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Energiewende: Gabriel rückt von Planung für Südost-Stromtrasse ab
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"Natürlich wird der jetzige Korridor nicht kommen": Sigmar Gabriel hält die bisherige Planung für die Südost-Gleichstromtrasse für nicht durchsetzbar. Die Leitung soll nun länger werden und teilweise unterirdisch verlegt werden.

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jenstw 30.07.2014, 08:42
20. EEG Förderung

Zitat von e_d_f
... einfach die Kernkraftwerke im Süden weiter laufen. Dann brauchen wir auch keine "Monstertrassen". Das ist eh' billiger und ökologisch unbedenklich!
3,4 Mrd. Euro pro Jahr Förderung für die Atomkraft aus Steuermitteln, jetzt kommen noch einmal weiter 17Mrd für die Entsorgung dazu.
(de.atomkraftwerkeplag.wikia.com/wiki/Subventionierung_von_Atomkraft)
Wenn das über die EEG bezahlt werden müsste wäre jedem klar: Atomkraft ist eine der teuersten Energiearten überhaupt.
By the way: Ich war in Tokio nach Fukushima und habe miterlebt wie die Grundstückspreise 50% in den Keller rauschten. Als klar war wie die Windrichtung war atmeten alle auf. Das war schon eine gedrückte Stimmung auf den Straßen. Aber ich muss auch sagen: nach dem Ding mit der Maut gönne ich unsrem Süden die Atomkraftwerke. ;-)

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Walther I. 30.07.2014, 08:42
21. Gut so!

Die anderen Freileitungen wollen wir auch nicht, keine neu, keine alte!
Das läßt sich alles mit Erdkabeln machen. Schlimm genug, daß die miesen WKA unser ehemals schönes Deutschland so versaut haben.

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af17555 30.07.2014, 08:45
22.

Wenn ich den Begriff "Mördertrasse" lese, wird mir ob soviel Dummheit speiübel. Aber leider spielt in Bezug auf Stromtrassen eine Laienspielgruppe ("Wutbürger", Nabu etc.) die Hauptrolle und da ist dann von "Strahlung" (magnetische und elektrische und manschmal auch esoterische) die Rede, obwohl nirgends "Strahlen" entsthehen, sondern enn, dann Felder und diese sind bei geeignetem Abstand ungefährlich.

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hansulrich47 30.07.2014, 08:46
23. Feigheit, dein Name ist: Gabriel!

Zitat von george.dashwood
Da wird aus populistischen Gründen vor den Wutbürgern gekuscht und der Steuerzahler und Energieverbraucher muss die irrwitzigen Mehrkosten tragen.
Dem Herrn Gabriel sind die auf alle umgelegten extremen Kosten eben egal, dem geht es nur ums gut aussehen.
Hab selbst eine 380 kV-Leitung in Sichtweite, die vor Jahren von 240 kV erweitert wurde. Ich hab damit kein Problem. Aber der Wutbürger, der "alles soll so bleiben, wie es ist" Ignorant, ist eben uneinsichtig und lässt sich von dummen Sprüchen beeindrucken. Es versteht offenbar keiner dieser Typen, dass es physikalisch unmöglich ist, einen status quo zu erhalten, alles fliesst!!!! (Wussten schon die ganz alten Griechen.)

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tom-sawyer 30.07.2014, 08:48
24. Sie wissen aber evtl., ...

Zitat von george.dashwood
Da wird aus populistischen Gründen ...
... daß "populus" Volk bedeutet, oder?

PS: Fanden Sie "Wir sind das Volk!" etwa auch "populistisch"?

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kfvk 30.07.2014, 08:48
25. Welcher denn dann?

