Forum: Wirtschaft
Energiewende: Gabriel rückt von Planung für Südost-Stromtrasse ab
DPA

"Natürlich wird der jetzige Korridor nicht kommen": Sigmar Gabriel hält die bisherige Planung für die Südost-Gleichstromtrasse für nicht durchsetzbar. Die Leitung soll nun länger werden und teilweise unterirdisch verlegt werden.

Seite 1 von 23
birnstein 30.07.2014, 07:37
1. Kinderkram

Man lacht über Kinder, die die Augen verschließen und dann ist das Böse weg. Erwachsene sind da nicht anders. Kaum ist das Kabel nicht mehr zu sehen, weil es in der Erde ist, schon ist es nicht mehr böse.

Beitrag melden
OrreWombell 30.07.2014, 07:54
2.

Zitat von sysop
"Natürlich wird der jetzige Korridor nicht kommen": Sigmar Gabriel hält die bisherige Planung für die Südost-Gleichstromtrasse für nicht durchsetzbar. Die Leitung soll nun länger werden und teilweise unterirdisch verlegt werden.
Strom wird also ohne AKWs ein knappes Gut, das noch teurer wird, es drohen Engpässe.
Geben wir nicht gerade 19 Milliarden Euro im Jahr zusätzlich aus für "EE" Strom.
Und trotzdem wird das ohne AKWs ein knappes Gut?
Das sagt wohl alles über den Stand der "Energiewende"
Das einzige, was da noch funktioniert ist die, warscheinlich auch vom Steuerzahler bezahlte Propaganda, wie die Plakate die hier überall hängen mit "Klar zur Wende, Gemeinsam das Klima schützen" ;)

Beitrag melden
eisbaer68 30.07.2014, 08:01
3. Vorwärts immer,

rückwärts nimmer. So schaffen wir die politisch gewöllte Energiewende. Die nimby Fraktion hat es wieder mal geschafft. Jetzt können sich ja andere Bürgerbewegungen entlang der möglicherweise neuen Trassen mit den Energieunternehmen und den Behörden streiten. Schon die Wortwahl "Mördertrasse" lässt erahnen mit welchen Mitteln hier gekämpft wird. So eine Trasse bringt niemanden um und schon garnicht wenn sie mit Gleichstrom betrieben wird. Wir sollen alle schön den Wohlstand der bayrischen Solaranlagenbesitzer finanzieren aber wenn es darum geht auch einen Anteil am Gesamtvorhaben mit zu tragen, dann kommt sogar die Landespolitik und schiesst massiv gegen solche Vorhaben. Wilkommen in der Bananenrepublik. Den Leuten jetzt noch zu erzählen, dass auch HGÜ in Teilen verkabelt werden könne setzt dem ganzen noch die Krone auf. Wenn's nicht so traurig wäre könnte ich die ganze Zeit nur lachen.

Beitrag melden
e_d_f 30.07.2014, 08:05
4. Dann lassen wir doch ...

... einfach die Kernkraftwerke im Süden weiter laufen. Dann brauchen wir auch keine "Monstertrassen". Das ist eh' billiger und ökologisch unbedenklich!

Beitrag melden
jenstw 30.07.2014, 08:10
5. EEG Umlage

Man darf nicht vergessen das Atomstrom auch nicht konkurrenzfähig ist. Er wurde und wird hoch gefördert - aus Steuermitteln. Es hier jemand rumschreit. "Ökostrom ist viel zu teuer - die hohe Stromrechnung, ich will Atom!" sollte er nicht vergessen das es eine politische Entscheidung war alle Kosten auf die EEG umzulegen und die Stromkosten immer höher zu drücken. Es war eine politische Entscheidung auf Teufel komm raus Offshore zu genehmigen und erst jetzt nach 3 Jahren mal über den Anschluß ans Stromnetz nachzudenken. Mehr als 50% der Räder dort sind nicht angeschlossen und müssen teuer per Schlepper und Notstrom am Leben gehalten werden! Das hat nichts mit Öko und schlecht zu tun, es ist eine gigantische Fehl(nicht)planung der politisch Verantwortlichen. Alle Rumgeblödel ("Solar ist so schlecht!") zeigt nur das die betreffenden Jungs sich willig verarschen lassen anstatt zu fragen ob es endlich vorwärts geht uns vom Öl und russischen/amerikanischen Kernbrennstäben unabhängiger zu machen, keine Dörfer mehr wegen Braunkohle wegzubaggern.

Beitrag melden
Traudhild 30.07.2014, 08:10
6.

Zitat von sysop
"Natürlich wird der jetzige Korridor nicht kommen": Sigmar Gabriel hält die bisherige Planung für die Südost-Gleichstromtrasse für nicht durchsetzbar. Die Leitung soll nun länger werden und teilweise unterirdisch verlegt werden.
Mit welcher Selbstverständlichkeit er hier das Wort "natürlich" nutzt..
An ihren Taten sollt ihr sie messen..

Dann sollen die armen von Strommasten bedrohten Dörfler aber "natürlich" auch erheblich an den Mehrkosten für die unterirdische Verlegung beteiligt werden

Beitrag melden
maxehaxe 30.07.2014, 08:13
7.

Alle wollen Strom, alle wollen sauberen Strom und abgestellte Atomkraftwerke, aber keiner will Stromtrassen. Was fällt der Bundesregierung ein, nicht sofort zu zaubern? Ungeheuerlich.

Beitrag melden
Max2008 30.07.2014, 08:13
8. Einfach nur dumm ?,

oder bewusste Irreführung der Öffentlichkeit? Dieses Erdkabel existiert bisher nur als kleine Pilotanlage in Berlin, hat aber dort bereits sämtliche zu erwartenden Probleme aufgezeigt. Und, Wg Kosten: folgt man Gabriels Gelabere über "lokale Lösungen" und den dann zu erwartenden Forderungen entlang der geplanten (???) Strecke, natürlich wollen dann alle Erdkabel..., kan man schon mal 5-19 cent per KWh die Stromrechnung aufschlagen.

Beitrag melden
Schnurmel 30.07.2014, 08:14
9. Wasch mich aber mach

mach mich nicht Nass!
"Man kann nicht ein kleines Dorf mit einer 380-KV-Freileitung einkreisen", sagte Gabriel.
Das Wort "einkreisen" hat mir am besten gefallen. Gefangen zwischen Stromleitungen, das arme Dorf. Andere fühlen sich von Strassen eingekreist. Andere von Windrädern oder Mobilfunkantennen. Und die 10 Fach höheren Kosten legen wir auf den Strompreis um, auf das er unbezahlbar wird. Manchmal habe ich den Eindruck wir leben nicht in einem hoch technisiertem Land, sondern viele träumen von dem Bauernhof mit einer grünen Wiese und drei Kühen und ein paar Hühnern. Dann bitte aber ohne Auto, Mobilfunk und Strom.

Beitrag melden
Seite 1 von 23
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!