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Energiewende: Deutschen Stromnetzen droht der Kollaps
dapd

Die Energiewende birgt offenbar hohe Risiken für die Stromversorgung in Deutschland. Immer häufiger kommt es zu kritischen Situationen bei den Netzen, heißt es in einem Bericht von Bundesnetzagentur und Kartellamt. Die Schuld geben die Experten den unsteten erneuerbaren Energien.

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dwg 27.11.2012, 11:42
110.

Zitat von kdshp
Alles nur panikmache um mehr geld zu bekommen! Ich hoffe die bundesregierung bleibt weiterhin standhaft so das die energiewende weiter gehen kann und die kosten nicht übermäßig zu gunsten von lobbys steigen damit die ihre gewinne steigern können.
...sagte der Kapitän der Titanic und hielt weiter Kurs auf den Eisberg.

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bammy 27.11.2012, 11:43
111.

Zitat von caligus
Schon interessant, dass "Experten" die Schuld an der Misere den "unsteten" erneuerbaren Energien in die Schuhe schieben wollen. Was soll der Unsinn? Die Energiewende wurde nicht von den Grünen, sondern von der derzeitigen Regierung beschlossen! Dass der Umstieg auf erneuerbaren Energien die Notwendigkeit neuer Stromtrassen mit sich bringt, war allen bekannt.
Rot/Grün zu Jahrtausendwende scheinbar nicht.
Zitat von caligus
Wenn hier überhaupt irgend jemand "Schuld" ist, dann die derzeitige Regierung, welche offensichtlich nicht in der Lage ist, einen Stein auf den anderen zu bauen.
Ihre Meinung in allen Ehren. Aber wir befinden uns in einer Demokratie und nicht in einem Willkürstaat.
Vielleicht kennen Sie nur nicht die Probleme und Bauzeiten von Großprojekten in diesem Land. Sie brauchen in der Regel um die 10Jahre, um sowas zu realisieren.
Während Windräder und PV-Dächer vergleichsweise schnell gebaut sind.
Seit wann genau unterhalten wir uns über Stromtrassen und Speicher und seit wann werden massiv Wka und PV-Anlagen installiert.
Das große Problem ist der Einspeisevorrang unabhängig des Bedarfs, ohne das es dafür eine entsprechende Infrastruktur gibt. Man hat Wind und PV einfach an ein Netz angekoppelt, das gar nicht dafür ausgelegt ist, was bei zunehmenden Ausbau logischerweise für Probleme sorgt. Das ist kein in die Schuhe schieben. Das ist Fakt!

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captain bluebear 27.11.2012, 11:43
112. Handlungsempfehlung

Ich frage mich, wer immer diese Panikmache-Artikel lanciert und welche "Experten" dann hier sofort polemisch und argumentfrei gegen den "Wahnsinn" erneuerbare Energie losledern.

Der eigentliche Wahnsinn für jeden logisch denkenden Menschen ist es doch, weiter blindwütig die in Jahrmillionen angesammelten fossilen Brennstoffe in wenigen Jahrzehnten komplett zu verbrennen und als CO2 in die Atmosphäre zu blasen, wohl wissend dass der Menschheit dann in der Generation unserer Kinder oder spätestens Enkel kein funkionierendes Energieversorgungssystem mehr zur Verfügung stehen wird. Es muss also JETZT umsgesteuert werden. Und die einzig realistische Alternative ist nach Stand der Technik, die von der Sonne generös geschenkte Energie, egal ob in Form von Strahlung, Wind, oder Wasserkraft zu nutzen.

Jetzt zum aktuellen Problem in Deutschland: in der Tat sind die EE im Jahresverlauf "unstet"; allerdings dank Wettervorhersagen auf 1-2 Tage im voraus sehr exakt vorhersagbar. Da ausreichend Speichermöglichkeiten bislang fehlen, muss die Netzstabilität durch Regelung der übrigen Stromerzeuger (Kraftwerke) hergestellt werden. Das ist nun wiederum technisch kein Problem, wohl aber wirtschaftlich: die für kontinuierlichen Betrieb gerechneten Großkraftwerke würden weniger Gewinn erwirtschaften, und reine Ersatzkraftwerke zu bauen (mit Gas betrieben sind die auch schnell regelbar) lohnt sich nach derzeitigen rechtlichen Rahmenbedingungen schon gar nicht.

Daher ziehen die großen Energieversorger ständig die Blackout-Karte als Drohung, um ihre Pfründe noch etwas länger zu sichern, und die Politik, die eigentlch gefragt wäre, mauert.

Und ich staune immer, wie viele dieser Salamitaktik auf den Leim gehen, udn offenbar an die wundersame Selbsterneuerung der fossilen Brennstoffe glauben. Und denen offenbar der eigene Kontostand in den nächsten Jahren wichtiger ist als ein tragfähiges Zukunftskonzept. Denn Gas, Kohle oder Öl zu verbrennen ist es nicht. Und Kernkraftwerke schon zwei mal nicht - denn billig sind die bei korrekter Rechnung aller Kosten eben auch nicht.

