Forum: Wirtschaft
Energiewende: Bei E.on drohen Massenentlassungen

Der Stromkonzern E.on plant ein kompromissloses Spar- und Sanierungskonzeptauf - samt Entlassungen und Standortschließungen. Auch ThyssenKrupp-Chef sieht die Energiewende kritisch, im SPIEGEL-Gespräch warnt er vor einer sinkenden Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie.

Seite 39 von 39
Johanna.1.15 13.08.2011, 10:45
380.

[QUOTE=wolfgangl;8487534]Nicht zwangsläufig! Seit Anfang des Jahrhunderts sind die Mehrheit der Deutschen für die Energiewende, /QUOTE]

Aber nur bis zur Wahl von Schwarz-Gelb, da war die Mehrheit dann wieder für Atomkraftwerke, ablesbar an den Wahlergebnissen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
alexl1966 17.08.2011, 17:42
381. Interessante Behauptung!

Zitat von Johanna.1.15
Ich hatte erst den Eindruck, dass Sie mit "wir" alle Deutschen meinten. Wie ich mich getäuscht habe - der Staat, dass sind in Ihren Augen nur die, die Ihrer Forderung "sei für die Energiewende" folgen.
Woher nehmen Sie diese Weisheit? Es gab mal einen rot-grünen Atomausstieg, den hat eine schwarz-gelbe Regierung gekippt; ja, das hatten Sie in ihrem Wahlprogramm, aber ich glaube kaum, dass viele Sie deshalb gewählt haben.
Nun hat sich diese Regierung vom Ausstieg vom Ausstige abgewendet; ob dies nun ein politisches Manöver ist oder nicht sei dahin gestellt. Tatssache ist, dass dieser Ausstieg erneut von einer Regierung beschlossen wurde, die WIR gewählt haben (um es gleich vorweg zu nehmen, ich habe Frau Merkel nicht gewählt!)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
No_Name 19.08.2011, 16:54
382. .

[QUOTE=Johanna.1.15;8493163...Aber nur bis zur Wahl von Schwarz-Gelb, da war die Mehrheit dann wieder für Atomkraftwerke, ablesbar an den Wahlergebnissen...[/QUOTE]

Nun, wenn ich mich so an damalige Umfragen erinnere waren auch zu Zeiten der Wahl der Schwarz-Gelden Regierung die Mehrheit der Deutschen gegen AKW. Nur hat ein Parteiprogramm mehr als einen Punkt und die Wähler entscheiden sich in der Regel nicht nur eines Punktes wegen.
Für Johni und Co, ausgedrückt:
Auch AKW-"Feinde" haben CDU oder FDP gewählt, obwohl Sie in diesem Punkt andere Meinung waren. Umgekehrt übrigens genau so.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hoffnungsvoll 20.08.2011, 11:04
383. Mißmanagement

Zitat von sysop
Der Stromkonzern E.on plant ein kompromissloses Spar- und Sanierungskonzeptauf - samt Entlassungen und Standortschließungen. ...
Anbei ein kleines Beispiel für die erfolgreich Firmenpolitik der E.on.

siehe: http://www.udo-leuschner.de/energie-chronik/chframe.htm
Artikel 110713

Zitat:
"E.ON verhandelt über Verkauf des Gasgeschäfts in Ungarn

E.ON verhandelt derzeit mit der ungarischen Regierung über den Verkauf des Gashandels und des Speichergeschäfts an den staatlichen Stromkonzern MVM. E.ON Földgáz Trade und E.ON Földgáz Storage sind die größten Gashändler bzw. Speichernetzbetreiber des Landes. Sie waren 2006 für rund 450 Millionen Euro vom ungarischen Energiekonzern MOL gekauft worden. Außerdem hatte E.ON Schulden in Höhe von rund 600 Millionen Euro übernommen. Eigentlich wollte der Konzern damals das komplette Gasgeschäft von Mol kaufen (041103), war aber von der EU-Kommission daran gehindert worden, auch in die Bereiche Gaserzeugung und -transport einzusteigen (050705, 060113).

"Mit preisdiktatorischen Maßnahmen hat die Regierung E.ON sturmreif geschossen"

Auch bei einem Verkauf des Gasgeschäfts bliebe der E.ON-Konzern einer der wichtigsten Stromanbieter Ungarns. Erst vor ein paar Wochen nahm er bei Györ ein neues GuD-Kraftwerk in Betrieb, mit dem er seine bislang geringfügige Eigenerzeugung deutlich erhöhen kann.
Foto E.ON

Wie die deutschsprachige ungarische Internet-Zeitung "Pester Lloyd" am 18. Juli berichtete, geht es bei den Verhandlungen im wesentlichen um den Preis: MVM soll zuletzt 800 Millionen Euro geboten haben, während E.ON 1,2 Milliarden verlangt. Der Verkauf erscheine den E.ON-Strategen als das kleinere Übel, nachdem sie ebenso Verluste machen würden wie der Voreigentümer MOL. Einer der Gründe sei die gesunkene Nachfrage infolge der Wirtschaftskrise. Letztendlich sei es aber die staatliche Preisreglementierung gewesen, die E.ON das erhoffte Gasgeschäft in Ungarn verdorben habe..."

Macht zusammen 1050 Million Kaufpreis, die Verluste wurden fünf Jahr getragen und dann wird für 800 Millionen verkauft. Was expandiert E.on auch in Märkte, wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen bekannterweise nicht zum Ausbeuten taugen? Das hat überhaupt nichts mit EE zu tun, sondern nur mit unfähigen Vorständen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 39 von 39