall. Perfekt ist etwas anderes. Da arbeiten deutsche Kernkraftwerke um ein vielfaches störungsfreier.
Wo wohnen Sie genau? Hört sich nach Industriegebiet mit vielen Bauarbeiten an. So ging es meine letzten Firma, die fast täglich durchtrennte Netzwerkkabel hatte.

Enercity, der regionale Energieversorger Hannovers, hat kaum Stromausfälle und die Ursache des letzten Großen können Sie hier nachlesen; wirklich geklärt ist es meiner Meinung noch nicht: http://www.udo-leuschner.de/energie-chronik/110712.htm

Mit vielen kleinen Kraftwerken, wie wir sie vor den Kernkraftwerken hatten, läßt sich ein viel stabileres Netz aufbauen, als mit wenigen Großkraftwerken. Die Ausfälle in Hamburg sprechen Bände.

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sverris 03.10.2011, 17:38
154. qwer

Zitat von Bauer_Lindemann
Ich erlaube mir mal, von der Seite einer gewissen Ökosekte zu zitieren: Frei nach dem Motto: Was schert mich mein Geschwätz von gestern...
wenn lt. dem artikel 70mrd zurückgelegt wurden, dann sind diese summen auch auszugeben. insofern sind die 18mrd. popelig.

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Solarium 03.10.2011, 18:02
155. .

Zitat von sverris
wenn lt. dem artikel 70mrd zurückgelegt wurden, dann sind diese summen auch auszugeben. insofern sind die 18mrd. popelig.
Die haben nicht einen Cent zurückgelegt. Das sind reine Buchwerte in Form von Rückstellungen. Das Geld existiert nicht.

Leider werden immer die Begriffe "Rückstellungen" und "Rücklagen" munter gemischt.

Die Rückstellungen betragen rund 28 Milliarden Euro, die Abbaukosten sind reine Schätzungen.

http://www.heise.de/tp/artikel/27/27122/1.html

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hoffnungsvoll 03.10.2011, 18:06
156. Kosten

Zitat von Bauer_Lindemann
Wobei ein abgeschriebenes AKW bei Ausnutzung der vollen Leistung zu ca. 85% des Jahres Strom für 1,7ct/kWh produziert. Dieser Preis würde bei nur 50% Laufzeit also auf ca. 2,8ct/kWh steigen...
Ein abgeschriebenes AKW... Sie errinnern sich, was ein neuer EPR-Reaktor kostet? Rechnen wir mit Zerlegung bis zur grünen Wiese nach heutigem Geldwert 10 Milliarden Euro. Legen sie diese Summe auf Ihre Berechnung über die Betriebsdauer oben drauf. Und dazu die Endlagerungskosten, oder im schlimmsten Fall die Transmutation der Träumer. In der Summe viel zu teuer bei gleichzeitigem hohen gesellschaftlichen Risiko.
Zitat von
Ich stimme ihnen durchaus zu, dass Erzeugerpreise über 4,3ct der ökonomische Wahnsinn sind - sehen sie dazu mal unauffällig die im EEG festgelegten Einspeisvergütungen an.
Aber auch Sie begehen der Fehler, Einspeisevergütungen mit Erzeugungskosten zu verwechseln. Die besten Windmühlen liegen heute schon bei 4Cent/kWh und die PV-Technik unterbietet heute schon die Stromkosten beim Endverbraucher.
Zitat von
Verabschieden sie sich von der Vorstellung, die Filter könnten ALLE Schadstoffe zurückhalten. Gegen CO² hilft kein Filter, gegen Asche und Feinstaub bei der Kohleförderung ebenfalls nicht.
Das ist Ihre Meinung. CO2 ist kein Schadstoff im eigentlichen Sinne, sondern wegen der Klimawirkung unerwünscht. Darum muss mittelfristig der Verbrauch fossiler Energieträger gestoppt werden. Asche und Feinstaub sind über Zentrifugalfilter nahezu restlos von den gasförmigen Abgasen separierbar:
http://www.ut99.ch/html/kraftwerkbau.html
Zitat von
...Der Schadstoffausstoß eines E-Autos, dessen Strom aus Kohle gewonnen wird, ist insgesamt weit höher als der eines Benziners oder Hybrids!
Vergleichen Sie die Grenzwerte der TA-Luft mit jenen der Kraftfahrzeuge nach Euro-5. Ich habe früher Brennverfahren für stationäre Gasmotoren entwickelt. Gehen Sie bei wirklichen biologisch wirksamen Schadstoffen wie Stickoxid oder Kohlenmmonoxid von einem Faktor tausend aus. Im mobilen Betrieb mit ständig wechselnden Lastzuständen ist eine gute Katalysatorwirkung kaum gegeben. Ein Lamba 2,5 Gasmotor mit Oxidationsfilter und Harnstoffeinspritzung erzeugt, abgesehen vom CO2, atembare Abgase.

