Forum: Wirtschaft
Energiewende: Deutschen Stromnetzen droht der Kollaps
dapd

Die Energiewende birgt offenbar hohe Risiken für die Stromversorgung in Deutschland. Immer häufiger kommt es zu kritischen Situationen bei den Netzen, heißt es in einem Bericht von Bundesnetzagentur und Kartellamt. Die Schuld geben die Experten den unsteten erneuerbaren Energien.

Seite 44 von 181
bammy 27.11.2012, 18:22
430.

Zitat von freekmason
bis jetzt hatte ich den eindruck, dass die meisten ökophobiker hier sehr wohl ein problem im ausstieg aus der atomkraft sehen. aber schön, jetzt wo das kein problem mehr ist, können wir ja den netzausbau endlich mal vorantreiben.
Der eine Forist spricht von technophoben Atomfans und der Andere Ökophobiker, die ein Problem mit dem Atomausstieg haben.
Ich stelle eher vermehrt fest, das EE-Hardliner und AKW-Gegner gerne das AKW-Thema wieder aufrollen.
Das ab und zu das übereilte Abschalten von 8AKW thematisiert wird, hat Nichts mit Phobien, eher was mit Argumenten zu tun, die gar nicht so weit hergeholt werden. Das sollte man schon unterscheiden können. Was in ideologischen Diskussionen schwer fällt, wo nur schwarz und weiß gesehen wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
happy2010 27.11.2012, 18:22
431.

Zitat von soulbrother
Immerhin sinkt die Gefahr mit zunehmend dezentralem Ausbau der Energieversorgung - da der Ausfall einzelner kleiner Anlagen besser kompensiert werden kann als das abrupte Aussetzen mehrerer GW Leistung.
Sie wollen also für den Ernstfall (Dunkelheit, kein Wind, kein PSKW ums Eck) dezentrale Kohle und Gaskraftwerke?

Jedem Ort das eigene?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hermes8 27.11.2012, 18:23
432.

Zitat von DeniR
wir hätten soviel Strom, dass wir sogar ins Ausland verkaufen können? Oder ist das eher wieder die Masche, die erneute Erhöhung zu "verkaufen"?
Das ist doch das Tolle an den Erneuerbaren Energien: Manchmal hat man so viel davon, dass man gar nicht weiß, wohin damit, z.B. wenn es nachts mal richtig doll stürmt und die Windmühlen sich ganz schnell drehen. Manchmal hat man allerdings auch nicht genug, wenn z.B. morgens oder abends an einem kalten Wintertag Flaute und Hochnebel herrschen. Und da noch niemand auf eine schlaue Idee gekommen ist, wie man den Strombedarf einer mittleren Stadt in Konservendosen verpacken kann, wird es auch diesen Winter wieder spannend.

Achso, wir exportieren zwar Strom, aber so richtig Geld verdienen wir damit nicht. Besonders gern exportieren wir nach Polen und Tschechien und zahlen sogar noch Geld dafür, dass wir den nicht benötigten Strom aus den nächtlich rotierenden Windmühlen loswerden. Aber die Polen und Tschechen kriegen auch Stromausfälle, wenn bei ihnen viel mehr in die Leitungen gepresst wird, als am anderen Ende entnommen wird - das ist genau wie bei uns. Deswegen wollen sie unseren Strom jetzt nicht mehr haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zuversicht7 27.11.2012, 18:24
433. Richtig

Zitat von salmo
Die Energiewende ist machbar, teilweise sogar problemlos. Aber: es muss zu einem Paradigmenwechsel kommen. Kein Netz mehr wie bisher mit Grund /Mittel /Spitzenlast, sondern ein Netz mit flexiblen Ausgleichsoptionen und (echter) Bidirektionalität. Es wären sogar keine neuen Speicheroptionen notwendig (kurz/mittelfristig) wenn man lediglich die Preise und Bedingungen für GasturbinenKW an die neue Realität anpassen würde. Gasturbinen können im Minutenbereich angeworfen werden und eignen sich hervorragend als RegelKW. Es wird nur noch nicht dementsprechend eingesetzt weil die Betreiber aktuell nicht genügend erwirtschaften mit diesem Regelbetrieb. Dies muss lediglich geändert werden. Die erhöhten Kosten für diese Regelenergie werden gesamtwirtschaftlich mehr als aufgefangen durch den Preissenkungseffekt alternativer Energien. Schöne Zusammenfassung des Konzepts hier:
Richtig, absolut RICHTIG!
Die Siemens GuD-Kraftwerke in Holland sind auf mehere Starts pro Tag ausgelegt, deshalb können die in Holland auch so toll an dem "Börsenstrom" aus Deutschland verdienen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
knieselstein 27.11.2012, 18:24
434. Haben Sie sich vielleicht einmal gefragt

