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Energiewende: Hier sollen Deutschlands Stromautobahnen verlaufen
DPA

Für die Energiewende plant die Bundesregierung zwei gigantische unterirdische Stromtrassen quer durch die Republik. Jetzt gibt es erstmals konkrete Vorschläge für deren Verlauf.

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syracusa 27.09.2016, 12:42
1. die Mehrkosten der unterirdischen Leitungen können wir uns leisten

Die Mehrkosten der unterirdischen Leitungen können wir uns leisten. Wir erreichen damit eine sehr viel höhere Zustimmung der Bürger dafür, und diese Zustimmung ist mehr wert als diese 3 bis 8 Mrd Euro Mehrkosten.

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treuhand333 27.09.2016, 12:46
2. Auch wenn am Ende

nicht 8 Mrd. sondern 22 Mrd. Kosten auflaufen, ist es ein großer Gewinn für den Bürger. Wenn wir dabei sehen, wofür wie viel mehr Geld "verbraten", sind das doch nur Peanuts; und zumindest hier mit Sinn und Nutzen.

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holzheizer 27.09.2016, 12:48
3. Artikel dürfte ruhig etwas konkreter sein

Statt blumiger Begriffe wie "mit Kunststoffrohren ummantelten Stromstrippen" wäre gut zu hören, ob es sich um Wechselspannung oder um Gleichspannung handelt. Das Handling mit Wechselspannung ist zwar einfacher, die Verlust sind aber höher. Gleichspannungsübertragungen sind teuerer aber wiederum verlustärmer. Wie hoch ist die Spannung? Von welchen Stromstärken reden wir hier? So bleiben viele Fragen offen.

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mauerfall 27.09.2016, 12:48
4.

Zitat von syracusa
Die Mehrkosten der unterirdischen Leitungen können wir uns leisten. Wir erreichen damit eine sehr viel höhere Zustimmung der Bürger dafür, und diese Zustimmung ist mehr wert als diese 3 bis 8 Mrd Euro Mehrkosten.
Mehrkosten entstehen nicht nur beim Bau, die Wartung wird auch erheblich teurer!

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willi_ac 27.09.2016, 12:49
5. 8 Mrd. Mehrkosten ...

... umgelegt auf 80 Mio. Einwohner und abgeschrieben über 20 Jahre macht bei quasi 0%-Finanzierung 5 Euro pro Einwohner und Jahr. Ist zwar immer noch Geld, aber unfinanzierbar ist das nicht - man kann eine ernsthafte Debatte darüber führen. Viele der im Text genannten Schlagworte helfen hingegen nicht weiter - weder die "Monstertrasse" noch der "volle Erfolg". Was als Problem bei solch großen Infrastrukturprojekten dazu kommt ist, dass möglicherweise ein Technologiesprung in der Bau- oder Nutzungsphase erfolgt (z.B. billiger Stromspeicher, Fortschritte bei Power-to-Gas), der diese Investition entwertet. Dieses Risiko bremst sicherlich manche Entscheidungsträger.

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Korken 27.09.2016, 12:51
6. Zeche an die Nutzer weitergeben

Könnte man die Zeche nicht die tatsächlichen Nutzer dieser Schnappsidee weitergeben? Gestern kam eine hervorragende, augenöffnende beitarg in SWR 2 Wissen: http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/energiewende-haesslich/-/id=660374/did=17972146/nid=660374/1sxihbq/index.html

Da wird einem der populistische Quatsch dieses Erdkabelgesetzes erst bewusst und zusätzlich erkennt man die katastrophale soziale Benachteiligung vieler, dieser Energiewende. Die EEG zahlen alle privaten Verbraucher, um davon profitieren zu können muss man aber selber erstmal Geld haben und ein Haus, wo Solarpanels installiert werden können. Diese vergleichsweise wohlhabende Bevölkerungsschicht bekommt also per gesetz noch mehr Rendite, während andere diese bezahlen. Zahlen: 10 Milliarden wurde per EEG an Solarstromerzeuger ausbezahlt. Ein Viertel ging allein nach Bayern. NRW nur 10%. NRW zahlte aber doppelt so vil in die EEG ein wie Bayern - insgesamt fließen so jedes Jahr drei Milliarden Euro von Nord nach Süd, Tendenz steigend. Die Summe ist fast so groß wie der Länderfinanzausgleich zwischen München und Düsseldorf. Doch in der Öffentlichkeit wird das bisher kaum wahrgenommen.

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gumbofroehn 27.09.2016, 12:51
7. Die andere Alternative wären jahrzehntelange Verzögerungen gewesen

Ökonomisch ist das natürlich unsinnig, da absehbar die Immobilien auf dem "platten Land" zukünftig ohnehin kaum noch einen merkantilen Wert haben werden. Und dabei ist es ziemlich egal, ob eine Freileitungstrasse in der Nähe ist oder nicht. Andererseits hätten Klagen den Bau um Jahrzehnte verzögert. Im Übrigen sollten sich die Grünen mal schön an die eigene Nase fassen: Gerade ihre wohlsituierten Mitglieder und Wähler sind es, die gerne vor Ort in Bürgeninitiativen jedes auch noch so kleine Infrastrukturprojekt zum juristischen Endlos-Tauziehen machen.

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bernstein9 27.09.2016, 12:51
8. Ich halte das Projekt für Unsinn

Das Projekt ist in meinen Augen unsinnig. Bayern muss sich selbst mit Strom versorgen können, anstatt sich in die Abhängigkeit norddeutscher Offshoreanlagen zu begeben. Und der Südostlink ist nicht für die Energiewende, sondern für die Abhängigkeit vom Braunkohlestrom aus Sachsen- Anhalt, der wiederum subventioniert wird. Von Klimawandel reden wir dabei noch nicht einmal.

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Graphite 27.09.2016, 12:52
9.

es ist ja nicht so, als gäbe es bereits endlose Stromtrassen in deutschland. nein, zu allem übel müssen sich Politker wie Seehofer und Aigner hier profilieren und die Leitungen unterirdisch verlegen lassen wa unterm Strich zu irrwitzigen Kosten führt die natürlich wieder auf den Steuerzahler umgelegt werden. einfach nur lächerlich das ganze, aber Seehofer wird wieder gewählt und das ist das schlimmste daran.
eine Information wurde aber unterschlagen: werden die Mehrkosten nun auf "jeden" Strom umgelegt oder nur auf Windenergie? zweiteres würde den AKW- und KohleKraftwerksbetreibern in die Hände spielen.

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