Wie sehen sie die Kombination von PV-Technik mit Elektrofahrzeug? Konkurrenzlos sauber nenne ich das. Eine Garagenfläche reicht für die mittlere Jahresleistung des PKW völlig aus.

Zitat von
Leider bleibt das CO² nicht nur in der Atmospäre.
Ja, darum muss nach den Kernkraftwerken auch die Verbrennung fossiler Brennstoffe massiv eingeschränkt werden. Geologisch betrachtet ist Ihre Aussage aber nicht haltbar, weil mit der Gesteinsverwitterung langfristig große Mengen CO2 gebunden werden. :)

Zitat von
Das ist offensichtlich Unfug. Auch EE funktionieren NICHT ohne Rohstoffimporte, im Gegenteil die Solarzellen werden sogar importiert, das Material der WKA ebenfalls und - wichtigster Punkt: der Ersatz bei Flaute und Dunkelheit - also das Erdgas kostet ein Vielfaches des für ein AKW zu imprtierenden Urans.
Windkraftanlagen benötigen einmal ein paar Rohstoffe, wie z.B. überall verfügbares Eisenerz, danach reicht hin und wieder ein Einschmelzen der dauerfestigkeitsgeschwächten Bauteile wie Mast und Gondel. Staumauern von Wasserkraftwerken halten Jahrhunderte und PV-Module benötigen Silizium und in Spuren Dotierungsmaterial.

Ihre Argumente sind hinfällig.

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hoffnungsvoll 03.10.2011, 18:13
157. Der Kern des Problems

Zitat von sverris
wenn lt. dem artikel 70mrd zurückgelegt wurden, dann sind diese summen auch auszugeben. insofern sind die 18mrd. popelig.
Sie wurden nicht zurückgelegt. Es wurden Abschreibungen in der Höhe vorgenommen. Angelegt wurde das Geld in üblichen Investitionen und Firmenkäufen. Wenn man sich die Bilanzen der großen EVU ansieht, ist das Geld nicht mehr vorhanden. Darum geht es in diesem Thema. Der Steuerzahler wird dreifach bezahlen. Über überteuerte Strompreise für Strom aus Kernkraftwerken, über steuervergünstigen der Betreiber und den wirklichen Rückbau wird er Steuerzahle ebenso begleichen müssen. Gewinner der Kernkraft sind einzig die Betrieber, Verlierer die Gesellschaft.

Darum müßten die EVU jetzt gesetzlich verpflichtet werden, die "Rücklagen" in transparenten Fonds sicher anzulegen.

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tempus fugit 03.10.2011, 20:30
158. Ob da die Pressesprecherin von E,ON mit einverstanden ist?!....

Zitat von hoffnungsvoll
Fassen Sie es doch mit einem Satz zusammen: EE und Kernkraftwerke harmonieren nicht zusammen. Die logische Konsequenz ist aber nicht die Abschaltung der EE, sondern der Kernkraftwerke. Unser Stromnetz hat auch vor der Kernkraft perfekt funktioniert. Es wird nach der Kernkraft ebenso perfekt funktonieren.


Da MUSS ja nun Petra engreifen - die hat doch wie die Callas mit paar Oktaven in den Monaten vor der Ausstieg aus dem Ausstieg alle Tonleitern rauf und runtergeträllert, wie ideal sich die EE und die Atommeiler ergänzen - letztere durch ihre - damals - plötzlich entdeckte Flexibilität und gegenseitige Ergänzung - obwohl bis kurz zuvor EE-Strom nur als parasitär, nutzlos, wertlos und additiv von den Atomisten 'gehandelt' wurde...

PS: Schon was neues vom Personalabbau der E.ON in Hannover?.. ;>)))

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bürger#40175 03.10.2011, 20:36
159. Ja

Die Amtomkraftwerkshersteller sollten mal nicht so angeben , und gleich die Kosten nennen.
Dann würd nicht so viel Unsinn in die Welt gebaut. Die Energiewende kommt, das ist jedem klar, aber noch wird viel AKW in die Lande gesetzt.
Nicht in Deutschland, gott sei dank, der Spuk ist vorbei.-

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