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Aquifex 27.11.2012, 11:43
113.

Zitat von moomendema
...sondern alternative Energien auch entsprechend nutzen. Der Netzausbau der im Moment als Kostenfaktor herhalten muss um die irrsinnigen Preiserhöhungen zu rechtfertigen wurde schon all die Jahre mit jeder Stromrechnung mehr als bezahlt! Fällt aber nur auf wenn man sich einmal die.....
Hmm, ich finde da bloß nichts, was 24 x 18 GWh speichern kann...
..und das wäre schon die Minimalanforderung...

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heinz.mann 27.11.2012, 11:43
114. Einfach weniger Strom ins Ausland verkaufen

und ggf. Anreize schaffen, dass Unternehmen von Bayern in den Norden ziehen, wo der Ökostrom verfügbar ist und nicht erst über lange Trassen nach Süddeutschland geschoben werden muss.

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tschautsen 27.11.2012, 11:44
115. Lobbiisten

Zitat von dasistdasende
Vielleicht täusche ich mich ja, aber die ganzen "Berichte" über die Energiewende scheinen mir im wesentlichen doch durch die Lobbyarbeit der verschiedenen Parteien wie z.b. Stromkonzernen geprägt. Die Energiewende wird doch im wesentlichen dafür genutzt die Stomverbraucher ordentlich abzuzocken. Ich bin ja eigentlich kein Freund von Staatsunternehmen, aber so Dinge wie Energie sollten vielleicht doch besser in staatlicher Hand sein und nicht zur Bereicherung einiger weniger dienen.
Reden sogar selbst vom Netzausbau. Wer blockiert?
Hildegard Müller Energiewende föderal vernetzen - Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft | Interview | Deutschlandradio Kultur

Hildegard Müller ist übrigens auch schön "geschmeidig" von der Politik zu den Stromheinis gewechselt.

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knieselstein 27.11.2012, 11:44
116. Und ich hatte doch schon extra

Zitat von compuholic
Klar, super Idee. Im Augenblick ist es ja gerade der Stromhandel, der unsere Netz vor dem Zusammenbruch bewahrt. Wir entsorgen unsere kurzfristigen Überkapazitäten einfach billig ins Ausland. Wenn wir diese Möglichkeit nicht hätten wären unsere Netze schon längst zusammengebrochen.
einen smiley angehängt ;-).
Die Antwort bezog sich auf einen Foristen, der einen Link der Blaudachgrafen und Solarbarone vom edlen Bionadeadel anhängte, in dem die Frequenzschwankungen des Netzes als Auswirkung des Stromhandels an der Strombörse "bewiesen" wurden.
Manchen Leuten kann man ob der Realitätsignoranz nur noch mit Sarkasmus antworten.
Sorry for confusion

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ir² 27.11.2012, 11:45
117.

Zitat von syracusa
Das ist falsch. Stromspeicher werden erst bei deutlich höheren Anteilen volatilen EE-Stroms benötigt, als heute im Netz sind. Bis etwa 30% Anteil sind Stromspeicher teurer als den überschüssigen Strom einfach zu entsorgen. Was dringend nötig ist, ist der Netzausbau. Erst dadurch wird es möglich, Überschüsse von EE-Strom dort hin zu bringen, wo sie gebraucht werden.....
Falls Sie es noch nicht verstanden haben sollten, Altmaiers "Bürgerbeteiligung" ist ein Euphemismus für einen Sonderfond um den (ohne Energiewende eh überflüssigen) Netzausbau von den Stromkunden bezahlen zu lassen, ohne das man es transparant auf der Stromrechnung darstellen zu müssen....

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judas2.0 27.11.2012, 11:46
118. Alles nach Plan.

Zitat von sysop
Die Energiewende birgt offenbar hohe Risiken für die Stromversorgung in Deutschland. Immer häufiger kommt es zu kritischen Situationen bei den Netzen, heißt es in einem Bericht von Bundesnetzagentur und Kartellamt. Die Schuld geben die Experten den unsteten erneuerbaren Energien.
Alles nach Plan. Die Preise steigen, die Versorgung wird unsicherer. Wer nicht hören will, muß eben fühlen im Energiewundermärchenland.

Hoffentlich wird es diesen Winter schön kalt. Lieber ein Ende mit Schrecken als mgekehrt.

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kdshp 27.11.2012, 11:46
119. Fukoshima

Zitat von seine_unermesslichkeit
Was ist eigentlich mit der German-Angst los? Ich habe mal alle Beiträge überflogen und noch kein einziges mal ist das Wort Fukoshima aufgetaucht. Ich finde, die Atomstrom-Angsthasen sollten künftige Blackouts nicht nur gelassen, sondern himmelhochjauchszend vor Glück entgegen sehen. Das muss es doch wert sein, für eine atomstromfreie Steckdose zu frieren!
Seh ich auch so ERST wollen ALLE den ökostrom und wenn er dann da ist wird gejammert. ES war klar das es probleme geben wird UND das das ein mehr kostet ich habe damit kein problem.

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