Zitat von laller
Durch die elektrische Energieabfuehrung der WKA mit 50 Hz-Strom wird der Jahresertrag einer heutigen WKA mindesten gedrittelt, wenn nicht noch viel mehr. Das kommt durch die limitierte Nennleistung des Generators. 60% des heute erzeugten WKA-Stromes koennen ausserdem sowieso schon jetzt nicht eingespeist werden. Wuerde man die Windenergie hydraulisch abfuehren, wuerde sich der Jahresertrag einer heutigen WKA mindestens verdreifachen und speicherbar werden, weil Hydraulikmotore kein Leistungslimit haben. So ein System: gab es frueher schon einmal und muesste auch heute noch funktionieren, nur dann wuerde sich ja etwas aendern. Das will ja keiner, es soll doch fuer immer alles so bleiben, wie es ist. Es funktioniert zwar alles nicht und wir rutschen immer weiter Richtung oekonomischer Abgrund, daher brauchen wir kraeftige Schalgworte, die beim Laien gut haengen bleiben, wie z.B. "Energiewende", "Stromautobahnen" und "Netzausbau", damit wenn "irgendwo die Sonne scheint oder der Wind weht auch immer eingespeist werden kann". So einen Unsinn glauben nur uninformierte und naive Laien, die anscheinend 99% der Bevoelkerung stellen..
warum dieses geniale System trotz eines Riesen Kolonialreiches auf die Insel beschränkt blieb und da überwiegend auf den Großraum London ? Und dann vor 35 Jahren wahrscheinlich wegen Überlaufen der Konten aufgegeben wurde.
PS, bvor jetzt jemand auf die geniale Idee kommt die "unlimitierte Leistung" einer WKA direkt zum Füllen eines Speicherbeckens zu nutzen: Für Hydraulikpumpen und -motoren gilt: P= (V*p )/600.
(Literzahl multipliziert mit Druck in bar) dividiert durch 600 ergibt die Leistung in kW. Wenn ich dann noch die 5 MW einer WKA damit verdreifachen kann, benötige ich verdammt viel Wasser, selbst wenn ich es auf die Zugspitze pumpe :-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
burghard42 27.11.2012, 18:26
435. Gratuliere

Zitat von karlgutknecht
Sie irren , z. B. Prof. Sauer von der RWTH in Aachen, einer unserer besten, wenn nicht sogar die beste Fachhochschule für ingenieurswissenschaftliche Ausbildungen, sowie private Unternehmen beschäftigen sich seit geraumer Zeit, mit der Steigerung der Leistungsdichte von Batterien, Akkumulatoren. . Die jetzige Bundesregierung bzw., schon die ROT/GRÜNE Vorgängerregierung, hatten nie einen schlüssigen Plan zur Umsetzung der so genannte Energiewende vorgelegt, dies betraf leider alle (!) Aspekte, die es zu berücksichtigen gab, es galt für die dumpfen Massen, die einfache Parole – Ausstieg jetzt! Herr Asbeck der Chef der Solarworld AG und Ex-GRÜNES Gründungsmitglied, der von den 100.000 Solardächer Programm - das von den GRÜNEN im Jahre 1999/2000 ohne Sinn und Verstand angeschoben wurde - am meisten profitierte, war es herzlich egal, das ein solch stimmiges Konzept der ROT/GRÜNEN Regierung nicht vorlag. Die anderen Mitglieder des Kabinetts/der Regierung waren völlig ahnungslos hinsichtlich der Probleme einer Energiewende, denn die existierte ausschließlich auf dem Papier. Nachdem von den GRÜNEN durchgesetzt wurde das 1 kWh Sonnenstrom - die Sonne schickt ja keine Rechnung - mit 99,9 Cent per vorrangiger Einspeisegebühren vergütet wurde, war die Welle einfach nicht mehr zu stoppen und ein Stopp hätte für jede Regierung politischen Selbstmord bedeutet. Andere Industriezweige sprangen auf den Zug des „leicht zu verdienenden Geldes auf“ und in Ostdeutschland dem Heimatland des Solarwahnsinns entstanden - zum wiederholten Mal - hoch subventionierte Arbeitsplätze, die niemand brauchte. Alle Parteien hatten gewonnen, Herr Asbeck wurde Milliardär, Bauern und Landadel hatte eine zusätzliche Einnahmequelle, das Bürgertum konnte in Zeiten des billigen Geldes und der niedrigen Zinsen ihre Gier nach Profiten, mit den GRÜNEN Feigenblatt des Gutmenschen tarnen, die ostdeutschen Ministerpräsidenten sicherten sich ihre Macht per Quersubventionen durch die Strom-Verbraucher und der letzte Rest wurde von der Panik, rund um die Ereignisse von Fukushima erledigt. Ein schlüssiges Konzept zur Enervierende, stand nie zur Diskussion, oder haben Sie schon einmal die "Politik" etwas richtig machen gesehen…?
ein sehr guter Zustandsbericht.
Wer könnte nun,außerhalb der Zwänge der verschiedenen Lobbyverbände,ein schlüssiges Konzept vorlegen ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hermes8 27.11.2012, 18:26
436.