Zitat von sysop
"Natürlich wird der jetzige Korridor nicht kommen": Sigmar Gabriel hält die bisherige Planung für die Südost-Gleichstromtrasse für nicht durchsetzbar. Die Leitung soll nun länger werden und teilweise unterirdisch verlegt werden.
So wird das leider bis zum Sankt Nimmerleinstag nichts werden, wenn die Politik immer einknickt. Entweder wird die Trasse benötigt, dann sollte den Bürgern erklärt werden weshalb und zumindest der nicht verbohrte Teil der Bevölkerung wird es verstehen oder die Politik kann es nicht erklären (eventuell, weil sie es selber nicht verstanden hat), dann kommt sie eben nicht.
Glaubt Herr Gabriel wirklich, dass -- ganz egal, wie die Trasse geführt werden soll -- niemand klagen wird? Solange die unwiderlegte Behauptung im Raume steht, die Trasse diene vorwiegend den Interessen der Betreiber von Kohlekraftwerken, wird es immer Kläger und Unterstützer geben. Da ist einfach Überzeugungsarbeit notwendig und nicht täglich eine neue Streckenführung.
Wie wäre es mit einer Karte, die zeigt, wo wie viel Energie verbraucht wird und die ebenso zeigt, wo die Energie erzeugt wird? Dann gehört natürlich auch dazu wie die Energie erzeugt wird. Wenn man dann noch verständlich erklärt, wo die Unterschiede der verschiedenen Erzeugungsformen liegen und wie sich die Preise gestalten, wäre dies sicher ein Schritt dahin, dass sich die Bürger informiert fühlen. Bisher reden da einfach zu viele Laien über Dinge, die sie nicht verstehen.
Nebenbei: Hat Herr G. zu viele Asterix Bücher gelesen? Das arme kleine Dorf -- umzingelt von Leitungen. Aber da ist doch noch Obelix ... Ist die Ähnlichkeit der beiden nur Zufall?
Das "kleine Dorf" erinnert doch fatal an das ewige Gerede vom "kleinen Mann" und was Politiker noch so zum besten geben, um anzudeuten, dass sie dem gemeinen Volk einfach überlegen sind.
Und weshalb braucht man für Erdkabel ein Gesetz? Nur eines ist sicher: Wird an einer Stelle ein Erdkabel verlegt, verlangt es der nächste Ort auch. Dabei ist der einzige Vorteil, dass es unsichtbar im Boden liegt. Während die elektromagnetischen Felder bei den hohen Masten den Boden nur sehr abgeschwächt erreichen, müsste man von den Kabeln wohl einen Sicherheitsabstand einhalten. Auch das könnte man eventuell mit Zahlen verdeutlichen, denn 100m tief vergraben, will die Kabel wohl keiner. Und im Fehlerfalle ist bei Freileitungen die Fehlersuche und vermutlich auch die -behebung einfacher. Schließlich ist die zuverlässige Verfügbarkeit von elektrischer Energie heute unverzichtbar (nicht nur die Produktion steht ohne sie still -- auch im Haushalt geht nichts mehr und selbst Twitter schweigt ...)

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Wladimir_Andropowitsch 30.07.2014, 08:50
26. Stromhochpreisregionen sind marktkonform

Niemand hat die Absicht, den Bayern, den Baden-Württembergern, den Hessen, den Thüringern und Sachsen Windenergie aufzuzwingen.

Die simple Transformation von Windenergie in Wasserstoff, der in entsprechende Behältnisse abgefüllt, überall in Bayern an den Strassenrändern von fliegenden Händlern verkauft wird, dass wäre einerseits dem Intellekt der dortigen "Antistromleitungsfreaks" angemessen und würde zu einer dramatischen Arbeitsplatzzahlerhöhung für nicht hinreichend qualifizierte Arbeitnehmer aus allen Regionen Europas verhelfen.

Angesichts der gegenüber dem Gabriel-Konzept viel kostengünstigeren Verwasserstofflichung der Windenergie und den o.b. Argumenten, muss man den Antistromleitungsfreaks einfach nur zustimmen. Die Jungs und Mädels aus den süddeutschen Weinanbau- und Bierbrauregionen weisen doch mit ihrem fundamental richtigen Widerstand gegen diese Hochtechnologien genau den richtigen Weg vorwärts in die Vergangenheit.


Zitat von sysop
"Natürlich wird der jetzige Korridor nicht kommen": Sigmar Gabriel hält die bisherige Planung für die Südost-Gleichstromtrasse für nicht durchsetzbar. Die Leitung soll nun länger werden und teilweise unterirdisch verlegt werden.

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dr_jp 30.07.2014, 08:52
27. Typisch Gabriel

Was glaubt dieser Mensch eigentlich, wer er ist? Herr Gabriel macht alles, was andere vorher geplant haben einfach kaputt und schiebt es auf die lange Bank. Hätte dieser Mensch einen Betrieb, so wäre dieser in kürzester Zeit insolvent. Gehen wir doch wieder zurück in die Steinzeit, mit Gabriel schaffen wir das. Kohle, Öl und Atom. Deutschland war auf einem guten Weg mit der Energiewende und dann kam er. Ich kann darüber nur noch den Kopf schütteln und hoffen, dass dieses Fossil bei der nächsten Wahl weg ist.

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w50 30.07.2014, 08:52
28. Es ist nicht zu fassen

Die Verkabelung kostet mindestens den Faktor 5..8 in der Höchstspannung mehr. Dann bauen wir die Leitung noch ein paar 100 km länger und diese soll nur "Windstrom" transportieren, d.h mit 2000 h benutzt werden. Woher kommt dann der Strom für Bayern, wenn der Wind nicht weht? Da nutzen wir dann die bestehenden 380kV-Trassen, ein deutliches Zeichen, dass die Windanlagen nicht imstande sind eine sichere Versorgung zu garantieren.
Da wird jahrelang an einem Netzplan beim Bund gearbeitet und da kommt ein Minister aus dem Busch und ruft , jetzt machen wir es anders.
Inkompetenz und Dilettantismus treiben Sicherheit der deutschen Energieversorgung in den Abgrund.

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felisconcolor 30.07.2014, 08:53
29. na dann

will ich mal hoffen, das er genau so zu seinem Wort steht wenn in Norddeutschland die Trasse gebaut werden soll. Denn die Trassenführung und Verlegetechnik meist oberirdisch ist auch sehr umstritten. Oder sind die Norddeutschen wieder nur Bürger zweiter Klasse.

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