Zitat von user_tha
Guter Witz. Tatsächlich lässt sich die Einspeisung der erneuerbaren Stromerzeugungsarten mittlerweile sehr gut vorhersagen, und zwar auf +/- wenige Prozent genau.
Das ist ja toll. Dann wissen wir demnächst also eine halbe Stunde vorher, dass das Licht ausgeht? So eine Vorhersage ist ja eine feine Sache, aber was machen wir dann damit? Ich wäre dafür, dass die Betreiber der Windkraftanlagen sich dann schon mal aufwärmen, damit sie aufs Fahrrad steigen können, wenn der Wind nachlässt. Damit die Lichter nicht ausgehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
happy2010 27.11.2012, 18:30
437.

Zitat von burghard42
ein sehr guter Zustandsbericht. Wer könnte nun,außerhalb der Zwänge der verschiedenen Lobbyverbände,ein schlüssiges Konzept vorlegen ?
Etwas platt formuliert

Vor Fukushima gab es das
Einen langsameren Atomausstieg

Nicht das gelbe vom Ei, aber eines muss man Merkel zugute halten
Sie sagte glasklar das es sehr sehr teuer werden würde, daher die LZV

(Alles vor Fukushima)
Ansschließend waren alle Politiker nur noch Trittin und Höhngetriebene

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Petra 27.11.2012, 18:31
438.

Zitat von abseitstor
Vielleicht ist das in dem Zusammenhang auch gar nicht so erheblich.
Ist in der Tat nicht erheblich, angesichts des horrenden Unsinns, der von meinem Vorredner verzapft wurde.

Aber nur mal so zum Beispiel heute nachmittag. Oder am 15.11. Oder am 16.11

Transparency in Energy Markets - Tatsächliche Produktion Wind

Und das als das Einspeiseergebnis von 30.000 MW instl. Leistung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
captain bluebear 27.11.2012, 18:31
439. Eigentor

Zitat von abseitstor
Ist schon tausend Mal erklärt worden, hier zum eintausendundersten Mal. Bei der Export-/Importbilanz geht es um "Arbeit", ausgedrückt in MW/h. Da kann es bei guter Verfügbarkeit konventioneller Kraftwerke hierzulande dazu kommen, dass mehr MW/h in das Ausland geliefert werden. ... Grämen Sie sich nicht, wenn Sie das bislang nicht verstanden hatten. Sie sind nicht allein. Cem Özdemir, der Flugmeilen-Ritter von den Grünen, hat das auch nicht kapiert und lässt sich trotzdem im Fernsehen zu dieser Frage aus.
Oh Herr, wirf Hirn vom Himmel! Blödsinn schreiben und anderen vorwerfen sie hätten was nicht verstanden. Zum Mitschreiben: Es gibt:
- Energie (bzw. Arbeit), Einheit Joule [J] oder Wattstunde (Wh)
- Leistung = Energie / Zeit, Einheit Watt (W)

W pro Stunde (bzw. Ihre nette Erfindung MW / h) ist nichts von alledem; die Einheit bekämen Sie als erste Ableitung der Leistung - das wäre dann ein Maß dafür, wie schnell sich gerade die Leistung ändert ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 44 von 181